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Was ist das Gedächtnis?
= Fähigkeit, äußere und innere Informationen reproduzierbar und mit aktuellen Prozessen integrierbar aufzubewahren
(> ein System zum Transport von Informationen über eine Zeitstrecke)
Gedächtnisprozesse
- Entkodierung (Informationen gelangen in ein System und werden dort umgewandelt, so dass sie weiterverarbeitet werden können)
- Speicherung ("Aufbewahrung" von Informationen, Menge und Dauer ist abhängig vom Speicherungssystem)
- Abruf (Aktivierung von gespeicherten Informationen)
Mehrspeichermodell
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Arbeitsgedächtnis (Baddeley)
- früher wurde diese Instanz als Kurzzeitgedächtnis bezeichnet
- Konzept beinhaltet aktive Prozesse:
-Wiederholung der Inhalte zur Aufrechterhaltung
- Aktive Bearbeitung mithilfe des visuell- räumlichen Skizzenblocks & der artikulatorischen Schleife
- Informationen aus der Umwelt und Wissen aus Langzeitgedächtnis werden im Arbeitsgedächtnis in Verbindung gebracht

Schema- Theorie des Gedächtnisses
"Konstruktives Gedächtnis"
- Grundannahme: neu gelerntes material wird in Form von existierender Strukturen (sog. "Schemata" - Bartlett) eingespeichert und erinnert
- Schema = organisierte Struktur, die unser Wissen & unsere Erwartungen hinsichtlich eines Aspekts der Welt umfasst > Schemata sind somit Modelle eines Teils unserer Umwelt und unserer Erfahrungen
- Schemata sind mentale Repräsentationen (bsp. Stereotype)
- wir nehmen Infos auf der Grundlage im Gedächtnis gespeicherten Schemata wahr & "Konstruieren" eine Vorstellung der Realität
Erinnern als aktive Rekonstruktion (Loftus & Palmer)
(Authentizität autobiografischer Erinnerungen)
- Erinnerungen entsprechen nicht immer den Tatsachen
- Folgende Mechanismen spielen Rolle:
- Interferenzen zwischen ähnlichen Erfahrungen
- Quellenkonfusion: wir wissen nicht mehr genau ob wir etwas nur gedacht oder auch gesagt, getan haben
- Schema-Struktur und die (re-) konstruktive Arbeitsweise unseres Gedächtnisses
> Streben nach Vollständigkeit: Wahrnehmungseindrücke werden ergänzt, Unterscheidung zwischen tatsächlich Wahrgenommenen und Hinzugefügten fällt schwer
-> Streben nach Konsistenz: Wahrgenommenes wird mit bereits im Gedächtnis gespeicherten Inhalten verbunden & modifiziert, dass ein in sich stimmiges Gesamtbild entsteht
Gedächtnisfehler (Schacter)
1. Verblassen
2. Selektive Enkodierung
3. Blockade des Abrufs (Interferenzen)
4. Quellenverwechslung
5. Suggestibilität
6. RekonstruktiveArbeitsweise
7. Persistenz der Erinnerung
Welche Funktionen hat die rekonstruktive Arbeitsweise des Gedächtnisses ?
- Kognitive Ökonomie
- Aufbau eines kohärenten Weltbilds
3. Schutz des Kompetenzempfindens

Expressives Schreiben
- Klienten schreiben über aktuelle bzw vergangene emotional belastende Lebensereignisse und neutrale Alltagssituationen

>
Schreiben über emotionale Erlebnisse bewirkt Stressreduktion, indem dem Impuls sich über Erlebnisse zu äußern, Ausdruck verliehen wird & es zu einer kognitiven Verarbeitung des emotionalen Ereignisses kommt. Erlebnisse werden ins Langzeitgedächtnis integriert.

Folgen: gesteigerte Arbeitsgedächtniskapazität, verbesserte Emotionsregulation, vertiefte Verarbeitung, Verminderung instruktiver, vermeidender Gedanken