Erziehung = pädagogische Hauptaufgabe, förderlicher Umgang mit Verhaltensstörungen in unterschiedlichen (sonder)pädagogischen Handlungsfeldern, "besondere Erziehung" in der Sopäd
Erziehung als Kernbegriff und Konzept in der Päd. Bei V.
- Erziehung ist die Kernfrage - Psychologische Konzepte und Theorien stehen im Vordergrund z.B. Förderprogramme und deren Evaluierung - Schulkonzepte der Schulen für Erziehungskonzepte: Erziehung steht eher am Rand - O. Speck (1991): Chaos und Autonomie in der Erziehung, Erziehung und Achtung vor dem anderen
Def. Erziehung Brezinka (1981)
"Unter Erziehung werden Handlungen verstanden, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der Psychischen Dispositionen anderer Menschen in irgendeiner Hinsicht dauerhaft zu verbessern oder seine as wertvoll beurteilten Bestandteile zu erhalten oder die Entstehung von Dispositionen, die als schlecht bewertet werden, zu verhüten."
- Prozess-vs.Produktbedeutung (was kommt dabei raus?) - Deskriptiv vs. Programmatisches-präskriptives Verständnis (beschreibend vs. Vorschreibend) - Absicht vs. Wirkungsbegriff (was steht im Blick?) - Handlungs- vs. Geschehensbegriff (konkrete Handlungen oder geschieht es nebenbei?) -> Erziehen als führen oder Wachsen lassen?
Erziehung nach Böhm (2005)
Böhm bestimmt Erziehung als "jene Maßnahme und Prozesse..., die den Menschen zu Autonomie und Mündigkeit hinleiten und ihm helfen, alle seine Kräfte und Möglichkeiten zu aktuieren und in seine Menschlichkeit hineinzufinden"
- offener als Brezinka - Definierte Ziele: Autonomie und Mündigkeit
Anthropologie der Erziehung nach Kobi (2004)
- Rousseau: Mensch wird durch Natur erzogen - Brezinka: Mensch als Werk der Gesellschaft - Mensch als Werk von sich selbst (eigene Entfaltung)
Thesen der Erziehung nach Kobi
1. Erziehung ist eine Haltung, keine spezifische Tätigkeit 2. E. Ist ein Prozess der gemeinsamen Daseinsgestaltung 3. E. Ist gegenseitiges Aushandeln 4. E. Hat kein "Gegenstand des Produzierens", sondern handelt um einen themenorientierten Diskurs 5. E. Vollzieht sich im bilateralen Beziehungswandeln und nicht Ur eine Kindheitserinnerung Verhaltensänderung 6. E. Ist ein simulativer Prozess und kein instruktiver Prozess
-> bezieht sich stark auf die Beziehungzwischen Erzieher und zu Erziehendem -> ist prozessorientiert -> wo sind die Grenzen?
Winkelrecht (1995) Erziehung als Gesellschaftliche Funktion (dritter Faktor; Erzieher steht für Gesellschaft und ihre Normen, Forderungen, Ausgestaltung