Unterscheiden Sie die verschiedenen Bedürfnisarten
Existenzbedürfnisse
primäre Bedürfnisse; sie dienen der Selbsterhaltung und sind lebensnotwendig: Nahrung, Kleidung, Unterkunft
Grundbedürfnisse
ergeben sich aus dem kulturellen und sozialen Leben sowie dem allgemeinen Lebensstandard (Kultur: Theater, Oper usw., Sport, Reisen; auch: Haushaltsgegenstände Radio, : Kühlschrank etc.)
Luxusbedürfnisse
sind einkommensabhängig; Wunschbedürfnisse nach luxuriösen Gütern oder Dienstleistungen
Nennen Sie die einzelnen Ebenen der Bedürfnispyramide nach Maslow. Welche Bedürfnisse sind Wachstums- bzw. Defizitbedürfnisse?
Pyraminde von oben und nach unten:
Wachstum:
Selbstverwirklichung
Defizit:
Wertschätzungsbefürdfnisse
Soziale Bedürfnisse
Sicherheitsbedürfnisse
Physiologische Bedürfnisse
Grenzen Sie die Begriffe Privathaushalt, Betrieb und Unternehmen voneinander ab.
PHH:
Deckung des Eigenbedarfs, Verwendung von Gütern
Betrieb:
Herstellung matrieller/immaterieller Güter
Unternehmen:
Begriffe wie Unternehmen, Betrieb, Organisation und Firma werden als synonyme vernwendet
Nennen und erläutern Sie die vier Teilaufgaben von Betrieben.
-ökonomische
->eingebettet in gesamtwirttschaftlichen Prozess, Teil der Volkswirtschaft
-technische
->Beobachtung des technischen Fortschritts
-soziale
->Mensch als Individuum un in der Gesellschaft(z.B. Familie)
-ökologische
->Betrachung der Natur, Umgang mit Ressourcen
Grenzen Sie die Begriffe „Werkstoffe“ und „Betriebsmittel“ voneinander ab
-Werkstoffe
->werden im Prodktionsprozess verarbeitet(r.B. Rohstoffe)
-Betriebsmittel
->Gesamte technische Einrichtung(Mähdrescher, Förderband..)
Nennen und beschreiben Sie die drei verschiedenen Formen des ökonomischen Prinzips
Maximalprinzip:
Es soll ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag realisiert werden.
Minimalprinzip:
Der Aufwand, um einen bestimmten Ertrag zu erzielen, soll Möglichst gering erhalten werden
Optimumprinzip(Generelles Extremum):
Es soll ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag realisiert werden
Was versteht man unter deskriptiven, theoretischen und normativen Aussagen in der Ökonomie?
Desktriptive Aussagen:
gehören zu rGruppe empirischenAussagen und beschreiben einzelne reale Sachverhalte
Theoretische Aussagen:
sind wahrheitsgemäßte Aussagen, deren Wahrheitsgehalt mit den Regeln der Logik übperüft werden.
a>b; b>c dann auch a>c
Normative Aussagen:
empfehlen eine bestimmte Handlung bzw. bewerten Sachverhalte.
4. Erläutern Sie, wann eine Aktion dominant bzw. effizient ist
Dominaz:
Eine Aktion A dominiert eine andere Aktion B, wenn A hinsichtlich aller Kriterien nicht schlechter beurteilt wird als B, hinsichtlich mindestens eines Kriteriums aber für besser gehalten wird
Effizienz:
Eine Aktion A ist effizient, wenn es keine andere Aktion gibt, die hinsichtlich aller Beurteilungskriterien nicht schlechter und hinsichtlich mindestens eines Kriteriums besser ist als A.
Definieren Sie „absoluten Vorteil"!
Ein Produzent hat gegenüber einem anderen Produzenten absolute Kostenvorteile bei der Produktion eines Gutes, wenn er eine bestimmte Menge diese Gutes mit einem gerngeren Ressourcenaufwand herstellen kann.
Definieren Sie „komparativen Vorteil“!
Jemand hat im Vergleich zu einer anderen Person komperative Vorteile in der Produktion eines Gutes oder einer Dienstleistung , wenn er die Profktion "besser" durchführt al der andere.
Der Gesamte Output einer Person ist am größten, wenn jenes Gut oder jene Dienstleistung durch die Person mit den gerimgsten Opportunitätskosten produziert wird
Nennen Sie Beispiele für die Quelle von Lernkurveneffekten.
Hauptquellen für Lernkurveneffekte
• Individuelles Lernen durch Wiederholung (Wdh.)
• Wdh. entwickelt individuelle Fertigkeiten und organisationale Routinen
• Verbesserung der individuellen Geschicklichkeit
• Verbesserung der Problemlösungsfähigkeit
• Einführung neuer, verbesserter Prozesse und Methoden
• Kosteneinsparung durch bessere und spezialisiertere Arbeitsmittel
• Lernzuwächse über Konkurrenten und Kunden
geringere Kosten / höhere Produktivität im Zeitablauf
Nennen Sie die Potentiale und Probleme von Teamproduktion. Wie können diese gelöst werden?
Potentiale:
-Arbeitsteilung
-Kooperationsvorteile
-Spezialisierung
Problembeschreibung:
- Synergieeffekte
- erbrachte Leistungen sind personengebunden
- Leistungen einzelner Teammitglieder sind nicht kostenlos beobachtbar
- generelle Eigennutzprämisse
Lösungsmöglichkeiten:
- Lösung durch Anreize
- Lösung durch Kontrolle
Was verstehen Sie unter den Begriffen Aufgabe, Stelle und Abteilung?
Gesamtunternehmen
-die Summer aller Abteilungen
<
Abteilung
• Umfassen mehrere Stellen
• Hauptabteilungen: mehrere Unterabteilungen, Unterabteilungen: mehrere Stellen
<
Stelle
• Kleinste organisatorische Einheit im Unternehmen • Definiert schließlich einen „Arbeitsplatz“ • Umfasst eine oder mehrere Aufgaben
<
Aufgabe
• Kleinstes Element durch Arbeitsteilung • Definierbare „Soll-Leistung“, die von Mitarbeitern zu erbringen ist
Beschreiben Sie Anreizarten und Anreizquellen
Anreizarten
-materiell(obligatorisch vs. fakulatativ)
-immateriell
Anreizquellen
-intrinsisch
-extrinsisch
-->beschreiben den Ursprung des Anreizes
Ziele können in drei unterschiedlichen Verhältnissen zueinander stehen. Erläutern Sie diese jeweils an einem Beispiel
Konkurrierende Ziele
• Die Erfüllung von Z1 konkurriert mit der von Z2
• Z.B. günstige Produkte und hohe Qualität
Komplementäre Ziele
• Der Erfüllungsgrad von Z1 steigt mit dem von Z2
• Z.B. Umweltschutz- maßnahmen und Image- gewinn.
Indifferente Ziele
• Der Erfüllungsgrad von Z1 ist unabhängig von dem von Z2
• Z.B. Umstellung auf Öko- Strom und Produktqualität
Welche Möglichkeiten der Gewinnmaximierung bestehen für ein Unternehmen auf der Input- und Outputseite?
Inputseite:
-Faktoreinsatz minimieren
-Einkaufspreis(Faktorpreise) minimieren
-Fehlermengen minimieren
Outputseite:
-Ausbringungsmenge maximieren
-Produktpreis maximieren
Was wird unter einer Entscheidung verstanden? Welche zwei Prämissen müssen für die Präferenzordnung erfüllt sein?
Unter einer Entscheidung verstehen wir die Wahl zwischen mehreren Alternativen, die sich einem Individuum oder einer Gruppe im Hinblick auf ein Ziel oder mehrere Ziele stellen.
BWL ist als spezielle Entscheidungstheorie zu verstehen.
Ziel: Entscheidungen nicht willkürlich zu treffen der Entscheidende muss die Alternativen in Präferenzordnung bringen. Dafür zwei Prämissen erfüllt sein:
(1)Vergleichbarkeit der Alternativen:
a1 > a2 oder a2 > a1 oder a2 ~a1
(2) Transitivität der Bewertungen: wenn a1 > a2 und a2 > a3, dann muss auch a1 > a3
Welche drei Ebenen bezogen auf In- und Output sollten in einer Organisation optimal gestaltet werden. Was sagen diese Ebenen aus?
• Faktor-Faktor-Beziehung (die Beziehung zwischen Input und Input) zur Bestimmung der optimalen Faktorkombination (Minimalkostenkombination)
•Faktor-Produkt-Beziehung (die Beziehung zwischen Input und Output) zur Bestimmung der optimalen Einsatzmenge (optimale spezielle Intensität)
•Produkt-Produkt-Beziehung (die Beziehung zwischen Output und Output) zur Bestimmung der optimalen Produktionsrichtung
→ Für die Bestimmung der optimalen Organisation müssen alle diese Beziehungen gleichzeitig (simultan) optimal gestaltet werden!
Was stellt eine Isoquante dar? Wie lässt sie sich aus Konsumentensicht bzw. Produzentensicht interpretieren?
Jede Isoquante stellt ein Nutzenniveau oder ein Produktniveau dar, das mit zunehmender Entfernung vom Ursprung ansteigt.
Konsument: Alle Punkte auf der Isoquante führen zum selben Nutzen(Güterkombination
Produzent: Alle Punkte führen zum selben Output(Prodkutkombination)
Erläutern Sie den Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten.
Fixe Kosten, auch Bereitschaftskosten genannt, sind der Teil der Gesamtkosten, der auch bei einer Ausbringungsmenge von Null anfällt.
Variable Kosten, auch Mengenkosten genannt, sind der Teil der Gesamtkosten, dessen Höhe von der Ausbringungsmenge abhängig ist. Beispiele sind Werkstoffe, Saatgut oder Dünger.
Was besagen die Begriffe Produktionsschwelle, Gewinnschwelle und Betriebsoptimum?
Produktionsschwelle (PS):
• stellt die für die Aufnahme der Produktion notwendige Preisuntergrenze dar
• Schnittpunkt der Grenzkostenkurve mit der DVK-Kurve in deren Minimum
Gewinnschwelle (GS):
• die minimalen Stückkosten bzw. die Gesamtkosten der Produktion werden durch den Erlös voll gedeckt
• Schnittpunkt der Grenzkostenkurve mit der Preisgeraden
Betriebsoptimum (BO):
• die Produktionsmenge, bei der im Einproduktbetrieb das Gewinnmaximum bzw. das Verlustminimum erreicht wird.
• Grenzkostenkurve schneidet die jeweilige Preisgerade oder
• Parallele zur Erlösgeraden tangiert die Gesamtkostenkurve (Ausbringmenge, bei der die Differenz zwischen Gesamterlös und Gesamtkosten den größten positiven Wert annimmt).
Beschreiben Sie die beiden Begriffe „Investition“ und „Finanzierung“ und grenzen Sie sie voneinander ab.
Finanzierung : Bereitstellung finanzieller Mittel, die zur Durchführung einer Investition benötigt werden.
Investition: Verwendung (Bindung) liquider Mittel mit dem Zweck der Überschusserzielung
Beschreiben Sie die verschiedenen Phasen der Unternehmensgründung
Ideenphase:
-In welchem Geschäftsfeld wollen wir tätig sein (was soll gemacht werden)?
-Festlegung des Unternehmensziels Wie soll der Wettbewerb durch die neue Idee gestaltet werden?
-Festlegung des Produktionsprogramms & der Produktionsbedingungen
Planungsphase
-Investitionen planen (BP 55 Investition, Finanzierung und Controlling) Welche Maschinen müssen angeschafft werden, zu welchem Preis?
-Finanzplanung: Wer soll wie, was finanzieren? Unternehmensplan (Businessplan) erstellen: Welche Einzahlungen und Auszahlungen können in naher Zukunft erwartet werden?
->Festlegung der Betriebsgröße, Beschäftigung & der Produktpreise
Umsetzungsphase
-Finanzierung (konkrete Kapitalbeschaffung,Kontenbewegungen)
-Investition (Beschaffung von -Produktionsmitteln: Einkauf)
-Produktion
-Absatz fertiger Güter (Verkauf)
-Rückzahlung / Tilgung / neue Finanzierung
Nennen und beschreiben Sie zwei Finanzierungstitel.
Forderungstitel: Inhaber des Titels (Gläubiger) hat Anspruch auf Zahlung eines bestimmten Betrages gegenüber der
Beteiligungstitel: Inhaber des Titels (Miteigentümer, Gesellschafter) hat grundsätzlich keine Ansprüche auf bestimmte feste Zahlungen.
Was verstehen Sie unter Eigen-, was unter Fremdkapital? Unterscheiden Sie zusätzlich bezüglich der Kosten des Kapitals, der Haftung, der Fristigkeit sowie bezüglich des Einflusses auf die Unternehmensführung.
Unter Eigenkapital versteht man…
-von Unternehmern (Eigentümern) ihrem Unternehmen überlassene Mittel oder
-vom Unternehmen selbst erwirtschaftete und einbehaltene Mittel,
-die in der Regel unbefristet im Unternehmen zur dessen Nutzung verbleiben,
-die mit Mitbestimmungsrechten bei den Unternehmenszielen verknüpft sind und die einen Gewinnbeteiligungsanspruch begründen.
->z.B. in Form von Aktien
Unter Fremdkapital versteht man…
-von Dritten überlassene Mittel, die
-für eine bestimmte Zeitdauer
-dem Unternehmen zur Nutzung überlassen werden,
-die mit einem vorgegebenen Zins vergütet werden und die kein Mitspracherecht bei den Unternehmenszielen beinhalten.
->z.B. in Form von Bankkrediten, Privatdarlehen, Lieferantenkrediten, öffentlichen Finanzierungsmitteln…
Wie ist eine Bilanz aufgebaut, was finden wir auf welcher Seite?
Aktiva:
-Vermögen
-Mittelverwendung
-Bindung liquider Mittel
-->Anlagevermögen, Umlaufvermögen
Passiva:
-Kapital
-Mittelherkunft
-Bereitstellung liquider Mittel
-->Eigenkapital, Fremdkapital
Nennen Sie die in der Vorlesung genannten verschiedenen Entscheidungsverfahren der Investitionsrechnung und ordnen Sie diese in die Gruppen dynamische und statische Verfahren ein. Was unterscheidet die Verfahren voneinander?
Statische Verfahren:
-Kostenvergleichsrechnung
-Gewinnvergleichsrechnung
-Rentabilitätsrechnung
-Amortisationsrechnung
Dynamische Verfahren:
-Kapitalwertmethode
-Annuitätenmethode
-Interner Zinsfußsatz
Erklären Sie, welche Bedeutung der monopolistische Abschnitt der doppeltgeknickten Nachfragekurve für ein Unternehmen hat. Welche Verbindung können Sie zu den Marketinginstrumenten herstellen?
Unternehmen kann seine Preise ändern, ohne dabei viele Käufer zu verlieren/gewinnen
Marketinginstrumente:
-Produktpolitik
-Preispolitik
-Distributionspolitik
-Kommunikationspoltik
Welche Bedeutung hat die Preispolitik für Unternehmen? Gehen Sie die dabei auch auf die Probleme und Anlässe für eine Preisfestlegung ein.
Bedeutung der Preispolitik
• Unternehmen sollten ihre Preispolitik mit besonderer Sorgfalt planen;
• Preispolitik ist ein Instrument unter einer Vielzahl von Instrumenten;
• Preispolitik neben Produkt-, Kommunikations- und Distributionspolitik
Preispolitische Entscheidungen haben erhebliche grundsätzliche Probleme:
(1)Eine aggressive Preispolitik fordert rasche und scharfe Reaktionen der Konkurrenten heraus. Dies kann zu einem ruinösen Preiswettbewerb führen.
(2)Der Preis wird häufig als ein Indikator für die Qualität der angebotenen Leistungen angesehen wird.
(3)Preissenkungen entsprechen nicht in gleichem Maße einer zu erwartenden Absatzsteigerung (Elastizitäten).
(4)Preispolitik ist eine Funktion von staatlichen Vorschriften, Konkurrenzsituationen, Machtstrukturen beim Absatz und somit nicht nur eindimensional zu betrachten.
(5)Preissenkungen sind schwer rückgängig zu machen
Nennen Sie die Preispolitiken und mögliche Strategien.
Hochpreispolitik
-Prämienstrategie
-Abschöpfungsstrategie (Skimming Pricing)
Niedrigpreispolitik
-Promotionsstrategie
-Penetrationsstrategie
Eläutern Sie Abschöpfungsstrategie, Prämienstrategie.
Abschöpfungsstrategie
-auch skimming pricing
-Einführungsphase hoher Preis
-Preis wird sukzessive gesenkt, weil:
->zunehmender Konkurrenzdruck
-> abnehmende Nachfrage
->gefallene Stückkosten
Prämienstrategie
-hohe Preise (vgl. Premiummarken)
-verbunden mit hoher Produktqualität
-geringe Gefahr eines Preiskampfes durch Konkurrenz und / oder
-„exklusives“ Kundensegment
-Voraussetzung: Gewährleistung eines hohen Qualitäts- und/oder Serviceniveaus
Erläutern Sie Promotionsstrategie und Penetrationsstrategie.
Promotionsstrategie
-Niedrige Preise
-Image eines Niedrigpreisproduktes wird erzielt
-Gewinne über hohe Nachfrage und niedrige Produktionskosten
Penetrationsstrategie
- mit niedrigen Preisen Massenmärkte erschließen, dann sukzessive Erhöhung
-über große Absatzmengen bei niedrigen Stückkosten Gewinne erwirtschaften
-Ziel: Abschreckung von Konkurrenten (Schaffung von Markteintrittsbarrieren)