Gegenstand der Wirtschaftsinformatik
Gegenstand der Wirtschaftsinformatik sind Informations- und Kommunikationssysteme in Wirtschaft und Verwaltung, die zunehmend auch in privaten Haushalten hineinwirken; sie werden kurz als Informationssysteme bezeichnet.
Informationssysteme
Soziotechnische Systeme, d.h. die Aufgaben werden von personellen und maschinellen Aufgabenträgern kooperativ durchgeführt.
Betriebliche Anwendungssysteme
Automatisierte Teilsysteme von Informationssystemen
Umfassen Hardware, Systemsoftware, Kommunikationseinrichtungen und Anwendungssoftware
Möglichkeiten der Datenhaltung
Besitzt Datenbasis (physische Speicherkomponente) und Datenbankmanagementsystem(Verwaltungskomponente)
Standardisierung der Datenverwaltung
Umgang mit großen Datenmengen
Komplexitätsreduktion der Anwendungssoftware
Portierbarkeit der Anwendungssoftware
Client-Server-Architektur
--> 3-Schichten-Modell
--> 3-Ebenen Modell
1. Ebene = Externe Ebene (SQL, Views)
Benutzersicht auf die Daten, Benutzeroberfläche
Individuell zuschnitten
Meist in tabellarischer Form
2. Ebene = Konzeptionelle Ebene (ERM, SERM)
Logische Gesamtsicht der Daten, Datenstruktur
Unterscheidung in konzeptionelles Schema (ERM) und logisches Datenbankschem
3. Ebene = Interne Ebene (Indizes, Transaktionen)
Physische Sicht auf die Daten, physische Speicherung
Komponenten eines relationalen Datenbanksystems
Datenbankmanagementsystem
Relationale Sprache
Zentrale Funktion für Reorganisation, Schutz, Sicherheit, Nutzerzugriffe, Geschwindigkeit
Datenbankbasis
Daten und Beziehungsinformationen in tabellarischer Form
Beschreibungsdaten (Metadaten) und Systemtabellen

Anforderungsanalyse
Konzeptionelle Modellierung
Datenbankdesign als Skizze mittels ER-Modellierung (Entity-Relationship-Diagramme)
Welche Daten, Beziehungen, dabei unrelevant wie Daten erzeugt/verändert werden
Logischer Entwurf
Datendefinition / Implementierung
Schaffen von Benutzersichten, Indexierungsoptionen
Erstellen von Datenmanipulationsmöglichkeiten (Arbeit mit der Datenbank)
Physischer Entwurf
Entity
Relation
Entity-Typ
Relationship-Typ
Attribut
Wertebereich
Komplexität
Eine Transaktion ist eine Menge von Operationen, die atomar, konsistent, isoliert und dauerhaft sind (ACID Prinzip).
• Atomicity Atomizität
• Consistency Konsistenz
Garant für eine konsistente Datenbasis der DB bei erfolgreichen Transaktionen
„Alles oder nichts Prinzip“ von Transaktionen
Transaktionen werden nur vollständig ausgeführt.
keine Zwischenergebnisse einer Transaktion.
Eine unvollständige Transaktion hinterlässt keine Spuren und hat nie statt gefunden.
Konsistenz (Consistency)
Transaktion ist eine konsistenzerhaltene Einheit.
Transaktion überführt eine DB von einem konsistenten Zustand in einen anderen konsistenten Zustand.
Innerhalb einer Transaktion können temporäre Inkonsistenzen auftreten, am Ende einer Transaktion ist die DB jedoch wieder in einem konsistenten Zustand.
DB-Zustände innerhalb einer Transaktion sind für andere Nutzer gesperrt.
Isolation (Isolation)
Parallel laufende Transaktionen erzeugen das gleiche Resultat, wie seriell laufende Transaktionen. Die Annahme folgt dem Einzelnutzerbetrieb ohne konkurrierende Zugriffe.
Parallele Transaktionen dürfen nicht die gleichen Daten ändern.
Realisierung durch Sperren (Semaphore)
Transaktion gilt als Einheit für die Serialisierbarkeit
Dauerhaftigkeit (Durability)
Geänderte Daten sind nach einer erfolgreichen Transaktion persistent (dauerhaft) gespeichert.
Sperren werden nach einer erfolgreichen Transaktion gelöst.
DB-Zustände sind so lange gültig, bis sie von einer Transaktion geändert werden.
Programmfehler und Systemabbrüche können erfolgreich abgeschlossene Transaktionen nicht durch unvollständige Transaktionen „beschädigen“.
S-Lock (Share Lock)
Ein Datum mit S-Lock ist schreibgeschützt
Niemand darf schreiben
Jeder darf lesen
X-Lock (Exclusive Lock)
Ein Datum mit X-Lock kann nur von einer Transaktion gelesen und geschrieben werden
Einer darf lesen und schreiben
Niemand sonst hat Zugriff
Nur möglich, wenn kein S-Lock besteht
Datensicherheit, Schutz vor Veränderungen
Daten müssen vollständig und unverändert hinsichtlich eines Zeitpunkts bestimmbar sein
Absenderdaten (DB-User) entsprechen Empfängerdaten (DB-intern)
Eindeutigkeit - Keine Ausprägung von R kann zwei verschiedene Tupel enthalten, die sich in allen Attributen von S gleichen
Minimalität - Keine echte Teilmenge von S erfüllt bereits die Bedingung der Eindeutigkeit --> keine überflüssigen Attribute