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Wie beeinflussen Suchkosten die Preisbildung?

  • Grundidee: wenn die Suche Kosten für Konsumenten verursacht, werden diese nicht alle Güter/Anbieter am Markt vergleichen. 
  • Dies gibt Anbietern Marktmacht und reduziert tendenziell den Wettbewerbsdruck. 
  • Im Extremfall: Wettbewerber werden zu (lokalen) Monopolisten 

Ist 𝑝𝐴 =𝑝𝐵 =𝑐+𝑠 ein Nash-GG?



  • Nein, da bei der zweiten Firma Suchkosten höher
  • Anbieter 1 kann höheren Preis verlangen, da keine Suchkosten aber gleich hohe Nachfrage

Diamond Paradox

In Märkten, in denen alle Verbraucher positive Suchkosten haben und Produkte homogen sind, wählen oligopolistische Unternehmen im Gleichgewicht den Monopolpreis und die Verbraucher suchen nicht nach günstigeren Alternativen


Aber: Extrembeispiel

  • Konsumenten mit unterschiedlichen Suchkosten
  •  Konsumenten mit unterschiedlichen Wertschätzungen
  •  Differenzierte Produkte


Im Traditionellen Modell verursachen Suchkosten..

1) Höhere Preise

2) Preisdispersion

Einfluss von Digitalisierung auf Suchkosten und Preise

  • Digitalisierung verringert Suchkosten
  • Tendenziell geringere Preise (finden des "besten Angebots", leichtere Preisvergleichbarkeit)
  • Geringere Preisdispersion (min max spread)

Suchkosten und Produktvielfalt

  • Es wird einfacher, „Nischenprodukte“ zu finden 
  • Dies kann einen Anreiz für Nischenanbieter sein, Marktanteile kleinerer Anbieter steigen
  • Andererseits „Superstar Effekte“: bei unterschiedlicher Qualität und geringen Produktionskosten wollen alle das gleiche Produkt 


Suchkosten und Matching von Handelspartnern

  • Reduktion von Suchkosten erleichtert das Finden von möglichen Handelspartnern 
  • Effiziente(re) Transaktionen kommen zustande 
  • Marktzugang von Anbietern wird erleichtert 

Choice Overload

  • Geringere Suchkosten führen dazu, dass wir mehr Optionen zur Auswahl haben, die wir miteinander vergleichen können / müssen 
  • Kosten der Suche und Vergleich einer weiteren Alternative sind zwar gering aber aufgrund der Vielzahl der verfügbaren Produkte/Anbieter sind Entscheidungskosten insgesamt höher 
  • Zu viele Entscheidungsalternativen behindern die Entscheidungsfindung 


Was ist Preisdiskriminierung?

  • Preisdiskriminierung ist wenn Firmen die gleichen Güter an verschiedene Kunden zu unterschiedlichen Preisen verkaufen. 
  • Personalisierte Preisdiskriminierung: Big Data und Data Analytics bietet Unternehmen neue Möglichkeiten die Zahlungsbereitschaft von Kunden zu bestimmen.


Formen der Preisdiskriminierung nach Pigou (1920)

  • 1 Grades: Personalisierung, personalisierte Preise entsprechend der Zahlungsbereitschaft des Kunden
  • 2. Grades: Versionierung, zb unterschiedliche Preise für unterschiedliche Versionen des Produktes
  • 3. Grades: Segmentierung, Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Kundengruppen

Sinkende Trackingkosten

  • Sinkende Kosten der Nachverfolgung 
  • Personalisierung von Gütern, Dientsleistungen...
  • Aber auch: Personalisierte Preisdiskriminierung
  • Kontrolle der Privatsphäre


Erkenntnisse über perfekte Preisdiskriminierung

  • Preisdiskriminierung stellt ein rationales Verhalten gewinnmaximierender Unternehmen dar. 
  • Preisdiskriminierung erfordert die Möglichkeit Kunden nach ihrer Zahlungsbereitschaft einzuteilen. 
  • Preisdiskriminierung kann sogar die Wohlfahrt erhöhen. 


Weitere Erkenntnisse:

  1. Preisdiskriminierung hat nicht nur das Potential die Wohlfahrt zu erhöhen, sondern beeinflusst auch, wie die Gewinne verteilt werden.
  2. Preisdiskriminierung kann zur Umverteilung der Gewinne von Konsumenten mit hoher Zahlungsbereitschaft zu Konsumenten mit geringer Zahlungsbereitschaft führen.
  3. Preisdiskriminierung kann Auswirkungen auf die Verteilung zwischen Konsumenten und Produzenten haben.