Der Marktmechanismus funktioniert nicht kostenlos (Ronald Coase 1937). Es entstehen bei wirtschaftlichen Transaktionen Kosten: - Suchkosten - Anbahnungskosten - Kosten der Abwicklung - Kontrollkosten - Änderungskosten Die Höhe der Transaktionskosten hängt ab von (Oliver Williamson 1975): - der Spezifität der Transaktion - der Unsicherheit der Transaktion - der Häufigkeit der Transaktion
Coase-Theorem:
Die Theorie der Verfügungsrechte
Coase-Theorem: Güter werden auf Märkten effizient gehandelt und verteilt, wenn die Transaktionskosten gering sind
Einschränkungen: - Verhandlungen funktionieren nur bei annähernd gleicher Verhandlungsmacht der beteiligten Parteien. - Die individuelle Bewertung von Gegenständen hängt davon ab, ob man sie schon hat oder nicht
Nicht-ökonomische Theorien für wirtschaftliches Handeln
Markttransaktionen und Embeddedness: Markttransaktionen sind komplementär zu sozial eingebetteten Transaktionen
Homo oeconomicus und homo reciprocans: Menschen maximieren immer Nutzenfunktionen
Verträge und Vertrauen: Soziales Kapital und Vertrauen sind eine wichtige Grundlage von sozialen Netzwerkbeziehungen
staatlichen Rahmens für wirtschaftliches Handeln
Anarchie - Der Staat tut nichts
Minimalstaat - Der Staat schützt private Eigentumsrechte
Soziale Marktwirtschaft (1) - Der Staat erbringt öffentliche Güter
Soziale Marktwirtschaft (2) - Der Staat sorgt für Umverteilung
Planwirtschaft - Der Staat erbringt öffentliche und private Güter
Was soll der Staat machen.
1. der Staat muss Eigentümsrecht schützen
2. Märkte bereitstellen.
3. Der Staat muss öffentlicher Güter bereitstellen.
4.der Staat muss umverteilen
Ziele die Staatliche Handels :
1. Sicherstellung einer Marktwirtschaftliche Ordnung.
2. Erlass von Gesetzen zum Schutz von
a. Konsumenten.
b. Arbeitsnehmer
c. Wettbewerb _monopole
Die Herausforderungen der Unternehmensethik
Ethisches Verhalten muss mindestens bedeuten, dass bestehende Gesetze eingehalten werden.
Ethisches Verhalten bedeutet, sich nach Werten oder „Primärtugenden“ zu verhalten
Die Merkmale eines marktwirtschaftlichen Systems
1. Konsumenten- souveränität
2. Privateigentum an den Produktions- mitteln
3. Freie Berufswahl
4.Freier Wettbewerb.
Nennen Sie drei wichtige Ziele der Wirtschaftspolitik
1.das Zuel der Sicherung des PreisniveauStabilität
2.das Ziel der Vermeidung von Arbeitslosigkeit.
3. Das Ziel der Währungsstabilität .
Das deutsche System der sozialen Marktwirtschaft
Geld- und Währungs- ordnung
Finanz- verfassung
Wettbewerbs- ordnung
Arbeits- und Sozialordnung
der Preisniveaustabilität
Preisniveaustabilität bedeutet, dass im Durchschnitt die Preise in einer Volkswirtschaft und damit die Kaufkraft des Geldes (der Geldwert) konstant bleiben, dass also nur wenig oder keine Inflation besteht.
Arbeitslosigkeit
1. Registrierte Arbeitslosigkeit 1.1. Freiwillige, „unechte“ Arbeitslosigkeit (Arbeitsfähige, die nicht arbeitsbereit sind) 1.2. Unfreiwillige, „echte“ Arbeitslosigkeit 1.2.1. Friktionelle Arbeitslosigkeit (bei Arbeitsplatzwechsel) 1.2.2. Saisonale Arbeitslosigkeit (bei saisonal schwankender Arbeitsnachfrage) 1.2.3. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit (bei vorhandenen Arbeitsplätzen, die zur Zeit nicht besetzt werden) 1.2.4. „Mismatch“-Arbeitslosigkeit (bei gleicher Anzahl von offenen Stellen und gemeldeten Arbeitslosen) 1.2.5. Strukturelle Arbeitslosigkeit (bei fehlenden Arbeitsplätzen) 2. Nicht registrierte Arbeitslosigkeit 2.1. Verdeckte Arbeitslosigkeit (Personen in staatlichen Beschäftigungsprogrammen) 2.2. Nicht gemeldete Arbeitssuchende
Währungsstabilität
Währungsstabilität bedeutet, dass die Wechselkurse zwischen verschiedenen Währungen gar nicht oder nur gering schwanken.
Gründe für strukturelle Arbeitslosigkeit
Zu hohe Löhne (Mindestlöhne, hohe Tarifabschlüsse)
Fehlen von international wettbewerbsfähigen Unternehmen
Zu hohe Transferzahlungen (z.B. ALG)
Zu hohe Lohnnebenkosten
die Herkunft von Unternehmen
Bereitschaft zur Selbstständigkeit Unterneh- merische Eigenschaften Geschäftsidee Rahmen- bedingungen
Ursachen für das Scheitern von Gründungsunternehmen
Finanzierungsfehler
Mangelnde Marktforschung
Qualifikationsmängel der Gründer
Fehlende Geschäftsplanung
Negative Einflüsse aus dem Privatleben
Selbstüberschätzung
Mangel an qualifizierten Mitarbeitern
Was könnte Sie persönlich zur der Entscheidung veranlassen, ein eigenes Unternehmen zu gründen ? Was könnte Sie von dieser Entscheidung abhalten?
1. Eigener Chef sein . Unabhängig
2. Idee verwirklichen. Innovation
3.Sozialer Aufstieg .
1. Unsicherer Lohn .
2. Zu wenig Kapital.
3. Angst vor Versagen
Nennen Sie Maßnahmen mit denen der Staat die Neugründung von Unternehmen fördern könnte?
1. Zuschüsse Gründer Zuschuss .
2. Kredite .
3. Bürgschaften.
4. Beteiligungsunternehmen und Risiko Kapital.
5. Beratungsförderung .
Entscheidungen werden fast immer unter Ungewissheit, Unsicherheit oder Risiko getroffen...
Ungewissheit: Wir wissen überhaupt nicht, was in Folge unserer Entscheidung passieren wird.
Unsicherheit: Wir wissen die möglichen Resultate einer Entscheidung, aber nicht deren Wahrscheinlichkeiten.
Risiko: Wir kennen die möglichen Resultate einer Entscheidung und deren Wahrscheinlichkeiten.
Quellen von Unsicherheit und Risiko: a) Stochastische Risiken (wir gegen die Natur), z.B. Roulette, Erdölexploration, Wechselkurse, Wetter)
b) Verhaltensrisiken (wir gegen andere Menschen), z.B. Verhalten der Wettbewerber, Verhalten der Mitarbeiter, Verhalten der Kunden
Risikobehaftete Entscheidung:
Entscheide jetzt
Gewinne Zeit
Suche Informationen
Nimm Einfluss Finde bessere Alternativen
Selbst wenn wir rational entscheiden wollen, besteht (fast) immer ein Informationsproblem.
Überflüssige Information
Informationslücken
Informationsignoranz
Wir haben zwei Entscheidungssysteme.
System 1 entscheidet intuitiv, „aus dem Bauch heraus“ und unbewusst sitzt im limbischen System arbeitet sehr schnell verbraucht keine Energie ist immer einsatzbereit nutzt nur vorhandene Informationen ist sehr schlecht in Statistik beruht auf Erfahrungen und Instinkten Ich kann nicht wollen, was ich will.
System 2 entscheidet rational, „mit dem Kopf“ und bewusst sitzt im Neokortex arbeitet langsam verbraucht viel Energie (Zucker) muss aktiviert werden; wird, wann immer möglich, abgeschaltet versucht, ausreichend viele Informationen für eine Entscheidung zu beschaffen, aber findet nicht immer genug Informationen ist schlecht in Statistik beruht auf „vernünftigen“ Überlegungen und logischem Kalkül Ich kann tun, was ich will.
Wie gehen wir am besten mit Entscheidungen unter Unsicherheit um ?
1. Eigene Ziele Wünsche herausfinden.
2.Seien Sie sich Ihres vorhersehbar irrationalen Verhaltens bewusst.
3. Verschwenden Sie Keine Energie auf unwichtige Entscheidungen.
4. Setzen Sie einmal getroffene Entscheidungen auch tatsächlich um.
Beziehungskompetenz in Organisationen
Beruflicher Erfolg hängt ab von fachlichen und von sozialen Kompetenzen. Soziale Kompetenzen werden an Universitäten und in der Ausbildung nur selten gelehrt. Komponenten der Beziehungskompetenz (soziale und emotionale Intelligenz): - Verständnis - Kommunikationsfähigkeiten - Mitgefühl, Empathie - Verträglichkeit - Verlässlichkeit, Reziprozität Hemmnisse der Beziehungskompetenz: - Digitalisierung sozialer Interaktion - Zeitmangel - Verteilungs- und Interessenkonflikte - toxische Persönlichkeiten (Energieräuber, Narzissten,
Typen von Organisationseinheiten in einem Unternehmen
Investment Center - Kosten-,Erlös-undKapazitätsverantwortung - EntscheidungsautonomieauchbeiInvestitionenund Desinvestitionen
Profit Center - Kosten-undErlösverantwortung(Menge,Preis) - KeindirekterEinflussaufdieStrategie,dieAnlagenausstattung und die Technologie
Cost Center - KeinEinflussaufArt,MengeundPreisderLeistung - AufgabederLeitung:Qualitäteinhalten,Kosteneinhaltenoder minimieren
Maslows Motivationspyramide: Fünf hierarchische Bedürfniseben (physische Bedürfnisse, Sicherheit, Wertschätzung/Liebe, Macht/Status, Selbstverwirklichung). Nur das höchste Bedürfnis (Selbstverwirklichung) kann nie gesättigt werden.
Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie: Motivatoren, ermutigen die Menschen, sich besonders zu bemühen (z.B. Wertschätzung). Hygiene-Faktoren sind notwendig, um Demotivation zu vermeiden (z.B. Gehalt, Arbeitsbedingungen). Hygiene-Faktoren motivieren aber nicht, sich besonders anzustrengen.
Freuds psychoanalytische Theorie: Menschliches Verhalten wird von Grundbedürfnissen und Grundängsten (Libido, Angst vor dem Tod) bestimmt.
Theorien der menschlichen Motivation
Die Interessengruppen (Stakeholder) eines Unternehmens
Öffentlichkeitsarbeit Zeitungsberichte, Jahresberichte, Reden von Unterneh- mensvertretern
Kommunikationspolitik: die Aufgaben (das AIDA-Konzept)
A
Attention: Aufmerksamkeit schaffen, z.B. durch schöne Bilder, Prominente oder Influencer
Interest: Interesse wecken, z.B. durch Nutzenversprechen oder attraktive Preise („jetzt günstig“, „ganz einfach“)
Desire:Begehren erzeugen, z.B. durch Authentizität, Emotionen, Gefühle der Verbundenheit
Action: Kaufentscheidung auslösen, z.B. durch Einfachheit und sofortige Umsetzbarkeit („hochwischen“)
Distributionspolitik: Die möglichen Absatzkanäle
Hersteller/Produzent
Vertreter/Makler
Einzelhändler
Großhandel/Vertrieb
Quellen der Unternehmensfinanzierung
Innenfinanzierung Umsatzerlöse
Außenfinanzierung
1. Eigen Finanzierung Eigenkapital
2. Fremdfinanzierung Fremdkapital
Theorien zur optimalen Kapitalstruktur
Hebeleffekt (Schmalenbach 1919): Fremdkapital ist günstiger als Eigenkapital. So lange die Gesamtkapitalrendite höher ist als die Kosten des Fremdkapitals, sollten Unternehmen so viel Kredite wie möglich aufnehmen.
Irrelevanztheorem (Modigliani/Miller 1958): Die Kapitalstruktur ist für den Wert eines Unternehmens irrelevant, so lange ein perfekter Kapitalmarkt entsteht.
Moderne Perspektive: Kapitalmärkte sind segmentiert. Die Banken wollen Eigenkapital und Sicherheiten, bevor sie Kredite ausgeben. Die Steuersysteme bevorzugen Schuldenfinanzierung
Mögliche Diskontierungssätze bei der Kapitalwertmethode
Habenzins
Sollzins
Durchschnittlicher Kapitalkostensatz
Zinssatz am vollkommenen Kapitalmarkt
Verzinsung der besten Alternativinvestition
Typische Fehler bei Investitionsentscheidungen
Keine Prüfung von Alternativen
Orientierung an Steuereinsparungen
Vernachlässigung von Interdependenzen zwischen Projekten
Verwendung weicher Kriterien
Routine- investitionen
Wichtige Begriffe der Theorie der Optionen
Kaufoption Das Recht, einen Vermögensgegenstand zu einem festen Preis zu kaufen.
Verkaufsoption Das Recht, einen Vermögensgegenstand zu einem festen Preis zu verkaufen.
Europäische Option Die Option kann nur an einem bestimmten Tag ausgeübt werden
Amerikanische Option Die Option kann jederzeit ausgeübt werden.
Die wesentlichen Aufgaben der Personalwirtschaft
Personalbedarfsermittlung Personalmarketing
Personalauswahl
Motivation
Aus- und Weiterbildung, Karriereplanung
Personalfreisetzung
Motivation durch eine positive Unternehmenskultur
Teamarbeit
2. Keine „Big Egos”
3. Neue Ideen sind immer willkommen
4. Risikobewusstsein
5. Fehler sind o.k., aber dürfen jeweils nur einmal gemacht werden
6. Sich gegenseitig unterstützen
7. Spaß haben
8. Familie mit einbinden
Motivation durch effizientes Feedback
Ich bin o.k. – Du bist o.k.
Beschreiben, nicht bewerten.
Immer mit positivem Feedback beginnen.
So kurz und präzise wie möglich sein.
Nur für sich selber sprechen.
Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Alles vertraulich behandeln.
Motivation durch Beteiligung am Gesellschaftskapital
Formen von Beteiligungsprogrammen: - Gesellschaftsanteile
- Optionen - Phantom Stock/SAR Vorteile von Beteiligungsprogrammen: -
Leistungsanreize
- Potenzielle Einsparung von Festgehalt - Ausgleich für höheres Arbeitsplatzrisiko (Risikoprämie) - Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen
Nachteile von Beteiligungsprogrammen: -
Trittbrettfahrerprobleme - Ineffizient hohes Einkommensrisiko der Mitarbeiter - Gefahr der Verdrängung intrinsischer Arbeitsmotivation
Konfliktmanagement ist Bestandteil der Personalwirtschaft
1. Diskussion - gegensätzliche Meinungen zu Fakten oder Entscheidungen - direkte Kommunikation 2. Überlagerung - weitere faktische Dispute und persönliche Argumente werden hinzugefügt - Gerechtigkeit wird zum vorherrschenden Thema 3. Eskalation - starke Empfindungen, Ende der direkten Kommunikation, Streits - selektive Wahrnehmung, Mangel an rationaler Kontrolle 4. Verhärtung - formale Konfliktlösung - Störungen in Kommunikation und Kooperation („Kalter Krieg“)
Methoden der effizienten Verhandlung (1)
Zwischen Personen und Problemen unterscheiden - versuchen, den Gegner zu verstehen - sicherstellen, dass man selbst verstanden wird - den Gegner nicht persönlich angreifen - sanft zu Personen und hart in der Sache sein Sich auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen - nach Interessen hinter Positionen suchen - sich der Vielfalt möglicher Interessen klar werden - die eigenen Interessen vertreten, bevor man Positionen einnimmt - kompromisslos bei der Verfolgung seiner Interessen sein, aber flexibel bei den Methoden ihrer Erreichung
Methoden der effizienten Verhandlung (2)
Optionen für beidseitigen Vorteil finden - es gibt (fast) immer mehr als eine Lösung - versuchen, den Kuchen größer zu machen und nicht nur, das größere Stück des Kuchens zu bekommen - gemeinsame Interessen finden - großzügig bei Dingen sein, die einen wenig kosten Auf objektiven und neutralen Kriterien bestehen - objektive Kriterien sind vom Willen des Gegners nicht beeinflussbar - sich erst über Prinzipien einigen, dann über Kriterien - dem Druck des Gegners niemals nachgeben - sein BATNA bestimmen
Interpretationen des Kapitalwerts
Eine Investition I ist grundsätzlich nur dann durchzuführen, wenn sie einen positiven Kapitalwert hat: Führe I durch, wenn KW (I) > 0.
Beim Vergleich zweier Investitionsprojekte I1 und I2 ist das mit dem höheren Kapitalwert auszuwählen: Wähle I1 und nicht I2, wenn KW (I1) > KW ( I2) Eine Investition darf nicht mit Mitteln finanziert werden, deren Kapitalkosten über dem Kalkulationszinssatz liegen.
Der Kapitalwert bezeichnet den Euro-Betrag, den ein Unternehmen maximal zu zahlen bereit ist, um das entsprechende Investitionsprojekt durchführen zu können.