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wie können Untersuchungspläne an einem Beispiel erläutert werden?

Vorauswahl-Untersuchungsplan (muss min. mit Note 2,0 abgeschlossen werden, um für weitere Untersuchungen zugelassen zu werden)


8-8:45: Begrüßung, Ablaufplanung, Vorstellung der Abschlussarbeit

8.45-9: Pause

9-12: Bearbeiten der Arbeitsprobe

12-13: gemeinsames Mittagessen

13-14: Präsentation der Arbeitsprobe

14-14:15: Pause

14:15-17: WIT-2, Fragebögen, APM

17-17:30: Pause

17:30-19: Interview


Probleme in Anwendungsbereichen durch verschiedene Kenntnisstände der Probanden

-> Vertrautheit mit Verfahren, Akzeptanz von Tests, Varianz der Tests

was ist ein Untersuchungsplan?

Festlegung der Reihenfolge von Verfahren

-> spezifiziert, welche Verfahren genau verwendet werden

-> auch Einplanung von Pausen (Berücksichtigung der

Leistungsfähigkeit der zu untersuchenden Person)

-> Inhalt: Uhrzeit: Aufgabe, Personen, Ort


verschiedene Arten von Untersuchungsplänen:

1.einstufige Untersuchungspläne

  • Single Screen
  • nichtsequenzielle Untersuchungsbatterie

2.mehrstufige Untersuchungspläne

  • Vorauswahl-Untersuchungsplan (Pre-Reject)
  • Vorentscheidungsplan (Pre-Select)
  • vollständig sequenzieller Untersuchungsplan


wie können einstufige und mehrstufige Untersuchungspläne unterschieden werden?

Einstufige Untersuchungspläne:

-> notwendige Entscheidungen erst, wenn alle diagnostischen

Verfahren, die geplant wurden auch erledigt wurden

-> Erhebung der gesamten diagnostischen Information


Mehrstufige Untersuchungspläne:

-> mehrere Entscheidungsstufen während des Prozesses

-> mit konjunktiven Entscheidungsregeln verbunden

-> z.B.: bei Personalauswahl ist bestimmter Schulabschluss nötig oder

Krankheit kann nicht diagnostiziert werden, wenn Hauptsymptom

nicht vorliegt

welche einstufigen Untersuchungspläne können unterschieden werden?

Single Screen:

-> ein einziges Verfahren zur Diagnostik wird eingesetzt

-> alle diagnostischen Entscheidungen basieren auf einem Verfahren

-> z.B.: bei Personalauswahl wird nur ein Interview genutzt


Nichtsequenzielle Untersuchungsbatterie:

-> mehrere Verfahren zur Diagnostik

-> Entscheidung durch Verrechnung aller Informationen

-> Vorteil: gesamte Information wird immer erhoben (breite Infobasis)

-> bei Verrechnung zwei Strategien möglich

  1. konjunktive Entscheidungsstrategie (Mindestanforderungen in Bereichen) -> Und-Strategie
  2. kompensatorische Entscheidungsstrategie (Ausgleich der Variablen)

welche mehrstufigen Untersuchungspläne können unterschieden werden?

Vorauswahl-Untersuchungsplan (Pre-Reject):

-> Vorauswahl anhand eines bestimmten Ergebnisses

-> Mindestanforderungen für weiteres Verfahren (sonst Ausschluss)

-> Hilfe bei Umgang mit sozialer Erwünschtheit (wenn niedriger Cut-off-

Wert nicht erreicht wird, ist Person ungeeignet)


Vorentscheidungs-Untersuchungsplan (Pre-Select):

-> ähnlich wie Pre-Reject

-> terminale Aufnahme von Probanden nach Verfahren

-> weitere Personen mit weiteren Verfahren zur Eignungsüberprüfung

-> eher selten


Vollständig sequenzieller Untersuchungsplan:

-> Kombination aus Pre-Reject und Pre-Select

-> Aufteilung in drei Gruppen: 1. terminal aufgenommen, 2. direkt

abgelehnt, 3. weitere Untersuchungen (Entscheidung über

(Nicht-)Aufnahme am Ende)

welche Aspekte sind bei der Auswahl eines Untersuchungsplans relevant?

Ökonomie:

-> mehrstufig ökonomischer (nicht alle Personen müssen alle Verfahren

durchlaufen)


zeitliche Anordnung:

-> Belastbarkeit der Probanden (möglichst gering halten)

-> Alter, Bildungshintergrund und Gesundheitszustand beachten


Formalia:

-> organisatorische Punkte (Raum, Termine, Weiterleitung von Infos)

-> individueller Zeitplan pro Proband möglich

-> freundliche Atmosphäre (Small-Talk, Icebreaker-Fragen)


Vorbereitung von Untersuchungsleitern und Protokollanten:

-> Vermittlung von allen wichtigen Informationen

-> Verlust wichtiger diagnostischer Infos vermeiden

-> Dokumentation und Protokollierung aller erfassten Infos


Selektionsquote, Grundquote und Kriteriumsvalidität:

-> Selektionsquote: Anteil der Bewerber, der tatsächlich genommen

wird (Trefferquote: die Eingestellten sind wirklich geeignet)

-> Grundquote: Anteil der tatsächlich Geeigneten unter allen Bewerbern

(entspricht der Trefferquote bei Zufallsauswahl)

-> für hohe Trefferquote: hohe Grundquote und passable Kriteriumsv.