Allgemeine Formel
(CH2O)n
Kohlenhydrate
Polyalkohole mit einer Carbonylgruppe ( -CO)
Besitzen an jedem C-Atom eine Hydroxylgruppe (-OH)
Monosaccharid: 1 Zucker
Disaccharid: 2 Zucker
Oligosaccharid: bis 10 Zucker
Polysaccharid: 10 bis mehrere 100 000 Zucker

Aldehyd
1 Rest

Keton
2 Reste

Enantiomere
Spiegelbild Molekül
natürlich vorkommende Zucker sind Enantiomere der D-Reihe.
OH->CHO->CH2OH->H
-> im Uhrzeigersinn: R-Molekül (bzw D)
-> gegen Uhrzeigersinn: S-Molekül (bzw L)

D- & L-Form
L: OH-Gruppe des asymmetrisch, Kohlenstoffatoms, das am weitesten von der Carbonylgruppe (Aldehyd- oder Ketogruppe) entfernt ist, ist links
D: OH-Gruppe des asymmetrisch, Kohlenstoffatoms, das am weitesten von der Carbonylgruppe (Aldehyd- oder Ketogruppe) entfernt ist, ist rechts

sp3-Hybridisierung
Es entstehen aus dem s - Orbital und den 3 p - Orbitalen 4 sp – Hybridorbitale mit jeweils einem Elektron. (sp3 bedeutet, dass an diesen Hybridorbitalen ein s- und drei p-Orbitale beteiligt sind.)
-> energetisch günstiger Zustand

Zucker Zyklisierung
Allgemeine Reaktion: Aldehyd + Alkohol -> Halbacetal
Intramolekulare Halbacetalbildung:
Kreisbildung von 5-6C-Atom, 1C-Atom wird asymmetrisch
alpha-Anomer: -OH unten
beta Anomer: -OH oben

Pyran
Beipiel zur Bildung von Anomeren (siehe Bild)

Furan
Beipiel zur Bildung von Anomeren (siehe Bild)

Bildung von Polysacchariden
Baukastenprinzip:
Kondensation oder Hydrolyse: Peptidbindung durch Abspalten von H2O oder Lösen der Bidnugn durch zugabe von H2O

Zucker Polysaccharide
Glucose:
- Monosaccharid
- Energiequelle für Zellen (wird zu kleineren Molekülen abgebaut)
- Bildet Stärke und Glycogen
Stärke:
- Glucose Monomere über alpha-1,4-Bindungen verbunden
Glycogen:
- Glucose über beta-1,4-Bindungen verbunden
Cellulose:
- D-Glucose, beta-1,4-Bindungen
- Baustoff & Ballaststoff der Verauung anregt
Zuckerderivate: OH-Gruppe wurde ersetzt
Lipide - Fettsäuren
-> bilden KEINE Polymere aus
Aliphatische Kohlenwasserstoffe: nur C und H
Aromaten: mind. 1 Ringsystem mit konjugierten Doppelbindungen

Fettsäuren
Carboxylgruppe mit Kohlenwasserstoffkette
Gesättigt: ohne Doppelbindungen (frei drehbar, kein Knick)
ungesättigt: mit Doppelbindungen (meist cis-Form, Knick entsteht)

Amphiphatisch
Fettsäuren besitzen hydrophilen Kopf und hydrophoben Schwanz
Schmelzpunkt
Eine kurze Kettenlänge und eine größere Anzahl von Doppelbindungen erhöhen die Fluidität der Fettsäuren durch Herabsetzung des Schmelzpunktes
Cis-Trans Isomerie
Doppelbindungen können nicht gedreht werden und bilden Knicke aus

Neutralfette
Die 3 OH-Gruppen von Glycerin bindet mit je einer Fettsäure.
-> Esterbindung: R-O-C--R (Alkohol mit Säure)
-> hydrophiler Kopf verschwindet -> Speicherung

Veresterung
Eine Veresterung (auch Esterbildung) ist eine chemische Reaktion, bei der aus einer organischen oder anorganischen Oxosäure und einem Alkohol ein sogenannter Ester gebildet wird.

Phospholipide
= "Head-Group"
2 mit Glycerylrest veresterte Acylreste (statt 3 wie bei Neutralfetten)
3. OH-Gruppe des Glycerins binder mit Phosphatdycholin

Biologische Membran
Membranbildene Lipide bilden in Wasser bimolekulare Schichten
-> geladene Moleküle kommen nicht durch hydrophoben Teil
-> Fettlösliche Moleküle konne passieren
Die hydrophoben Wechselwirkungen (siehe Hydrophober Effekt) zwischen den Fettsäureschwänzen der Membranlipide sind die treibende Kraft der Membranbildung. Die hydrophilen Kopfgruppen treten mit dem wässrigen Medium in Wechselwirkung. Lipiddoppelschichten sind kooperative Strukturen, die nicht durch kovalente Bindungen sondern durch viele schwache Bindungen zusammengehalten werden

amphiphatische Lipide
Packung von Lipidmolekülen in wässriger Umgebung.
(A) Kegelförmige Lipidmoleküle (oben) bilden Micellen, zylinderförmige Phospholipidmoleküle (unten) Doppelschichten.
(B) Schnitt durch eine Micelle und eine Lipid-Doppelschicht. Abhängig von ihrer Form bilden Lipidmoleküle in Wasser die eine oder die andere Struktur.

Vesikelbildung
Lipiddoppelschicht eher ungünstig da Ränder mit Wasser in Kontakt kommen
-> Bildung von Vesikeln

Einteilung der Lipide
Die Hauptgruppen der Membranlipide sind Phospholipide, Glykolipide und Cholesterin. Phosphoglyceride (einer der Phospholipidtypen) bestehen aus einem Glycerinskelett, zwei Fettsäuren und einem phosphorylierten Alkohol. Die wichtigsten Phosphoglyceride sind Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin und Phosphatidylethanolamin. Sphingomyelin, eine andere Sorte von Phospholipiden, enthält statt Glycerin als Skelett Sphingosin, von dem sich auch die kohlenhydrathaltigen Glykolipide ableiten.

Chemische Evolution
Alexander I. Oparin
- Ausgangsstoffe: anorganische Moleküle wie Wasserstoff (H2), Wasser (H2O), Methan (CH4) und Ammoniak (NH3)
1. Diese mussten miteinander zu organischen Molekülen wie etwa Aminosäuren, Pyrimidinen, Purinen, Zuckern und Fettsäuren reagiert haben.
2. Durch Polymerisations – und Polykondensationsreaktionen entstanden aus diesen Biopolymere wie Nukleinsäuren, Polysaccharide und Proteine.
3. Die Moleküle lagerten sich zu abgeschlossenen Reaktionsräumen zusammen. Diese Reaktionsräume können nur durch den Zusammenschluss von Lipidmolekülen, die sich spontan Lipidbilayer bilden, entstehen. Man spricht von Protobionten, den Vorläufern der Zellen, die bereits Stoffwechsel und Erregbarkeit aufwiesen, aber noch keine Vererbung zeigten..
4. Diese Aufgabe wurde von der entstehenden RNA - vermutlich katalytische RNA (Ribozym) - übernommen. Die Elemente der Stufen 1-3 kommen zusammen und erlangen die Eigenschaft der Vererbung.
5. Schließlich entstanden die ersten Lebewesen, die Prokaryoten.

Variationsmöglichkeiten Phospholipide
1. Die Fettsäuren können ganz unterschiedlich sein (Länge, Doppelbindungen),
2. manchmal sind es keine Säure-ester sondern Ether-verbindungen,
3. unterschiedliche Substituenten am Phosphat bilden unterschiedliche Kopfgruppen,
4. manchmal ist Glycerin durch ein anderes Molekül (Sphingosin) ersetzt
Cholesterin
- Bestandteil tierischer Membranen
- Lipid mit Steriodgerüst
-> Starre Ringstruktur mit Kohlenwasserstoffschwanz + kleine Hydroxylgruppe
=> Regulation der Membranfluidität
Unterhalb der Übergangstemp erhöht die Flexibilität, bzw. die Fluidität der Membran.
Oberhalb der Übergangstemp verringert die Fluidität.

glykosidische Bindung
Kohlenhydrat ist über -OH mit einer OH oder NH2-Gruppe eines anderen Moleküls verbunden.

Membran - Transport und Transportmoleküle
Membranen sind hoch selektive Permeabilitätsschranken.
Spezifische Proteine vermitteln besondere Membranfunktionen wie Transport, Kommunikation und Energieübertragung.
Membranproteine regulieren die Ionen- und Molekül-Zusammensetzung in Kompartimenten. Membrane und ihre Proteine kontrollieren außerdem den Informationsfluss zwischen den Zellen. Manche Substanzen können durch Membranen durchgehen, andere werden aufgehalten oder benötigen für ihren Transport spezielle Einrichtungen (Kanalproteine, Transportproteine).
Kompartimente der Zelle mit doppelter Doppelmembran: Mitochondrien, Chloroplasten u. Zellkern.
Kompartimente mit einfacher Doppelmembran: ER, Liposomen, Lysosomen, Glyoxysomen, Peroxisomen

Isomerie
gleiche Summenformel
(1) Konstitutionsisomere od. Strukturisomere unterscheiden sich aber in der Reihenfolge der Atome und Bindungen.
(2) Stereoisomere unterscheiden sich aber durch die räumliche Anordnung der Atome.
(2.1.) KonformationsisomerieFfür die Überführung von einer Konformation in eine andere muss keine kovalente Bindung gebrochen werden (Durch die Drehung von Einfachbindungen ineinander überführen lassen)
(2.2.) Konfigurationsisomere sind Stereoisomere.
Enantiomerie: wie Bild und Spiegelbild zueinander verhalten, aber keine Symmetrieebene innerhalb des Moleküls aufweisen.
Diastereomerie: Alle Konfigurationsisomere, die keine Enantiomere sind (cis-trans-Isomere)
