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Definition Emotionen

bestimmte Klasse zeitlich begrenzter psychischer Zustände

  • komplexes, aus mehreren Komponenten bestehendes Ereignis, das eine Handlungsbereitschaft erzeugt
  • Emotionen sind objektgerichtet und von begrenzter Dauer

Auf welchen 3 Ebenen können sich Emotionen äußern?

  • Subjektiver Erlebensaspekt: Gefühl
  • Physiologischer Aspekt: Autonomes Nervensystem (Herzsschlag, Blutdruck, etc.)
  • Verhaltensaspekte auf 2 Ebenen:
  1. Expressiv: Gesichtausdruck, Gestik, Körperhaltung, etc.
  2. Handlungstendenzen: Angriff oder Flucht

 

Inwiefern beeinflussen kognitive Aspekte die Ausprägung von Emotionen?

Kognitive Bewertung der Situation und ihrer persönlichen Bedeutsamkeit Einflüsse auf Denken/Wahrnehmung: z.B. „Tunnelblick“, Risikoeinschätzungen 

(ist man mit der Gefahr vertraut oder nicht, z.B. bei einem Bär)

Grundannahme des Emotionsprozesses nach James

Wahrnehmung verschiedener körperlicher Veränderungen bedingt verschiedene Emotionen/Gefühle

Theorie von Cannon zum Thema Emotionen (iniwefern weißt er die Theorie von James zurück)?

  • Physiologische Reaktionen unspezifisch, differenzieren nicht zwischen Emotionen – Gesichtsausdruck und Gehirnaktivität können zwar variieren, Herzrate, Atmung oder Transpiration jedoch kaum

 

  • Physiologische Reaktionen sind zu langsam – Latenzen knapp unter einer Sekunde, bei Drüsen länger – Kaum valide Befunde zu Latenzen von Gefühlserlebnissen

Der Emotionsprozess nach Schachter & Singer (1962)

„klassische” Zwei-Faktoren-Theorie :

  1. Unspezifische physiologische Erregung: • bedingt die Intensität der Emotion
  2. Kognitive Bewertung: • bedingt die Qualität der Emotion durch

(a) emotionsrelevante Einschätzung der Situation

(b) Kausalattribution der Erregung auf diese Einschätzung: d. h. Man muss nicht nur die Situation für bedrohlich halten, sondern man muss auch bedenken, dass die Erregung von dieser bedrohlichen Situation kommt

Ergebnisse der experimentelen Hypothesen von Schachter und Singer?

  • Ergebnisse nur zum Teil hypothesenkonform
  • Trotzdem: immense historische Bedeutung (>2000mal zitiert, im Lehrbuch irreführend eingeordnet)
  • In Replikationen ( z.B. Marshall & Zimbardo (1979): physiolog. Erregung vor allem mit negat. Emotionen assoziiert

Wie hängen physiologische Erregung und emotionales Erleben zusammen?

Physiologische Erregung nicht grundlegend für emotionales Erleben

Physiologische Veränderung und Emotionen: Reaktionen des autonomen Nervensystems

Wozu führen Emotionen?

sympathische Aktivierung: • Blutdruck & Herz Rate steigen • Atmung schneller • Hautleitfähigkeit nimmt zu (Schweißproduktion) • Pupillen weiten sich, etc…

  • Vorbereitung auf Notfallreaktion

Physiologische Veränderung und Emotionen: Reaktionen des autonomen Nervensystems

Was passiert werden Emotionen abnehmen?

parasympathische Aktivierung

  • Normalzustand, Ressourcenaufbau

Kognitive Theorien des Emotionsprozesses: was ist das Kernpostulat?

Ob ein Objekt (z.B. ein Ereignis) bei einer Person eine Emotion hervorruft und falls ja, welche Emotion und mit welcher Intensität, hängt davon ab, welche Kognitionen die Person über das Objekt hat

Kognitive Theorien des Emotionsprozesses: wovon hängt eine Emotion ab?

Emotion hängt davon ab, wie die Person das auslösende Objekt einschätzt/ interpretiert – insbesondere seine Bedeutung für die eigenen Wünsche und Ziele

Was besagt die 2 Pfade-Theorie des Emotionsprozesses (LeDoux)

  • „low road“ (quick & dirty): sensorische Information geht ohne Detailanalyse vom Thalamus zur Amygdala – „unbewusst, →schnelle Furchtreaktion
  • „high road“ (slow & accurate): sensorische Information geht über Thalamus und sensorischen Cortex zur Amygdala – „kognitiv“, →langsamere, angemessenere Reaktion

Setzen Furchtreaktionen bewusste Bewertungen voraus? (Öhmann & Soares, 1994)

Automatische, unbewusste Aktivierung des Furchtsystems durch phobische Reize!

Wie ist Universalität des Gesichtsausdrucks ausgeprägt?

  • Kulturübergreifend konsistente Zuordnungen
  • Ebenso in weitgehend isolierter Kultur
  • Emotionale Gesichtsaudrücke vermutlich angeboren
  • Kulturelle Darbietungsregeln

Inwieweit hat Mimik einen Einfluss auf emotionales Erleben?

(Kleine) Effekte des Emotionsausdrucks auf Erleben

(wenn Lächeln erschwert ist, findet man viele Dinge lustiger)