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Medien

Träger von subjektiv ausgewählten und gespeicherten Infos. Im unterrichtlichen Lernprozess haben sie eine Mittlerfunktion zwischen der Wirklichkeit und dem Adressaten/Lernenden (RINSCHEDE et al. 2020).

Klassifikation von Medien

  • Differenzierung nach Kodalität (analoge oder abstrakte Zeichen)
  • Differenzierung nach Modalität (Sinnesorgane)
  • Grad der Abstraktion (handlungsorientiert, beobachtungsorientiert, symbolisch)

Didaktische Funktion von Medien nach Rinschede 2007


Medien fördern ...

  • Vermittlung von Infos
  • Vermittlung methodischer Fähigkeiten (Codierung/ Decodierung, Arbeitsweisen)
  • Kommunikationsprozesse (Sozialkompetenz)
  • Einstellungen (Affektive Lernziele, Moralkompetenz
  • Handlungsmöglichkeiten (Handlungskompetenz, ziel-/ wertorientiertes Handeln)

Medienverbund

System mit gezielt aufeinander abgestimmten Medien, die den Lernprozess steigern/intensivieren sollen. Je nach „Dichte“ des Verbundes kann man unterscheiden… (Haubrich und Kirchberg 1997)

  • Kombination von Medien (additiver Mehrwert)
  • Medienpaket
  • Einzelmedien, die streng strukturiert aufeinander abgestimmt sind (Mediensystem)

Digitale Medien

computerbasierte Medien, die als Träger oder Mittler von Informationen dienen. (nach Rinschede 2022) 

 Digitale Geomedien

stellen digital codierte raumbezogene Daten über geographisch relevante Sachverhalte dar, sowie die zu deren Verwaltung, Analyse und Visualisierung notwendigen technischen Geräte und Software (Rinschede 2020)

Strukturelle Merkmale digitaler Geomedien

  • Multimedialität (mehrere Medien integriert)
  • Multimodalität (Sinneskanäle)
  • Multicodalität (mehrere Symbolsysteme)
  • Interaktivität (dialogartige Kommunikation zw. SuS und Medium)
  • Multilinearität (Verknüpfungen via Links)
  • Offenheit (viele Nutzungsmöglichkeiten
  • Anonymität und Distanz (Lernpartner)
  • Indirektheit und Virtualität (Simulation: virtuelle Realität)
  • Informationsfülle (Suchfunktion, Problem der Selektion)
  • Adaptivität (an SuS anpassbar)
  • dezentraler Lernort (Zugriff auf Lernmaterial von überall)

SAMR Modell nach Puentedura 2006 - Funktionen

  • Unterricht zu analysieren und zu evaluieren 
  • Auskunft über aktuelles Niveau lernunterstützender Technologien

SAMR Modell nach Puentedura 2006 - Aufbau

  • Ersetzung: Technik als Ersatz für AB
  • Erweiterung: Technik als Ersatz aber mit funktionaler Änderung (z.B Rechtschreibprüfung)
  • Änderung: Technik ermöglicht Neugestaltung von Aufgaben
  • Neubelegung: Technik ermöglicht Erzeugen neuartiger Aufgaben

Vorteile digitaler Medien im UR

  • Alltagsmedium wird eingebunden
  • Motivation
  • Visualisierung - Multimedialität & Integration verschiedener Medieninhalte stellt Mehrwert gegenüber analogen Geomedien dar
  • Individuelles Lernen
  • erweiterte Optionen für selbstständiges und schüleraktivierendes Lernen
  • Förderung von selbstständigem selbstgesteuertem und kooperativem Lernen
  • Ansprechen mehrere Sinne (auditiv, visuell)
  • Vorbereitung auf spätere Arbeitswelt
  • Förderung räumlichen Denkens, geographisch-systemisches Denken

Nachteile digitaler Medien im UR

  • Fehlende Kontrolle
  • Reizüberflutung, enorme Datenmengen
  • unzureichende schulische Ressourcen
  • zurückgehender sozialer Austausch
  • Gefahr Wissen auszulagern
  • Abhängigkeit von Technik bei Durchführung
  • Vorbereitung & Einarbeitungszeit

dreidimensionale Modelle

in verkleinertem Maßstab ausgeführte, dreidimensionale, plastische Nachbildungen, d. h. gegenständliche Modelle der geographischen Wirklichkeit, und zwar eines Erdausschnittes, der gesamten Erde oder des Planetensystems (RINSCHEDE 2020). 

Klassifikation nach Funktion von dreidimensionalen Modellen

  • Anschauungs- und Strukturmodell (nur beschreiben)
  • Funktionsmodell (Modell in Aktion setzen)
  • Arbeitsmodell (manipulierbare Einzelteile)
  • Planungsmodell (Simulieren von Plänen)
  • Versuchsmodell (wie Experiment)

Globus

stellt die Erde im Modell, in einer idealisierten und abstrahierten Kugelgestalt längen-, flächen und winkelgetreu dar. (Gryl 2013) Erde kann verzerrungsfrei betrachtet werden 

Tellurium

Modell, das die Stellung von Erde, Mond und Sonne, die Bewegungen der Erde um die Sonne, die gleichzeitig erfolgende Bewegung des Mondes um die Erde und die Drehung der Erde um die eigene Achse darstellen kann (vgl. Rinschede 2022, S. 314).

Planetarium

Modell, mit dem die scheinbaren Bewegungen der Erde, anderer Planeten, des Mondes & des Sternenhimmels dargestellt werden können (vgl. Rinschede 2022, S. 314). 

Vorteile dreidimensionaler Modelle

  • Lernen mit mehreren Sinnen
  • Motivation
  • Veranschaulichung
  • Selbstständiges Lernen
  • Systemverständnis erhöht durch vereinfachte Darstellung
  • Erleichterung des Erkenntnistransfers durch Reduktion der Systeme / Prozesse auf einzelne Schwerpunkte

Nachteile dreidimensionaler Modelle

  • starke Generalisierung (verfälscht Realität)
  • Materialkosten
  • Zeitaufwand

geographisches Bild

 zweidimensionale, fotografische Darstellung eines begrenzten Ausschnittes der Erdoberfläche. Es ersetzt die Realbegegnung mit der geographischen Wirklichkeit (RINSCHEDE et al. 2020).

Anforderungen an Bilder im UR (Haubrich & Kirchberg 1997)

  • Inhalt mit Tiefe und Aussagekraft
  • Gewinnung neuer Erkenntnisse
  • emotional berührend
  • Curriculumskonform
  • Vermittlung subjektiver Interpretation der Realität

Ziele und Funktionen von Bildern

  • Informationsvermittler
  • methodische Fähigkeiten
  • Kommunikationsprozesse fördern
  • Haltungen fördern
  • Handlunsgabläufe in Gang setzen

Auswahlkriterien von Bildern

  • Inhaltsorientierung
  • Formalstruktur
  • Perspektive
  • Medienadäquanz (v.a. Vermittlung von visuell-statischen Inhalten
  • Adressatengemäßheit (Vorwissen berücksichtigen)
  • Sozialisationsfunktion
  • Anschaulichkeit
  • Didaktischer Ort

Interpretation von Bildern - Ablauf

  1. Beobachten
  2. Benennen
  3. Aufzählen
  4. Beschreiben
  5. Vergleichen und Ordnen
  6. Erklären
  7. Ergänzen

Diagramm

 zweidimensionale, fotografische Darstellung eines begrenzten Ausschnittes der Erdoberfläche. Es ersetzt die Realbegegnung mit der geographischen Wirklichkeit (RINSCHEDE et al. 2020).

Einsatz von Diagrammen im UR

  • Aufnehmen (Betrachten in EA)
  • Verbalisierung (Sachverhalt beschreiben)
  • Analysieren (Vergleich/ Zusammenhänge, Bewerten)
  • Anwenden (auf Fragestellung)

3 Arten von Diagrammen im Geo UR

  • Klimadiagramme
  • Bevölkerungsdiagramme
  • Kartogramme

Kartogramm

Kombination von Karte und grafischer Darstellung (= Diagramm). Dabei bildet die Karte den zusammenfassenden orientierenden Rahmen und Hintergrund für die Diagramme, die jenen Stellen auf der Karte zugeordnet sind, für die sie eine Aussage machen (RINSCHEDE et al. 2020). 

grafische Darstellungen

 Im Geographieunterricht verwendete grafische Medien sind zeichnerische Darstellungen der geographischen Wirklichkeit (RINSCHEDE 2020)

Karikaturen

zeichnerische Darstellungen, die ein Merkmal bzw. einen Aspekt eines Sachverhaltes überzeichnen und/oder vereinfachen und dadurch kritisch bewerten (RINSCHEDE 2020)

Arten von graphischen Darstellungen

  • Karikaturen
  • Landschaftszeichnungen
  • Panoramabilder/ -karten
  • Blockbilder
  • Profile