Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (10)

Mesoteslehre Aristoteles
  • Ziel: tugendhaftes Leben
  • Tugenden befinden sich in der Mitte zwischen zwei Extremen
  • Mitte ist der Ausgleich zweier Extremen (Ziel)
  • eine Extreme als Mangel eine als Übermaß
  • Nur wenn beim Handeln die richtige Mitte getroffen wird, handelt man richtig und gut
  • Mitte ist subjektiv und situationsabhängig
John Rawls Verteilungsgerechtigkeit
(Liberalismus)
1. Prinzip der Freiheit und Gerechtigkeit
Jeder soll das gleiche Recht auf Grundfreiheiten haben, die für alle möglich und so groß wie möglich ist.

2. Differenzprinzip:
Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind nur unter der Voraussetzung gültig, dass
a) alle, besonders die Schwächsten, einen Vorteil davon haben und
b) niemand von sozialen und politischen Machtpositionen ausgeschlossen wird (=Prinzip der Chancengleichheit)
Egalitarismus
  • gerechte Gesellschaft gibt allen Menschen gleichermaßen die Freiheit zu leben, wie sie es möchten
  • möglichst gleichmäßige Verteilung von Einkommen und Vermögen
  • alle den gleichen Zugang zu zentralen Ressourcen (Nahrungsmittel, Güter, Land usw)
  • politische und soziale Gleichheit -> kein Mitglied kann dauerhaft Macht über andere ausüben
  • geht von einer Gleichheit des Menschen aus
Positives Recht
  • innerhalb einer staatlichen Ordnung beschlossenes Recht
  • erhält seine Geltung dadurch, dass es in geregelten Gesetzgebungsverfahren festgesetzt wird
Naturrecht
(Überpositives Recht)
Normen für das menschliche Zusammenleben
Rechtspositivismus
  • behauptet, dass es übergeordnete Rechtsquellen im Sinne eines positiven Rechts nicht gibt
  • Normen erlangen nur durch ihre positive Setzung Geltung
Naturrechtslehren
Behaupten, dass es ein überpositives Recht gibt.

Verschiedene Begründungen:
a) göttliche Autorität (z.B. 10 Gebote)
b) Natur des Menschen
c) Vernunftsrecht
Gustav Radbruch
(1878-1949)

  • Menschen sollen sich an Gesetze halt
  • Recht = Wille zur Gerechtigkeit; alle Menschen sollen gleich behandelt werden
  • ist bei einem Gesetz der Wille zur Gerechtigkeit nicht vorhanden, sollte man diesem nicht gehorchen
Radbruchsche Formel
    Extrem ungerechten Gesetzen kann die Gültigkeit abgesprochen werden, weil extremes Unrecht kein Recht ist und sein kann.

(z.B. wenn Gleichheit aller Menschen verleugnet wird)
Hans Kelsen
  • 1881 - 1973
  • Jurist
  • jüdische Familie; Flucht aus Deutschland wegen der Nationalsozialisten
  • Ziel: eine wissenschaftliche Rechtslehre; dazu befasst er sich mit dem positiven Recht
  • Wunsch: Rechtslehre zu objektivieren + von moralischen und politischen Inhalten zu befreien