Durchschnittlicher Fortschritt
Gewusst0
Nicht gewusst0
Noch nicht gestartet170

Empfohlene Karteikarten-Sets

Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (170)

Ehrbarer Kaufmann
    1. Ehrlichkeit
    2. Verlässlichkeit
    3. Vorbild in seinem Handeln
    4. ermöglicht anderen auch ehrbar zu handeln
    5. übernimmt Verantwortung für sein Handeln und seine Werte
Warum hat die IHK Interesse am Prinzip des ehrbaren Kaufmanns?
    1. Alle Mitglieder der Vollversammlung müssen Eid sprechen, die Werte des ehrbaren Kaufmanns zu wahren
    2. Vertrauen in die IHK: durch die Wahrung dieser Werte vertrauen Kunden/Vertragspartner eher
Was bedeutet Wirtschaften?
    1. Treffen von ökonomischen Entscheidungen
    2. Das disponieren über knappe Güter

Ökonomische Entscheidungen sind ubiquitär!
Rendite
Ertrag, den ein angelegtes Kapital in einem bestimmten Zeitraum bringt
DRG-System
pauschalisiertes Abrechnungssystem

Bsp.: Krankenhaus bekommt für jede Blinddarm-OP dasselbe Geld. Mit diesem Budget müssen alle Kosten für die OP gedeckt werden.
Wie bleibt das UKM kompetetiv?
Angebote für Medikamente vergleichen, in bestimmten Mengen kaufen und die Nachfrage passend abstimmen.
Wirtschaftlichkeit
Output in GE ÷ Input in GE
Produktivität
Output in ME ÷ Input in ME
Lohnkosten
Der Lohn den ein Unternehmen seinen Mitarbeitern zahlen muss bzw. die Kosten die hieraus für das Unternehmen entstehen.
         Lohnstückkosten
(Definition und Berechnung)
  • Lohnstückkosten geben an, was die Produktion eines "Stückes" kostet.

  • Berechnung: Arbeitskosten ÷ Produktivität
Maximalprinzip
Bei gegebenem Input den Output maximieren

Bsp.: Man hat vier Stunden Zeit und möchte möglichst viel in der Zeit schaffen.
Minimalprinzip
Bei gegebenem Output den Input minimieren

Bsp.: Vorgegebenes Ziel mit möglichst wenig Aufwand erreichen.
generelles Extremalprinzip
Optimierung (Minimierung oder Maximierung) einer verdichteten Größe aus Input und Output.

Bsp.: Optimierung des Gewinns
Rentabilität
Gewinn ÷ Bezugsgröße
Eigenkapital
Kapital, welches die Eigentümer eines Unternehmens eingebracht haben, damit das Unternehmen arbeiten kann.
Eigenkapitalrentabilität
Gewinn ÷ Eigenkapital
Gesamtkapital
Eigenkapital + Fremdkapital
Gesamtkapitalrentabilität
Gewinn ÷ Gesamtkapital
Gewinn
Ein Teil des Umsatzes, der nach Abzug der Kosten übrig bleibt.





Bsp.: Du verkaufst Kuchen. Für jedes Stück bekommst du 2€. Die Zutaten für jedes Stück belaufen sich auf 0,10€.

Dein Gewinn für ein Stück Kuchen beträgt dann 2€ - 0,10€ = 1,90€
Umsatz
Der Wert der verkauften Waren und Dienstleistungen.





Bsp.: Du verkaufst Küchenstücke für je 2€. Also machst du pro Stück 2€ Umsatz.
Umsatzrentabilität
Sagt aus wie viel Gewinn pro Umsatzeinheit erzielt wird.

Gewinn ÷ Umsatz
Liquidität
Fähigkeit, den fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.


Kassenbestand + Einzahlungen - Auszahlungen ≥ 0 (zu jedem Zeitpunkt)
Unternehmen
auf Dauer angelegte, kooperative Veranstaltung von Individuen mit nicht notwendigerweise identischen Interessen zur Sicherung von möglichen Vorteilen gemeinsamen und koordinierten Verhaltens.
Modell
vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit, oder eines Ausschnitts dieser.
Merkmale von Modellen
  • Vereinfachung von komplexen Zusammenhängen
  • Gewinnung von Informationen über Grundzusammenhänge
  • Herantasten an bestimmte Prozesse, Vorgänge, Handlungen oder Abläufe
Zwecke der Modellbildung
  • Verstehen von Zusammenhängen

  • Vorhersagen, Prognosen

  • Hilfe für Entscheidungsfindung
Modelltypen
  • verbal

  • graphisch

  • analytisch
Interdependenzen
wechselseitige Abhängigkeiten
Induktionsschluss
Es wird von einem besonderen Satz auf einen Allgemeinen Satz gefolgert.

Einfach gesagt: Es wird verallgemeinert.

Problematisch!
Deduktionsschluss
Es wird von mehreren allgemeinen Sätzen auf einen besonderen Satz gefolgert.
Planung
Alle Maßnahmen und Überlegungen, durch die es möglich wird, aus einer Anzahl von Alternativen zur Lösung eines Problems die im Hinblick auf ein Ziel günstigste Alternative herauszufinden.
Was kann man in einem Unternehmen planen?
  • Absatz
  • Werbung/Marketing
  • Personaleinsatz
  • Betriebsmitteleinsatz (Kapazitäten)
  • Rohstoffeinsatz (Material)
  • Liquide Mittel
  • Investitionen
  • Unternehmensübernahmen
Planungsprozess
    1. Zielbildung
    2. Problemanalyse
    3. Alternativesuche, Prognose, Bewertung
    4. Entscheidung
    5. Realisation/Umsetzung
    6. Kontrolle
    7. Abweichungsanalyse und Korrektur
Top-Down-Planung
Planung beginnt an der Unternehmensspitze
Bottom-Up-Planung
Planung fängt in den kleinsten Unternehmenseinheiten an und setzt sich nach oben hin durch
Gegenstromprinzip
Mischung aus Top-Down und Bottom-Up Planung.

Bsp.:
Planung fängt z.B. mit Top-Down an. Plan wird "unten" variiert, angepasst und dann erfolgt eine Bottom-Up Planung.
strategische Planung
langfristige Planung
taktische Planung
mittelfristige Planung
operative Planung
kurzfristige Planung
Sequenzielle Planung
Die Teilpläne eines Gesamtplans werden nacheinander geplant.

(Es sollte hierbei keine Interdependenzen zwischen den Teilplänen geben!)
simultane Planung
Alle Teilpläne eines Gesamtplans werden gleichzeitig geplant.

(Zu empfehlen wenn Interdependenzen vorliegen)
Fehler 1. Art
Jemand wird nicht zu einer Gruppe hinzugezählt, obwohl er dazugehört.
Fehler 2. Art
Jemand wird zu einer Gruppe hinzugezählt, obwohl er nicht dazugehört.
Planungsdefekte
  • Zielsetzungsdefekt (Zielsetzung nicht realistisch)

  • Wirkungsdefekte (fehlende Daten)

  • Bewertungsdefekte (mangelnde Datenqualität, falsche Anreize)


  • Lösungsdefekt (Nicht sicher ob es überhaupt Lösung gibt, bzw. ob es die beste Lösung ist.
Absatz
    1. betrieblicher Funktionsbereich
    2. verkaufte Menge
Marketing, klassische Definition
Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten. Durch eine dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse sollen die Unternehmensziele verwirklicht werden.
Marketing, moderne Definition
Marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens oder marktorientiertes Entscheidungsverhalten in der Unternehmung.
Warum betreibt man Marketing?
  • Produkte/Leistungen verkaufen

  • Geld vverdienen

  • Verdienstquelle sichern
Warum ist Kundenzufriedenheit nicht das finale Ziel des Marketings?
Es geht beim Marketing nur darum, die Kunden so zufrieden zu machen, dass diese die Produkte/Dienstleistungen kaufen und somit die Verdienste des Unternehmens sichern.
Wie wecke ich dauerhaft Bedürfnisse beim Kunden?
ständig neue Produkte bzw. modifizierte Produkte entwickeln, neue Features
aquisitorisches Potenzial (Gutenberg)
umfasst alle nichtpreislichen Vorteile, die ein Unternehmen aus Sicht aktueller und potentieller Kunden bietet.
Wie stelle ich dauerhaft den Absatz meiner Produkte sicher?
Sicherung des aquisitorischen Potenzials (Gutenberg):
Bindung von Stammkunden durch:

  • Heterogenität der Produkte (es wird dem Kunden erschwert auf andere Produkte zu wechseln. Bsp.: Apple)
  • Qualitätsunterschiede
  • Kundendienst
  • Absatzorganisation
  • Liefer- und Zahlungsbedingungen
  • Vertrauen in die Firma
Elemente des Marketing Mix
  • Kommunikationspolitik

  • Preis- und Absatzpolitik

  • Distributionspolitik

  • Produktpolitik
Kommunikationspolitik
Systemische Planung, Ausgestaltung, Abstimmung und Kontrolle aller Kommunikationsmaßnahmen des Unternehmens, um bei den relevanten Zielgruppen eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
Beispiele für Kommunikationspolitik
  • Klassische Werbung

  • Sponsoring (z.B. Trikotsponsoring)

  • Direktkommunikation (z.B. E-Mail Newsletter, Pop-Ups im Internet)

  • Public Relations/PR (z.B. Auftritt in sozialen Medien)
Preis- und Konditionenpolitik
Umfasst alle Vereinbarungen über das Entgelt des Leistungsangebotes, über mögliche Rabatte und darüber hinausgehende Lieferungs-, Zahlungs- und Kreditierungsbedingungen sowie Preisdurchsetzung am Markt.
Beispiele für Preis- und Konditionenpolitik
Preispolitik:

  • Premiumpreis- oder Discountstrategie (Preispositionierung)
  • Kosten-, Konkurrenz- oder Nachfrageorientierte Preisbestimmung

Konditionenpolitik:

  • Mengenrabatt, Treuerabatt, Skonto, Zahlungsziele
Distributionspolitik
beinhaltet alle Entscheidungen und Handlungen, welche die Verteilung von materiellen und/oder immateriellen Leistungen vom Hersteller zum Endkäufer betreffen
Beispiele für Distributionspolitik
  • Wahl der Vertriebsform (direkter Vertrieb, indirekter Vertrieb)

  • Wahl des Absatzkanals (Onlinehändler, eigener Shop, Filialen, Restpostenhändler)

  • Logistik (Transport, Lagerung, Auftragsabwicklung)
direkter Vertrieb
Man verkauft seine eigenen Produkte in seinem eigenen Shop.

Bsp.: Eigener (Online-)Shop,
indirekter Vertrieb
Man verkauft seine Produkte über andere Firmen/Mittelsleute.

Bsp.: Supermarkt, Baumarkt etc.
Produktpolitik
beinhaltet die Gesamtheit aller Entscheidungen, die sich auf die Gestaltung der vom Unternehmen im Absatzmarkt anzubietenden Leistungen beziehen.
Beispiele Produktpolitik
  • Programmgestaltung (Diversifikation, Qualitätsniveau)

  • Produktdifferenzierung (Materialart, Design, Sekundärleistungen)

  • Produktinnovationen (Produktideen, Produkttests, Markteinführung)
Produktprogramm
Das Produktprogramm eines Unternehmens umfasst alle Produkte und Leistungen, die vertrieben werden und setzt sich aus der Programmbreite und der Programmtiefe zusammen.
Programmbreite
Anzahl der Produktlinien
Programmtiefe
Zahl der Modellvarianten innerhalb einer Produktlinie.
Produktlinie
Gruppe von Produkten, die aufgrund bestimmter Kriterien in enger Beziehung zueinander stehen.
zeitliche Preisdifferenzierung
Für dasselbe Produkt/Dienstleistung existieren für unterschiedliche Zeiten, unterschiedliche Preise.
Ursachen der zeitlichen Preisdifferenzierung
  • Ausnutzung des Innovationseffekts

  • zeitlich unterschiedliche Zahlungsbereitschaft der Käufer

  • Verlauf von "Resten"
Räumliche Preisdifferenzierung
Auf räumlich getrennten Märkten existieren unterschiedliche Preise.
Konsumentenrente
der Unterschied zwischen dem Preis, den der Käufer eines Gutes höchstens zu zahlen bereit wäre, und dem tatsächlich gezahlten, niedrigeren Preis im Marktgleichgewicht.
Berechnung Umsatz
Umsatz = Preis x Menge
Marktforschung
systemische Erforschung der Märkte
Ziel von Marktforschung
Fundierung von Marketingentscheidungen
Wie betreibt man Marktforschung? Bzw. Welche Möglichkeiten der Marktforschung gibt es?
  • Kundenbefragungen

  • Befragung von zufällig ausgewählten Personen (Telefon, Internet oder auf der Straße)

  • Expertenbefragungen

  • experimentelle Kaufsituationen

  • Beobachtung repräsentativer Kaufbezirke
Phasen des Produktlebenszyklus
    1. Einführung
    2. Wachstum
    3. Reife
    4. Sättigung
    5. Degeneration
    6. Absterben bzw. Versteinerung
Vorteile des Produktlebenszyklus
- intuitiv

- auf hoch aggregierter Ebene anwendbar:
  • Charakterisierung typischer Marktsituationen
  • Fundierung strategischer Grundsatzentscheidungen
Kritik Produktlebenszyklus
  • keine allgemeingültige Gesetzmäßigkeit

  • Vernachlässigung wichtiger Einflussfaktoren, wie z.B. Absatzpolitik und Umweltzustand

  • keine eindeutigen Kriterien zum abgrenzen der einzelnen Phasen; Phasenbestimmung erst im Nachhinein möglich

  • zugrunde liegende Geschäftsfeld- und Marktdefinitionen können zeitlich variieren
Güter
Waren und Dienstleistungen
Güter-Produktion
Kombination von Gütern und deren Transformation in andere Güter.
Produktionsfaktoren
In der Produktion eingesetzte Güter
Arten von Produktionsfaktoren
  • Arbeitskraft

  • Werkstoffe (Material)

  • Betriebsmittel (z.B. Öle für Maschinen)
Produkt
Ergebnis einer Güter-Produktion
Aktivität
Kombination von Faktoreinsatzmengen und daraus hergestellten Ausbringungsmengen
Technologiemenge
Die Menge aller Aktivitäten, über die ein Betrieb verfügt, heißt Technologiemenge T.
Perfekte Information
Beide Kooperationspartner besitzen alle relevanten Informationen und können die zukünftige Entwicklung mit Sicherheit voraussagen.
Symmetrische Information
Beide Kooperationspartner können die unsichere zukünftige Entwicklung gleich gut abschätzen. Beide haben einen ähnlichen Informationsstand.


Bei symmetrischer Information können alle Qualitätsklassen zu ihrem jeweiligen Wert gehandelt werden.
Asymmetrische Information
Ein Kooperationspartner weiß systematisch (immer) besser als der andere über die unsichere zukünftige Entwicklung Bescheid.


Bei asymmetrischer Information werden nur Produkte niedrigster Qualität verkauft.
Signaling
Unternehmen "produzieren" ein Signal für die Kunden, damit diese die Qualität der Produkte erkennen und somit bereit sind einen höheren Preis zu bezahlen.


Bsp.: 10 Jahre Garantie bei einem Rasenmäher


(Nachgewiesen durch Michael Spence)
Menschenbild X
  • Durchschnittsmensch hat eine angeborene Abneigung gegen Arbeit.

  • Um ihn zu einem positiven Beitrag zur Erreichung der Organisationsziele zu bewegen, muss er gezwungen, gelenkt und kontrolliert werden.

  • Er möchte geführt werden; vermeidet Verantwortungsübernahme; hat ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis
Menschenbild Y
  • Durchschnittsmensch hat keine angeborene Abneigung gegen Arbeit.

  • Wenn er sich mit den Organisationszielen identifiziert, unterwirft er sich der Selbstkontrolle. Externe Kontrollen sind unnötig.

  • Wichtigste Anreize: Streben nach Anerkennung und Selbstverwirklichung

  • Sucht eigene Verantwortung

  • Die zur Problemlösung erforderlichen Veranlagungen sind weit verbreitet
Was stellt Maslows Bedürfnispyramide dar?
Die Bedürfnispyramide nach Maslow stellt dar, welche Bedürfnisse Mitarbeiter in einem Unternehmen haben.
Nenne die Bedürfnisse der Mitarbeiter nach Maslows Bedürfnispyramide.
(1. = Spitze der Pyramide, 5. = Unteres Ende )



1. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

2. Anerkennungsbedürfnisse

3. Sozialbedürfnisse

4. Sicherheitsbedürfnisse

5. Physiologische Bedürfnisse
institutionaler Organisationsbegriff
Organisation als zielgerichtetes, offenes soziotechnisches System

Organisation = Institution
funktionaler Organisationsbegriff
Organisationsgestaltung als Bildung von Organisationsstrukturen

Z.B.: Einrichtung von Beschwerdestelle
instrumentaler Organisationsbegriff
Organisationsstruktur als Mittel zur Zielerreichung

Z.B.: Durch Beschwerdestelle Produkte und Dienstleistungen verbessern.
Aufbauorganisation
gliedert das Unternehmen in organisatorische Teileinheiten (Stellen, Abteilungen, Gremien), ordnet ihnen Aufgaben und Kompetenzen zu und sorgt für die Koordination der Teileinheiten
Ablauforganisation
regelt den Ablauf des betrieblichen Geschehens und die Ausübung der betrieblichen Funktionen innerhalb der Teileinheiten
Stelle
kleinste aufbauorganisatorische Einheit. Sie entsteht durch die dauerhafte Zuordnung von Aufgaben auf eine oder mehrere Personen.
Kompetenz
formale Rechte und Befugnisse
Verantwortung
Pflicht zur persönlichen Rechenschaft
Kongruenzprinzip
Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung sollen "übereinstimmen"


Bsp.: ein Marktleiter hat die Aufgabe den Markt zu leiten und braucht dafür gewisse Kompetenzen wie z.B. Weisungsbefugnisse
Ausführungsstellen
Stellen ohne Leitungskompetenzen

Leitungsstellen

Stellen mit Fremdentscheidungs-, Weisungs- und Kontrollkompetenzen

Stabsstellen

spezialisierte Leitungshilfsstellen mit fachspezifischen Aufgaben und ohne Fremdentscheidung- und Weisungskompetenzen


Weder Leitungs- noch Ausführungsstelle!


Bsp.: Berater vom Abteilungsleiter der Finanzabteilung

Dienstleistungsstellen

nehmen Unterstützungsaufgaben für mehrere Leitungsstellen wahr

Leitungsspanne

Gibt an, wie viele Stellen einer übergeordneten Stelle direkt unterstellt sind.





Bsp.: Dem Chef einer Supermarktkette sind drei Bezirksleiter unterstellt, welche jeweils einen Bezirk leiten.

Jedem Bezirksleiter sind wiederum drei Marktleiter unterstellt die einen Supermarkt leiten.

Jedem dieser Marktleiter sind wiederum drei Abteilungsleiter unterstellt. Usw.....

Leitungstiefe

Gibt an wie viele verschiedene Stufen (Ränge) es in einem Unternehmen gibt.





Bsp.: In dem Supermarkt XY gibt es Folgende Stellen:

  • ​Marktleiter
  • ​Abteilungsleiter
  • ​Mitarbeiter

Die Leitungstiefe beträgt in diesem Fall 3.

"flache" Hierarchie

eine Organisation mit geringer Leitungstiefe

Leitungsintensität

Gibt an wie viele Ausführungsstellen auf eine Leitungsstelle kommen.


Berechnung:

13 Leitungsstellen; 27 Ausführungsstellen


13÷27 = 0,48


Bedeutet: Auf eine LS kommen ca. zwei AS

Überbetriebliche Kooperation von Unternehmen

  • ​Abstimmung/Koordinierung von Funktionen

  • ​Ausgliederung von Funktionen und Übertragung auf eine gemeinschaftliche Einrichtung

Trotzdem: Rechtliche und Wirtschaftliche Selbständigkeit

Ziele einer Kooperation von Unternehmen

  • ​Kostensenkung aufgrund von Rationalisierungseffekten

  • ​höhere Marktmacht, z.B. gegenüber Lieferanten/Abnehmern

  • ​Ausnutzung von Spezialisierungsvorteilen

  • ​Verteilung des Risikos auf mehrere Beteiligte

Kooperationsformen

  • ​langfristige Liefer- und Abnahmeverpflichtungen

  • ​Interessen-, Arbeitsgemeinschaften

  • ​Gelegenheitsgesellschaften (Konsortien)

  • ​Kartelle (nicht legal)

  • ​Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)

Konzentrationsformen

  • ​(​gegenseitige) Kapitalbeteiligungen

  • ​Konzernbildung

  • ​Fusion

Kartell

Zusammenschluss zwischen mindestens zwei Unternehmen auf der gleichen Produktionsstufe, mit dem Ziel sich einen Vorteil an dem Wettbewerb zu verschaffen.

Zum Beispiel Preisabsprachen.

Gelegenheitsgesellschaft (Konsortium)

Mit der Gelegenheitsgesellschaft soll ein bestimmter Zweck erreicht werden, an dem beide Parteien des Zusammenschlusses Interesse haben. Unternehmen führen z.B. einen oder auch mehrere Aufträge auf gemeinsame Rechnung durch.

Gemeinschaftsunternehmen

(Joint Ventures)

Zwischen zwei selbständigen Unternehmen entsteht ein neues Tochterunternehmen.

Ein Unterschied und eine Gemeinsamkeit zwischen einem Joint Venture und einem Konsortium

Gemeinsamkeit:


Bei beiden handelt es sich um Kooperationsformen von Unternehmen.


Unterschied:


Bei Joint Ventures entsteht ein gemeinsames Tochterunternehmen, ein Konsortium bedeutet lediglich eine projektbezogene Zusammenarbeit

Konzern

Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, welche jedoch weiterhin rechtlich voneinander getrennt sind.


Bsp.: Rewe, Toom und Penny gehören zum Rewe-Konzern.

Fusion

Eine Verschmelzung von mehreren Firmen zu einer neuen Firma.

Horizontale Unternehmensverbindung

Unternehmen gleicher Produktions-/Handelsstufe oder gleicher Branche schließen sich zusammen



Bsp.: Konzernbildung mit zwei großen Supermarktketten

Vertikale Unternehmensverbindung

Unternehmen mit aufeinanderfolgenden Produktions- oder Handelsstufen verbinden sich.



Bsp.: Ein Hersteller für Bio-Babynahrung und ein Bio-Schlachthof tun sich zusammen.

anorganische Unternehmensverbindung

Unternehmen verschiedener Branchen verbinden sich.


Bsp.: Ein Tourismusunternehmen und eine Supermarktkette tun sich zusammen.

Gründe für eine horizontale Unternehmensverbindung

  • ​Ausschaltung der Konkurrenz

  • ​Marktmacht erhöhen

  • ​gemeinsame Projekte

Gründe für eine vertikale Unternehmensverbindung

  • ​Unabhängigkeit von fremden Lieferanten

  • ​Sicherung des Absatzes

Gründe für eine anorganische Unternehmensverbindung

  • ​Risikodiversifikation

Merkmale naive Gesellschaft

  • ​Kapitalgeber erhalten proportionalen Anteil am Gewinn bzw. Verlust der Gesellschaft
  • ​keine Informationen der Kapitalgeber über Details der Geschäftstätigkeit
  • ​kein Recht auf Mitwirkung bei der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft nach außen
  • ​kein Recht auf Kündigung des Gesellschaftsvertrages

Problemfelder Naive Gesellschaft

  • ​Qualitätsunsicherheit vor Eintritt in die Gesellschaft
  • ​Verhaltensunsicherheit in Bezug auf die Geschäftsführung

idealtypische Personengesellschaft

Idee:

Einräumung umfassender Rechte für die kapitalgebenden Gesellschafter


Instrumente:


  • ​weitgehende Informationsrechte
  • ​Recht auf Mitwirkung an der Geschäftsführung und Vertretungsmacht
  • ​Recht, die Gesellschaft zu kündigen

Vorteile einer idealtypischen Gesellschaft

- Bzgl. Qualitätsunsicherheit vor Eintritt in die Gesellschaft

  • ​Informationsrecht führt zur Aufdeckung von Falschinformation
  • ​Kündigungsrecht bietet Sanktionsmöglichkeit gegen Falschinformation

- Bzgl. Verhaltensunsicherheit in Bezug auf die Geschäftsführung

  • ​Beteiligung an der Geschäftsführung erlaubt explizite Interessenvertretung
  • ​Kündigungsrecht bietet Drohpotential zur Interessendurchsetzung

Nachteile einer idealtypischen Personengesellschaft

  • ​Informationskosten der neuen Kapitalgeber
  • ​​Koordinationskosten infolge der Geschäftsführungsbefugnis mehrerer Gesellschafter

Merkmale Idealtypische Kapitalgesellschaft

Idee:

Reduktion des Informationsbedarfs und des Koordinationsaufwands; Schutzmaßnahmen als Kompensation für nicht umfassend beseitigbare Informationsprobleme


Instrumente:

  • ​Delegation der Geschäftsführung an professionelles Management
  • ​institutionalisiertes Kontrollsystem
  • ​Haftungsbeschränkung

Vorteile idealtypische Kapitalgesellschaft

- Bzgl. Qualitätsunsicherheit vor Eintritt in die Gesellschaft

  • ​Haftungsbeschränkung reduziert das mögliche Schadensausmaß

- Bzgl. Verhaltensunsicherheit in Bezug auf die Geschäftsführung

  • ​institutionalisiertes Kontrollsystem stellt gewisses Ausmaß an Überwachung sicher
  • ​Haftungsbeschränkung reduziert das mögliche Schadensausmaß

Personengesellschaften

  • ​Einzelkaufmann
  • ​OHG
  • ​KG

Merkmale Einzelkaufmann

Anzahl Eigentümer: 1


Mindestkapital: keines


Haftung: Eigentümer mit Privatvermögen


Besteuerung der Gewinne: Einkommenssteuer bei den Eigentümern


Leitungsbefugnis: Inhaber

OHG

Offene Handelsgesellschaft


Anzahl Eigentümer: mind. 2


Mindestkapital: keines


Haftung: Eigentümer mit Privatvermögen


Besteuerung von Gewinnen: Einkommenssteuer bei den Eigentümern


Leitungsbefugnis: Gesellschafter

KG

Kommanditgesellschaft


Anzahl Eigentümer: mind. 2


Mindestkapital: keines


Haftung:

  • ​Komplementäre haften mit Privatvermögen
  • ​Kommanditisten mit ihrer Einlage

Besteuerung von Gewinnen: Einkommenssteuer bei den Eigentümern


Leitungsbefugnis: Komplementäre

Kapitalgesellschaften

  • ​GmbH
  • ​KG

GmbH

Gewerkschaft mit beschränkter Haftung


Anzahl Eigentümer: mind. 1


Mindestkapital:

  • ​festes Stammkapital von mind. 25.000€

Haftung: beschränkt


Besteuerung: Körperschaftssteuer


Leitungsbefugnis: Geschäftsführer

AG

Aktiengesellschaft


Anzahl Eigentümer: mind. 1


Mindestkapital:

  • ​festes Grundkapital von mindestens 50.000€

Haftung: beschränkt


Besteuerung der Gewinne: Körperschaftssteuer


Leitungsbefugnis: Vorstand

Probleme der Haftungsbeschränkung

  • ​Zu viel Risikoübernahme (man geht höhere Risiken ein)

  • ​Abwälzung von Verlusten auf Andere

Spezialform Unternehmergesellschaft

  • ​kein Mindesteigenkapital

  • ​Ein Viertel der Gewinne muss zuerst zum Kapitalaufbau (Rücklagenbildung) verwendet werden

  • ​Keine eigenständige Rechtsform, sondern Spezialfall der GmbH

  • ​Haftung daher mit der GmbH vergleichbar

Warum erfolgt eine Rechnungslegung?

  • ​zur Planung/ Entscheidung oder zur Kontrolle; mit Anreizwirkung
  • ​für interne (z.B. Unternehmensleitung) und externe (z.B. Kapitalgeber, Behörden) Adressaten

ex ante

im Voraus

ex post

im Nachhinein/ Nachträglich

Warum erfolgt in der externen Rechnungslegung eine Normierung?

  • ​Vergleichbarkeit der Informationen ermöglichen

  • ​Gleichbehandlung bei der Besteuerung

Volkswirtschaftliches Rechnungswesen

  • ​Gesamtsystem verschiedener statistischer Teilrechnungen

  • ​quantitative Beschreibung des wirtschaftlichen Geschehens einer Volkswirtschaft für einen zurückliegenden Zeitraum

  • ​Für Erhebung statistischer Daten sind rechtliche Vorgaben nötig, um die Qualität der Daten zu gewährleisten

Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen

  • ​umfasst verschiedene Rechenwerke zur Erfassung und Überwachung aller im Unternehmen auftretenden Geld- und Leistungsströme

​

  • ​bezieht sich vorallem auf den Prozess der betrieblichen Leistungserstellung (Produktion) und Leistungsverwertung (Absatz)

  • ​Erfassung erfolgt mengen- und wertmäßig

  • ​Rechenwerke unterscheiden sich hinsichtlich ihres Zwecks

  • ​Rechen- und Wertgrößen für denselben Sachverhalt können sich deshalb in den einzelnen Rechenwerken unterscheiden

Wichtigste Rechenwerke

  • ​Investitionsrechnung

  • ​externes Rechnungswesen

  • ​Kostenrechnung

Zwecke/Ziele der Investitionsrechnung

Entscheidungsunterstützung (ex ante)

Zwecke/Ziele des externen Rechnungswesens

  • ​Dokumentation

  • ​Rechenschaftszweck

  • ​Nominalkapitalerhaltung

Zwecke/Ziele der Kostenrechnung

  • ​Prognosefunktion (monetäre/finanzielle Konsequenzen zukünftiger Entscheidungen)

  • ​Ermittlungsfunktion (Einkaufs-, Verkaufs- und Verrechnungspreise)

  • ​Kontrollfunktion (Wirtschaftlichkeitskontrolle)

  • ​Substanzerhaltung

Unterschied zwischen Substanzerhaltung und Nominalkapitalerhaltung?

Bsp.:

Man kauft ein Auto für 20.000€. Nach fünf Jahren geht das Auto kaputt und man möchte ein neues kaufen.


Nominalkapitalerhaltung:

Man legt sich genug Geld zurück um nach fünf Jahren wieder ein Auto für 20.000€ kaufen zu können.



Substanzerhaltung:

Man legt sich genug Geld zurück um nach fünf Jahren ein gleichwertiges bzw. das selbe Auto kaufen zu können.




Beachte die Inflation!

Auszahlung

Abfluss von Zahlungsmitteln

Ausgaben

Verminderung des Geldvermögens


(Geldvermögen = Zahlungsmittelbestand + Forderungen - Verbindlichkeiten)

Aufwand

aus den Ausgaben angeleiteter periodisierter Werteverzehr


(Ausgaben die z.B. jeden Monat anfallen)

Kosten

bewerteter Verbrauch von Gütern und Leistungen für die betriebliche Leistungserstellung

Einzahlung

Zufluss von Zahlungsmitteln

Einnahme

Erhöhung des Geldvermögens


(Geldvermögen = Zahlungsmittelbestand + Forderungen - Verbindlichkeiten)

Ertrag

aus den Einnahmen abgeleiteter periodisierter Werteverzehr


(Bsp.: Einnahmen jeden Monat)

Definition Steuer

Definition (§ 3 Abs. 1 AO):


  • ​Steuern sind Geldleistungen
  • ​durch Zahlung der Steuer erwirbt man keine Gegenleistung oder einen Anspruch auf etwas
  • ​Steuern werden allen auferlegt

Steuerobjekt/Steuergegenstand

Tatbestand, an den die Steuerpflicht anknüpft

("was wird besteuert")

Bemessungsgrundlage (B)

Mengen- oder Wertgröße, die den Umfang des Steuerobjekts quantifiziert


("wie viel ist zu versteuern")

Steuertarif

  • ​S = T(B)

  • ​Funktion, die jeder Ausprägung der Bemessungsgrundlage die zugehörige Steuerschuld zuordnet

       

        ("wie hoch ist die zu zahlende Steuer")

Durchschnittssteuersatz

  • ​T(B) ÷ B

  • ​derjenige Steuersatz mit dem die Bemessungsgrundlage im Durchschnitt belastet wird

Grenzsteuersatz

  • ​T'(B)

  • ​derjenige Steuersatz, mit dem die jeweils letzte marginale Einheit der Bemessungsgrundlage belastet wird

direkte Steuern

Steuern die direkt durch den Steuerpflichtigen gezahlt werden.

indirekte Steuern

Steuern, die durch den Kauf von Waren mit erhoben werden und im Kaufpreis enthalten sind.

Funktionen von Steuern

  • ​Finanzierungsfunktion

  • ​Lenkungsfunktion (z.B. Umweltschutz)

  • ​sozialpolitische Zwecke (z.B. Umverteilung)

  • ​Wirtschaftspolitische Zwecke (z.B. Stärkung von Konsum)

Tauschring

Koordinationsmechanismus des Geldes wird ersetzt durch Informations- und Verrechnungssystem.



Bsp.:

  • ​Hans (Maler) möchte einen Garten anlegen
  • ​Günter (Koch) möchte sein Zimmer streichen
  • ​Josef (Gärtner) möchte essen gehen


Die drei können einen Tauschring bilden und sich so gegenseitig helfen.