Warum beschäftigen wir uns mit Psychologie?
Grundlegendes Bedürfnis des Menschen, sich & Umgebung zu verstehen & Gesetzmäßigkeiten zu entdecken
🡪 Warum grundlegendes Bedürfnis?
🡪 Warum wichtig Gesetzmäßigkeiten zu erkennen?
Definitionen von Psychologie
„Wissenschaftliche Untersuchung des Verhaltens von Individuen und ihren geistigen bwz. Kognitiven Prozessen“ (Gerrig, 2018)
„Wissenschaftliche Lehre vom Erleben und Verhalten von Individuen in ihrer Umwelt“
Vergleich der Definitionen
Wissenschaftlich🡪 Erklärung von Zusammenhängen, die empirisch belegt sind, Unterschied zu „Alltag“ (allgemeine Annahmen, nur eigene Erfahrung) die keine empirische Grundlage haben
Untersuchung vs. Lehre🡪 Lehre als Oberbegriff, beinhaltet die Untersuchung🡪 Nicht nur Untersuchen, auch Anwendung, Weitergabe & Entwicklung neuer Theorien (die belegbar sind), neue Untersuchungen und deren Zusammenhänge
Erleben vs. Verhalten🡪 Erleben kommt in der Regel vor dem Verhalten, da man mit dem Verhalten auf das Erlebte reagiert
geistige bzw. kognitive Prozessegeistig + kognitiv gleichgestellt, geistig aber eigentlich keine Anwendung mehr in Psychologie🡪 Geistig = Überbegriff für verschiedene Ebenen (emotional, motivational, usw.)
Verhalten: Oberbegriff für sowohl automatisiertes Reagieren (z.B. erlernte Reizketten & -reaktionen) als auch aktives Handeln (motivationale und volitionale Aspekte)
Individuen (Lebewesen) 🡪 Weitergefasst als Menschen, umfasst auch Tiere, letztlich auch Pflanzen (da diese auch fähig sind, auf ihre Umwelt zu reagieren, nicht aktiv)
Ziele der Psychologie
🡪 Beschreiben: Tom tanzt und er ist glücklich. (plus Umwelt)🡪 Erklären: Tom ist glücklich, weil er tanzt.🡪 Vorhersagen: Immer wenn Tom tanzt, ist er glücklich. 🡪 Wenn er das nächste Mal tanzen geht, wird er glücklich sein.(Erkennen von Gesetzmäßigkeiten)🡪 Beeinflussen: Wenn Tom traurig ist, kann man ihn zum Tanzen bringen, damit er wieder glücklich ist.
🡪 Einfluss nehmen auf das Individuum, eigenes beeinflussen in Ordnung, bei anderen bedarf es der Zustimmung des anderen, kein Zwang
Ziele der Psychologie
Beschreiben
Ziele der Psychologie
Erklären
soziale Umwelt)
Ziele der Psychologie
Vorhersagen
Ziele der Psychologie
Beeinflussen bzw. kontrollieren
Interview
Aus dem Alltag einer psychologischen Sachverständige im Familienrecht
fiktiver Fall: Scheidungsfall - Kontakt eines vierjährigen Jungen zu seinem Vater
2. erklärende Ebene:
3. Vorhersagende Ebene:
4. beeinflussende Ebene:
--> nur Vorschlag - kein Zwang (Zusammenarbeiten) also nur mit Einverständnis
Wie wurde über das Erleben & Verhalten von Individuen vor der Institutionalisierung der Psychologie nachgedacht?
Ebbinghaus:"Die Psychologie besitzt eine lange Vergangenheit, aber nur eine kurze Geschichte.“
Warum mit Geschichte der Psychologie beschäftigen?
Wichtige Namen der Geschichte der Psychologie
Platon
Ideenlehre
Platon - Grundgedanken Höhlenglichnis
(Vergleich der Menschen mit Menschen, die vor Mauer sitzen & Schatten an Wand anschauen, Schatten stammen von Gegenständen + Feuer Männer sehen nur Schatten, nicht Gegenstände)
Aristoteles
Körper und Geist als Einheit
Augustinus und Thomas von Aquin
Platon aufgegriffen, christliche Lehre
2. Thomas von Aquin:
Rene Descartes
Reformation „Cogito, ergo sum.” Ich denke (zweifle), also bin icht
David Hume
Empirismus, Sinneserfahrungen, Gegenpol zur rationalen Psychologie
Immanuel Kant
Denken und Beobachtung 🡪 Erkenntnis
Franz Brentano
Deskriptive vs. Genetische Psychologie
Herman von Helmholtz
Grundlegende Arbeiten zur Reizleitung der Nervenbahnen (mit Tieren gearbeitet)
Kant: "Lebewesen sind nach mechanischen Prinzipien nicht verstehbar"
🡪 Kants Aussage konnte von Helmholtz widerlegt werden
er hat bewiesen, dass durch Reizleitung von Nervenbahnen das Lebewesen verstehbar und untersuchbar ist
Gustav Theodor Fechner
Gesetz der Psychologie (Fechnersches Gesetz)
Erstes Gesetz der Psychologie (Fechnersches Gesetz):
Bsp:
🡪 Wenn man einen Ton objektiv verdoppelt, muss dies nicht gleichzeitig doppelt so laut sein🡪 Logarithmus: Um einen Ton zu verdoppeln (Wahrnehmung), muss die Reizintensität quadriert werden
Wie wurde über das Erleben und Verhalten von Individuen seit Einführung der Psychologie nachgedacht?
Gründung von verschiedenen Schulen, mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten:
2. Gründervater Gestaltpsychologie (auf deskriptive Psychologie von Brentano eingegangen)
3. Meinong:
von Ehrenfels:
4. Auch Situationen mit anderen Menschen können als Gestalt angesehen werden
Strukturalismus- Die Elemente des Geistes -
Funktionalismus- Der absichtsvolle Geist -
Psychologie heute
Wie kann man sich sicher sein dass es Geist/Seele/Psyche gibt?
Was sind Paradigmen?
Die Paradigmen
Das psychodynamische Paradigma
🡪 Auch Umwelt & soziales Umfeld betrachten
Das behavioristische Paradigma
Wie rufne bestimmte Umweltstimuli (Reize) - S - bestimmte Arten des Verhalten oder der Reaktion - R - hervorBsp Karrikatur
S = StimulusR= ReaktionBlackbox = ist dazwischen - das, was im Kopf passiert
--> Alles was innen ist, ist nicht objektiv messbar und "egal". Das ganze Verhalten eines Menschen kann durch seine Umwelt / Umweltreize erklärt werden
1. radikaler b. : Blackbox existiert nicht (kein Inhalt) - wir reagieren wie eine Marionette / Maschine - es gibt einen Reiz, darauf folgt die Reaktion2. normaler b. : Blackbox ist schon vorhanden, allerdings für Reaktion unwichtig, da die Blackbox nicht untersucht werden kann(typisches Verhalten von Behavioristen, da versucht wird mit möglichst objektiven Maßen das Verhalten und Erleben von Individuen zu erklären)3. kognitiver b. : Inhalt der Blackbox ist wichtig für Reaktion
Das humanistische Paradigma
in den 50er Jahren als Alternaitve zum psychodynamischen und behavioristen Paradigma entwickelt
2. Abraham Maslow (1908 – 1970)
-> Mensch = aktives Geschöpf, das von Grund auf gut ist. Freiheit der Wahl, Ziel ist nicht Triebbefriedigung, sondern Selbstverwirklichung.
Das kognitive Paradigma
Weiterentwicklung des kognitiven Paradigma (Blackbox ist hier deutlich wichtiger)
Das biologische Paradigma
Das evolutionäre Paradigma
Charles Darwin (1809 – 1882)
Das kulturvergleichende Paradigma
Psychologie hat sich damit beschäftigt
die Gruppe ist wichtiger als die einzelne Person
2. individualistisch (Europa ( USA): das Eigenwohl steh über dem Allgemeinwohldas Individuum ist wichtiger als die Gruppe
Berry
Schwartz
Interview
Interview mit einer Psyhologin, die im Bereich des kulturvergleichenden Ansatzes forscht
Geschlechterunterschiede im Prosozialem Verhalten im Kulturvergleich
-Kultur ist eine wichtige Umweltvariable
-"allgemeingültiger Ansatz" wurde an WEIRD People überprüftWestern, Educated, Industrialised, Rich, Democratic (Westeuropa, Nordamerika) = nur ein relativ kleiner Teil der Weltbevölkerung
-welche Bereiche der Psychologie betrifft der kulturvergleichende Ansatz:ALLEKognition, Emotion, Motivation, Verhalten etc
Herausfinden ( kulturell abhängig), wie Menschen helfen (Männer kämpfen, Frauen trösten?)
Männer eher handlungsorientierte Lösung, Frauen eher gemeinschaftsorientiert (emotionale Unterstützung)
Kulturell abhängig, wie stark die Unterschiede in Verhalten sind (10 Länder untersucht, nach GII)
Gender Inequality Index: Länder in denen Mann & Frau gleich, leicht bzw. stark unterschiedliche Rollen
Unterschiedliche Szenarien (z.B. Gelderhalt, selbst behalten oder weitergeben, Mobbing)
Ergebnis: Die meisten Leute verhalten sich gemeinschaftsorientiert (emotionale Unterstützung, Weitergabe von Geld, unabhängig ob Mann oder Frau, egal welches Land)