2 Formen von Wissen
3 Phasen eines Lernzyklus
Fixed Mindset
Du kannst das nicht
„Das liegt an meiner fehlenden Intelligenz und das ist nicht änderbar.“
→ Diese Person strengt sich nicht mehr an und wird tatsächlich nicht intelligent.
Growth Mindset
Du kannst das noch nicht
„Das liegt an meiner fehlenden Anstrengung und das ist änderbar.“
→ Diese Person strengt sich mehr an und wird tatsächlich intelligent.
Eisbergmodell
Für ein an der Oberfläche sichtbares Merkmal sind in der Tiefe zahlreiche nicht so leicht erfüllbare Bedingungen zu erfüllen
→ nur an der Oberfläche zu „drehen“ bringt meist wenig!
→ es gibt selten einfache Lösungen!
Metapher von der Landkarte
-> gibt kein richtig oder falsch -> je nach Bedarf!
Hardware & Software
Hardware = fluide Intelligenz
Software = Vorwissen
Der Erwerb von Wissen erzeugt einen riesigen Effekt, die „Hardware“ ist nicht mehr relevant
=> Nur wenn kein Wissen vorhanden ist, zeigt sich ein minimaler Vorteil der „Hardware“.
Myelinisierung
→ höhere Areale frühzeitig angelegt, lernen von Anfang an mit
→ aufgrund fehlender Myelinisierung und damit einhergehender Verlangsamung kein frühzeitiger Beitrag zum Verhalten
→ Sicherstellung, dass erst basale Dinge gut gelernt werden und dann erst komplexere
Pubertätsprobleme
Grundproblem: künstliche Verlängerung der Kindheit über das Einsetzen der Pubertät hinaus im Lauf des letzten Jahrhunderts
→ Infantilisierung der Jugend: Heranwachsende noch wie Kinder behandeln mit gleichzeitiger Isolation von Erwachsenen
→ Verhaltensspielraum massiv durch zahlreiche Regelungen eingeschränkt
→ für unter 21-jährige in USA mehr als 10mal so viele Regeln wie für Ältere und doppelt so viele wie für Gefängnisinsassen
→ die durch Infantilisierung entstehende Leere wird durch Konsumprodukte gefüllt
→ Effekt durch entsprechende Rollenbilder verstärkt
Pubertät am Bsp. Island
Ziel: Muster herausfinden: was unterscheidet Jugendliche, die
sich auf Konsum von Alkohol/Drogen einlassen von anderen?
- oft an Gruppenaktivitäten teilnehmen (v.a. Sport)
- viel Zeit mit Eltern verbringen
- Gefühl, in der Schule ernst genommen zu werden
- spät abends nicht auf der Straße herumtreiben
Konsequenz: Entwicklung eines landesweiten Plans „Jugend in Island“
4 Felder des Verstehens
Impulsives vs. Reflektives System
Meme (memetisches Paradigma)
- Gen = vererbte biologische Steuerung
- Mem = kulturell weitergegebene mentale Steuerung
→ in einer Gesellschaft vorhandene Ideen, Überzeugungen, Werte, Verhaltensweisen,…
→ Steuerung dadurch, dass Meme von Personen übernommen wird
Motivationaler Fallstrick (4 Phasen)
- um Experte zu werden braucht es viel Zeit & Übung
- 4 Phasen aufm Weg zum Experten:
Euphorie → Desillusionierung → „Tal der Tränen“ → wahrer Experte
Persönlichkeit - 5 Kennzeichen
Kennzeichen 1: Verhalten darf nicht ausschließlich
situationsabhängig sein (z.B. Ablenkung durch Lärm)
Kennzeichen 2: Verhalten muss mittelfristig stabil sein
Kennzeichen 3: Personen gehören zur selben Altersgruppe
Kennzeichen 4: Unterschiede nicht durch pathologische Ursachen erklärbar (Lisa: „normal“, Franz Lernstörung → liegt nicht an der Persönlichkeit!)
Kennzeichen 5: Personen gehören zur selben Kultur
Big Five
= 5 Kerneigenschaften des Menschen
Big Five - Kritik?
Wie viele "Big Five" genau? -> in anderen Sprachen andere Anzahl
Welche "Big Five" genau? -> sehr grobe Auflösung
Wirklich Grundelemente der Persönlichkeit?
Lehrerpersönlichkeit - 3 Paradigmen
Authentische Lehrkraft - 4 Haltungen
1. Andere: tiefe Einstellung zum Umgang mit unterschiedl. Vorstellungen & Werten haben
2. Werkzeuge: zutiefst von gewählten Herangehensweise & eignem Können überzeugt sein
3. Gesellschaft: tiefe Einstellung zu den Rahmenbedingungen & Erwartungshaltungen haben
4. Selbst: zutiefst von überzeugt sein, genau an der richtigen Stelle zu sein
6 verschiedene Gehirne
Was ist Bildung?
Einen eigenen reflektierten Standpunkt entwickeln und nicht auf der Ebene „rationaler Konstrukte“ hängenbleiben, sondern dieses Wissen auf sich als gesamte Person wirken lassen
→ PERSÖNLICHKEITSWACHSTUM (Humboldtsches Bildungsideal)
Verschiedene Arten von Lernen
- soziales Lernen
- kulturelles Lernen
- selbstbezogenes Lernen
- Lernen im Sinn von Wissenserwerb
- emotionales Lernen
- Lernen im Sinn von Verhaltensänderung (unterste Ebene)
→ übliche Sprachkonvention: „Lernen und Wissenserwerb“
Lernen = Verhaltensänderung
Lernen = Wissenserwerb
1. Welt hereinholen
2. etwas sehen lernen, wo man bisher nichts (Chaos und
Zufall) gesehen hat
3. dieses „etwas“ mit best. Lauten bezeichnen lernen
→ Art Kreislauf
3 Positionen zum effektiven Wissenserwerb
1. Perspektive des aktiven Tuns:
es reicht, wenn wir Kinder in Situationen bringen und sie sich aktiv und sichtbar damit auseinandersetzen
2. Perspektive der aktiven Infoverarbeitung:
ausschlaggebend nicht allein sichtbares Tun, sondern Kinder müssen sich auch mental mit Gegenstand auseinandersetzen
3. Perspektive der fokussierten Infoverarbeitung:
ausschlaggebend nicht allein mentale Aktivität, sondern mentale Aktivität, die auf die „richtigen“ Konzepte und Prinzipien fokussiert