Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (19)

Definition Test

  • wissenschaftliches Routineverfahren
  • zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch unterscheidbarer Merkmale
  • mit dem Ziel möglichst genaue quantitative Aussagen machen zu können
  • über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung
  • besteht in der Regel aus mehreren Aufgaben, Fragen (Items)
  • die von verschiedenen Menschen unterschiedliche gelöst, beantwortet werden
  • kann als standardisierte Verhaltensstichprobe definiert werden
  • aus den Antworten wird Testwert der untersuchten Person aggregiert

Unterscheidung Leistungstest vs. Persönlichkeitstest

Leistungstest: Maximalleistung soll gezeigt werden (zB. d2)

Persönlichkeitstest: Durchschnittsverhalten soll gezeigt werden (zB. NEO-FFI)

Interview

  • am häufigsten verwendete Datenerhebungsmethode
  • qualitativen, sinnverstehenden Ansatz
  • Gespräch mit asymmetrisch verteilte Rollen
  • mit dem Ziel der Informationsgewinnung

Interviewarten

Unterscheidung im

  • Grad der Standardisierung
  • Anzahl der befragte Personen
  • Anzahl der Forscher
  • Modalität

Leitfaden- und nonstandardisierte Interviews

Leitfadeninterview: Basis vorher erstellte Leitfaden, vereint Systematik und Flexibilität, da auch spontane ad-hoc Fragen möglich sind


Nonstandardisiertes Interview: Basis lediglich grobe Themenkomplexe, daher großer Spielraum, z.B. narratives Interview

Narratives Interview

zur Untersuchung lebensgeschichtlicher und biografischer Fragestellungen

Phasen: Erzählanstoß, Haupterzählung, Nachfrage- und Bilanzierungsphase

Strukturierten und standardisierten klinischen Interviews

Qualitativ bester Weg um zu einer sicheren Diagnose von psychischen Erkrankungen zu kommen. Beispiel SKID

SKID

Strukturiertes Klinisches Interview für psychische Störungen


SKID I: Psychische Störungen

SKID II: Persönlichkeitsstörungen


Sektionen SKID I:

A: Affektive Störungen

B: Psychotische Störungen

C: Differentialdiagnose Psychotische Störungen

D: Differentialdiagnose Affektive Störungen

E: Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit

F: Angststörungen

G: Somatoforme Störungen

H: Essstörungen

I: Anpassungsstörungen und andere DSM-IV-Störungen

J: Optionale Störungen

Wissenschaftliche Beobachtung

  • Zielgerichtete Wahrnehmung von Phänomenen
  • durch Systematik und regelgeleitet-Sein
  • folgt einem Beobachtungsplan

Aspekten Beobachtungsplan

  • was soll beobachtet werden? (Kategorien für das interessierende Merkmal/Ereignis
  • welche Aspekte sind relevant?
  • welcher Interpretationsspielraum hat der Beobachter bei der Beobachtung?
  • wann und wie lange erfolgt die Beobachtung?
  • auf welche Weise wird das Beobachtete protokolliert?

Unterscheidungen Beobachtungen

  • Selbst- vs. Fremdbeobachtung
  • natürliches vs. stimuliertes Verhalten zur Beobachtung
  • offene vs. verdeckte Beobachtung
  • teilnehmende vs. nicht-teilnehmende Beobachtung

Ziel Beobachtungssystem

die Objektivität, Reliabilität und Validität der ermittelte Daten sichern

Beschreibung physiologische Daten

  • somatisch-medizinische Daten
  • zur Abklärung eventueller organischer Störungen als Ursache
  • mit einem eher objektiven Character

EEG

zur Messung elektrische Aktivität des Gehirns

MRT

  • funktioniert mit Radiowellen und einem starken Magnetfeld
  • werden Radiowellen auf Wasserstoffproteine gerichtet, nehmen sie dessen Energie auf
  • Wasserstoffproteine werden ein Stück von ihrer Ausrichtungsachse abgelenkt
  • nach Abschaltung der Radiowellen, erfolgt eine Rückkehr der Protonen in ihrer Ausgangslage und dabei wir die aufgenommene Energie in Form schwacher Radiowellen wieder abgegeben


Bei fMRT wir zusätzlich Stoffwechselaktivität erfasst -> Überversorgung Gehirn mit Sauerstoff wird auf fMRT sichtbar

Ecological momentary assessment EMA

Ziel: relevante Phänomene unversehrt in der natürlichen Umgebung erfassen


  • eine Erhebungsstrategie
  • Verantwortung der Datensammlung beim Probanden

Kriterien Methodenauswahl

Unterscheidung zwischen:

  • objektiven und subjektiven Daten
  • Fremd- und Selbstbeurteilung

Multimethodalen Diagnostik

Einsatz vieler verschiedener diagnostischer Untersuchungsmethoden zur Erfassung eines Konstrukts

Kriterien zur Methodenauswahl nach Mühlig und Petermann

  • Erhebungsdimensionen (biologisch, psychologisch, sozial)
  • Datenquellen (Therapeut, Patient, Institution, Außenstehende)
  • Beobachterperspektive (Selbst- und Fremdbeurteilung)
  • Ziel- und Funktionsbereiche (organismische Funktionen, kognitive Funktionsfähigkeit, Verhalten, Erleben, soziale Integration, Lebensqualität)
  • Untersuchungsmethoden (apparative Verfahren, Tests, Fragebögen, Selbstangaben, Fremdratings)