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Monopolist
-der einzige (/fast einzige) Produzent eines Gutes

-Produzent, der der einzige Anbieter eines Gutes ist, für das es keine nahen Substitute gibt
Monopol
-ein einzelner Produzent bietet ein einziges, undifferenziertes (identische) Produkt an

-eine von einem Monopolisten kontrollierte Branche wird als Monopol bezeichnet
Oligopol
-wenige Produzenten (mehr als einer, aber nicht viele) verkaufen Güter, die identisch oder differenziert sein können
monopolistische Konkurrenz
-viele Produzenten verkaufen jeweils differenzierte Produkte
(Bsp.volkswirtschaftliche Lehrbücher)
vollständige/vollkommene Konkurrenz
-viele Produzenten bieten ein identisches Produkt an
Modell der fünf Triebkräfte des Wettbewerbs nach Michael Porter (1980)
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Vorteile des Wettbewerbs
-Allokationsfunktion

-Innovationsfunktion

-Verteilungsfunktion

-Freiheitsfunktion
Vorteile des Wettbewerbs

-Allokationsfunktion
-Wettbewerb sorgt dafür, dass die Ressourcen in ihre jeweils produktivste Verwendung gelenkt werden
Vorteile des Wettbewerbs

-Innovationsfunktion
-Wettbewerb motiviert Unternehmen zur Entwicklung neuer Produkte & Prozesse, um temporäre Monopolgewinne zu erzielen (Innovationsrente)
Vorteile des Wettbewerbs

-Verteilungsfunktion
-auf Wettbewerbsmärkten spiegeln Gewinne & Verluste von Unternehmen ihre Leistungen wider
(Leistungswettbewerbe statt Rent Seeking)
Vorteile des Wettbewerbs

-Freiheitsfunktion
-Wettbewerb begrenzt & reduziert die marktmächtige Position von etablierten Unternehmen & erweitert so die individuelle Freiheit der Marktteilnehmer
DeBeers - ein Diamantmonopol, das nicht "forever" war
-1880er Jahre:
der engl. Geschäftsmann Cecil Rhodes kaufte alle wichtigen Diamantenminen in Südafrika ->kontrollierte damit das Weltangebot an Diamanten mit seinem Monopolunternehmen DeBeers

-Knappheit von Diamanten über 100 Jahre
->weniger das Ergebnis einer natürlichen Seltenheit, sondern einer Angebotsverknappung durch das Monopolunternehmen DeBeers

-1990er Jahre:
DeBeers bekam Konkurrenz durch neue Diamantenminen in Russland, Kanada & Australien

-in den letzten Jahren kam eine weitere Konkurrenz durch billigere, aber qualitativ hochwertige Industriediamanten hinzu
Aufstieg & Zerschlagung der Standard Oil Company (USA)
-1870 gründete Rockefeller die Standard Oil Company

-er drängte Konkurreneten mit rabiaten Methoden & gnadenlosen Preiskämpfen aus dem Markt -> kauft diese auf

-Politiker erhielten großzügige Spenden, damit sie seine Interessen vertraten

-er kontrollierte zeitweise 90% des US-Ölmarkts
um 1890 etwa 2/3 des globalen Ölmarkts

-1890:
"Sherman Antitrust Act" wurde vom US-Kongress verabschiedet ->Monopole & unzulässige Eingriffe in den Handel wurden verboten

-1911:
Zerschlagung des nach jahrelangem Rechtsstreit & Aufspaltung in 34 Einzelgesellschaften
Marktformen im Überblick
-die meisten zu kaufenden Waren & Dienstleistungen werden von Oligopolisten angeboten

-vollständige Konkurrenz & Monopol kommen in der Realität kaum vor
-illustrieren aber die Folgen minimaler & maximaler ökonomischer Macht von Unternehmen, während die meisten realen Märkte (Oligopol monopol. Konkurrenz) dazwischen liegen

-beim Monopol & Oligopol bestehen Markteintrittsbarrieren
bei vollk. & monopol. Konkurrenz nicht
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Wo endet der Markt?
-zum relevanten Markt sollten alle Güter bzw. Unternehmen zählen, die in wirksamer Konkurrenz miteinander stehen
*sachlich relevanter Markt
*räumlich relevanter Markt
Wo endet der Markt?

-sachlich relevanter Markt
-zum Markt zählen alle Waren/gewerbliche Leistungen, die sich nach ihren Eigenschaften, ihrem Verwendungszweck & Preis so nahe stehen, dass steaks Sicht der Nachfrager als Substitute angesehen werden können
Wo endet der Markt?

-räumlich relevanter Markt
-Welche Anbieter von Substituten sind in räumlicher Hinsicht als realistische Alternativen zu betrachten?
Handelt es sich um einen lokalen, nationalen oder internationalen Markt?
Marktabgrenzung
-wichtig für Wettbewerbspolitik
Warum gibt es Monopole?

-Ursachen für Markteintrittsschranken
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Produktion, Kosten & Marktstruktur
-je größer die mindestoptimale Betriebsgröße relativ zur Marktgröße, desto weniger Unternehmen können in diesem Markt ohne Verluste anbieten -> steigende Skalenerträge & hohe Fixkosten führen zu Oligopolen/Monopolen, weil kleine Unternehmen durch große verdrängt werden, weil diese einen Kostenvorteil haben
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Netzwerkexternalitäten
-liegen vor, wenn der Wert einer Ware/Dienstleistung zunimmt, wenn die Anzahl der Nutzer zunimmt

-sind vor allem im IT-Sektor von Relevanz:
Microsoft (Betriebssystem), Amazon (Verkaufsplattform), Meta (Facebook)

-Unternehmen mit größtem Netzwerk hat Vorteil gegenüber kleinen Unternehmen ->Monopoltendenz

-Zerschlagung eines Monopolunternehmens mit hohen Netzwerkexternalitäten könnte die Wohlfahrt der Konsumenten reduzieren

-IT-Unternehmen festigen ihre dominante Position, indem sie den Wechsel von einer Plattform zu einer anderen erschweren (Lock-in-Effekt) ->deren Monopolmacht nimmt weiter zu
Marktmacht
=Fähigkeiten eines Monopolisten, seinen Preis über den Wettbewerbspreis anzuheben, ohne die gesamte Nachfrage zu verlieren

-je geringer die Preiselastizität der Nachfrage, desto größer ist die Marktmacht, weil desto weniger nahe Substitute bestehen für die Käufer
Nachfragerückgang & Marktmacht
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Grenzerlös & Preis im Monopol
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Monopolistische Konkurrenz
- MR < P
Vollkommene Konkurrenz
- MR = P
Preiseffekt
= PE

-um diese weitere Einheit zu verkaufen, muss der Monopolist den Marktpreis senken (auch für alle bisher verkauften Einheiten)

-negativer PE reduziert Grenzerlös
-> MR < P
Mengeneffekt
= ME

-durch den Verkauf einer weiteren Einheit steigt der Erlös um den Preis
Gewinnmaximierung im Monopol
-im Monopolgleichgewicht (Punkt B):
*Menge wird durch MR = MC bestimmt
*P > MC (bei vollk. Konkurrenz gilt P = MC)

-im Monopolmarkt gibt es keine Angebotskurve, weil das Monopol nicht als Preisnehmer agiert

-Vergleich zum Unternehmen bei vollk. Konkurrenz:
Monopolist verkauft eine geringere Menge zu einem höheren Preis

-Monopolist macht dauerhaft Gewinne, weil Barrieren Konkurrenten vom Markteintritt abhalten
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3 Formen des Marktversagens
-Monopolmacht

-Externalitäten

-Informationsasymmetrien
Wohlfahrtsverluste durch Monopole
-Monopolgleichgewicht is kein Pareto-Optimum
"unsichtbare Hand" führt hier also nicht zum gesamtwirtschaftlich Optimum!
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Wozu Wettbewerbspolitik?
-Ziel: Schutz des freien Wettbewerbs durch
*Fusionskontrolle
*Kartellbekämpfung
*Missbrauchsaufsicht

-Konsumenten profitieren von Netzwerkexternalitäten & zunehmenden Skalenerträgen ->für Wettbewerbspolitik ist es schwierig, eine richtige Antwort auf die marktbeherrschende Stellung der Unternehmen zu finden, deren Monopolstellung auf diese Effekte zurückführen
Fusionskontrolle
-Prüfung von Unternehmenzusammenschlüssen, damit sich keine marktbeherrschenden Unternehmen durch Übernahmen von Konkurrenzunternehmen entwicklen können
Kartellbekämpfung
-Aufdeckung & Verfolgung von Kartellabsprachen
z.B. über Preise, Menden oder Marktgebiete
Missbrauchsaufsicht
-Nachweis & Abstellen von Marktmissbrauch durch ein Unternehmen mit einer marktbeherrschenden Stellung
Wirtschaftspolitik & natürliche Monopole
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Regulierung beim natürlichen Monopol
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Preisdifferenzierung
-steigert Profite, wenn sich verschiedene Käufergruppen in ihrer Preisempfindlichkeit unterscheiden
*Kunden mit geringen Preiselastizität wird ein hoher Preis verrechnet
*Kunden mit hoher Preiselastizität wird niedriger Preis verrechnet

->im Ergebnis zahlen unterschiedliche Käufer unterschiedliche Preise für das gleiche Gut

-Unternehmen muss verhindern, dass ein Handel zwischen den Käufern stattfindet (Arbitrage)

-Vergleich zum Einheitspreis-Monopolist:
Preisdifferenzierung kann Nettowohlfahrtsverlust reduzieren ->Wettbewerbspolitik verbietet Preisdifferenzierung daher zumeist nicht

-im Oligopol, in der monopolistischen Konkurrenz & im Monopol kommt es zur Preisdifferenzierung
Preisdifferenzierung
(mit drei unterschiedlichen Preisen)
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vollständige Preisdifferenzierung
-es kommt dazu, wenn ein Monopolist von jedem Konsumenten einen Preis verlangt, der genau der jeweiligen Zahlungsbereitschaft entspricht -dem Maximum, das ein Konsument zu zahlen bereit ist

->für einen Monopolisten in der Praxis nahezu unmöglich

-es gibt keinen Nettowohlfahrtsverlust, aber die gesamte Rente fällt an die Produzenten

-personalisierte Preisgestaltung in digitalen Märkten kommt der vollst. Preisdifferenzierung am nächsten
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Monopson
-Monopson (Monopol) existiert, wenn es im Markt nur einen Käufer (Verkäufer) für das Gut gibt
Monopsonist
= ein Unternehmen, das der einziger Käufer in einem Markt ist

-reduziert die gekaufte Menge & senkt dadurch den Preis unter den Wettbewerbspreis ->führt zu Nettowohlfahrtsverlust
Single Factory Town
-Unternehmen stellt weniger Arbeitskräfte ein ->kann so den Lohn drücken & Gewinn steigern
große Online-Einkaufsplattformen
-z.B. Amazon, Apple-Store

-können ihre Verkäufer ausbeuten, d.h. ihnen Preise unter dem Wettbewerbspreis bezahlen
Monopsonmacht
-Supermarktketten verfügen wahrscheinlich Monopsonmacht über ihre Lieferanten
(vor allem landwirtschaftl. Zulieferbetriebe)

-spielt auch in globalen Warenketten eine wichtige Rolle:
Leitunternehmen aus dem globalen Norden können Lieferanten aus dem globalen Süden Lieferkonditionen diktieren
regulatory capture
-Regulierungsbehörden tun das, was die Unternehmen (die zu regulieren sind) wollen

->Unternehmen haben großen Anreiz Regulierungsbehörden zu bestechen, da es um sehr viel Geld geht
Produktdifferenzierung
-homogene Güter (= identische Güter)

-heterogene Güter (= differenzierte Güter)
homogene Güter
= identische Güter

-von Monopol, Oligopol & bei vollständiger Konkurrenz angeboten
heterogene Güter
= differenzierte Güter

-Güter die im Prinzip die gleiche Funktion erfüllen, von den Konsumenten aber nicht völlig identisch wahrgenommen werden (Bsp. Coke & Pepsi)

-von Oligopolen & bei monopolistischer Konkurrenz angeboten
Patent
-spricht dem Erfinder für einen bestimmten Zeitraum das Monopol an der Nutzung oder dem Verkauf seiner Erfindung zu
(alleiniges Recht seine Erfindung herzustellen, zu nutzen & zu verkaufen)
Urheberrecht
-spricht dem Schöpfer eines literarischen/künstlerischen Werk das alleinige Recht zu, von seinem Werk zu profitieren
(in der Regel für die Lebenszeit der Künstler & weitere 70Jahre)
Preisträgern von Unternehmen zur Identifikation unterschiedlicher Kundengruppen
-Frühbucherrabatte

-Mengenrabatte

-Zweistufige Tarife

-Verkaufsaktion & Fabrikverkäufe

-Personalisierte Preisgestaltung
Mengenrabatte
-häufig ist der Preis geringer, wenn man eine größere Menge kauft
Frühbucherrabatte
-diejenigen, die sehr frühzeitig kaufen/bauchen (oder in einigen Fällen auch die, die im letzten Augenblick kaufen), zahlen einen geringeren Preis
Zweistufige Tarife
-Konsument zahlt im Voraus eine pauschale Gebühr & anschließend ein variables Entgelt
(z.B. Clubkarten von verschiedenen Einzelhandelsketten, bei denen man nach Zahlung einer pauschalen Mitgliedsgebühr ausgewählte Artikel zu günstigeren Konditionen erwerben kann)

-die Kosten des ersten gekauften Artikels sind faktisch viel höher als die Kosten der nachfolgenden Artikel, sodass der zweistufige Tarif wie ein Mengenrabatt wirkt
Verkaufsaktionen & Fabrikverlkäufe
-durch Verkaufsaktionen an bestimmten Tagen/Wochen (z.B. Sommer- & Winterschlussverkauf, Black Friday) lassen sich die Konsumenten identifizieren, die eine höhere Preisempfindlichkeit aufweisen & dadurch bereit sind, auf niedrige Preise zu warten

-gleiches gilt für Fabrikverkäufe oder Outlet-Geschäfte, die in der Regel am Rand/außerhalb der Städte gelegen sind
personalisierte Preisgestaltung
-Preisdifferenzierung durch personalisierte Preisgestaltung im Online-Handel gewinnt in der heutigen Zeit immer stärker an Bedeutung

-durch das Sammeln von Daten über die Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten sind Online-Händler in der Lage, der wahren Zahlungsbereitschaft der Konsumenten Stück für Stück näher zu kommen
Markteintrittsschranken

-5 verschiedene Arten
-Kontrolle über eine knappe Ressource bzw. einen knappen Input

-zunehmende Skalenerträge

-technologische Überlegenheit

-Netzwerkexternalitäten

-durch staatliche Regulierengen hervorgerufene Eintrittsschranken
Grenzerlöskurve des Monopolisten
-immer unterhalb der Nachfragekurve
->ist auf den Preiseffekt zurückzuführen
Was zeigt die Angebotskurve
--die Menge, die die Produzenten bei einem bestimmten Marktpreis anbieten wollen
Monopol

-Was gilt für ein Monopol im Vergleich zu einem Wettbewerbsmarkt?
-es wird eine kleinere Menge produziert: QM
-es wird ein höherer Preis verlangt: PM>PC

-es wird ein Gewinn erzielt
Nettowohlfahrtsverlust für die Gesellschaft
-Verlust für die Verbraucher ist größer als der Vorteil des Monopolisten
Grenzerlös
= Veränderung der Erlöse (=Umsatz), wenn Unternehmen eine Einheit mehr verkauft
Grenzkosten
= Veränderung der Kosten, wenn Unternehmen eine Einheit mehr produziert