Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (33)

Disparitäten der Schulentwicklung/Lehrer*innenbildung

Unterschiedliche Rekrutierung der LuL

Rolle von Kirche und Staat (Säkularisierung)

Träger und Form der Schule

Entstehung moderner Schulsysteme im 19. Jh.

1. nur Teilstaaten

2. NS: einheitliches System, abschreckend

3. Anknüpfung an 33 a) Bildungsföderalismus im Westen b) zerntrales, ideologisches Bildungssystem im Osten

Rolle des Bundes

darf mitwirken, aber alle müssen zustimmen

Bund regelt Zulassung und Abschlüsse der Hochschulen (aber Länder können abweichen)

Kooperationsverbot

KMK

Kultusministerkonferenz 1948

sorgt für Minimum gesamtstaatlicher Einheit

Aufgaben der KMK (allgemein und konkret)

Höchstmaß an Bildung sichern

Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse gewährleisten

konkret:

Vergleichbarkeit von Zeugnissen/Abschlüssen

Sicherung der Qualitätsstandards (Schule, Hochschule, Berufsbildung)

Kooperation von Bildung, Kultur, Wissenschaft fördern

 

Befugnisse der KMK

Vorbereitung grundlegender Abkommen der Ministerpräsidenten

Empfehlungen geben --> gültig erst nach Ratifizierung durch Länder

wichtige Fragen: Staatverträge unter Ländern

Abstimmungsmodus der KMK

Reform 2004: jedes Land 1 Stimme, 2/3 Mehrheit

Staatsverträge der KMK

Düsseldorfer Abkommen 1955

Hamburger Abkommen 1964

Vertrag über die Vergabe von Studienplätzen

wichtige Empfehlungen der KMK

Vereinbarung über Schulversuche von Gesamtschulen 1969

Neuregelung der gymnasialen Oberstufe 1972 (87,95/96)

Anerkennung des DDR-Abiturs 1990

Gliederungssystematik von Schulsystemen

nach Stufen (horizontal)

nach Formen (vertikal) --> auch Mehrgliedrigkeit

eigentlich: Hauptschule, Realschule, Gymnasium, aber Mischformen

Trennung von allgemeiner (Humboldt) und beruflicher Bildung (Teil der Wirtschaft)

Gliederung des dt. Schulsystems

Elementarbereich --> Primarbereich --> Sek1 (bis Ende der Schulpflicht) --> Sek2 (Oberstufe) --> Tertiärbereich --> Quartärbereich (Weiterbildung)

Ziele Reformation und Humanismus

Bildung der Menschen

Humanismus: Neugestaltung der Schule

Reformation: Allgemeine Bildung und geordneter Unterricht für alle

Luther

neue christliche Schulen für alle

Literalisierung

Kirche der weltlichen Obrigkeit unterstellt

Melanchthon

humanistische Bildung liefert fachlich befähigte Führungskräfte für den Staat (Nürnberger Schulrede)

gründet schola privata und Lateinschule

Neuausrichtung und Neuorganisation: Gelehrtenschule und Führungselite

Kursächsischer Schulplan

1528 für Lateinschulen galt

Aufteilung in 3 Klassen

Unterricht auf Latein

Einhaltung der Mindestnormen durch Visitationen überprüft

dadurch relativ einheitliche Niveau der Schulabsolventen

wann Kursächsische Schulordnung

1580

Kurfürst Moritz von Sachsen

1543 in den Anfängen der evangelischen Elitenbildung

staatlich finanziertes Schulwesen

Erreichtung von Landesschulen (als Alternative zu Kirchenschulen)

Sächsische Fürstenschulen (Landesschulen)

Einbezug von Kirchengütern

Allokationsrecht für neue Standorte

Mindestnormen: 3 Klassen (klein, 3 Leistungsstufen), Latein, Visitatoren

6 Jahre, einheitlicher Lehrplan

freie Kost + Logi (Internat)

gut ausgestattete Räume/Gebäude

evangelische, männliche Landeskinder aus allen Schichten

Aufnahmeprüfung (Latein)

Ziel: propädeutische Entlastung --> Vorbereitung auf die Uni

wann Württembergische Schulordnung

1559

Anordnung für deutsche Schulen

potestantische Gelehrtenschulen Melanchthon

1525 Eisleben

1526 Nürnberg

1528 Kursächsischer Schulplan

protestantische Gelehrtenschulen Bugenhagen

1528 Braunschweig

1529 Hamburg

1531 Lübeck

1542 Schleswig

portestantische Gelehrtenschulen Sturm

1539 Straßburg

1558 Hornbach

1562/63 Lauingen

protestantische Gelehrtenschulen Brenz

1560 Württembergische Klosterschulen --> Bebenhausen, Maulbronn, Hirsau

Ignatus von Loyola

Gegenreformation --> katholische Gelehrtenschulen, jesuitisch

weltweiter, straff organisierter Schulausbau

Beaufsichtigung durch den Orden (Inhalt, Methoden, Lehrkräfte)

Ausrichtung nach innen und außen (wissenschaftlich gebildeter Klerus)

Organisation der Ausbildung an katholischen Gelehrtenschulen

einheitlich

Uni 2 Jahre, Schulen 3 Jahre

Rhetorik, Humaniora, Grammatik

unentgeltlich

Unterrichtsvisitationen durch Präfekt, Aufnahmeprüfung, Jahresprüfung

 

wissenschaftliche Vorbildung der Jesuiten

2 Jahre Noviziat

Rhetorikklasse

3 Jahre Philosophiekurs --> Litterae Humaniores diversarum linguarum, Logica, Naturalis ac moralis Philosophia, Metaphysica et Theologia

Didaktik/Methodik kath. Gelehrtenschulen

erklärendes Lernen

systematische Wiederholung

Wettstreit (concertatio)

Milde in Strafen

Gleichmäßigkeit im Unterricht angestrebt

Adam Ries

Rechenschule Erfurt 1518

Rechenschule Annaberg 1522

Zwischenformen von Schule und Universität

1.) Gymnasium illustre (akademisches Gymnasium) --> schola classica, schola publica

keine akademischen Grade, nur Wissenvermittlung

2.) Ritterakademien 1600 --> realistische Bildungsprogramm, Adel

 

Modernisierung des Systems im 19. Jahrhundert

Kirche bis 1870, jetzt Staat Träger und Organisator (staatliche Genehmigung benötigt)

Ordnungsinstrumente und 3 Normen: Personal, Inhalte, Schulorganisation

Personalnorm (staatliche Organisation)

Gymnasiallehrer -->  männlich, Sachsen, Matura, 3 Jahre Studium/Staatsexamen (1810)

Volksschullehrer --> Lehrerseminare, zunehmend Prüfungsnachweise verlangt, ab 1832 auch Frauen

Inhaltsnorm (staatiche Organisation)

Gymnasium --> Altphilologisches > Mathematisch-Naturwissenschaftliches, Doppelfunktion des Abiturs 1834, Vorbildung für Universität

Volksschule --> Verbreitung und Sicherung der Mindestbildung, auch Bildungsbegrenzung und Simplifizierung

Schulorganisationsnorm (staatliche Organisation)

Kultusministerium --> Oberschul-/Provinzialschulkollegien --> Bezirke + Schulinspektoren