Laborschule in Bielefeld
Vorschule bis zur 10. Schulstufe, lebenslanges (begeistertes) Lernen, ab der 6. Schulstufe Fächer, nach Stufen (= mehrere Jahrgänge), Kopffächer vs. Kreativfächer, frühe Berufsorientierung (Praktika), Individualisierung des Unterrichts
Rudolf Steiner - sein Konzept und die Rolle der Lehrperson dabei
Kroate, Technische Hochschule, Lehramt Mathe. Physik, Chemie, Zoologie und Botnik, erste Waldorfschule für Kinder von Betriebsmitarbeitern einer Zigarettenfabrik: kollegiale Schulleitung, Lehrplan orientiert an Schülerentwicklung, Epochenhefte, 2h Hauptunterricht + 1h Fachunterricht, Schulbücher nur ergänzend, freie Persönlichkeit und Teamwork, 4 Temperamentstypen: Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker, Phlegmatiker
Celestine Freinet - sein Konzept und die Rolle der Lehrperson dabei
Schweizer, im Kriegsdienst verwundet - kein Frontalunterricht mehr, Interessen der Kinder (L'Expression, alle Kinder selbe Ausbildung
Kinder eigene Erfahrungen, darüber Aufzeichnungen. keine Schulbücher, Arbeitspläne, Klassenzimmer in Arbeitsateliers
4 Prinzipien: Persönlichkeitsentfaltung, Umwelt, Selbstverantwortlichkeit, Kooperation
Maria Montessori - ihr Konzept und die Rolle der Lehrperson dabei
Italienerin, erste Medizinerin, Arbeit in psychiatrischer Klinik mit leistungsschwachen Kindern, erkennt pädagogisches (nicht medizinisches) Prinzip, errichtet Kinderhaus
"Vorbereitete Umgebung", selbsttätig - eigens entscheiden, Orientierung an Kinderbedürfnissen (z.B. sensible Phasen), Mehrjahrgangsklassen
Geduld, Empathie, Kreativität
4 Handlungsebenen der Reformpädagogik
1: Anerkennung Menschenwürde - Bildungssubjekt, Humanisierung, Demokratisierung, Strafverbot, Fördern statt Auslesen
2: Gestaltung - Gruppenarbeiten, Schülerinteressen, Methoden, Gruppenleben
3: Weiterentwicklung Schule (Initiative von unten) - Integration Behindeter, multikulturelle Erziehung, didaktische Konzepte, Nachbarschaftsschule (Community education)
4: Weiterentwicklung Schule (Initiative von oben) - Schulversuche, Lehrplanreform, Schulbegleitung, Strukturreformen
Definitonen der Reformpädagogik
engerer Sinn: weg von autoritärer Schule - am Kind orientieren, harmonisches Zusammenleben, Erziehung im Rahmen der Möglichkeiten
weiterer Sinn: alle Maßnahmen mit reformpädagogischen Motiven
Qualitätsdimension des Unterrichts: Gruppe
gemeinsame Klassenraumgestaltung, Gruppenbildung, Regeln fürs Zusammenleben, soziale Entwicklung, Stärken nutzen, konstruktives Feedback
Qualitätsdimension des Unterrichts: Person
Autonomie, positives Selbstwertgefühl, Entscheidungsfreiräume, Diskussionen fördern
Qualitätsdimension des Unterrichts: Können
anwendungs- und alltagsorientiert, Wissenszugänge statt reinen Fakten
Qualitätsdimension des Unterrichts: Wissen
weitergeben und reproduzieren, faktenorientiertes Lernen
Qualitätsdimension des Unterrichts: Verstehen
Sokrates, "Hilf mir, es selbst zu tun", Entdeckungslust fördern
5 Qualitätsdimensionen - Einfluss auf Unterrichtsplanung
Erkenntnisdimension: verstehen, forschen (Projektarbeiten)
Anwendungsdimension: Können, Experimente
Persönliche Dimension: Person, Entscheidungsfreiraum
Soziale Dimension: Gruppenarbeiten, kooperatives Lernen
Wissensdimension: Schulbücher, reproduzierendes Lernen
EPIK Domäne - Personal Mastery
individuelle Könnerschaft, situationsgerechter Einsatz von Wissen und Können
EPIK Domäne - Differenzfähigkeit
Umgang mit Unterschieden, Lernförderung, Wissen über Fähigkeiten Lernender, Einfühlungsvermögen
EPIK Domäne - Kooperation und Kollegialität
fürs berufliche Überleben, Community (Raum, Zeit, Kontinuität)
EPIK Domäne - Reflexions- und Diskursfähigkeit
Teilen von Wissen und Können, Selbstbeobachtung und Reflexion, Kommunikation mit Umwelt
EPIK Domäne - Professionsbewusstsein
Experte, Professionalität selbstbewusst, dennoch selbstkritisch vertreten
Das EPIK-Modell
Entwicklung von Professionalität im Internationalen Kontext: Entwicklung von Professionalität (welche Kompetenzen muss man haben?), Rahmenbedingungen schaffen
doppelter Habitus professioneller Lehrpersonen
wissenschaftlicher, fachbezogener Zugang vs. gesellschaftliche, individuelle Interessen
pädagogische vs. klassische Professionen
Unterschiede:
fragiles Arbeitsbedürfnis, eigens hergestellter Fallbezug, vorausschauendes und präventives Handeln
Parallelen:
gesellschaftliche Themen, wissenschaftliche Wissensbasis, keine Standardlösungen
Profession vs. Beruf
Beruf: dauerhafte Ausübung, gesellschaftlich nützlich, nachweisbare Ausbildung, verdient Lebensunterhalt
Profession: wissenschaftliche Fundierung, gesellschaftlich nützlich, zeitlich begrenztes Eingriffsrecht, Berufsethos, wissenschaftliche Ausbildung, Begründungsverpflichtung, porfessionelle Organisationen
Lehramt = Profession, weil
kein Laienhandeln, vorgegebener Rahmen, schrittweiser Kompetenzerwerb, Professionalität, Verantwortungsbewusstsein
effektive Lernzeit erhöhen
Verhaltenserwartungen, Routinen, nicht unter- bzw. überfordern, Dienste deligieren, Lösung zur Verfügung, Regeln
Momente der Störung
längere Übergänge, Verlust roter Faden, wenige Schüler aktiviert, Unwissenheit - was tun nach Aufgabenfertigstellung, Überforderung
Classroom Management
Gestaltung Lernumwelt, aktive Lernzeit erhöhen, vorausplanen, Regeln und Folgen bei Nichtbeachtung, nachsorgende Handlung z.B. Elterngespräche
Schülerrollen beim kooperativen Lernen
Materialmanager: Arbeitsmaterial
Moderator: moderiert
Zeitmanager: Einhaltung Vorgaben
Sozialmanager: fair, Kennen der Mitmenschen
Dokumentator: Schreiber
Lehrerrolle beim kooperativen Lernen
übergibt Autorität, Struktuierung, Aufgabenstellung, Monitoring, Gruppengröße, professionelles Anleiten, fördern Teamfähigkeit (positive Interdependenz), Rollenverteilung, Reflexion und Sicherung
Charakteristika und Ziele von kooperativem Lernen
zeitlich befristete Gruppenarbeit, kooperative Lösung, exploratives Lernen (jeder trägt bei, was er kann), Leistungsentwicklung, interkulturelle, soziale Fähigkeiten, Heterogenität, Klassenklima bzw. -gemeinschaft, Mitbestimmung
kompetenzorientierte Unterrichtseinheiten
aufeinander verweisend, Lernsituationen födern, Zusammenhänge bilden (Kompetenz, Ziel, Methode, Aufgabe, Differenzierung), Ablauf planen, Aufgaben und Methoden auswählen
kompetenzorientierter Unterricht
Vorraussetzung Planung, Fertigkeiten und Kenntnisse anwenden können (=Kompetenz)
Neuweg Modell
Kenntnisse + Fähigkeiten + Anwendung = Kompetenz
Lernen duch Aneignung von Wissen + Erfahrung --> Reflexion, explizites und implizites Wissen --> Reflexion, Können und Logik --> Reflexion, Handlungsepisoden
Kompetenzorientierung im Unterricht
Kenntnise + Fähigkeiten + Anwendung = Kompetenz
= Transfer von Kenntnissen und Fähigkeiten in eine neue Situation
Basismodell des Lernens
=Lernprozess
Erfahrungen (selbst recherchieren), Wissen (Informationen bekommen), Reflexion (Inhalte und Werte), Handeln in der äußeren Welt (zurechtfinden), mentales Handeln (planen), Problemlösen und entdecken (experimentieren), argumentieren (diskutieren), gestalten und ausdrücken (Kreativität)
didaktische Analyse
Relevanz und Eingliederung des Themas, Anknüpfungspunkte, Thema strukturieren, Lehr- und Lernziele, Überprüfung Lernerfolg, Methoden
Ergebnissicherungsphase
Sinn erkennen, Festigung und Vertiefung der Fähigkeiten, Feedback, kritische Bewertung, zusammenfassen, mentale Beendigung
Prinzipien der Erarbeitungsphase
selbstgesteuertes Lernen, scaffolding (=Strukturierung), autonomy support (=Selbststeuerung), relatedness (= Verknüpfung mit anderen Themen), support of competence, reflection, lautes Denken
Planung Erarbeitungsphase
Welche Kompetenz fördern?, methodisches Vorgehen, selbstständiges Handeln
Unterrichtseinstieg
Orientierungsrahmen, Ziel, Anknüpfungspunkt, Vorverständnis, Arbeitshaltung, Lebensrelevanz, Neugier und Interesse wecken
doppeltes Mandat
gesellschaftlicher Auftrag und individuelle Interessen
Unterrichtsplanung
Augabenanalyse, Arbeitsplan, Teilaufgaben, Prüfverfahren, Überwachen und Kontrolle
Fragen zur Unterrichtsplanung
vermitteln Thema, Vorwissen, eigenständiger Zugang und Kooperation
Sinnhaftigkeit von Unterrichtsplanung
Inhalt an Wissensstand anpassen, Methodenauswahl, Vertretung im Krankheitsfall, Rechtfertigung, Struktur, Selbstsicherheit, Zeitmanagement, roter Faden, erkennen Problemsituationen, Reflexion, nichts vergessen?
Faktoren der Unterrichtsplanung
trotz Planung störbar, angeleitetes Lernen, systematischer Aufbau, Makroplanung, Kooperation, Aktivität fördern, organisierter und strukturierter Unterricht
Normproblem der Didaktik
Unterricht, Bildung und Erziehung schwer qualitativ prüfbar, wichtig Aufklärung, Emanzipation und Mündigkeit
Das didaktische Dreieck
Lerninhalt + Lernender + Lehrender
Unterstützung bei Aufgaben, Wechselwirkung miteinander regeln
Didaktische Theorien
systematische Reflexion, Konsequen, Planung und Analsye des Lehr- und Lernprozesses, Vollzug von Unterricht(spraxis)
Lernen unter institutionellen Bedingungen
auf Allgemeinheit abgestimmt, verständlich, anschaulich, strukturieren, Lernprozess steuern, metakognitives Verständnis
Aufgaben Lehrender
sinnvoll, überwachen, Vorraussetzungen, Maßnahmen, motivieren, Aufmerksamkeit wecken, Informationsverarbeitung
Lehr-Lern Algorythmus
Prozess kognitiver Informationsaufnahme: -aufnahme, -verarbeitung, -speicherung, -anwendung)
Festigung des Lernstoffes, z.B. Referat (informieren und erklären)
Lernen - Erledigung vs. Vollzug
Erledigung: vorgegebener Stoff wird aus gegebenem Anlass gelernt
Vollzug: subjektiv, willkürlich, selbst, ohne Ziel aus eigenem Interesse
Lernen als Erfahrung (Lehrperson)
Lernprozess beobachten und ausgelöste Irritationen wahrnehmen
Klaus Holzkamp
subjektive Gründe, Prozess aktiver Selbstveränderung, bestimmte Zielsetzung
Learning Sciences
Building on prior knowledge (Vorwissen)
Scaffolding (Strukturierung)
Gestaltung der Lernumgebung
Reflection (lautes Denken)
Self Determination Theory
Relatedness (Bezogenheit), support of competence (Ziele), autonomy support (Integration der Ziele)
konstruktivistische Pädagogik
Wissenserwerb (Vorwissen, Wahrnehmung), sozial ausgehandelt und situiert, lenken und selbstorganisierend, produktiv, flexibel, transferfähig
Rolle der Lehrperson- Behaviorismus vs. Kognitivismus vs. Konstruktivismus
Behaviorismus: Anreize, Rückmeldung, zentraler Eingriff in Lernprozess
Kognitivismus: didaktische Aufbereitung, stellt Informationen zur Verfügung, gibt Problemstellungen vor, unterstützt Konstruktivismus: Lernbegleiter, unterstützt Lernprozesse
Wirklichkeit durch konstruktivistische Theorien
Selbstorganisation Wissen, Wirklichkeits- und Sinneskonstruktion, Wissen ist keine Kopie bzw. nicht transportfähig, wird individuell selbst konstruoiert
konstruktuvistische Ansätze
Interesse an Lernprozessen, Informationsverarbeitung, Konzeptentwicklung
2 Unterschiede kognitivistischer vs. behavioristischer Ansatz
Kognitivismus: Interesse an inneren Denk- und Lernprozessen, Erkenntnisse über künstliche Intelligenz
dosierte Diskreptanzerlebnisse
vor fordernde Aufgabenstellen, werder über- noch unterfordern
Behaviorismus
positive Verstärkung duch positive Reaktion des Erwachsenen,
heute in Form von Strafen --> Konsequenz zu Fehlverhalten
Beziehung Lehren und Lernen
Lernen ohne Lehren möglich, Lehren ohne Lernen nicht
psychologische vs- pädagogische Lernperspektive
psychologisch: Verhaltensänderung durch Erfahrung und Übung
pädagogisch: sozialer Prozess, Auseinandersezung mit Mensch und Ding
Kriterien Lernen, beobachtbar?
Erwerb Fähigkeit als Ergebnis Auseinandersetzung, Anpassung durch Erfahrungen, Reiz-Reaktion-Beziehungen
nicht direkt beobachtbar, aber aus dauerhafter Verhaltensänderung folgerbar
pädagogisches Handeln
Kombination Regelwissen und Fallverständnis, professionelle Erkenntnisse, Erfahrung und Erkenntnisse über die Lernenden
Einfluss der Perspektive
Eingenommene Perspektive ermöglicht und begrenzt die Erkenntnisse.
Professionelle Erkenntnisse
forschende Suchbewegungen (Reflexion neuer Erfahrungen), Material aus Ereignisfluss (Relevantes Herauskristallisieren)
forschungsmethodische Grundkenntnisse
Persönlichkeitsentwicklung, demokratische Sozialisation, Einzigartigkeit des Individuums
pädagogisches Handeln ist nicht standardisierbar
immer mehrere Möglichkeiten zu agieren - kein richtiges, nur angemessenes und vernünftiges Handeln
Schulforschung
Einzigartigkeit des Individuums, Aufschichtung professionelles Erfahrungwissen, Rezeption von Befunden in der Praxis
Aufschichtung professionelles Erfahrungswissen
durch Handeln, Teilen von Forschungsergebnissen, kontinuierliche Einblicke ins Schulfeld, Einzelerfahrungen aufschichten
geschlossene vs. offene Reflexion
geschlossene: nach vordefinierten Kriterien
offene: nach selbstdefinierten Kriterien
Phasen des Reflexionprozesses
1. Situation beobachten, zerlegen, analysieren
2. Erkenntnisse zur Erklärung nutzen
3. Lösungsmöglichkeiten
4. Handlungsmöglichkeiten
5. Verbindung Theorie + Erfahrung
6. professionelle Expertise aufbauen
Definition Reflexion
kognitive Leistung (Nachdenken über Vergangenes - reflektieren)
kritisches Denken (Ungewöhnliches klären)
eigene Bewertung
Metapher des Spiegels
Selbstbetrachtung
neutral
neue Blickwinkel anderer Personen
wichtig für Entwicklung
Funktionen Reflexion
Kluft Theorie Praxis überwinden, Verbindung Ausbildungs- und Klassenraumsituation, Verbindung Wissen und Handeln, distanzierte Betrachtung, Perspektivenwechsel
Neuweg Beschreibung der 3 Wissen
1: in Büchern, theoretisch und festgelegt
2: Thematik (=selbst übersetzen)
3: dailiert Bescheid wissen, Praxisanwendung
"apprenticeship of observation"
Nachahmun durch Zusehen - weiß wie aussehen sollte, Technik anwenden komplett anders
Man unterrichtet wie man selbst unterrichtet wurde, weil die Anwendung des Neuen unklar.
professionelles Handeln und Selbstreflexion
Erfahrungen in Schulpraxis, Eindrücke durch Praktika, Theorie und Wissen durch Vorlesung, Theorien praktisch anwenden, Reflexionen aufarbeiten und analysieren
"teacher beliefs"
subjektive Theorien und Überzeugungen, Unterrichtsmuster über Lehrergenerationen weitergegeben, Irrglaube - jahrelang Unterricht erlebts, jetzt kann man es auch
heimlicher Lehrplan
inoffizielle Vermittlung von Lerninhalten
z.B. Akzeptanz von Ordnung und Kontrolle, Unterordnung und Dominanz, Gesetze
funktionelle Kommunikation
1. Lehrinhalte durch Lehrplan vorgegeben
2. Noten: emotionaler Einfluss, Selbstwertgefühl, Status
3. Angst und Stolz
4. Persönlichkeitsentwicklung (Selbstwertgefühl, gezieltes Feedback)
Beziehung Familie vs. Schule
Schule: befristet, formalisiert, Leistungsbeurteilung, nur Rollen, Erziehungsauftrag über persönlicher Beziehung, Kommunikation zur Wissensaneigung
Erziehung Schule vs. Familie
Familie: emotionale, soziale Bedürfnisse, interaktives Miteinander, keine Zweckgebundenheit
Ziele, Werte und Normen
Ziele: konkrete/r Zweck und Handlungsintention
Norm: Überzeugungen, Soll-Vorstellungen, gesellschaftlich und kulturell
Werte: moralische, innere Haltung, unabhängig von Gesetzen
Funktionen der Schule
Enkulturation: kulturelle Werte
Qualifikation: berufsrelevante Fähigkeiten
Allokation: Verteilung Berufslaufbahnen
Selektion: Leistungsgerechtigkeit
Integrations- und Legitimationsfunktion: Zugehörigkeit, Identität
fürs Individuum: Berufsfähigkeit, Mitbestimmung, kulturelle und politische Teilhabe, Identitätsbildung
Sozialisationsvorgang
gesamter Lernprozess inkl. Erfahrungen
- erlernen kultureller Grundbestand
- Schule Privileg und Pflicht
- Beurteilung nach Gleichheit und Leistung
Institution vs. Organisation
Organisation: Werkzeuge zur Zielerreichung, Gebäude, Gründer, Gründungsdatum, Mitglieder
Institutution: geistiges Gebilde, bestimmte Erwartungen, Verhaltensmuster, Regeln, Normen
- Handlungsrahmen zum orientieren
- impliziert Entlastungen
- Verpflichtungen für jeden
- Verhaltensregelungen
materiale vs. formale Bildungsseite
materiale: exemplarisch, fundamental, repräsentativ
formal: Erkennen, Verstehen und Anwenden
Bildung
reflektierendes Denken und daraus Handeln, Prozess und Produkt, gesellschaftliche Wertevorstellungen
Befähigung anderer und Selbstbefähigung
standardisierte Leistungsmessungen (PISA)
4 Merkmale der Institutionen
1. Ziel und Auftrag
2. Regeln
3. Organisationsstruktur
4. wer Mitglied, wer nicht
a) was wird gelernt
b) Erziehung (Verhaltensregeln)
c) gemeinsame und planvolle Erziehung
d) Normen
4 geschichtliche Bildungsansätze
Mittelalter: Gottebenbildlichkeit
Aufklärung: Verstand nutzen
Neuhumanismus: Unterricht
Idealismus: Selbstverwirklichung
intentionale vs. funktionale Erziehung
intentional: Ziel (Erziehung zu bestimmtem Verhalten), Eigenschaften (zweck, vorschreibend, begründbar, normativ)
funktional: unbewusster Erziehungsfaktor (automatisch, gesellschaftlich geprägt, sozialisatorisch)
"Erziehung Freiheit und Zwang" nach Kant
positive Unterwürfigkeit: Nachahmung noch ohne selbstständige Urteile
negative Unterwürfigkeit: tut, was andere wollen - Einschränkung der Freiheit (Dialektik sozialer Beziehungen)
Zwang sorgt für zukünftige Selbst- und Unabhängigkeit
Erziehung nach Kant
Vervollkommnung - Tiere Instinktverhalten, Menschen Vernunft (erst durch Erziehung ausgebildet)
Pädagogik im Laufe der Zeit
18. Jhd. = pädagogisches Jhd.
Kinder waren früher kleine Erwachsene, rutschen in den Mittelpunkt (= Kleinfamilie). Es entstehen Instutitionen (=Schulen) zum Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten.
5 Argumente, warum Erziehung schwer erklärbar ist
nicht direkt messbar und beobachbar, verschiedene Erziehungsvorstellungen, Begriffsinhalt weit gefasst, Überschuss an Bestimmungsmerkmalen, keine Technologie
3 Kompetenbereiche der Lehrer
Unterrichten
Erziehen
Beurteilen