Hierarchien
Organ(-systeme) und Gewebe (z.B. Blatt)
> Zellen: funktionelle Grundeinheit (z.B. Pflanzenzelle)
> Zellorganelle (z.B. Chloroplasten)
> chemische Struktur von Molekülen (z.B. Chlorophyll)
Chemische Einheiten aller Lebewesen
1. Kohlenhydrate
2. Lipide
3. Proteine
4. Nucleinsäuren
5. spezialisierte organische Cofaktoren
Baukastenprinzip
Dehydratisierte Kondensation: 2 Monomere werden unter Abspaltung von Wasser verbunden (Rest-H + HO-Rest -> R-R +H2O)
Spaltung durch Hydrolyse: Umkehrung der Kondensation mit Wasser

Kohlenhydrate
-> Energiequelle, Speicherstoff, Baumaterial
Monosaccharid: 1 Zucker
Disaccharid: 2 Zucker
Polysaccharid: mehrere Zucker
Polymere
Ein Polymer ist ein Molekül, das aus zahlreichen gleichen oder ähnlichen Baueinheiten zusammengesetzt ist, die durch kovalente Bindungen miteinander verknüpft sind. Diese sich wiederholenden Bausteine des Polymers heißen Monomere

Proteine
- werden aus den 20 AS gebildet
- Kondensationsreaktinon: AS werden durch Peptidbindungen verknüpft
- Polypeptid: Polymer mit zahlreichen Peptidbindungen zwischen den Aminosäuren
Kondensationsreaktion (Protein)

Nucleinsäuren
Ein Polynucleotid besteht aus Monomeren (Nucleotiden) die 8 verschiedenen Nucleotide sind
(a) für DNA:
dAMP (desoxi-Adenosinmonophosphat)
dGMP (desoxi-Guanosinmonophosphat)
dCMP (Cytidinmonophosphat)
dTMP (desoxi-Thymidinmonophosphat)
(b) für RNA
AMP (Adenosinmonophosphat)
CMP (desoxi-Cytidinmonophosphat)
GMP (Guanosinmonophosphat)
UMP (Uridinmonophosphat)
Nucleotid: Nucleinbase, Zuckerrest, Phosphorsäurerest
Nucleosid: Zucker und Base
Adenintriphosphat (ATP): enthält 3 Phosphatreste

Einheit Energie
1 Joule = 1J = 1Ws = 1Nm = 1 (kgm^2)/s^2
Energieerhatungssatz
In einem geschlossenen System bleibt die Gesamtmenge der Energie konstant.
Entropiesatz
S: Unordnung
Entropie S nimmt bei allen natürlichen Prozessen zu. (Unordnung wird angestrebt)
Bei jedem Prozess geht Energie in Form von Wärme verloren. (mehr Wärme -> mehr Bewegung -> mehr Unordnung)
Eine Reaktion ist spontan wenn die Entropie zunimmt. (deltaS = S(ende) - S(Anfang))
Enthalpie
H: Wärmeinhalt
-> nur Differenz kann gemessen werden (deltaH = H(ende) - H(Anfang))
Exotherm: deltaH < 0 -> Wärme wird abgegeben
Endotherm: deltaH >0 -> Wärme wird aufgenommen
Autotrophie
Baustoffe aus anorganischen Stoffen -> erfordert Energie (endotherm)
(z.B. Photosynthese)
Heterotrophie
Zellbestandteile aus organischen Verbindungen -> liefert Energie (exotherm)
(z.B. Atmung)
Gibbssche freie Energie
delta G= delta H * T delta S
endergonisch: delta G positiv
exergonisch: delta G negativ -> spontane Reaktion
Ordnung in Biologischen Systemen
scheint Entropiesatz zu widersprechen
-> Verlust von Entropie im System -> Wärmeabgabe an Umgebung
=> Organismen sind thermodynamisch OFFENE Systeme
-> Stoff und Energieaustausch mit Umgebung

Dynamische Fließgleichgewichte
Gleichzeitiger Auf und Abbau von Systemkomponenten. Zahl der Elemente verändert sich nicht (steady state)

Gekoppelte Reaktionen
Reaktion findet nur statt wenn ein Teil exergon und ein Teil endergon ist.
Exergon> Endergon -> delta G negativ

Enzyme
-> hochselektiv, beschleunigen bestimmte Reaktionen
=> Aktivierungsenergie wird gesenkt
(Enzym stabilisiert den Übergangszustand)
Enzyme in einem Organismus …
… bestimmen:
• Welche Reaktionen laufen ab?
• Wann laufen Reaktionen ab?
• Wo laufen Reaktionen ab?
• Wie schnell laufen Reaktionen ab?
… haben keinen Einfluss auf:
• Das Vorzeichen der freien Energie (ΔG = – oder +).
• Die Änderung der freien Energie ΔG (Gibbs Energie).
• Die Lage des Gleichgewichts der Reaktionen

Katalyse
Senkung der Aktivierungsenergie durch stabilisieren des Übergangzustandes
freie Energie (delta G) bleibt unverändert
