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Definition Polygenie

Mehrere Gene wirken auf ein phänotypisches Merkmal ein

Definition Polyphänie

Ein Gen beeinflusst mehrere Merkmale

Definition Epigenetik

Gene interagieren mit der Umwelt -> oberhalb der Genetik, zusätzlich zum Genom

Ähnlichkeit der Kinder zu den Eltern durch:

  • Genetische Abstammung
  • Prägung durch die Erziehung der Eltern
  • Selektive Partnerwahl (viele ähnliche Merkmale wie z.B. Intelligenz, soziale Herkunft Bildungsstand der Eltern)

Ursachen Unterschiede zwischen Geschwistern

  • zufällig unterschiedlich geerbten Gene
  • die nichtgeteilte Umwelt

Kovariation Umwelt und Genetik

Mehrere Faktoren variieren gemeinsam und stehen in ihrer Variation in einem Zusammenhang. Dabei unterschiedet man eine passive, eine reaktive und eine aktive Erbe-Umwelt-Kovariation

Passive Erbe-Umwelt-Kovariation

Eltern vermitteln ihren Kindern, neben der Vererbung genetischer Merkmale, auch bestimmte Umweltbedingungen

Reaktive Erbe-Umwelt-Kovariation

die Umwelt nimmt eine bestimmte Neigung oder Begabung in einem Kind wahr und fördert diese dementsprechend

Aktive Erbe-Umwelt-Kovariation

das Kind sucht aktiv nach Bedingungen, die seinen Begabungen und Interessen entsprechen

Einsatz von Designs in der Persönlichkeitsforschung

Forschung greift auf Designs zurück um Eigenschaften erblich oder von der Umwelt bestimmt zu untersuchen, da es aus ethischen Gründen nicht möglich ist, die Umwelt aufwachsender Kinder massiv zu beeinflussen und zu beobachten, welche Auswirkungen das hat.


Das heißt: die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen die Kinder aufwachsen, sind schon aufgrund ihrer Lebensumstände vorhanden und werden nicht von den Forschern herbeigeführt

Mögliche Forschungsfragen

  • Wie wirkt sich eine unterschiedliche Umwelt bei gleichem genetischem Erbe aus?
  • Was ist stärker, erbliche Einflüsse oder Umwelteinflüsse?
  • Wie wirkt sich die gleiche Umwelt auf Menschen mit unterschiedlichen Erbanlagen aus?

Einflussfaktoren menschlicher Persönlichkeit

  • 50% genetische Faktoren
  • 30% nichtgeteilten Umwelt
  • 5% geteilte Umwelt
  • 15% nicht erklärt

Definition Umweltfaktoren

Alle Faktoren, die sich auf Menschen auswirken und nicht auf erbliche Einflüsse zurückzuführen sind

6 Umweltdimensionen nach Moos

  1. Ökologische Dimensionen (Kima, Temperatur, Landschaft)
  2. Verhaltenshintergründe (Zusammenspiel indiv. Verhalten + Umwelt)
  3. Organisatorische Strukturen (Größe der Organisation, Schulart)
  4. Kollektiven, persönlichen oder behavioralen Charakteristika einer bestimmten Umgebung (Gegend mit viele oder wenige alte Menschen)
  5. Psychosoziale und organisationale Klimavariablen (kulturelle Identität, Zugang zu Macht und Autorität in einer Umgebung)
  6. Für die Bekräftigungsfunktion der Umwelt relevante Faktoren (Faktoren die es leichter oder schwieriger machen, in einer gewisse Richtung gefördert zu werden)

Hofstedes Kulturdimensionen

  • Power Distance: Machtdistanz wird definiert als das Ausmaß, in dem die weniger mächtigen und hierarchisch niedriger stehenden Mitglieder einer Gesellschaft eine ungleiche Machtverteilung akzeptieren und sogar erwarten
  • Uncertainty Avoidance: Unsicherheitsvermeidung beschreibt das Ausmaß der Toleranz oder Intoleranz einer Gesellschaft für Ambiguität, Widersprüchliches, Andersartigkeit und Unterschiede zwischen Menschen.
  • Individualism/Collectivism: Kollektivistische Kulturen betonen die Gruppenzugehörigkeit von Menschen und den sozialen Zusammenhalt.
  • Masculinity/Femininty: In Ländern mit ausgeprägter Maskulinität gibt es eine starke Erwartung speziell an Männer, sich gemäß traditionell männlicher Rollenmuster zu verhalten, also stark, dominant und wettbewerbsorientiert zu sein.
  • Long-term Orientation/Short-term Orientation: Kulturen mit ausgeprägter Short-term-Orientation legen ihren Fokus auf die Gegenwart und die Vergangenheit.
  • Indulgence/Restraint: In Kulturen, in denen Indulgence überwiegt, gibt es viel Freiheit für das Individuum und für die persönliche Entfaltung seiner Möglichkeiten, aber auch für Spaß und Freude im Jetzt.

Spezifische Umweltfaktoren mit Einfluss auf Intelligenz

  • Ernährung
  • Krankheiten
  • Stellung in der Geschwisterreihe
  • Erziehungsverhalten der Eltern
  • Übung, Training, Unterweisung (direkte Übung oder Mitübung)

Welche Gruppenunterschiede gibt es?

  • Geschlecht
  • Geschlechterrollen
  • Ethnische Gruppen
  • Sozioökonomischer Status

Geschlechterunterschiede Männer vs. Frauen

  1. Leistungsvorteil (technisch, naturwissenschaftlich, räumlich vs. sprachlich
  2. Gesprächsführung (weniger lächeln, Offenheit vs. mehr lächeln, mehr von sich preisgeben)
  3. Aggression (höher verbal und physisch vs. niedriger)
  4. Hilfsbereitschaft (höher vs. niedriger)
  5. Sexualität (erregbarer, häufigere Masturbation vs. weniger leicht erregbar, seltener Masturbation)
  6. Big 5 Unterschiede (extravertierter, dominanter, offener für Erfahrungen vs. ängstlicher, gewissenhafter, sozial verträglicher)
  7. Selbstwertgefühl (höher vs. niedriger)

Geschlechtsspezifisches Verhalten

Stark geprägt durch die Hormone, die das Kind schon während der Schwangerschaft und auch später in seiner Entwicklung ausgesetzt ist und die es im eigenen Körper produziert

Einflussfaktoren geschlechtsspezifisches Verhalten

  • biologische und hormonelle Einflüsse
  • soziale und kulturelle Einflüsse, das Geschlechtskonzept einer bestimmten Kultur

Entwicklung geschlechtsspezifisches Verhalten bei Kindern

  • Kinder lernen welche Eigenschaften und Verhaltensweisen in einer Kultur als typisch weiblich oder männlich angesehen werden -> kulturelles Geschlechtsstereotyp Erwerb
  • Kinder beobachten -> lernen am Modell
  • Belohnung oder Bestrafung bestimmtes Verhalten -> Konditionierung
  • Kinder lernen dass Geschlecht konstant ist und nicht mehr verändert werden kann -> Konzept der Festigung der Geschlechterkonstanz von Kohlberg

Achtung bei Intelligenzuntersuchungen Intelligenzunterschieden ethnischer Gruppen

  • Psychologische Untersuchungen zu möglichen Intelligenzunterschieden zwischen ethnischen Gruppen sind nur mit äußerster Vorsicht durchzuführen und zu interpretieren, schließlich wurden solche Ergebnisse in der Vergangenheit (insbesondere in der NS-Zeit) schwer missbraucht.
  • Das, was eine bestimmte Kultur als Intelligenz definiert und darauf basierend Intelligenztests entwickelt, wurzelt immer in der jeweiligen Kultur.


3 Hypothesen bezüglich höhere Intelligenzzuschreibungen bei den Juden

  1. eugenische These: aufgrund religiöser Bildung -> Wahl besonders intelligente Ehepartner: innen
  2. Selektionshypothese: Überleben verschiedene Verfolgungsphasen
  3. Diskriminierungshypothese: nur bestimmte Berufe waren erlaubt und dadurch wurde eine besondere Fähigkeit ausgebildet

Schwierigkeiten ethnische Vergleichsstudien

  • Unterschiedliche Umweltbedingungen
  • Stereotype
  • Diskriminierungen
  • Unterschiedliche Definitionen von Intelligenz

Faktoren zur Ermittlung Sozioökonomischer Status

  • Bildungsniveau
  • Art der Beschäftigung
  • Höhe des Einkommens

Demografische Kategorisierung

  • Oberschicht
  • Obere Mittelschicht
  • Mittlere Mittelschicht
  • Untere Mittelschicht
  • Unterschicht

Sinus-Milieus

Ansatz, die das Schichtenkonzept um eine kulturelle Dimension erweitert


Menschen, die sich im Lebensstil ähneln werden im gleichen Milieu zusammengefasst


2 Achsen: soziale Prestige und die Werte die eine bestimmte Menschengruppe vertritt