Zimbardos 2016
Begriff der Emotionen
Emotionen sind eine spezielle Art von Motivationen
„Emotionen sind eine spezielle Klasse von Motiven, die uns dabei helfen, unsere Aufmerksamkeit auf wichtige (gewöhnlich äußere) Situationen zu richten und darauf zu reagieren sowie anderen unsere Absichten mitzuteilen“ „Emotionen sind eine spezielle Klasse von Motiven, die uns dabei helfen, unsere Aufmerksamkeit auf wichtige (gewöhnlich äußere) Situationen zu richten und darauf zu reagieren sowie anderen unsere Absichten mitzuteilen“
Motivation
Hierbei handelt es sich um Anreize, die einen Menschen zu zielgerichtetem Verhalten antreiben
Sokolowski (2013) vorgestellt, der fünf Emotionskomponenten am Beispiel: Prüfungsangst
1. Kognitive Komponente, z. B. Befürchtung des Versagens und möglicher Konsequenzen;
2. Physiologische Komponente, z. B. trockener Mund, Herzklopfen;
3. Behaviorale Komponente; das Verhalten wirkt insgesamt angespannt und schreckhaft, was sich z. B. durch Zittern oder Stottern zeigen kann;
4. Expressive Komponente, z. B. gepresste Stimme, weit geöffnete Augen;
Subjektive Komponente, z. B. hohe Erregung und Anspannung, Mischung von Lust- und Unlustempfinden.
Circumplex-Modell
Kreisförmige und zweidimensional angeordnete Diagramme
Skalen
In der Psychologie werden darunter Messinstrumente verstanden, mit welchen Studienteilnehmende befragt wer- den.
Darstellungen von Feldman Barrett und Russell (1998). Sie bildet unterschiedlich- che emotionale Zustände ab, die sich im Hinblick auf ihre jeweilige Valenz und den Aktivierungsgrad unterscheiden. Als Beispiel sei der Schlaf genannt, der sich als ein Zustand absoluter Deaktivierung am unteren Pol der Aktivierungsskala befindet und eine neutrale Valenz aufweist
Sie bildet unterschiedlich- che emotionale Zustände ab, die sich im Hinblick auf ihre jeweilige Valenz und den Aktivierungsgrad unterscheiden. Als Beispiel sei der Schlaf genannt, der sich als ein Zustand absoluter Deaktivierung am unteren Pol der Aktivierungsskala befindet und eine neutrale Valenz aufweist

Affekte nach Sokolowsi
Reaktionen auf eine konkrete Situation
Intensiv und stark, kurz, schlecht kontrollierbar, verminderte Schuldfähigkeit
Stimmung (Gegenpol des Affektes)
Stark ausgedehnt, wenig ausgedehnt, wenig intensiv, ohne erkennbare Ursache Hintergrund der Emotionen, Dauertönung des Erlebens (Schmidt-Atzert)
Emotionen (zwischen Affekt und Stimmung)
Konkretes Ereignis, erkennbare Situation, komplexe Reaktion mit Kognitionen begleitet.
Emotionen vs. Gefühl nach Damasio 2011
Emotionen als „komplexe, größtenteils automatisch ablaufende, von der Evolution gestaltete Programme für Handlungen“ (Damasio 2011, S. 122). Während also Emotionen auf inneren Abläufen basieren, die von Gedanken begleitet werden, beruhen Gefühle auf der kombinierten Wahrnehmung unserer körperlichen und geistigen Zustände, während eine Emotion abläuft
Watson (1919)
Art und Anzahl von Emotionen
Basisemotionen, nicht erlernt, gehen physiologischen Reaktionen einher und sind fest verdrahtet oder „hardwired“ (Ortony/Turner 1990, S. 320) sind. Emotionen als Teil des biologischen Erbes einer Spezies und entsprechend bei allen Mitgliedern dieser Spezies zu finden.
Basisemotionen, nicht erlernt, gehen physiologischen Reaktionen einher und sind fest verdrahtet oder „hardwired“ (Ortony/Turner 1990, S. 320) sind. Emotionen als Teil des biologischen Erbes einer Spezies und entsprechend bei allen Mitgliedern dieser Spezies zu finden.
7 unterschiedlichen Emotionen (Zorn, Angst, Trauer, Ekel, Verachtung, Überraschung und Freude), die universal sind, kultur- übergreifend von allen Menschen korrekt interpretiert werden können und die Basis für Ekmans neurokulturelle Emotionstheorie bilden
Unterschied zwischen Ekel und Verachtung
Verachtung wird stets nur Menschen oder menschlichem Handeln entgegengebracht, nicht aber Geschmack, Gerüchen oder Berührungen“ (Ekman 2010, S. 250) – weshalb es sich, wie oben erwähnt, um sieben und nicht sechs Emotionen handelt.
Physiologie
die Lehre von den funktionellen Leistungen der Zellen und Organe bei Pflanzen, Tieren und Menschen“ (Stangl 2019).
Basis seines von Ekman abweichenden theoretischen Hintergrunds von acht primären Emotionen ausgeht, die im inneren Kreis angeordnet sind. Im äußeren Kreis sind weitere sekundäre Emotionen dargestellt, die durch die Kombination von benachbarten Emotionen gebildet werden, z. B. entsteht Optimismus aus einer Mischung von Erwartung und Freude (Plutchik 1980, zit. n. Zimbardo et al. 2016).

Charles Darwin
Begründer evolutionstheoretischer Ansätze
Das Prinzip der „zweckmäßig assoziierten Gewohnheiten
Ausdrucksverhalten eine ursprünglich andere, nicht emotionale Funktion hatte und hieraus entstand. z. B. das Zusammenziehen von Augenbrauen und Augenlidern ursprünglich bewusst war und einer besseren Sicht diente, entwickelte sich hieraus über die Zeit hinweg eine neue Funktion, indem das Verhalten – mittlerweile unbewusst – gezeigt wird, wenn jemand über etwas nachdenkt Signale auszusenden, die im Falle einer Bedrohung eine Handlungsbereitschaft signalisieren, indem sie eine Handlung vorwegnehmend andeuten und hiermit das Gegenüber darauf hinweisen, dass im Falle eines Angriffs mit einem Gegenangriff zu rechnen ist
Knurrender, zähnefletschender Hund
Basale Verhaltensmuster
die Basis bilden, fundamental
Selektionsvorteil
Das ist eine natürliche Auswahl von solchen Merkmalen, welche die Anpassung einer Spezies an die Umwelt verbessern.
Funktionen von Emotionen
Durch natürliche Auswahl (Selektion) werden demnach bevorzugt solche Merkmale weitervererbt, die eine Anpassung von Individuen an ihre jeweilige Umwelt verbessern und damit deren Überleben sowie die Fortpflanzung sichern (ultimate Ursachen) (vgl. Myers 2014, S. 8). Emotionen haben also eine adaptive (sich anpassende) Funktion in Bezug auf das Verhalten und das äußere Erscheinungsbild
kommunikative Funktion in Gruppen, wenn durch das emotionale Ausdrucksverhalten eines Mitglieds Handlungen bzw. Handlungstendenzen in einer Gruppe angeregt und miteinander synchronisiert werden, wie es z. B. am Fluchtverhalten