Bestandsgröße
Bestände, betrachtet in der Zeitpunktrechnung
Angegeben beispielsweise als Anfangsbestand/Endbestand einer Periode
Betrachtung besonders in Bilanz
Stromgröße
Bestandsänderungen, betrachtet in der Zeitraumrechnung
Abgänge und Zugänge vom und zum Anfangsbestand verändern Endbestand
Betrachtung besonders in GuV
Zahlungsmittelbestand
Entspricht Kassenbestand + Bankguthaben
Änderungen im Zahlungsmittelbestand heißen Einzahlungen und Auszahlungen
Tipp: Tilgungen sind immer Auszahlungen
Geldvermögensbestand
Entspricht Zahlungsmittel + Forderungen ./. Verbindlichkeiten
Änderungen im Geldvermögensbestand heißen Einnahmen und Ausgaben
Reinvermögensbestand
Entspricht Geldvermögen + Sachvermögen
Änderungen im Reinvermögensbestand heißen Erträge udn Aufwände
Inventar
Verzeichnis der Vermögensgegenstände und Schulden, gelistet nach Art, Menge und Wert
Inventur ist der körperliche Prozess zur Inventarauflistung
(Hinweis: Im HGB unter §240 Abs. 1-2 und §241 Abs. 1-3)
Stichtagsinventur
Bestandsaufnahme an einem Tag
(Beispiel: Jedes Jahr wird in Filialen von z.B. Lidl zu einem Tag die gesamte Ware im Laden händisch gezählt)
Vor- bzw. Nachgelagerte Inventur
Inventur erfolgt zu einem Tag bis zu 3 Monate nach, oder 2 Monate vor dem Stichtag
Dabei ist mengen- und wertmäßige Fortschreibung oder Rüchrechnung erforderlich
Permanente Inventur
Einmalige Bestandsaufnahme, danach lückenlose Fortschreibung der Bestandsänderungen
(Hinweis: Nur möglich, wenn Schwund ausgeschlossen werden kann)
Stichprobeninventur
Bestandsaufnahme einer Stichprobe, statistische Hochrechnung
(Beispiel: Im Handwerksbetrieb ist das Gewicht einer Schraube bekannt. Durch Wiegen des Schraubenlagers lässt sich etwa der Bestand errechnen)
Festbewertung
Anzuwenden bei RHB und Sachanlagevermögen
Voraussetzungen: Bestand in Wert/Menge ca. konstant
Festwert wird alle 3 Jahre mit Inventur neu angesetzt
(Hinweis: §240 Abs. 3 HGB)
(Beispiel: Geschirr in Gastro, geht etwas kaputt, wird es zeitnah ersetzt)
Gruppenbewertung
Anzuwenden bei Vermögensgegenständen
Voraussetzungen: Gleichartig mit ähnlichem Wert
Wert mit gewogenem oder gleitendem Durchschnittswert ansetzen
(Hinweis: §241 Abs. 4 HGB)
(Beispiel: Forderungen)
Sammelbewertung
Für Buchführung nicht wichtig.
Aktivtausch
Zugang und Abgang auf Aktivseite (links)
(Beispiel: Firma kauft einen PC gegen Bargeld aus der Kasse)
Passivtausch
Zugang und Abgang auf Passivseite (rechts)
(Beispiel: Investor steigt aus Firma aus, als Ersatz für das Kapital nimmt sich Firma einen Kredit bei der Bank)
Bilanzverlängerung
Zugang auf Aktivseite und Zugang auf Passivseite
(Beispiel: Firma nimmt Kredit bei der Bank auf und kauft sich davon eine neue Maschine)
Bilanzverkürzung
Abgang auf Aktivseite und Abgang auf Passivseite
(Beispiel: Firma verkauft eine Maschine und kann somit Kredit zurückzahlen)
Passiva
Rechte Seite der Bilanz, hier werden die Herkünfte der finanziellen Mittel aufgelistet
(Beispiele: Eigenkapital, Kredit, erhaltene Anzahlungen)
Aktiva
Linke Seite der Bilanz, hier werden die vorhandenene Anlagevermögen und Umlaufvermögen aufgelistet
(Beispiel: Maschinen, Fuhrpark, Kassenbestand, Bankguthaben)
Summengleichheit der Bilanz
Passiva und Aktiva müssen wertmäßig übereinstimmen (Mittelverwendung = Mittelherkunft)