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Verarbeitung von Informationen

Enkodierung 🡪 Speicherung 🡪 Abruf

Enkodierung

  • Erster Informationsverarbeitungsprozess
  • Informationen werden aufgenommen / wahrgenommen und zu neuronalem Code verarbeitet, Bildung mentaler Repräsentationen
  • Umwandlung der physikalischen Reize in neuronale Aktivität = Möglichkeit des Lernens & Speicherns

Speicherung

  • Aufrechterhalten enkodierter Informationen über eine gewisse Zeitspanne hinweg
  • Speichern der Informationen im Gehirn (auch Nervensystem)
  • neuronale Aktivitätsmuster werden gefestigt über die Zeit, besser je länger und intensiver
  • Konsolidierung, je öfter Muster auftritt bzw. je öfter man sie nutzt, desto einfacher und besser wird Abruf, Verfestigung der Informationen

Abruf

  • Informationen werden bei Bedarf abgerufen (auch Fertigkeiten, komplexes Wissen), um wieder ins Bewusstsein zu kommen
  • Wedergewinnung gespeicherter Information zu späteren Zeitpunkt

Abruf 🡪 Rekonsolidierung 🡪 Speicherung

  • Mit Abruf wird auch die Richtigkeit der Informationen überprüft

  • Rekonsolidierung = Ursprünglich gespeicherte Informationen werden verändert

  • z.B. ursprünglich Lissabon als Hauptstadt Portugals gemerkt. Bei Test dann mehrfach nur Madrid zur Wahl 🡪 Gedächtnis rekonsolidiert dies & speichert Antwort Madrid 🡪 Falsche Abspeicherungen

Langzeitpotenzierung

Neuronaler Prozess der für Konsolidierung von neuen Informationen zuständig ist

Speicherung

  • Synaptische Verbindung verändert sich adaptiv, je nachdem wie oft und wie lange sie genutzt wird

  • Bei Langzeitpotenzierung wird synaptische Verbindung für längeren Zeitraum aktiviert, wiederholte Signale von präsynaptischer an postsynaptische Membran

  • Neurotransmitter in synaptischen Spalt entlassen und andocken an präsynaptische Membran

  • Wenn die Information für längeren Zeitraum besteht, verändert sich postsynaptische Membran

  • Nur noch geringer Impuls vom präsynaptischen Neuron ausreichend, damit Informationen vom postsynaptischen Neuron weitergegeben werden

  • Mit zunehmender Aktivierung der synaptischen Verbindung über längeren Zeitraum nimmt Stärke der Verbindung zu

  • postsynaptisches Neuron leichter erregbar (siehe z.B. Schmerzgedächtnis)

  • Verantwortlich für die Fähigkeit, neue Informationen im Gedächtnis zu speichern

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Systeme des Gedächtnisses

  • jeweils verantwortlich für die Speicherung von Informationen für eine bestimmte Zeit

  • sensorisches Gedächtnis: Speicherung nur für eine sehr kurze Zeit - nicht beachtete Informationen gehen verloren

  • Wenn Informationen beachtet werden 🡪 Arbeitsgedächtnis (auch Kurzzeitgedächtnis enthalten)

  • Wenn Informationen wiederholt werden 🡪 Abspeicherung im Langzeitgedächtnis

  • Anekdote fotografisches Gedächtnis: eidetische Vorstellungskraft, Details von Bildern sehr viel länger behalten als nur mit Kurzzeitgedächtnis möglich

Sensorisches Gedächtnis

  • Summe von Gedächtnis-Systemen, die jeweils für Informationen aus einem Sinnessystem verantwortlich sind

  • speichern diese für eine sehr kurze Zeit  

  • z.B. ikonisches Gedächtnis für visuelle Informationen, echoische Gedächtnis für auditive Informationen

  • Nicht beachtete Informationen verschwinden in kurzer Zeit

  • Umwandlung von physikalischen Reizen durch Transduktion in neuronale Erregung / Reize

  • Phänomenale Wahrnehmung: bewusste Wahrnehmung von Reizen vor Identifikation / Erkenntnis

  • Es werden mehr Informationen wahrgenommen, Auswahl wichtiger Reize findet nach phänomenaler Wahrnehmung aber vor Erkenntnis / Identifikation durch Aufmerksamkeit statt

  • Bewusst wahrgenommene Informationen sind Grundlage für weitere Gedächtnisleistung, verflüchtigen sich wenn nicht aufmerksam wahrgenommen 

Studie zur Leistung des sensorischen GedächtnissesGeorge Sperling, Mitte 20. Jhd

  • 3 Reihen mit 4 Zahlen & Buchstaben gezeigt

  • Aufgabe 1: So viele Items wie möglich behalten (Ganzberichtsmethode)🡪 Durchschnittlich an 4 Items erinnert

  • Aufgabe 2: Auf bestimmte Zeile konzentrieren (Teilberichtsmethode)-Ton (niedrig, mittel, hoch) nach gewisser Zeit-Vpn konnten sich an deutlich mehr Items erinnern, aber nur wenn Ton sehr kurz nach Präsentation kam

  • Ergebnisse: Tatsächlich separates Gedächtnissystem und mehr Informationen gespeichert als Kurzzeitgedächtnis, es können etwas 12-16 Items im sensorischen Gedächtnis gespeichert werden
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Kurzzeitgedächtnis

  • Teil des Arbeitsgedächtnis
  • Kurzzeitgedächtnis (KZG) / short-term-memory (STM)

  • Kein bestimmter Ort, sondern ein bestimmter Gedächtnisprozess als Teil des Arbeitsgedächtnisses

  • zwischen sensorischem und Langzeit-Gedächtnis

Strategien für mehr Merken

  • Mit Information nicht zwingend ein Reiz gemeint, eventuell auch Informationsblock (Chunk)
  • Chunking: Gruppierung von Informationen die zusammen Sinn ergeben (z.B. ähnlich)
  • Rehearsal: Mehrfache Wiederholung

Studie Peterson und Peterson (1958)

  • Test mit drei Konsonanten, 
  • tiefergehende Weiterverarbeitung sollte verhindert werden, daher mussten VP von einer dreistelligen Zahl in Dreierschritten rückwärts zählen
  • Zeit zwischen Gabe Konsonanten und Abruf wurde kontinuierlich verlängert
  • Ergebnis: Abrufleistung wurde mit zunehmendem Intervall zwischen Präsentation und Abruf immer schlechter
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Arbeitsgedächtnis

  • Gedächtnisressource, die wir für Aufgaben wie Schlussfolgern und Sprachverstehen nutzen
  • Verarbeitung, um Speicherung im Langzeitgedächtnis zu ermöglichen
  • Längerfristige Einspeicherung von Informationen

  • Verwendung von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis

  • Stellt eine Grundlage für den Fluss der Gedanken und Handlungen von Moment zu Moment bereit

  • Kurzfristige, spezifische Fokussierung auf die benötigten Elemente

  • Wichtig für Prozesse der Kombination aus gerade Wahrgenommenen und bereits Gelerntem

4 Komponenten / Systeme des Arbeitsgedächtnisses 

(nach Alan Baddeley)

  • „Meeting“ im episodischen Puffer, ermöglicht intelligente Leistungen)
  1. Zentrale Exekutive
  2. Visuell-räumlicher Notizblock
  3. Episodischer Puffer
  4. Phnologische Schleife
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Langzeitgedächtnis

  • Langzeitspeicher für die Informationen, denen viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde

  • Speicherkapazität und Speicherdauer des Langzeitgedächtnisses theoretisch unbegrenzt (keine entsprechenden Studienergebnisse)

  • Ablageort für all die Gedächtnisinhalte, die über das sensorische und das Kurzzeitgedächtnis angeeignet wurden

  • Bestimmt das gesamte Wissen eines Menschen von der Welt und vom Selbst

Subsysteme des Langzeitgedächtnisses und Enkodierung

  1. Bewusst: explizites Gedächtnis (deklarativ) -erfordert bewusstes Bemühen, oft verbal beschreibbar
  2. Explizit = alle Informationen, die bewusst abgerufen werden könne
  3. Episodisches Gedächtnis: persönlich erlebte Ereignisse, emotional
  4. Semantisches Gedächtnis: Fakten, Wissen, neutral
  5. Automatisch🡪 implizites Gedächtnis (nicht-deklarativ)- keine bewussten Bemühungen, unbewusste Erinnerungen, oft nicht verbal beschreibbar
  6. Implizit = unbewusste Erinnerungen, nicht verbalisierba
  7. Prozedurales Gedächtnis: motorische und kognitive Fertigkeiten und Gewohnheiten, nicht erklärbar, Production compilation = Kognitive Schritte der Handlungen werden zusammengefügt, unbewuss
  8. Erworbene Assoziationen: basierend auf klassischem und operantem Konditionieren, Priming
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Priming

  • Beschreibung des impliziten Gedächtnisses
  • Reiz wird sehr kurz dargeboten, nur phänomenale Wahrnehmung, keine Identifikation normalerweise

  • Legt aber eine Spur, die dem nachfolgenden Reiz eine Bahn gibt 🡪 vereinfacht Reizaufnahme

  • Auch erkannte Reize können als Primes dienen

Studie Jacoby 1989

  • Test: Liste mit erfundenen Namen, es ging lediglich um die Aussprache der Namen (lesen + Aussprache)
  • Darauffolgender Tag: Aus Liste berühmte Personen raussuchen, Namen aus erster Liste vorhanden
  • Die Namen aus der ersten Liste wurden als berühmte Personen benannt
  • Namen aus erster Liste haben Namen aus zweiter Liste geprimt, auch wenn Personen nicht bewusst
  • Ergebnis: VP wussten nicht, woher sie die Namen kannten (wurden nicht explizit gelernt)

  • Lesen und Aussprechen der Namen der ersten Liste hat für einen Gedächtnispfad ausgereicht

Metagedächtnis

Wissen über eigenes Lern- und Gedächtnissystem, z.B. Lernplan, Beurteilung des Lerne

Modell der Verarbeitungstiefe (Craig & Lockhart, 1972) Speicherung (transfer-adäquate Verarbeitung)

  • Informationen werden auf unterschiedlichen Ebenen / Tiefen verarbeitet

  • Je tiefer, desto mehr & besser werden Informationen verarbeitet

  • Einfluss impliziter Gedächtnisinhalte die explizit enkodiert wurden (Marathonläufer-Studie)

  • 2 verschiedene Formen des Wiederholens, um etwas im Langzeitgedächtnis zu speichern

  1. Erhaltungswiederholen: Einfaches Wiederholen, Information soll aufrecht erhalten werden
  2. Elaborationswiederholen: Semantisch bedeutungsvollere Verarbeitung, effektivere Verarbeitung

Kategorien- / Konzeptbildung mittels mentale Repräsentationen

  • schnellere Reaktion auf typische Vertreter der jeweiligen Kategorie
  • Konzepte sind in Hierarchien aufgebaut (Obst 🡪 Apfel 🡪 Golden Delicious)
  • Basisebene: Obst zu allgemein, Golden Delicious zu spezifisch, daher Apfel Basisebene, kommt am ehesten in Sinn
  • Man enkodiert für jedes Konzept einen Prototypen (zentralster Vertreter) und Exemplare (verschiedene)
  • welche Ebene als Basisebene für Kategorien zählt, hängt vom jeweiligen Wissen / Erfahrung mit der Kategorie ab

Organisation: Schemata

  • Lernen geht mit Bildung von Synapsen zwischen zwei Nervenzellen einher 🡪 es entsteht ein immer komplexeres Netz
  • Auch bei Assoziationen zwischen einzelnen Kategorien / Begriffen
  • Je mehr wir lernen, desto mehr Verbindungen zu anderen Kategorien, es werden mehr Informationen aktiviert 🡪 Schemata
  • Neue Informationen / Schemata werden angedockt, können gut abgerufen werden Anknüpfungspunkte helfen beim Abruf
  • Bilder / Metaphern etc. können weitere Anknüpfungspunkte für gutes Lernen sein
  • ändern sich mit wechselnden Lebensereignissen
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Hinweisreize (retrival cues)

  • Stimuli, die bei der Suche nach einem

    bestimmte Gedächtnisinhalt verfügbar sind

  • Werden für Abruf gegeben oder selber gesucht, geben Hinweise wo wir suchen müssen
  • Bsp: Unterschiedliche Fragestellungen (offene Frage vs. Multiple Choice) 🡪 zweiteres = mehr Hinweisreize
  • Externe Stimuli (Bsp. Quiz, Test)

  • Interne Stimuli (Bsp. Woher kenne ich diese Person?)

  • Die Zielsetzung beim Versuch sich zu erinnern, liefert häufig den Hinweisreiz

  • Die Qualität des Hinweisreizes hat einen großen Einfluss darauf ob der Gedächtnisreiz dadurch abrufbar wird

Lokalisation des Gedächtnisses 

  • Unterschiedliche Bereiche wirken zusammen, damit Gedächtnis funktionieren kann

  • Bei Verletzung / Entfernung von Hirnbereichen funktionieren teilweise bestimmte Gedächtnisteile nicht mehr

  • Sensorisches Gedächtnis: Cerebraler Kortex (auch Assoziationen zwischen Sinneseindrücken)

  • Arbeitsgedächtnis: primär Frontallappen (aber mehrere)

  • Langzeitgedächtnis: Cerebellum (prozedurales Gedächtnis, Gedächtnisinhalte durch Wiederholungen erworben, Reaktionen klassisches Konditionieren), Striatum (für non-deklaratives Gedächtnis, Gewohnheitsbildung & Reiz-Reaktions-Verbindungen)

  1. Hippocampus: Deklaratives Gedächtnis (Namen, Fakten, semantisches Gedächtnis
  2. Amygdala: Emotionales, episodisches Gedächtni
  3. Amygdala & Hippocampus scheinen für Abruf von bereits Gelerntem nicht wichtig zu sein (nächste Vorlesung)

Übersicht der Gedächtnisse

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Was ist das Gedächtnis?

  • ermöglicht uns, Informationen zu entschlüsseln, zu speichern und abzurufen
  • erlaubt uns Kontinuität der Erfahrungen von einem Tag zum nächsten herzustellen

Ikonisches Gedächtnis

  • Teil des sensorischen Gedächtnis
  • Gedächtnis im visuellen Bereich
  • speichert große Mengen von Informationen für sehr kurze Zeiträume 
  • „Extrablick“; „Nachbild“

  • Am intensivsten erforscht

  • Bildet sensorische Erinnerungen für höchstens einige Sekunden ab, beispielsweise von dem Gefühl in den Fingerspitzen

  • Visueller Gedächtnisreiz wird für etwa eine halbe Sekunde gespeichert

  • Nicht mit dem eidetischen gedächtnis zu verwechseln

Kapazitätsbeschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses

  • Forscher bedienen sich der Bestimmung der Gedächtnisspanne um Aussagen über die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses treffen zu können
  • Hält Informationen länger im Gedächtnis: nur einige Sekunden bis max. einige Minuten
  • Vorbereitung für Speicherung im Langzeitgedächtnis
  • Nicht unbegrenzt, Annahme ca. 7 +/- 2 Informationen (egal wie sehr man sich anstrengt) (George Miller)

Chunking

  • Chunk: bedeutungsvolle Informationseinheit
  • Chunking: Prozess der Rekonfiguration von Items, indem sie auf der Basis von Ähnlichkeit oder anderen Organisationsprinzipien gruppiert werden. Sie werden auch zu größeren Mustern kombiniert auf Basis von Informationen, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind.
  • Informationen strukturieren, indem man ihnen persönliche Bedeutung zuordnet (bspw. Ziffern mit dem Alter oder persönlichen Ereignissen verbinden)

  • Rhythmische Strukturierung bsp. Telefonnummer

Rehearsal

  • Erhaltene Wiederholung (maintenance rehearsal):
  • Mnemotechnik - etwas im Kopf immer wieder Wiederholen

4 Komponenten des Arbeitsgedächtnisses

1. Zentrale Exekutive (central executive)

  • Kontrolle der Aufmerksamkeit
  • Koordination von Informationen aus der phonologischen Schleife und dem visuell-räumlichen Notizblock
  • Bündelt & verteilt Aufmerksamkeitsressourcen auf Subsysteme und kann diese von einem Subsystem auf ein anderes verlagern

4 Komponenten des Arbeitsgedächtnisses

2. Visuell-räumlischer Notizblock (visuospatial sketchpad)

  • Speicherung von visuellen & räumlichen Informationen
  • Gleiche Arten von Funktionen wie die phonologische Schleife, allerdings visuelle und räumliche Informationen
  • Mentale Bilder

4 Komponenten des Arbeitsgedächtnisses

3. Episodischer Puffer 

 

  • Von der zentralen Exekutive kontrolliertes Subsystem mit begrenzter Kapazität
  • Informationen aus dem Langzeitgedächtnis abrufen und kombinieren dieser mit Informationen aus der gegenwärtigen Situation
  • Ermöglicht eine integrierte Interpretation jeder Situation
  • Zusammenspiel aller wichtigen Informationen im Arbeitsgedächtnis, wenn für wichtig befunden Übergabe ins Langzeitgedächtnis

4 Komponenten des Arbeitsgedächtnisses

4. Phonologische Schleife (phonological loop)

  • Speicherung & Manipulation sprachbasierter Informationen

  • Weist große Überschneidungen mit dem Kurzzeitgedächtnis auf

  • Bsp. Telefonnummer wiederholen, dadurch dass man sie „hört“, während man sie im Kopf durchgeht

Erforschung des Arbeitsgedächtnis

  • Das Arbeitsgedächtnis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
  • Forscher verwenden verschiedene Verfahren um diese Unterschiede zu messen
  • Arbeitszeitgedächtnis (working memeory capacity /WMC)
  • Zur Erforschung der Leistung bei einer großen Bandbreite an Aufgaben

Bsp. Operationsspanne:

  • zwei Aufgaben – Bsp. Matheaufgabe lösen, während man sich Wörter merken soll
  • Gibt einen guten Index dafür ab inwieweit Menschen sich im Bezug der Effizienz der zentralen Exekutive unterscheiden

Arbeitszeitgedächtnis und psychologische Gegenwart

  • hilft die psychologische Gegenwart aufrecht zu erhalten
  • Gibt Kontext für neue Ereignisse vor

  • Verbindet getrennte Episoden zu einer zusammenhängenden Geschichte

  • Hilft Repräsentationen zu einer wechselnden Geschichte aufrecht zu erhalten und zu aktualisieren

  • Ermöglicht es dem Verlauf eines Gesprächs zu folgen

  • Pipeline für Informationen von und zum Langzeitgedächtnis

Serieller Positionseffekt (Primacy-/Recency-Effekt)

  • Bei Liste von zu Lernenden Wörter werden die ersten (im Langzeitgedächtnis) und letzten (noch im Arbeitsgedächtnis) am besten gemerkt

  • Mitte eher schwammig / wird vergessen (noch nicht ins Langzeitgedächtnis gelangt)

  • Effekt aber auch nach längerer Zeit noch beobachtbar

  • Wichtig: zeitliche und räumliche Unterscheidbarkeit der Items (letzte automatisch unterscheidbar)

  • serieller Positionseffekt zeigt, dass es sich beim Arbeits- und Langzeitgedächtnis um zwei unterschiedliche Gedächtnissysteme handelt

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Serieller Positionseffekt - zeitliche Unterscheidbarkeit

  • Am einfachsten merkt man sich den Recency Effekt, da dieser nahe dem Abrufzeitpunkt liegt und

  • den Primacy Effekt, da dieser einen neuen Zeitkontext startet

  • indem man die „mittleren“ Informationen unterscheidbarer macht, verschwimmen sie nicht und man kann sie besser abrufen

Implizites und explizites Gedächtnis

  • Expliziter Zugriff auf das Gedächtnis: Bewusste Anstrengung zur Entschlüsselung oder zum Abrufen von Informationen
  • Impliziter Zugriff auf das Gedächtnis: Entschlüsselung oder Abrufen von Informationen ohne sich bewusst zu bemühen.
  • Die Unterscheidung in das implizite und explizite Gedächtnis ist auch bei der Aufnahme von Informationen wichtig.

 

  • Die Forschung fing mit den Prozessen des expliziten Gedächtnisses an, mittlerweile wurden auch Methoden für die Erforschung des impliziten Gedächtnisses entwickelt.

Deklaratives und prozedurales Gedächtnis

  • Deklaratives Gedächtnis: Das Erinnern von Fakten und Ereignissen
  • Das implizite Gedächtnis ist ein Teil des deklarativen Gedächtnisses
  • Prozedurales Gedächtnis: Erinnern, wie Dinge getan werden
  • „Übung macht den Meister“
  • Forschung beschäftigt sich häufig mit der Fragestellung wie viel Übung es benötigt, um etwas Bestimmtes im Gedächtnis abgespeichert zu haben

 

  • Production compilation: mentale Anweisungen, aus denen Handlungen hervorgehen, werden zusammengeführt
  • Bsp.: Schnelles Wählen einer Telefonnummer aus dem Gedächtnis heraus
  • Es fehlt der bewusste Zugang, Telefonnummern nur in einer Sprache fehlerfrei aufsagen können, nur in den gewohnten Nummer Paarungen, etc.
  • Erschwert die Kommunikation mit Außenstehenden - wie erklärt man etwas von dem man nicht weiß wie man es macht, man macht es einfach
  • Führt zu Fehlern : Einkaufen gehen nach der Arbeit und man denkt nicht daran die andere Strecke zum Supermarkt zu fahren, weil man es so gewohnt ist eine spezielle Strecke zu fahren

Episodisches und semantisches Gedächtnis

Endel Tulving (1972)

Episodische Gedächtnisinhalte:

  • Bewahren die individuellen und spezifischen Ereignisse auf, die man persönlich erlebt hat. (Bsp. Schönster Geburtstag, erster Kuss)
  • Abhängig davon,wie die Information enkodiert wird, ist man in der Lage oder auch nicht, eine spezifische Gedächtnisrepräsentation zu produzieren

Semantische Gedächtnisinhalte:

  • Generische kategoriale Gedächtnisinhalte wie bspw. die Bedeutung von Wörtern und Konzepten
  • Wenn man einen semantischen Gedächtnisinhalt nicht wiederfinden kann, so ist es eine gute Strategie, diesen wieder wie einen episodischen Gedächtnisinhalt zu behandelt (Bsp. Wo und wann habe ich das gehört, gelernt?)

Elaborierendes Wiederholen

  • eine allgemeine Strategie, um das Enkodieren zu verbessern
  • Grundidee ist beim erstmaligen Einprägen in das Gedächtnis, diese zu elaborieren, um das Material für das Enkodieren reichhaltiger zu gestalten:

  • Minigeschichten ausdenken
  • Bilder

Gedächtnisstrukturen im Langzeitgedächtnis

Eine Grundfunktion des Gedächtnis ist es, ähnliche Erfahrungen zusammenzufassen, um Muster in der Interaktion mit der Umwelt aufzudecken

Kategorisierung und Konzepte

Die Fähigkeit, Einzelerfahrungen Kategorien zuzuordnen – an ihnen die gleiche Tätigkeit auszuführen oder sie gleich zu benennen – ist eine der grundlegenten Fähigkeiten denkender Organismen (Murphy, 2002)

  • Konzepte: mentale Repräsentationen, die Kategorien aufbauen
  • Kategorien für Objekte, Tätigkeiten, Eigenschaften und Beziehungen
  • All diese Konzepte stehen für eine zusammenfassende Einheit unserer Erfahrungen mit der Welt

 

Typikalität

  • spielt beim Zuordnen zu Kategorien eine große Rolle
  • es fällt leichter ein Rotkelchen als Vogel zu bezeichnen, da es typische Merkmale -Familienzugehörigkeit & ideales Bild der Kategorie – aufweist, als einen Pinguin – welcher eher atypisch ist

Abrufreize

  • Mnemotechniken: Eselsbrücken, Akronym, Assoziationsketten (Loci-Technik) Hinweisreize
  • Beispiel: Akronym OCEAN: Openness, Conscienciousness (Gewissenhaftigkeit), Extraversion, Agreeableness (Verträglichkeit), Neuroticism
  • Assoziationsketten: Aneinanderreihung von Informationen mit Hilfe z.B. Ortsbeschreibung (Loci-Technik)
  • Loci-Technik: Zum Beispiel Lieblingsspaziergang in Gedanken mit Einkaufliste verbinden (Klopapier um Baum)
  • Wäscheleinemethode (peg-word method) Assoziation mit Hinweisreizen, Reime + Items die zu merken sind
  • Abhängig von der Art der Information, welche Tipps helfen!
  • Wenn Infos zusammenhängen, aufeinander aufbauen, elaborierendes Wiederholen, Wiedererkennen

Prinzip der Enkodierspezifität

  • Kontextschock: nicht in der Lage sein etwas oder jemanden in dem gegebenen Kontext zuzuordnen
  • Bei Abruf muss darauf geachtet werden, wie die Enkodierung / Speicherung stattgefunden hat
  • Informationen können am leichtesten unter den gleichen Umständen abgerufen werden, Bsp: Person, die man an einem anderen Ort trifft aber nicht zuordnen kann, woher man diese kennt
  • a) Kontextabhängiges Erinnern: Primär Umgebung wichtig; Test mit Tauchern, Liste Wörter an Land / zu Wasser - Gruppe an Land konnte sich an mehr erinnern, wenn an Land abgefragt, und vice versa
  • b) Zustandsabhängiges Erinnern: Sowohl externe Reize (Umgebung) als auch interne Reize bilden einen Kontext, in dem gelernt wird - meist z.B. Stimmung, ruhiges Lernen vs. Aufgeregtheit bei Klausur

Transfer-adäquate Verarbeitung (transfer-appropriate processing – TAP)

Perspektive, die davon ausgeht, dass das Gedächtnis am besten funktioniert, wenn die Prozessart beim Enkodieren sich auf den für den Abruf notwendigen Prozess überträgt

Theorie der Verarbeitungstiefe (Level-of-Processing Theory)

  • je tiefer die Information verarbeitet wurde, desto wahrscheinlicher werden sie dem Gedächtnis überstellt.
  • Eine Erklärung geht davon aus, dass die tiefe Verarbeitung dem Prozess nahe kommt, der zum Abrufen benötigt wird

Abruf (reacll)

  • Reproduktion einer Information, die bereits bekannt ist
  • Was sind die Bestandteile des Arbeitsgedächtnis?

Wiedererkennen (recognition)

  • Beurteilung von etwas zuvor Gesehenen oder Gehörten
  • Wie lautet die Bezeichnung für einen visuell-sensorischen Gedächtnisinhalt? (A) Echo, )B) Chunk, (C) ikonische Repräsentation, (D) abstrakter Kode?
  • Beim Wiedererkennen sind die Hinweisreize nützlicher als beim Abrufen

Warum wir vergessen, etwas nicht abrufen können 

Hermann Ebbinghaus (1850-1909) Quantifizierung des Vergessens

  • Pionier auf dem Gebiet der Erforschung des Vergessens

  • Ebbinghaus war seine eigene Versuchsperson

  • Vergessenskurve nach Ebbinghaus – Die Kurve sinkt erst stark ab und erreicht dann ein Plateau mit nur noch geringeren Veränderungen

Ersparnismaß

  • prozentuale Ersparnis an Wiederholungen zum erneuten Lernen einer Liste
  • Bildet den Grad des Behaltens in Abhängigkeit unterschiedlicher Zeitintervalle ab

Interferenz

  • Konkurrenz von Gedächtnisinhalten
  • Proaktive Interferenz: bezeichnet Umstände, wo Informationen, die Sie in der Vergangenheit erworben haben, den Erwerb neuer Informationen erschweren
  • Retroaktive Interferenz: tritt auf, wenn der Erwerb neuer Informationen das Behalten früher erworbener Informationen erschwert
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Der-Nächste-an-der-Reihe-Effekt

Sich beispielsweise bei einer Präsentation nicht mehr an das gesagte des Vorredners erinnern, weil die Aufmerksamkeit bereits auf den eigenen Anmerkungen und der Präsentation liegt

Skript

  • spezifischer Typ einer Gedächtnisrepräsentation, welche darüber Auskunft gibt, wie Ereignisse sich im Verlaufe der Zeit entwickeln werden
  • Beispiel wie ist der Ablauf beim Zähneputzen, etc.

Gebrauch von Gedächtnisrepräsentationen

  • 1. Enkodierung via Prototyp: Man erkennt Objekte indem man sie mit Prototypen im Gedächtnis vergleicht

  • Prototyp: Repräsentation des zentralsten oder durchschnittlichsten Angehörigen einer Kategorie

  • 2. Enkodierung durch Abgleichen mit den abgespeicherten Erinnerungen an die vielen verschiedenen Exemplare einer Kategorie, denen man begegnet, im Gedächtnis.

  • Exemplare: vielfache Repräsentationen von Objekten einer Kategorie

  • Die Daten, die die Forschung herausgebracht hat, stützen zum größten Teil die Exemplar-Theorie

Erinnerungsverzerrungen 

Überblick über Gedächtnisprozesse

  1. Enkodierung
  2. Speicherung von neuen Informationen
  3. Abrufbar im Langzeitgedächtnis
  4. im Arbeitsgedächtnis wieder verarbeitet und rekonsolidiert
  • Wenn Informationen nach der Speicherung abgerufen werden erfolgt im Arbeitsgedächtnis Rekonsolidierung
  • Rekonsolidierungsprozess kann auch dazu führen, dass Erinnerungen verändert werden

  • das, an das wir uns erinnern, ist nicht unbedingt das, was tatsächlich passiert ist

Verzerrung / Bias

  • Uneinheitliche, subjektive Wahrnehmung der Umwelt, auch allgemeingültige Wahrnehmungsverzerrungen
  • z.B. bei positiven Ereignissen selber ursächlich beteiligt, bei negativen eher andere
  • nicht nur momentane Wahrnehmung, auch in Bezug auf Erinnerungen
  • Gedächtnisverzerrungen = Änderungen der Erinnerungen über die Zeit, sodass diese zu gegenwärtigen Überzeugungen / Einstellungen passen
  • z.B. nach Beziehungsende nur schöne / schlechte Dinge, Erinnerungen zu Tätigkeiten

Blitzlichterinnerungen

  • Erinnerungen, so gut / eindrucksvoll
  •  gute Speicherung, nicht veränderbar
  • Lebhafte, episodische Erinnerungen an Umstände, in denen Menschen zuvor von einem überraschenden, folgenschweren, emotional erregendem Ereignis erfahren haben
  • z.B. 9/11, Erinnerung wo und mit wem man damals war

 

  • Studie um zu sehen, inwieweit sich Studierende erinnern, siehe Bild
  • Anzahl der konsistenten und inkonsistenten Details der Blitzlichterinnerung sowie der alltäglichen Erinnerungen: kaum ein Unterschied
  • Subjektive Einstellung, Blitzlichterinnerung kaum veränderbar; objektiv nicht
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Attribution (Ursachenzuschreibung)

  • geschieht fast konstant, z.B. wer verantwortlich wofür
  • Auch bei Erinnerungen, Fehlattribution = Verfälschung von Zeit, Ort, Person, Umstände in Zusammenhang mit einer Erinnerung, falsche Erinnerung (auch unintentionell, unbeeinflusst)
  • Quellenamnesie: Man kann sich an etwas (Ereignis) erinnern, aber nicht mehr an Quelle der Information,
  • z.B. Kindheitserinnerungen, unklar ob eigene oder Berichte, Fotos, etc., Wahlwerbung
  • Kryptomnesie: z.B. Zusammenfassung von Texten, man denkt man schreibt einen neuen Text aber sieht dann, das man (unbewusst) ganze Passagen übernommen hat 🡪 unbewusst daran erinnert

Beeinflussbarkeit

  • Rekonsolidierung nicht nur durch eigenes Beschäftigen mit Erinnerung, auch Beeinflussung von außen
  • Z.B. Meinungen von anderen, die bewusst oder unbewusst beeinflusst
  • auch bei Erinnerungen, z.B. nur Erinnerungen an gute Teile der Weihnachtsfeier, Bruder erzählt dann aber von schlechten Dingen
  • Unbewusste Manipulation: Eigentlich unbedeutsamer Nebensatz, hat nichts mit eigentlichem Gegenstand zu tun, kann ausreichen um Erinnerung zu beeinflussen, z.B. Geschwindigkeit Auto (fahren, krachen,…)

Zeugenaussagen - unbewusste Manipulation

Elisabeth Loftus

  • Elisabeth Loftus: genauere Untersuchung der Manipulation / Beeinflussung von Zeugenaussagen
  • 1974: Frage wie schnell Autos gefahren sind 🡪 je drastischer das verwendete Wort, desto höher die angegebene Geschwindigkeit (berühren, kollidieren, smash, …)
  • 1978, Video von Auto haltend an Stopschild oder Vorfahrt beachten schild
  • Frage ob ein anderes Auto, das vorbeifuhr, am Stopschild hielt? 🡪 Gruppe mit Vorfahrt Schild gaben an, Stopschild gesehen zu haben; Beeinflussung auch durch Co-ZeugInnen
  • Fehlinformationseffekt
  • es kann nicht nur unbewusst, dass was wahrgenommen wurde, anders interpretiert werden
  • es können auch Dinge in die Erinnerung aufgenommen werden, die gar nicht existiert haben 
  • manchmal können wir nicht unterscheiden zwischen dem was wirklich wahr und dem was wir uns einbilden

Übersicht Verzerrungen

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Verzerrungen bei Reproduktion von Gedächtnisinhalten 

  1. Nivellierung (leveling): Vereinfachen der Geschichte
  2. Akzentuierung (sharpening): Hervorheben und Überbetonen bestimmter Details
  3. Assimilation (assimilation): Ändern von Details, um eine bessere Übereinstimmung mit dem eigenen Hintergrund und Wissen zu erzielen

Verzerrungen bei Reproduktion von Gedächtnisinhalten 

Aus der Forschung

  1. Menschen sich nicht immer genau an die Originalquellen der verschiedenen Komponenten ihrer Erinnerung erinnern können
  • Erinnere ich mich an gewisse Kindheitserinnerungen, oder wurden meine Erinnerungen durch Erzählungen meiner Eltern ausgeschmückt und entwickelt?
  1. Man Menschen dazu bringen kann zu glauben, sie hätten Dinge tatsächlich getan, die sie nur in ihrer Vorstellung ausgeführt hatten

Gedächtnisstörungen

Einzelfälle – Unfälle – Krankheiten

  • liefern Wissen darüber, welche Hinregion für welche Gedächtnissysteme verantwortlich sind - meistens herausgefunden durch Personen die Ausfälle / Krankheiten / Unfälle etc haben

Amnesie

  • (retrograd, Zeitraum vor Ereignis vs. anterograd, neue Dinge nach Ereignis)
  • Schaden kann reversibel oder irreversibel sein
  • Patient H.M. mit starken epileptischen Anfällen, Hirnregionen entfernt; anterograde Amnesie
  • Ihm wurden Hippocampi und Amygdalae entfernt, diese wichtig für neue, nicht für alte Erinnerungen
  • Nur explizites Gedächtnis betroffen, implizites (prozedurales) Gedächtnis nicht, er konnte im Rahmen von immer wieder gemachten Kreuzworträtseln neue Dinge lernen aber nicht in anderen Kontexten anwenden

Demenz (z.B. vom Alzheimer-Typ)

  • Langsame Abnahme der Erinnerungsleistung, Erinnerungen schwinden
  • zunächst eher die kurz zurückliegenden (z.B. Vortag), dann weiter zurückgehend
  • Nicht bekannt wodurch dies ausgelöst wird oder wie man dies behandeln kann, unterschiedliche Formen die verschieden schnell voranschreiten; bei Alzheimer Plaque (Ablagerungen im Gehirn)

Korsakoff-Syndrom (Form der Amnesie)

  • Vitamin B12 Mangel, bringen Konfabulationen hervor
  • schaffen und erklären eine eigene Welt, eigene Ereignisse, Fantasiegeschichten
  • glauben aber daran dass das, was sie erzählen, wahr ist

Gedächtnisstörungen

Transienz / Terfall (vergessen im Laufe der Zeit)

  • Ebbinghaus: proaktive Interferenz und retroaktive Interferenz
  • Bulimie-Lernen: so viel wie möglich lernen und genauso schnell wieder vergessen

  • ungenutzte Erinnerungen können tatsächlich vergessen werden, auch wenn Langzeitgedächtnis eigentlich unbegrenzt und für immer funktionieren soll

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Gedächtnisstörungen

Blockierung

  • Vorübergehende Unfähigkeit, sich an etwas zu erinnern
  • Kein Vergessen, nur situativer Umstand, z.B. Worte die man einfach nicht herausbekommt
  • Erklärung: Ein Begriff interferiert mit gesuchtem Begriff, der sehr ähnlich ist
  • man denkt an den „falschen“ 

Gedächtnisstörungen

Geistesabwesenheit

Enkodierungsprozess wird nicht mit genügend Aufmerksamkeit ausgestattet🡪 nur oberflächliches Enkodieren

Gedächtnisstörungen

Persistenz

Fortwährendes Wiederkehren unerwünschter Erinnerungen, oft bei Posttraumatischer Belastungsstörung