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5. Nenne charakteristische Bewegungsmerkmale von Gehen und Laufen! Warum ist Gehen nur für geringe Geschwindigkeiten geeignet und warum läuft man nicht bei
geringer Geschwindigkeit? Welche Effekte treten bei höheren Gehgeschwindigkeiten
auf?
 

Gehen:

  • keine stützfreie Phase--> immer Bodenkontakt
  • Bein bei Fußaufsatz nahezu gestreckt und Beinstreckermuskulatur versucht die Beinstreckung in Stützphase zu halten
  • Mittelstütz mit nahezu gestreckten Bein/ Knie
  • Fußabdruck mit gestreckten Bein & Abdruckkraft relativ flach
  • KSP in Stützphase den höchsten Punkt
  • KSP zwischen Stützphasen niedrigsten Punkt
  • Bewegungsamplitude gering
  • Körper in Stützphase über Stützpunkt gehebelt

Laufen:

  • stützfreie Phase --> Flugphase
  • Fußaufsatz mit leicht vorgebeugten Bein & anschließendes Nachgeben im Kniegelenk
  • Bein im Mittelstütz gebeugt --> geringster Kniewinkel während Stützphase
  • Fußabdruck mit nahezu gestreckten Bein
  • Abdruckkraft mit höheren vertikalen Komponente
  • KSP in Schwungphase höchsten Punkt
  • KSP in Stützphase am niedrigsten
  • Bewegungsamplitude der Beinsegment höher
  • Körper wird in der zweiten Hälfte der Stützphase in Schwung gebracht

 Gehen nur für geringer Geschwindigkeiten:

  • limitierte Schrittlänge
  • hohe Bremskräfte
  • KSP muss über Stützstelle gehebelt werden

--> hohe Geschwindigkeit erzielen:

  • Erhöhung Schrittlänge: Auftrittswinkel wird noch flacher-> KSP noch weiter hinter Stützsstelle --> ernormer Energieaufwand
  • Erhöhung Schrittfrequenz: begrenzte GEschwindigkeit durch limitierten Faktor des Nerv- und Muskels-Zusammenspiel

Laufen nur bei höheren Gerschwindigkeiten:

  • unökonomisch bei zu hohen Geschwindigkeiten, aufgrund der hohen Vertikalbewegung

6. Skizziere die horizontalen Kraft-Zeit-Verläufe für Gehen und Laufen in ein Diagramm
(achte auf Unterschiede in Stützzeit und Kraftamplitude)! Beschreibe den Bewegungsablauf unter besonderer Beachtung der KSP-Bewegung mit Bezug zu den
horizontalen Kraftverläufen! Gehe dabei von der horizontalen KSP-Geschwindigkeit zu Stützbeginn aus!
 

Gehen:

  • Abbremsem in ersten Teil der Stützphase --> horizontale Kräfte entgegen gerichtet
  • KSP hinter Unterstützungspunkt (Fuß) dan kehren sich Kräfte um --> aus Bremsen wird Antrieb
  • Fortbewegungsgeschwindigkeit wird zu Beginn der Stützphase verringert
  • Ende der Stützphase -> positive Horizontalkräfte -> Gehgeschwindigkeit wird erhöht
  • im Mittel heben sich Brems- und Beschleunigungsteile auf --> Horizontalgeschwindigkeit bleibt im Durchschnitt gleich

Laufen:

  • zu Beginn wirken Bremskräfte, weil KSP hinter Stützstelle ist
  • Bremswirkung hält an, bis KSP Stützstelle passiert
  • horizontale Beschleunigung bis zum Abheben des Fußes
  • wenn Geschwindigkeit konstant sein soll, müssen Brems- und Beschleunigungskräfte sich aufheben
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7. Skizziere die vertikalen Kraft-Zeit-Verläufe für Gehen und Laufen in ein Diagramm!
Zeichne die FG-Linie in das FZ(t)-Diagramm ein! Achte bei der Skizze auf Unterschiede in der Stützzeit sowie auf Höhe und Form der Kraftkurven!

Erläutere die Zusammenhänge zwischen Bewegungsablauf und den Kraft-Zeit-Verläufen in vertikaler Richtung! Gehe dabei von der Anfangsposition und der KSP-Geschwindigkeit zu Stützbeginn aus! Wie kann man im FZ(t)-Verlauf beim Laufen den
Zeitpunkt der vertikalen Bewegungsumkehr bestimmen?
 

 

Gehen:

  • Kräfte weichen nur wenig von Gewichtskraft ab
  • in der vorderen Phase der Stützphase etwas höher, weil Körper in Mittelstütz gehebelt werden muss
  • Im Mittelstütz: Entlastung -> vertikale Beschleunigung lässt durch Hebeln nach
  • Hintere Stützphase: Kraftzuwachs -> Fußabdruck erzeugt vertikale Beschleunigung

Laufen:

  • KSP kommt am Ende der FLugphase von oben --> zu Beginn negative Geschwinidgkeit -> muss abgebremst werden
  • positive Bodereaktionskräfte bewoirken Geschwindigkeitszunahme 
  • beim verlassen des Bodens positive Geschwinidgkeit
  • 1. Hälfte des vertikalen Kraftstoßes dient dem Abbremsen der Abwärtsbewegung
  • 2. Häfte erzeugt Abfluggeschwindigkeit nach oben 
  • im oberen Umkehrpunkt der Skizze befindet sich die vertikale Bewegungsumkehr

 

! Geschwinidgkeitswirksam ist nur die Fläche oberhalb der Gewichtskraft -> um das Integral zu berechnen, muss die Gewichtskraft abgezogen werden

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8. Skizziere die vertikalen und horizontalen Kraft-Zeit-Verläufe beim Laufen in zwei getrennte Diagramme nebeneinander. Zeichne die FG-Linie in das FZ(t)-Diagramm ein!
Erläutere, wie sich die horizontale und vertikale KSP-Geschwindigkeit in der Stützphase ändert und wie die Geschwindigkeitsänderungen aus den gemessenen Reaktionskräften berechnet werden können (mit Formeln, gehe von der jeweiligen KSP-Geschwindigkeit zu Stützbeginn aus)! Skizziere die Verläufe der vertikalen und horizontalen KSP-Geschwindigkeit jeweils zeitlich passend unter die entsprechenden Kraft-Zeit-Verläufe!
 

  • das 2. Newtonsche Axiom liefert einen Zusammenhang von Kraft und Geschwindigkeit, wobei die Masse eines Körpers als Proportionalsfaktor wirkt -> F= m*a wobei a= dv/dt 
  • Daraus ergibt sich nach Umstellungen bzw. Integrationen -> F*dt = m*dv bzw. Integral (F*dt) = m* ^v (Geschwinidgkeitsänderung)
  • Kraftsoße S  ist gleich dem Impuls -> S= I= m*v
  • Geschwindigkeitsänderungen können demnach mit Hilfe des Kraftstoßes S geteilt durch die Masse des Körpers berechnet werden -> ^v = 1/m * Integral( F* dt)

! bei vertikalen Dodenraktionskräften muss dabei noch die Gewichtskraft Fg abgezogen werden  -> ^v = 1/m * Integral( (Fz-Fg)* dt)

 

Änderung der horizontalen KSP-Geschwinidgkeit in der Stützphase

  • zu Stützbeginn: Bremswirkung
  • danach unmittelbares Umschalten in Beschleunigung bis zum Abheben des Fußes

Änderung der vertikalen KSP-Geschwinidgkeit in der Stützphase

  • kommt von oben, dehalb zunächst negative Geschwindigkeitswirkung, die zunächst auf Null abgebremst werden muss
  • nach dem Abbremsen der Abwärtsbewegung erfolgt Beschleunigung
  • v ist demnach zuerst negativ, dann null, dann positiv
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9. Skizziere typische horizontale Bodenreaktionskräfte beim Laufen mit konstanter
Geschwindigkeit
, beim Beschleunigungslauf und beim Bremsen mit verschiedenen
Farben in ein Diagramm! Begründe, wie durch eine geeignete Körperhaltung vor und während der Stützphase dazu beigetragen werden kann, dass Laufen mit konstanter
Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Abbremsen begünstigt wird!
 

Konstante Geschwinidgkeit:

  • bei normaler Oberkörperhaltung ist KSP hinter Stützfuß und wird dann während des Bodenkontaktes vor STützbein geschoben

Beschleunigung:

  • durch Vorlage des Oberkörpers wird der KSP beim Aufsatz näher an die Stützstelle gebracht (in Extremfällen sogar vor der Stützstelle)

Abbremsen:

  • Durch Oberkörperrücklage kann der KSP weiter hinter Unterstützungsstelle gebracht werden
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10. Welche drei Hauptzielstellungen verfolgt der Sprinter mit dem Tiefstart? Skizziere die Zeitverläufe der Messdaten einer komplexen Tiefstartdynamographie (alle Kurven inklusive Handkräfte untereinander)! Erläutere mit Formeln, wie die Qualität eines Starts bezogen auf jedes der drei genannten Hauptziele anhand der Messkurven quantitativ beurteilt werden kann. Zeige dies jeweils mittels der konkreten Herleitung/Bestimmung geeigneter Auswertegröße aus den Messkurven!
 

Hauptziele:

  1. Minimierung der Zeit -> Zeit vom Schuss bis Verlassen des Blocks
  2. Maximierung der Horizontalgeschwindigkeit beim Lösen des Blocks
  3. Optimierung der Abdruckrichtung vom Block, sodass die darauffolgenden Schritten mit maximaler Beschnleunigung erfolgen

 

Bild 1-3: Zwischenzeiten mit lichtschranken nach 2,5; 5 und 10 Metern

Bild 4: Startsignal

Bild 5.8: Messkurven in horizontaler und vertikaler Richtung für beide Beine

 

Die Flächeninhalte der Kraftkurven geben indirekt Auskunft über die Geschwindigkeiten, die in horizontaler und vertikaler Richtung aus dem Beinabdruck resultieren.

 

Aus den Messergebnissen der Startblockdynamographie können neben der Abgangsgeschwindigkeit, der Startwinkel für den KSP, die Reaktions- und Aktionszeit bestimmen.

 

 

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11. Nenne fünf wichtige Schrittparameter zur Charakterisierung der Lauftechnik?

  • Schrittlänge
  • Schrittfrequenz
  • Stützzeit
  • Flugzeit
  • Spurweite

12. Die KSP-Bahn gibt Aufschluss über die Effizienz der Lauftechnik. Wie kann die KSP-Bahn bestimmt werden? Welche KSP-Parameter charakterisieren die Lauftechnik (mit Begründung)?

  • KSP-Bahn kann mithilfe einer Videoanalyse (2D) bestimmt werden
  • KSP-Parameter:
    • geringe Vertikalbewegung 
    • Minimierung der horizontalen Bremsanteile --> weniger Beschleunigungsaufwand
    • Minimierung der Antriebsverluste durch Querbewegungen

13. Erkläre das Prinzip zur Laser gestützten Messung von Geschwindigkeitsprofilen (LAVEG) beim Laufen. Gehe dabei auf MEssgröße, Messtakt und die formelmäßige Berechnung des v-Profils ein. Skizziere einen typischen Geschwindigkeits-Weg.Verlauf bei einem 60m-Sprint aus dem Tiefstart mit realen Geschwindigkeiten.

  • durch aussenden und reflektiern des Lichtstrahls jann die Entfernung des Läufers berechnet werden
  • mithilfe der Frequenz von 100 Hz kann ein Weg-Zeit-Diagramm erstellt werden
  • durch Ableitem ergibt sich die Momentangeschwindigkeit --> v= ^s/^t= ^s/ 0,01s

14. Nenne zwei Hauptstrategien für die Ausführung eines Tiefstarts. Durch welche Maßnahmen (Blockeinstellung, Startposition) werden diese jeweils unterstützt? Begründe.

 

  • Maximierung der Horizontalgeschwinidigkeit
    • Abdruck im Block über langen Zeitraum --> Entstehung großer Kräfte (Flächenkurve ist im Diagramm länger/ größer
    • Maßnahme: Block wieter hinten einstellen
  • Minimierung der Druckzeit
    • über einen langen Zeitraum zu drücken kostet viel Zeit
    • Maßnahme: weiter vorne einstellen

! Beide Ziele stehen im Widerspruch zueinander --> Kompromiss suchen --> Zeitminimierung in der Praxis geringere Priorität

15. Gegeben sind die Zwischenzeiten für 30m, 60m, 80m und 100m (Endzeit) von 3 Läufern. Fertige ein Differenzzeit-Diagramm an . (schnellster Läufer= Referenzläufer)

Vorgehen:

  • Messung der Zwischenzeiten bei 30m, 60m, 80m, 100m
  • Fetslegung Referenzläufer
  • Berechnung der Zeitdifferenzen der Zwischenzeiten einzelner Läufer relativ zum Referenzläufer
  • Eintrag der Differenzzeite in ein Differenzzeitdiagramm
  • x-Achse Streckenabschnitte & y-Achse Differenzzeit

 

 

Beachte:

  • alle oberhalb der x-Achse sind langsamer
  • wenn die Kurve fällt, holt der Läufer auf --> Läufer ist bei diesem Streckenabschnitt schneller wie der Referenzläufer
  • wenn die Kurve steigt, ist der Läufer im Vergleich zum Referenzläufer auf diesem Streckenabschnitt langsamer
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16. Charakterisiere die Bewegungsstrategien und die Lauftechnik beim Sprintlauf und beim Langstreckenlauf! Begründe die wesentlichen Unterschiede!

Effizienzkriterien:

  • Minimierung horizontale Bremswirkung
  • zweckmäßige KSP-Vertikalauslenkung
  • Minimierung überflüssiger Bewegungsamplituden
  • geradliniger Antrieb, Minimierung Querbewegung

 

Sprint:

  • ökonomische Kriterien in Hintergrund
  • ziehende Laufen -> aktiv greifender Fußaufsatz

 

Langstreckenlauf:

  • Schrittlänge nimmt ab
  • Schrittfrequenz nimmt ab
  • Bewegungsamplituden werden geringer

 

 

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17. Vergleiche die Bewegungsabläufe beim Laufen unter verschiedenen Randbedingungen und erläutere, welche wesentlichen Unterschiede sich jeweils im Bewegungsablauf ergeben: 

  • Laufbandlaufen vs. Tartanbahn
  • Laufen auf weichem vs. Laufen auf hartem Untergrund
  • Laufen bergan vs. Ebene
  • großer vs. kleiner Läufer

Laufband vs. Tartanbahn

Laufband

  • schnellerer Bodenkontakt/ kürzere Stützzeit aufgrund veränderter Trägheitsbedingungen
  • andere Orientierung
  • nachgiebiger als Tartanbahn
  • fehlende Umwelteinflüsse (Fahrtwind etc.)
  • höhere Schrittfrequenz und kleiner Schrittlänger
  • sichere Lauftechnik --> niedrige KSP-Lage & weiches Aufsetzen
  • Oberkörper weiter nach vorne gebeugt

Tartanbahn

  • Blick weiter nach vorne gerichtet

 

 

Weicher vs. harter Untergrund

Weicher Untergrund

  • längere Stützzeit
  • kürzere Flugzeit
  • KSP mehr abgesenkt
  • Oberkörper richtet sich am Ende der Stützphase mehr auf
  • schluckt mehr Energie --> anstrengender

Harter Untergrund

  • längere Flugphase
  • weniger aufwändig
  • weniger Krafteinsatz

 

Bergan vs. Ebene

Bergan

  • Körperhaltung wie bei Beschleunigungslauf
  • Oberkörper weiter nach vorne gerichtet
  • KSP beim Fußaufsatz über Stützstelle
  • höherer Kniehub
  • kürzere Schritte
  • höhere Frequenz

 

Bergab vs. Ebene

Bergab

  • Körperhaltung wie beim Bremsen
  • Oberkörper wird nach hinten gezogen
  • Schrittlänge und Frequenz dabei individuell stark unterschiedlich

 

Große Läufer vs. kleine Läufer

Großer Läufer

  • große Bewegungsamplitude
  • größere Schrittlänge 
  • geringe Schrittfrequenz
  • höhere Vertikalauslenkung des KSP

Kleine Läufer

  • kleine Bewegungsamplitude
  • kleiner Schrittlänge
  • höhere Schrittfrequent
  • geringe Vertikalauslenkung des KSP

 

 

18. Nenne und begründe die wichtigsten Bewegungskriterien für einen effizienten Hürdenschritt über die Männerhürde.

 

  • Flache Bahn des KSP
    • um Dauer der Flugphase zu verkürzen
    • um Aufprallkräfte in der Stützphase minimal zu halten
  • hohe KSP-Ausgangslage
    • um flache Hürdenpassage zu erreichen
  • hohe Horizontalgewschwinidigkeit
    • um schnell über die Hürde zu kommen
  • Abdruckpunkt möglichst weit vor der Hürde
    • um flache Hürdenpassage zu erreichen
  • aktiv greifender Fußaufsatz des Schwungbeins beim Stütz nach der Hürde
    • um horizontale Bremswirkung entsrpechend niedrig zu halten

19. Skizziere ein typisches Geschwindigkeitsprofil beim Hürdensprint. (Dreierschrittrhythmus, Zwischenhürdenlauf und Hürdenschritt eines Topläufers).

Welche wesentlichen Unterschiede würden sich bei einem Anfänger ergeben?

Unterschiede zum Anfänger

  • höhere Geschwindigkeitsverluste beim Fußaufsatz zum Hürdenschritt
  • größere Vertikalschwankungen beim Anfänger
  • wenig guter aktiv greifender Fußaufsatz des Schwungbeines nach der Hürder --> höhere Bremskräfte
  • beim 3.Schrit ist die Bremswirkung deutlich größer
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20. Erläutere das Prinzip der Summation von Teilgeschwindigkeiten in den leichtathletischen Sprungdisziplinen! Beschreibe die typischen Anfangsbedingungen der KSP-Bewegung zu Beginn der Stützphase zum Absprung. Welche Wirkung haben die Stützkräfte beim Absprung auf die Bewegung des KSP?

Prinzip der Summation von Teilgeschwindigkeiten

  • um eine effektive Bewegung (hohe Endgeschwindikeit eines Körpers/ Körperteil/ Endgerät) zu erreichen, müssen Teilaktionen der verschiedenen Muskeln aufeinander abgestimmt sein
  • typische Anfangsbedingungen der KSP-Bewegung: KSP des Springers bewegt sich kurz vor Brettkontakt mit hoher Horizontalgeschwindigkeit nach vorn und mit geringer Vertikalgeschwinidgkeit nach unten
  • Wirkung der Stützkräfte:  
    • der überwiegende Teil der Horizontalkräfte Fx ist der Anlaufgeschwindigkeit entgegen gerichtet
    • horizontale Kraftsstoß Sx ist entsprechend negativ  und bewirkt eine Geschwindigkeitsminderung in der Horizontalen
    • in vertikale Richtung wirken nur positive STützkräfte Fz>0
    • vertikale Geschwindigkeitsänderung ist ebenfalls positiv
  • Fazit;
    • in vorbereitenden Phase/ Anlauf wird Körper beschleunigt --> Anfangsgeschwindigkeit entsteht
    • Stützphase dient dazu, die Anfangsgeschwindigkeit in die gewünschte Abflugrichtung umzulenken & Abfluggeschwindigkeit zu maximieren

 

21. Welche Unterschide gibt es bei der Absprunggestaltung zwischen Weitsprung, Dreisprung und Hochsprung?

Weitsprung:

  • maximale Anlaufgeschwindigkeiz 
  • Umlenken der Anlaufgeschwindigkeit für maximale Abfluggeschwindigkeit
  • 20-25°

Dreisprung

  • geringer Stemmeinsatz
  • möglichst wenig horizontaler Geschwindigkeitsverlust
  • flache Flugkurve
  • 10-15°

 

Hochsprung

  • ausgeprägte Stemmphase --> großer Verlust an Horizontalgeschwindigkeit
  • komplette Horizontalgeschwindigkeit sollte in Vertikalgeschwindigkeit umgelenkt werden

22. Nenne und gewichte die Einflussfaktorn auf die Flugweite beim Weitsprung. In welchem Bereich liegen typische Absprungwinkel beim Weitsprung?

Einflussfaktoren

  • Abluggeschwindigkeit (vab)= Wurzel aus( (v x, ab^2+ v z,ab^2) = 9-9,5 m/s
  • Abflugwinkel (a) =arctan(v z/ v x)
  • Abflughöhe (zo) =1,2m
  • Landeversatz (xl) 
  • Überhang KSP (xü)

 

Aufgrund der Anfangshöhe haben Profis einen Absprungwinkel zwischen 15-18°.

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23. Skizziere typische Verläufe der Bodenreaktionskräfte Fx(t) und Fz(t) beim Weitsprung mit ihren relevanten Charakteristiken! Bezeichne die Gewichtskraftlinie und markiere die Zeitpunkte der Bewegungsumkehr in Fz(t) und der Beschleunigungsumkehr in Fx(t)! SKizziere zu den bestehenden Messkurven jeweils eine weitere Kurve, die sich ergeben würde, wenn der Springer beim Absprung mehr stemmt! Welche Konsequenzen hat das für die Abflugparamter.

Konsequenzen für Abflugparameter bei mehr Stemmeinsatz:

  • größere negative Fläche --> größerer negativer Kraftstoß
  • größerer Verlust an Horizontalgeschwindigkeit

 

  • man braucht mehr Kraft um das Stärker Absenken zu bremsen
  • nach der Bewegungsumkehr sollte die Fläche möglichst groß sein
  • Absprungwinkel wird größer

 

! Fläche unter der Kurve (Integral) gteilt durch die Masse ergeibt die Geschwindigkeitsänderung

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24. Gegeben sind die Verläufe der Bodenreaktionskräfte Fx(t) und Fz(t) beim Weitsprung. Leite mit Formeln her, wie ausgehen von den Anfangsbedingungen der KSP-Bewegung zu Stützbeginn die Abflugprarameter berechnet werden. Was ist bei der Auswertungd er horizontalen und vertikalen Bodenreaktionskraft-Verläufe jeweils zu beachten?

  • aus einem Kraft-zeit-Verlauf kann man auf die Geschwindigkeitsänderungen schließen
  • das 2. Netonsche Axion (Grundgesetz der Dynamik) liefert einen Zusammenhang von Kraft und Geschwindigkeit
    • F= m*a woebi A= dv/dt
  • daraus ergibt sich nach Umstellungen bzw. Integration
    • F*dt= m*dv bzw Integral F*dt= m*^v
  • Kraftstoß S ist gleich dem Impuls ( I=m*v)
  • Geschwindigkeitsändeurngen knnen demnach mit Hilfe des Kraftsstoßes S getilt durch die Masse des Körpers berechnet werden
    • ^v=1/m *Integral (F*dt)

 

Besonderheiten:

  • bei vertikalen Bodenreaktionskräften muss für die Geschwindigkeitsänderung dabei noch die gEwichtskraft Fg abgezogen werden
    • ^vz= 1/ m* Integral ((Fz-Fg)*dt)
  • um Aussagen über die absolute Momentangeschwindigkeit zu treffen, müssen dei Anfangsgeschwindigkeitn berücksichtigt werden
    • Vx= 1/m * Integral (Fx*dt) + V0,x
    • Vz= 1/m * Integral ((Fz-Fg)*dt) +  v0,z
  • bei vertikalen Bodenreaktionskräfte nur positive Flächen & bei horizontalen Bodenreaktionskräfte überwiegt der negative Flächeninhalt den positiven

25. Wie wird ein Kraft-Richtungs-Diagramm erstellt. Welche Informationen liefer die Kraft-Richtungs-Vektoren im Zusammengang mit der jeweils aktuellen KSP-Position des Springers? (nicht Klausurrelevant)

Vorgehen

  • Messwerte azs der horizontalen und vertikalen Bodenreaktionskraft zu verschiedenen Zeitpunkten in neues Diagramm überttragen --> es werden akso die resultierenden Kraftvektoren gebildet, in ein DIagramm eingezeichnet und die Kraftspitzen in der richtigen Reihenfolge miteinander verbunden

Informationen

  • werden vor allem für vergleichende Betrachtungen verwendet
  • gewinnt Eindruck der auf den Springer in verschiedenen Phasen wirkenden Kräfte bei Brettkontakt
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26. 2D-Videoanalyse: Auf welche Art von Bewegungen beschränkt sich die 2D-Videoanalyse? Beschreibe den Messablauf. Welche Primärinformationen können den Videodaten entnommen werden?

  • beschränkt sich auf die Bewegungen, die hauptsächlich in einer Ebene ablaufen
  • Messablauf
    • Aufnahme direkt von der Seite --> senkrecht zur Bewegungsebenee
    • feststehende Kamera
    • Maßstabsaufnahme zu Beginn --> danach darf Kamera nicht mehr verändert werden
    • markieren der interessierenden Punkte am Sportler
  • Primärinformationen
    • Bildkoordinaten --> x- und y- Koordinaten
    • Zeit zwsichen zwei Bildaufnahmen anhand der Frequenz

27. Gegeben sind die Original-Koordinaten des KSP in zwei aufeinanderfolgenden Videobildphasen eines handelsüblichen Videosystems beim Absprung zum Weitsprung: (x1, z1) und (x2, z2). Skizziere die Situation in ein z(x)-Diagramm mit Andeutung der KSP-Bahn in der Stützphase! Zeige mit Formeln, wie die Wegstrecke zwischen beiden Punkten, die Gewschwindigkeitskomponenten, die resultierende Geschwinidgkeit und der Abflugwinkel aus den beiden Koordinatenpunkten berechnet werden können?

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28. Nenne die Hauptgründe für die rasante Entwicklung des Hochsprungweltrekords von 1900 bis heute. Skizziere die Technik-Entwicklung im Hochsprung von den ersten Anfängen dieser Disziplin bis heute und bewerte die Effizienz der verschiedenen Techniken.

  • Entwicklung der Sprungtechnik
  • Entwicklung des Trainingsmaterials
  • Entwicklung der Trainingsanalyse /- methode
  • Landung
  • Belag

 

  • Hpcksprung
  • Schersprung
  • Rollsprung
  • Straddle-Springer (Wälzer)
  • Flopsprung (seit 1968)

 

  • Hay-Technik: effektivste Variante um maximal Körperüberhöhung zu erzielen, dies fällt aber zu Lasten einer effektiven Absprunggestaltung (Körper kann nicht maximal in vertikale Richtung beschleunigt werden)

 

29. Wie funktioniert die Hay-Technik? Welche Vor- und Nachteile hat sie? Warum springt keiner mit dieser Technik?

 

Vorteile:

  • maximale Körperübehröhung in dieser Position möglich

Nachteile:

  • geradliniger ANlauf
  • Körper kann nicht maximal in vertikale Richtung beschleunigt werden
  • Großteil der Absprungenergie muss in Vörwärtsrotation umgesetzt werden

30. Vergleiche und bewerte Wälzer (straddle) und Flop aus biomechanischer Sicht. Betrachte dabei Anlauf, Absprung (Stützphase) und Lattenüberquerung seperat.

Wälzer (Straddle)

Anlauf:

  • geradlinig von Sprungneinseite aus
  • großer Angriffwinkel (Körperrücklage)
  • niedrige Anlaufgeschwindigkeit
  • niedriger KSP

Absprung:

  • lattennahem Bein
  • hohe Stemmwirkung --> großer Verlust an horizontaler Geschwindigkeit
  • gestrecktes Sprungbein --> KSP höher als bei Flop

Lattenüberquerung:

  • frei von Drehimpulsen
  • Rotation durch geeignete Folge von Teilkörperbewegungen

 

Flop

Anlauf:

  • bogenförmig von Schwungbeinseite aus
  • höhere Anlaufgeschwindigkeit

Absprung:

  • mit lattenfernem Bein
  • KSP wird abgesenkt durch Kurveninnenlage
  • KSP- Umkehrpunkt weniger tief
  • Drehimpuls in Längsachse

Lattenüberquerung:

  • Verstärkung Drehimopuls durch diagonalen Schwungbeinansatz
  • Rotation um Längsachse

 

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31. Vergleiche Speedflop und Powerflop hinsichtlich ihrer biomechanischen Parameter und der verfolgten Strategie, um möglichst hoch zu springen.

Speedflop:

  • maximal kinetische Energie
  • v ist höher (8-9 m/s)
  • kurze Stützzeit (0,1s)
  • kein Absenken des KSP
  • geringer Angriffswinkel
  • weniger Schwungelemente
  • hohe Schwungbeingeschwinidgkeit

Powerflop:

  • Umlenkung durch Bremskraftsstoß
  • v ist niedriger (6-7 M/s)
  • längere Stützzeit (0.14s)

32. Beschreibe den Energiefluss in den verschiedenen Phasen eines Stabohochsprung (Anlauf, Absprung bis Lattenüberquerung). Betrachte bei der Energiebilanz auch die Rotationsenergie.

  • Anlauf: kinetsiche Energie
  • kinetische Energie aus Anlauf wird in Form von potentieller Energie in Stabbiegung gespeichert
  • durch Stabstreckung wird potentielle Energie wieder in kinetische Energie umgewandelt und auf den Springer übertragen
  • Kinetsiche Energie in Lageenergie
  • Rotationsenergie wird bei Einstich-Absprung-Übergang aus kinetischer Energie auf den Springer übertragen
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33.  Leite die Wurfparabel z(x) für den schrägen Wurf mit den Anfangsbedingungen z0=0 und x0=0 her (mit Skizze der Anfangsbedingungen und Flugbahn)! Gehe dabei von
den in horizontaler und vertikaler Richtung wirkenden Beschleunigungen aus! (Hinweis: Leite zunächst die Geschwindigkeiten und die Orts-Zeit-Verläufe für die xund z-Komponenten getrennt her!)

.

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34.  Eine Kugelstoß-Kugel wird vom Boden mit einer bestimmten Anfangsgeschwindigkeit abgeschossen und landet wieder auf dem Boden. Skizziere die Bahnkurve für einen zu flachen, einen optimalen und einen zu hohen Abflugwinkel (jeweils gleiche Abfluggeschwindigkeit)! Wo liegt der optimale Abflugwinkel?

Aufgrund der Anfangshöhe liegt der optimale Abwurfwinkel bei ca. 40-41°

 

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35.  Erläutere, warum der optimale Abflugwinkel beim Kugelstoßen individuell vom Kugelstoßer abhängt! Warum kann es in Einzelfällen beim Kugelstoßen sinnvoll sein, nichtzwingend den für die gegebenen Abflugwerte aus physikalischer Sicht optimalen
Abflugwinkel anzusteuern?

Optimaler Abflugwinkel hängt ab von:

  • Abfluggeschwinidgkeit in horizonzale und in vertikale Richtung
  • Abflugposition: Abflughöhe (z0) und Position beim Abwurf (x0)
  • Optimierung des Verhältnis a & v
  • persönliche/ individuelle Vorliebe --> man muss die Kugel treffen

36. Vergleiche die Drehstoßtechnik und die O’Brian-Technik aus biomechanischer und motorischer Sicht! Bei beiden Techniken werden unterschiedliche Strategien für das Erreichen einer hohen Abstoßgeschwindigkeit verfolgt. Erläutere diese jeweils!

O-Brian-Technik:

  • erzielen hoher Horizontalgeschwindigkeit durch Angleitbewegung
  • kontinuirlicher Beschleunigungsverlauf (Kugelbahn und Geschwindigkeitsverlauf)
  • Verwringung zwsichen Schulter- und Hüftachse in Stoßauslage, um hohe Torsionsspannung für finale BEschleunigungsphase aufzubauen
  • Nacheinander Beschleunigen von Knie, Hüfte, Schulter, Ellenbogen und Hand (wurfarmseite) --> erzeugt hohe Bogenspannung
  • Summation der Teilimpulsen

Drehstoßtechnik

  • langer Beschleunigungsweg, viel Zeit für Kraftwirkung auf die Kugel  ABER  drastische Reduktion der Kugelgeschwindigkeit beim Umstützen zur Stoßauslage --> kein konstanter Geschwindigkeitszuwachs
  • Erzielen einer hohen Rotationsgeschwindigkeit, um eine hohe Tangentialgeschwindigkeit der Kugel und hohe Fliehkraftwirkung auf die Kugel zu bewirken
  • höherer Lernaufwand und geringer Stabilität der technischen Ausführung im Vergelich der O'Brian Technik
  • keine Bogenspannung wegen sehr kurzer Stützzeit
  • Tosionsspannung durch Verwringung Hüfte und Schulter --> Umwandlung elastische in kinetsiche Energie

37. Welche Kräfte wirken während des Fluges auf diverse Wurfgeräte (4)? Nenne jeweils Wurfdisziplin, Ursache und Wirkungsrichtung! Wovon hängt die Kraftwirkung jeweils ab?

1. Luftwiderstand (Drag)

--> Diskus

Abhängig von:

  • senkrecht zur Wurfrichtung auf Anströmungsfläche A
  • Anströmungsgeschwinidgkeit v
  • Widerstandsbeiwert des Fluggerätes Cw
  • Luftdichte p
  • Ursache: vorhandene Athmossphäre
  • Wirkungsrichtung: entgegen der Wurfrichtung

2. Erdbeschleunigung/ Gewichtskraft

--> Kugel, Speer und Diskus

abhängig von

  • wirkt in negative z-Richtung
  • Ursache: Gravitation (Erdanziehungskraft)
  • Wirkungsrichtung: senkrecht nach unten

3. Lift

--> Speer und Diskus

Abhängig von:

  • dynamischer Auftrieb bei günstigem Anströmwinkel
  • es kommt zur Verdichtung der Stromlinien unterhalb des Diskus, was zu einer Druckerhöhung unterhalb des Wurfgerätes und damit zu einer Kraftwirkung senkrecht nach oben führt
  • Ursache: Über- und Unterdruck durch Stromlinien
  • Wirkungsrichtung: senkrcht nach oben (in Kombi mit Drag --> Resultierende Kraft)

4. Vibrationseffekte

--> Speer

38.  Skizziere in ein z(x)-Diagramm die Flugbahnen für ein Wurfgerät mit jeweils gleicher
Abfluggeschwindigkeit in verschiedenen Farben: a) theoretisch ohne Widerstände, b)
mit Luftwiderstand, c) mit Luftwiderstand und Auftriebswirkung (z.B. beim Diskuswurf)

.

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39. Erläutere die Kraftwirkung von Luftwiderstand (Drag) und dynamischem Auftrieb (Lift)
am Beispiel des Diskuswurfs (Phase kurz nach dem Abwurf)! Wie beeinflusst der
Anströmwinkel Drag und Lift (Diagramm)? Wie groß ist der optimale Anströmwinkel
beim Diskuswurf etwa? Nach welchem Kriterium wird er festgelegt (mit Begründung)?
Wodurch erreicht der Werfer eine stabile Fluglage des Diskus?

  • Verdichtung der Stromlinien unterhalb des Diksus --> Überdruck --> senkrechter Lift nach oben
  • Lift und Drag bedingen sich aber gegenseitig --> je höher der Anstellwinkel, desto höher der Drag
  • bis circa 35° nimmt Lift zu, allerdings zu Lasten eines höheren Drags
  • optimaler Anstellwinkel --> erfordert Kompromiss aus Lift und Drag --> circa 10°
  • stabile Fluglage aufgrund hoher Rotationsenergie --> Bild 1--> Stromlinien können so geradlinig vorbeiströmen ohne Über- und Unterdruck zu erzeugen 
  • geeigneter Anstellwinkel  und stabile Flugposition-> Bild 2 --> Überdruck unterhalb des Diskus entsteht --> Lift wirkt senkrecht nach oben --> geringer Drag
  • zu hoher Astellwinkel --> Bild 3 --> Stromlinien können nicht mehr gleichmäßig am Diskus vorbeiströmen --> Turbolenzen entstehen --> kaum Lift und Drag

 

  • Besonderheit: es gibt High-Spin und Low-Spin-Disken
    • High-Spin-Disken haben weniger Masse im Rand--> kleineres Massenträgheitsmoment --> rotieren schneller --> für Anfänger
    • ABER: es muss verhältnismäßig mehr Energie in die Rotation gesteckt werden --> zu Lasten einer hohen Abfluggeschwindigkeit gehen kann
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40.  Erläutere die Strategie des Hammerwerfers zum Maximieren der Abfluggeschwindigkeit. Beschreibe die physikalischen Zusammenhänge vom Drehantrieb bis zur Abfluggeschwindigkeit lückenlos mit Formeln. Wie erfolgt der Antrieb beim Hammerwurf? Wie entsteht die Drehgeschwindigkeit und wie kommt letztendlich die Abfluggeschwindigkeit (Bahngeschwindigkeit) des Hammerkopfes zustande?

Wodurch wird die Geschwindigkeit des Hammerkopfes limitiert (mit Begründung)? 

 

 

Fertig machen

  • bei Schleuderwürfen gilt: Wurfgerät wird auf einer Kreisbahn mit relativ großem Radius durch einwirkende Drehmomente beschleunigt und schließlich losgelassen
  • Rotationszentrum ist in der Regel nicht identisch mit der Längsache des Werfers --> der Radius kann alsp beträchlich von Länge des Armes/ Länge ds Armes und Hammerdrahtes abweichen
  • rotierende Sytsem (Werfrer-Gerät) besitzt ein Massenträgheitsmoment J, das von den n rotierenden Teilmassen m abhängt -->  J = Summe von m * r^2
  • D= Integral von M*dt --> ^L = D
  • L= J*w 
  • Vb= w* R --> Winkelgeschwindigkeit & Radius R = Bahngeschwindigkeit
  • Loslassen:Vb= V ab --> muss maximal sein --> w muss maximal sein

 

Wie erfolgt der Antrieb?

  • Erzielen hoher Drehmomente über einen (optima langen) Zeitraum, damit das Integral D des Drehmomentstoßes möglichst groß wird

Wie entsteht Drehgeschwindigkeit?

  • durch das Drehen der Masse (Wurfgerät) um eine Rotationsache, die sich ändern kann

Wie kommt die Abfluggeschwindigkeit zu Stande?

  • Abfluggeschwindigkeit = Bahngeschwindigkeit zum Zeiptunkt des Loslassen

Wodurch wird die Geschwindigkeit des Hammerkopfes limitiert?

  • Hammerdrahtlänge --> r im Massenträgheitsmoment
  • Konstitution des Werfers --> Armlänge --> r  im Massenträgheitsmoment
  • Anschubkräfte des Durchbeins
  • Fliehkräfte --> nehmen quadratisch mit der Drehgeschwindigkeit zu --> F flieh= m gerät * R+ w^2

41. Erläutere den Zusammenhang zwischen Weg, Geschwindigkeit, Beschleunigung und
Kraft! Wie können diese Größen ineinander überführt werden? (grafische Veranschaulichung von Weg-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverläufen)

.

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42. Skizziere den Zeitverlauf der Bahngeschwindigkeit des Hammerkopfes bei einem Wurf
aus drei Drehungen! Wie kann die Bahnbeschleunigung daraus berechnet werden?
Skizziere die Bahnbeschleunigung unter die Geschwindigkeits-Kurve! Achte dabei
insbesondere auf den korrekten Kurvenverlauf zu Beginn und am Ende der
Bewegung!

 

SKizze machen

  • Bahnbeschleunigung ergibt sich aus dem Ableiten der Geschwindigkeit a= dv/dt
  • Extremunkte von Geschwindigkeit --> Nullpunkte von Beschleunigung
  • Wendestellen von Geschwindigkeit --> Extremstellen von Beschleunigung
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43.  Erläutere, wie beim Speerwurf der Flug des Speeres durch dessen spezielle
Eigenschaften beeinflusst wird! Welche Kräfte bzw. Drehmomente wirken (Skizze)?

  • beim Speer ist der Mittelpunkt der Anströmfläche (Druckzentrum = Angriffspunkt der WIderstands- und Auftriebskräfte) nicht mit dem Massenschwerpunkt identisch
  • dadurch entsehen Kippmomentte, die sich mit steigendem Angriffswinkel y erhöhen (Fda nach oben und Fg nach unten --> Kippmoment)
  • beim Abwurf erhält SPeer oft einen Drehimpuls --> Anstellwinkel uu Beginn leicht erhöht 
  • durch die entsehenden Kippmomenze senkt sich der Speer im letzten Drittel des Wurfes --> sticht mit Spitze in den Rasen

Wirkende Kräfte:

  • Gewichtskraft Fg
    • wirkt senkrech nach unten
    • setzt am Schweropunkt des Speeres an
  • Luftwiderstand Fw
    • wirkt in Richtung des Luftstromes
    • setzt am Druckzentrum des Speeres an
  • Auftriebskraft Fda
    • wirkt senkrecht nach oben
    • setzt am Druckzentrum des Speeres an

 

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44. Wie kann die Abfluggeschwindigkeit beim Speer bestimmt werden. Erläutern und bewerte drei gängige Messverfahren.

1. Lichtschrankentore

  • reißen eiens Lichtstrahles beim Durchfliegen beider Tore --> Schaltsignal am PC 
  • Zeit zwsichen beiden Toren wird gemessen --> aus bekannten Abstand der beiden Tore kann die Abfluggeschwidigkeit mit dem Satz des Pythagoras berechnet werden
  • Aber: Windanfällig und relativ aufwändig zum Aufbauen

2. Beschleunigungssensor

  • Beschleunigungssensor wird mit Hilfe einer Abriss-Kabel-Verbindung  an der Wicklung des Speeres angebracht
  • Daten werden über eine Verteilerbox am Gürtel des Werfers zu einem Messrechner übertragen
  • Beschleunigungssensor fliegt dann beim Abwurf mit dem Speer mit
  • Sicheres Verfahren, sofortiges Ergebnis am PC und Liefert auch Daten für die Technik (Wurfverzögerung etc.)

3. Videoanalyse

  • mithilfe der 3D-Videoanalyse lassen sich sämtliche Parameter des Bewegungsablaufes erfassen
  • (Aufnahme aus 2 Kameraperspektiven --> Umrechnung Bilddaten mit mathematischen Transformationsverfahren)
  • Liefert exakte Ergebnisse und Daten zur Technikanalyse
  • ABER: keine sofortigen Ergebnisse und aufwändig und teuer

45. Nenne die wichtigsten Kriterien für die Bewertung der Hauptbeschleunigungspahse beim Speerwurf.

  • maximaler Beschleunigungsweg
  • maximale Endgeschwindigkeit
  • Verzögerung der Hauptbeschleunigung
  • Optimierung der Abflug- und Anstellwinkel

46.  Wie kann der axiale Beschleunigungs-Zeit-Verlauf in der finalen Beschleunigungsphase beim Speerwerfen gemessen werden? Skizziere einen typischen a(t)-Verlauf! Wie wird aus dem Messergebnis a(t) die Abwurfgeschwindigkeit berechnet? Welche
Zusatzinformation wird benötigt, woher kann man diese bekommen?

  • die BEschleunigungsphase kann mit Hilfe eines Beschleunigungssensors berechnet werden
  • Abwurfgeschwindigkeit Vab= Integral von t0 bis te (a*dt+V0)
  • V0= Anlaufgeschwindigkeit --> mit Hilfe von LAVEG (Weg-/ Geschwindigekitsmessung auf Basis der Lichtzeit) messen

47. Welche Informationen liefert der Beschleunigungs-Verlauf beim Speerwurf über die
technische Qualität der Abwurfphase? Skizziere die Beschleunigungs-Zeit-Verläufe
für einen Anfänger und einen Spitzenwerfer (mit Zeitmarke beim Setzen des Stemmbeins)! Achte darauf, dass die Unterschiede im Geschwindigkeitszuwachs und in der Bewegungstechnik in den beiden Kurven deutlich zum Ausdruck kommen

Informationen über technische Qualität:

  • Zuwachs der Geschwindigkeit beim Abwurf
  • Wurfverzögerung ( sichtbar durch steilen Beschleunigungsanstieg nach dem Stemmen)
  • Beschleunigungsmaximum (Spitze) liefert Hinweise über bessere Schnellkraft/ Maximalkraft
  • größerer Hauptbeschnleunigungsanstieg
  • größere Fläche unter der Kurve
  • Abwurfverzögerung zum Stemmbeinaufsatz
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48. Berechne den Körperschwerpunkt (analytische Methode) bzw. das Massenträgheitsmoment für einen gegebenen Körper

  • Relativmassen der Teilkörper ^Gi bezogen auf Gesamtmasse M& Massenschwerpunktkoordinaten Xi, Yi und Zi benötigt
  • man liest Koordinaten der obigen teilkörper ab und berechnet die x/y-Koordinate des Schwerpunktes
  • Xksp = Summe von Xi* ^Gi
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49.  Ermittle den KSP eines Körpers mit 3-4 Gliedern zeichnerisch nach der geometrischen
Methode!

  • geometrische Konstruktion des Schwerpunktes von Mehrkörpersytsem beruht auf dem Zusammenhang, dass das GEsamtdrehmoment Null wird, wenn der Körper im Gesamtkörperschwerpunkt aufgehängt wird
  • Drehmomentgleichgewicht liegt vor, wenn der Drehpunkt gleich dem Schwerpunkt ist M1=M2 <-> F1*r1 = F2=r2

50. Wie erfolgt die Berechnung des Massenträgheitsmomentes eines Turners, wenn er
nicht um den KSP rotiert (z.B. beim Kippen oder Schwingen am Reck)?

Begründe, warum in diesen Fällen die Methode für die Standard-Berechnung des Massenträgheitsmomentes zu kleine Werte liefert!

  • Berechnung des Massenträgheitsmoments funktioniert theoretisch über das Integral der Abstandsquadrate der Massenteil
  • Summation einer überschaubaren Anzahl von  n Massenteilen 
  • Teilmassenträgheitsmomente J [kg*m^2]= Produkt der Teilmassen ^mi* Quadrat des Abstandes ri von der Drehachse --> Summe der Teilmassenträgheitsmomente von allen n Teilkörpern

 

Satz von Steiner

  • Drehungen um KSP-ferne Drehachsen : Gesamtmassenträgheitsmoment  setzt sich aus Summe des Massenträgheitsmoments bei der Rotation des Schwerpunkts um die zentrale Drehachse MR^2 und des Massenträgheitsmoments des Körper bei der Rotation um seinen KSP
  • Jgesamt = M*R^2 + Jschwerpunkt

51. Erläutere den Zusammenhang zwischen Winkel, Winkelgeschwindigkeit, Winkelbeschleunigung und Drehmoment! Wie können diese Größen ineinander überführt werden (Rechenoperationen und grafische Veranschaulichung)?

  • Dremoment M = Kraft F * senkrecht verlaufenden Abstand R der Kraftwirkungslinie zum Drehpunkt --> M= F*r
  • Winkelgeschwinidgkeit w: gibt an welcher WInkel in einer bestimmten Zeit überstrichen wurde 
  • Winkelbeschleunigung = zeitliche Änderung der Winkelgeschwindigkeit eines sich drehenden Objektes  --> Ableitung der Winkelgeschwindigkeit
  • zwischen Drehmoment M und WInkelbeschleunigung besteht bei starren Körpern mit dem Trägheitsmoment J die Beziehung : M= J*a
  • Universell anwendbar : M=F*r*sin(a)

52. Erläutere lückenlos mit Formeln, wie ein Saltospringer beim Absprung vom Boden seine Drehgeschwindigkeit „erzeugt“! Skizziere eine typische Absprungposition zum
Vorwärtssalto mit Bezeichnung von KSP und Kraftrichtungsvektor und zeige, wie dort
Drehmomente entstehen!

  • um Drehmomente zu erzeugen muss der Kraftsstoß am aktuellen Drehpunkt vorbeigehen --> exzentrischen Kraftstößen
  • Drehimpuls L= Massenträgheitsmoment J * Winkelgeschwindigkeit W
  • Körper besitzt Drehimpuls, wenn er rotiert --> w ist NICHt 0
  • ^L = Integral von ( M*dt) --> zur Erzeugung von Drehimpulsen müssen Drehmomente über einen gewissen Zeitraum wirken 
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53.  Erläutere lückenlos mit Formeln, wie ein Wasserspringer beim 1½-fachen Salto vorwärts die Drehgeschwindigkeit reguliert! Gehe dabei auf den Beginn der Flugphase, den Mittelteil des Fluges und die Eintauchphase ein! Skizziere die ZeitVerläufe
von Drehimpuls, Winkelgeschwindigkeit und Massenträgheitsmoment (schematisch)!

  • Grundlage der Regulation der Drehgeschwindigkeit ist der Drehimpulserhaltungssatz --> wirken auf einen Körper keine äußeren Drehmomente, so bleibt sein Drehimpuls konstant M= 0 --> L =J*w = Konstant
  • das MAssenträgheitsmoment J kann während freien FLug leicht verändert werden durch Verschiebung der Teilkörpermassen --> Beine werden angezogen --> Radius r wird kleiner --> J = m*r^2 --> J wird kleiner --> damit L= J*w konstant bleibt, wird w größer
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54. Wie kann ein Salto (reine Breitenachsenrotation) in eine Kombination von Längs- und
Breitenachsendrehung überführt werden? Konstruiere die Vektorkomponenten des
Drehimpulses bei Erhaltung des Gesamtdrehimpulses für diese Situation!

asymetrische Verlagerung der Teilmassen

  • Drehimpuls-Vektor kann sich aus verschiednene Teildrehimpulsen zusammensetzen
  • asymetrische Verlagerung von Teilmassen --> Haupträgheitsachsen des Körper gekippt
  • im Gegenzug orientiert sich der Vektor der Drehgeschwindigkeit neu --> drehender Körper bekommt Rotationskomponente um Längs- und Breitenachse
  • resultierende Drehimpulsvektor ändert sich nicht Aber seine Teilkomponenten

Pseudorotationen

  • Pseudorotationen= Reihe von Teildrehungen um verschiednene Rotationsachsen von mehrgliederigen System
  • die Teildrehimpulse heben sich teilweise auf, sodass der Gesamtdrehimpuls stets erhalten bleibt
  • Bsp: Katze landet immer auf den Beinen

Fazit

In der Praxis der akrobatischen Sportarten werden für die Verlagerung der Drehachsen bei Flugelementen beide Strategien genutzt

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55. Erläutere (3) Möglichkeiten, mit denen eine Längsachsenrotation (z.B. eine
Schraubenbewegung) erzeugt werden kann!

1. Asymetrische Verlagerung der Teilmassen: 

- durch asymetrische Verlagerung von Teilmassen werden Hauptträgheitsachsen des Körpers gekippt 

- Vektor der Drehgewschwinidgkeit neu orientiert --> Rotationskomponente um Längs- und Breitenachse

- resultierende Drehimpulsvektor ändert sich nicht

 

2. Pseudorotationen

-  Reighe von Teildrehungen um verschiedene Rotationsachsen von mehrgliedrigen Sytem in geeigneter Abfolge

- Drehimpulse heben sich auf --> GEsamtdrehimpuls bleibt erhalten

 

3. Drehmomenterzeugung beim Absprung 

- Arme rotieren --> stoppen --> Drehimpulsübertragung auf den Körper

56.  Wie funktioniert die Katzendrehung? Welche physikalischen Prinzipien liegen dabei zugrunde?

Pseudorotationen

- Reihe von Teildrehungen um verschiedene Rotationsachsen von mehrgliedrigen System

- Katze rotiert zunächst die Vorderbein --->  J Unterkörper sinkt, Geschwindigkeit w Unterkörper steigt <-> J Oberkörper steigt und Geschwindigkeit w sinkt

- danach Rotation der Hinterbeine -->  J Unterkörper steigt und Geschwindigkeit w sinkt <-> J Oberkörper sinkt und Geschwindigkeit w Oberkörper steigt

57.  Ein Absprung zum Salto vorwärts dauert 0.4s. In der ersten Hälfte wirken dabei Bodenreaktionskräfte von 1000N, wobei der Kraftvektor 5cm am KSP vorbeigeht. In der zweiten Hälfte des Absprungs geht eine Kraft von 800N mit ihrer Wirkungslinie
10cm am KSP vorbei. Skizziere das Drehmoment-Zeit-Diagramm und berechne den daraus resultierenden Drehimpuls!

M1= F1*r1= 1000 N * 0,05 m = 50 Nm

M2= F2*r2= 800 N *0,1 m = 80 Nm

^L = Integral von M*dt= 50 Nm * 0,2 s + 80 Nm* 0,2 s= 26 Nms

 

58. Ein Turner hat beim Absprung zum Salto vorwärts einen Drehmomentstoß von z.B. 60Nms erzeugt. Wie groß ist die daraus resultierende Drehgeschwindigkeit beim Abflug, wenn das Massenträgheitsmoment um den KSP 10kgm2 beträgt? Wie viele Umdrehungen kann der Springer bei unveränderter Körperhaltung in 1.5s Flugzeit schaffen?
(Achtung: Bei der formalen Berechnung ergibt sich die Drehgeschwindigkeit in
Bogenmaß (rad). Diese muss noch umgeformt werden:
2π=6.28 (rad) = 1 Umdrehung)
 

Drehmomentstoß Integral von M = ^L =60 Nms

L= J*w --> w= L/ J =60/10= 6 [rad]

 

6/6,28 = 1 Umdrehung pro Sekunde

 

Antwort: der Springer kann in 1,5 s etwa 1 1/2 Umdrehungen schaffen

59. Beschreibe den Energiefluss beim Trampolinspringen (mit Formeln)! Gehe dabei von
einem Fall aus der Höhe h0 auf das Trampolin-Tuch aus (Hinweis: Betrachte alle Eckpunkte mit Übergängen zwischen kinetischer und potentieller Energie! Setze die minimale Höhe zum Zeitpunkt der maximalen Tuchauslenkung: hU=0) Wie gelingt es
dem Springer, höher als die ursprüngliche Fallhöhe zu springen? Begründe, warum das funktioniert (3)!
 

Energiefluss

Ausgangsposition

  • stehen in Höhe h(start)
  • h(0) = Bodenhöhe

Zwischenposition

  • Tuchberührung ( h=h(tuch); x=0)
  • tiefster Punkt (h=h(min) ; x=x(max))
  • Abheben vom Tuch (h=h(tuch); x=0)

Endposition

  • Gipfelhöhe h(start)

 

siehe Bild

  • ständiger Wandel zwischen den Energieformen
  • Summe der Energieformen bleibt gleich

Warum springt er höher?

  • er arbeitet am Tuch --> Kniebeugen -> Abdrücken
  • dadurch wird Tuch weiter gedehnt -> höhere Federenergie und der KSP durch die Beinstreckung am Umkehrpunkt erhöht
  • Unterstützung durch Armbewegung, diese übertragen einen Impuls beim Abbremsen des Armschwungs auf den Gesamtkörper
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60.  Beschreibe die Energieumwandlung beim Schwingen am Reck! Wie kann der Schwung aus dem Hang in Gang gebracht werden? Erläutere und begründe, wie man zweckmäßig die Schwungamplitude erhöht!

  • beim Pendeln am Reck erfolgt eine Energieumwandlung zwischen reiner Lageenergie an den Umkehrpunkten und kinetischer Energie ( Translation und Rotation) im unteren Durchgangspunkt
  • Schwungamplitude vergrößern:
    • durch Hüftaufzug bis kurz vor Sturzhang verkürzen des Pendels bei Vorschwung --> dann Unterschwung
    • Verkürzung des Abstandes des KSP con Drehpunkt
    • anschließende Pendelverlängerung im Umkehrpunkt -->KSP entfernt sich von Drehachse
  • Energiezufuhr durch Verrichtung von Arbeit

61.  Erläutere und begründe die Strategie des Turners bei einer Riesenfelge am Reck!
Gehe von der ruhenden Handstandposition auf der Reckstange aus und betrachte Abwärts- und Aufwärtsbewegung separat! Skizziere die Zeitverläufe von Drehwinkel,
Drehgeschwindigkeit und Drehmoment bei einem Riesenfelgumschwung aus dem Handstand qualitativ (zu Beginn und am Ende der Riesenfelge steht der Turner im Handstand in Ruhe bei 0° bzw. bei 360°)!

  • mechanisch betrachten werden Umschwungbewegungen aus dem HAng, aus dem Stütz und bei der Riesenfelge aus dem Handstand durch Drehmomente initiiert
  • dies erfolgt durch Verlagerung des KSP  aus der Lotrechten der Reckstange (Drehzentrum)
  • anschließend erfolgt rotationsantrieb durch die Schwerkraft, die gewissen Abstand vom Drehpunkt zur Wirkung kommt und Drehmomente erzeugt

 

Skizze fehlt

62. Beschreibe die „Kippe“ aus dem Hang am Reck (Langhangkippe)! Nenne wesentliche Schlüsselpositionen und Limits für den Erfolg der Kippbewegung! Welche Alternative
gibt es für Anfänger, bei der Kippe schnell erfolgreich in die Stützposition zu gelangen?

  • bei Kippbewegungen wird ausgehend von einer Kippposition durch zügiges Strecken im Hüftgelenk und abruptes Abbremsen der Beine ein Drehimpuls und ein translatorischer Impus von den Beinen auf den Gesamtkörper übertragen --> Kippen der Körperachse und verschieben des KSP
  • Drei Prozesse, die das Aufrichten des Oberkörpers und der Schub nach oben in den Stütz unterstützt
    • Vorbereitungsphase: Vorschwumg mit gestreckten Körper (1)
    • vorderer Umkehrpunkt: Hüftgelenk gebeugt
    • Abbremsen der Beinde nach der Hüftbeugung beschleunigt vor allem den Rückschwung
    • synchron  mit Schließen des Arm-Rumpf-Winkels --> zügiges Strecken im Hüftgelenk
    • abruptes Abbremsen der Beinstreckung (Kippstoß) --> bewirkt Übertragung con Drehimpulsen auf dem Rumpf
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63.  Nenne Ursachen, Angriffspunkt und Wirkungsrichtung der Kräfte, die auf den ruhenden und auf den sich im Wasser fortbewegenden Schwimmer wirken! Welche Drehmomente können dabei auftreten?

ruhenden Schwimmer:

  • Schwerkraft
    • Ursache: Gravitation/ Schwerkraft
    • Angriffpunkt: am KSP
    • Wirkungsrichtung: senkrecht nach unten
  • Statischer AUftrieb
    • Ursache: Unterschiede in der Dichte des Wassers & Körpers
    • Angriffspunkt: am Volumenmittelpunkt (VMP)
    • Wirkunsgrichtung: senkrecht nach oben

 

Fortbewegenden Schwimmer:

  • Formwiderstand= Strömungswiderstand
    • wirkt in Strömungsrichtung des Wasser --> entgegen Bewegungsrichtung des Schwimmers
    • Fw= 1(2 Cw*p*A*v^2
  • Oberflächenwiderstand
    • vorbeiströmende Wasser bewirkt an der Oberfläche des Schwimmers einen Widerstand
    • Widerstandsbeiwert Cw --> in Formel enthalten
  • Dynamischer Auftrieb
    • durch schräg zur Stömung stehende Anströmflächen entstehen Druck unterschiede an der Unter- und Oberseite des Körpers -> Kraftwirkung (Lift) --> senkrecht zur Anströmrichtung
    • hängt ab von Anströmfläche A, Wasserdichte p, Anströmgeschwindigkeit v und Auftriebskoeffizienten Ca
    • Fa= 1/2 * A* Ca*p*v^2
  • Vortriebskräfte
    • durch Armzug, Beinschlag etc. und durch Nutzung der Wasserströmung erzeugt werden
    • wichtigsten Komponente der am Schwimmer angreifenden Kräfte

 

Drehmomente

  • Entsteheung durch gegenläufige Wirkung von Schwerkraft und statischer Auftriebskraft--> bis zum Erreichen eines stabilen Gleichgewichts

 

64.  Unter welchen Bedingungen kann ein Schwimmer seine Schwimmgeschwindigkeit beibehalten, wann kann er sie erhöhen? Erläutere die physikalischen Hintergründe (klassische Erklärung, Basiserklärung für den Antrieb), wie sich ein Schwimmer aus
der Ruhe in Bewegung setzen kann!

  • Schwimmgeschwindigkeit beibehalten: Fantrieb= Fwiderstand
  • Schwimmgeschwindigkeit erhöhen: Fantrieb > F widerstand

 

Aus Ruhe in Bewegung setzen

  •  Actio= Reactio: 3. Newtonsche Axiom ist Basisprinzip --> Schwimmer bringt Kräfte  auf das Wasser--> es wirken identische Kräfte auf den Schwimmer aber in entgegengesetzter Richtung auf den Schwimmer
  • Kraftstoß umd Impulsänderung: Schwimmer überträgt eien Impuls auf das Wasser^i = m (schwimemr) * ^v(schwimmer)
    • dieser Impuls wirkt auch in gleicher Weise auf den Schwimmer
    • Bildliche Vorstellung: hinter den Antriebsflächen liegt ein Wasserpaket mit der Masse m(wasser), dass durch eine Zug- oder Druckbewegung der Antriebsfläche beschleunigt wird --> Geschwindigkeitsänderung ^v(wasser) --> die so erzeugte Impulsänderung ^i (wasser) trifft den Schwimmer in entgegengestzer Richtung und beschleunigt ihn
    • Einschränkungen: nur die in Schwimmrichtung wirkenden Impulsänderungen sind von effektivem Nutzen; nur die ÄNDERUNG des Wasserimpulses geht in die Beschleunigungsbilanz ein; beschleunigte Wasser masse hat KEIN konstantes Volumen --> Turbulenzen an und um die Antriebsfläche
  • Drag und Lift: 
    • Flächen, die schräg zur Anströmrichtung des Wasser gestellt sind --> erzeugen Drag (Widerstand) und Lift (Auftrieb)
    • Lifteffekte bzw. die Resultierende aus Drag und Lift, können ebenfalls als Vortrieb genutzt werden
  • Vortexeffekte
    • ​​​​​​​​​​​​​​Antrieb durch die Übertragung von Impulsen aus turbulenten Wassermassen und den damit verbundenen Druck- und Sogwirkungen --> Vortex-Effekte
    • Bsp: bei Delphin-Kicks entstehen hinter dem Schwimmer eins o genannter Nachlauf, der unter günstiugen Bedigungen Schubkräfte auf den Schwimmer verursacht
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65.  Erkläre die Begriffe Drag und Lift (Prinzip, Kraftangriffspunkt und Kraftwirkungsrichtung)! Erläutere an einem prägnanten Beispiel, dass ein Schwimmer auch bei Bewegungen der Antriebsflächen quer zur Schwimmrichtung Vortrieb erzeugen kann! Welche Bedingungen müssen dabei erfüllt sein?

Drag

  • Formwiderstand der in Anströmrichtung wirkt
  • Frag an den Angriffflächen sollte maximiert werden, sonst natürlich minimiert werden
  • wirkt an Mittelpunkt der Anströmfläche des betrachteten Körperteils

Lift

  • aufgrund der Druckunterschiede bei schräg angeströmten Flächen kommt es zu einer Sogwirkung, die senkrecht zur Anströmrichtung wirkt
  • greift am Mittelpunkt der Anströmfläche des betrachteten Körperteils an

 

Beispiel 1

  • siehe oberes Bild
  • Handfläche befindet sich beim Brustzug in diese STellung
  • es wirken Drag Fw und Lift Fa --> Resultierende Fr liefert einen Vorwärtsschub

Beispiel 2

  • siehe unteres Bild
  • beim Kraulbeisnchlag resultieren Antriebskräfte überwiegend aus Lift
  •  
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66. Skizziere am Beispiel des Kraularmzuges, wie Drag und Lift nach dem Wasserfassen, im Hauptzug und am Ende der Zugphase (kurz vor dem Ausheben) zusammenwirken!
Zeichne an die Zugbahn der Hand jeweils die aktuelle Anströmrichtung, die optimale
Stellung der Handfläche und die Kraftvektoren von Drag und Lift ein! (drei Punkte bezeichnen: Wasserfassen, Mittelzug, Ausheben, die globale Wasserströmung entgegen der Schwimmrichtung darf bei der Bezeichnung der Kraftvektoren an der Hand vernachlässigt werden.)

.

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67. Erläutere das Zusammenwirken von Drag und Lift bei der Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Beine beim Kraulbeinschlag! Skizziere die Bewegungsbahn eines Fußes in der Mitte eines Abwärtsschlags und zeichne die Vektoren von Drag, Lift, der
resultierenden Kraft und der Vortriebskraftkomponente ein, so dass ein Vorwäreeteantrieb entehten würde!

  • Drag und Lift treten immer zusammen auf
  • bei der Aufwärtsbewegung ergibt sich der WIderstand entgegen gesetzt der aktuellen Bewegungsrichtung des Beines --> Lift senkrecht zum Drag
  • diese beiden Lräfte werden in einer >Resultierenden zusammengefasst --> horizontale Anteil dient als Antriebskraft
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68.  Welche Antriebskonzepte (3) werden im Schwimmsport zur Erklärung des Vortriebs herangezogen? Erläutere ausgehend vom physikalischen Grundprinzip der Antriebswirkung das Wesen der drei gängigen Konzepte und bewerte deren
Gesamteinfluss auf die Vortriebswirkung! Welche Bedeutung haben die jeweiligen Erklärungsmodelle (Konzepte) für die Technikvermittlung im Schwimmsport?

Grundprinzip: Actio= Reactio

1. Drag

2. Lift

3. Vortexeffekte

 

 

Gesamteinfluss und Bedeutung für die Technikvermittlung

  • größten Einfluss auf den Vortrieb nimmt die Beschleunigung ruhender Wassermassen
  • das Antriebskonzept kann auch in der Schule bildlich erklärt werden --> große Bedeutung bei der Technikvermittlung sowohl im Schul- und Leistungssport
  • Drag und Lift besitzen v.a. anden Handflächen einen eher geringen Anteil an der Fortbewegung
  • Vortrieb der Kraulbeine aber auf Lift zurückzuführen
  • Vortexeffekte --> kompliziertes Erklärungsmodell --> positive Einfluss dieser Effekte ist umstritten

69. Was sind Vortex-Effekte? Erläutere anhand von Beispielen (2), wie im Schwimmsport Antriebskraftwirkungen durch Vortex-Effekte zustande kommen können!

  • Antriebe durch die Übertragung von Impulsen aus turbulenten Wassermassen und den damit verbundenen Druck- und SOgwirkungem

Beispiele

  • Zugbewegung der Handfläche durch das Wasser --> dabei entstehen infolge von Druckunterschieden an der Handvorder- und rückseite ebenfalls turbulente Strömungen  --> Sog-Effekte = Vortex-Zöpfe7
  • durch Körperwellen (Undulation) können systematisch turbulente Strömungen erzeugt werden, die den Vortrieb unterstützen --> rotierende Wasserwalzen imNaachtrieb unterstützen den Vortrieb
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70. Welche (3) grundlegenden Handlungsstrategien verfolgen Schwimmer zur Maximierung ihrer Schwimmgeschwindigkeit! Nenne jeweils 2 Beispiele!

1. Maximierung der Antriebskräfte

  • BEschleunigung ruhender Wassermassen --> für Impulsänderung (scih bereits bewegende Wassermassen können keine so hohe GEwschwindigkeitsänderung erfassen)
  • möglichst langer Zugweg (Schaufelkettenprinzip und Schlüssellochbewegung)
  • möglichst senkrecht zur Bewegungsrichtung ziehen
  • Pseudoflächen bilden --> Spreizen der Finger für größere Antriebsfläche durch Verwirbelungen zwischen den Fingern

2. Minimierung der Widerstandskräfte

  • Minimierung der Formwiderstände
  • strömungsgünstige Wasserposition
  • Minimierung OPberflächenwiderstand

 

71.  Wie funktioniert ein Strömungskanal für den Schwimmsport? Bewerte Möglichkeiten und Grenzen von Strömungskanälen für Training und Leistungsdiagnostik?

  • im Leistungssport werden Schwimmkanäle zur Bewegungsanalyse und zur Messung physiologischer Parameter beim Schwimmen genutzt 
  • Schwimmkanal besteht aus einem mindestens 5 meter langen Becken, einem Wassermumlauf, der durch Turbinen unter den Schwimmbecken geregelt wird
  • Strömungsgeschwinidgkeit und damit die Trainingsintensität kann individuell geregelt werden
  • Vorteil
    • exakte Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit
    • standardisierte Belastungssteuerung
    • stationäre Position des Schwimmers ermöglich beste Videokinematik
    • leistungsphysiologische Parameter können auch erfasst werden
  • Nachteile
    • teuer und aufwändig im Bau und Unterhalt
    • meistens nur ein Schwimmer kann trainieren

72. Erläutere und begründe die Unterschiede in der KSP-Kinematik des Brust- und Kraulschwimmens? Skizziere die KSP-Geschwindigkeitsprofile eines Schwimmers für die Brust- und die Kraullage (zwei Farben) in ein v-t-Diagramm! Zeichne jeweils auch die mittlere Schwimmgeschwindigkeit ein!

! Ein Schwimmzyklus ist durch Vortiebs- und rückholsphasen gekennzeichnet --> über mehrer Zyklen hinweg ergibt sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit

 

Brustschwimmen:

  • Ausgangspunkt: nahezu gestreckte Körperlage vor Beginn des Armzugs
  • Einsetzen beidarmiger Armzug --> Vortriebskräfte werden entwickelt --> Anheben der GEschwindigkeit über den Durchschnitt
  • Rückholphase von Arme und Beine geschieht unter Wasser --> hohe Frontalwiderstände --> Geschwindigkeit nimmt stark ab
  • anschließender Beinstoß führt wieder zu Vortrieb auf die mittlere Durchschnittsgeschwindigkeit

Kraulschwimmen

  • ein Vergleich zum Brustschwimmen zeigt, dass die Geschwindigkeitsdifferenzen wesentlich geringer sind, da ein Arm permanent für Vortrieb sorgt
  • die Rückholbewegung des anderen Arms findet außerhalb des Wassers statt --> kein nennenswerter Widerstand
  • Beine sorgen ebenfalls für kontinuierlichen Vortrieb, ohne dabei den Formwidertsand stark zu erhöhen
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73. .Nenne zu einer vorgegebenen Schwimmart (Brust, Kraul, Delphin oder Rückenkraul) prägnante Hauptfehler und erläutere die daraus resultierenden Konsequenzen für den Bewegungsablauf! (Hinweis: Nutze gegebenenfalls die Begriffe Vortriebskraft, Widerstand, dynamischer Auftrieb, Drehmoment usw.)

Zwei Kategorien von Fehlernbildern

  • mangelnde Effizienz der Vortriebsentwicklung
  • unnötig hohe Widerstandskräfte entgegen der Schwimmrichtung

 

Kraul:

  • schlechte Wasserlage durch falschen Beinschlag -->größerer Widerstand
  • zu starkes Drehen des körpers beim Einatmen --> es entstehen Drehmomente

Brust

  • Anziehend er Bein unter die Hüfte --> Erhöhung Frontalwiderstandes
  • Scherbeinschlag --> mangelnder Vortrieb

Delphin

  • Schlusskick an falscher Stelle --> ineffizienter Antrieb 
  • schlechte Körperwelle --> Erhöhung des Formwiderstandes
  • ineffizienter Beinschlag

Rücken

  • Absinken der Hüfte/ Beine --> Erhöhung des Widerstandes -_> Flächenvergrößerung
  • kein Drehen des Körpers beim Armzug --> Erhöhung des Widerstandes & kein maximaler Weg des Armzuges

 

74. Skizziere die auf einen schussfahrenden Skiläufer wirkenden Kräfte (inkl. Widerstandskräfte)? WOvon hängt die Höhe der der Kraftwirkung jeweils ab?

  • Gewichtskraft Fg unterteilt such auf geneigtem Untergrund in eine parallel zum Hang wirkende Hangabtriebskraft Fh und die senkrecht zur Auflagefläche wirkende Normalkraft Fn
  • steigender Hang: Fh wächst auf Kosten von Fn
  • Fh ist für die Beschleunigung des Skiläufers verantwortlich
  • Fn hat Einfluss auf Reibungsverhältniss zwischen Schnee und Skilauffläche
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75.  Wodurch wird die Gleitreibung zwischen Ski und Schnee beeinflusst? Erläutere die gegebenen Möglichkeiten zur Reduktion des Reibungswiderstandes (3)!

Laufwiderstand hängt vom Schneewiderstand und dem Reibungswiderstand

 

Reibungswiderstand

1. Belagsmaterial

2. Schliff des Skies

3. Wachse ( harte--> tiefe Temperaturen, weiche --> warme Temperaturen)

 

 

 

76. Erläutere das Zusammenwirken von Hangabtriebskraft und Antriebskräften bzw. Querkräften auf den geradeaus fahrenden Skiläufer bei unterschiedlichen Fahrtrichtungen bezüglich der Falllinie (mit Skizze--> wichtig)!
 

  • Fh= Hangabtriebskraft
  • Fq= Querkraft
  • Fv= Vortriebskraft

 

  • in der Falllinie erfährt der Skiläufer die höchste Geschwindigkeit , da die gesamte Hangabtriebskraft in Fahrtrichtung beschleunigungswirksam ist
  • weicht er von der Falllinie ab, wirkt nur noch ein Teil der Hangabtriebskraft beschleunigend, übrige Teil geaht al Zwangskraft verloren --> Querkraft Fg
  • Wenn der Skifahrer die Querkräfte nicht durch Aufkanten kompensiert, führen sie zum rutschen

 

 

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77.  Welche spezifischen Kraftwirkungen ergeben sich bei d.er Fahrt durch eine Kurve?
Erläutere, wie die Kraftwirkungen bzw. die sich ergebenden Drehmomente mit Fahrgeschwindigkeit und Kurvenradius zusammenhängen?

  • bei Kurvenfahrten ergeben sich Fliehkräfte, die am KSP des Skiläufers ansetzen --> sind abhängig von Masse des Skiläufers, vom Kurvenradius r und der Fahrtgeschwindigkeit Vt
  • F (Flieh) = m*r*w^2 = m* (Vt^2/r) 
  • um die Fliehkräfte zu kompensieren, legt sich der SKiläufer in die Kurve --> zwei Wirkungen
    • durch die Innenlage wird der KSP abgesenkt --> Wikrungshebel der Fliehkraft reduziert
    • KSP entfernt sich weiter vom Lot des Kipppunktes zum Kurveninnern --> dadurch ergen sich durch die Schwerkraft hervorgehobenen Drehmomente, die den Fliehkraftmomenten entegen wirken
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78. Unter welchen Bedingungen kann ein Skifahrer stabil durch eine Kurve fahren?
Welche Kompensationsmöglichkeiten hat der Skifahrer, wenn er (a) in die Kurve zu fallen droht oder (b) aus der Kurve zu kippen droht? Begründe jeweils!
 

  • Fliehkräfte müssen durch Radialkräfte Frad kompensiert werden
  • Kurveninnenneigung muss den wirkenden Fliehkräften angepasst werden, sodass die Schwerkreaftmomente bei stabiler Kurvenfahrt immer etwas den Kippmomenten entspricht
  • die Bedingungen sind also: Mg= Mf --> Drehmoment durch Schwerkraft = Drehmment durch Fliehkraft

Kompensationsmöglichkeiten: 

  • in die Kurve fallen --> Mg> Mf --> Aufrichten --> KSP erhöhen --> Fliehkräfte werden erhöht
  • droht aus der Kurve  zu Kippen --> in die Hocke --> KSP senken --> Fliehkräfte werden gesenkt

 

79. Erläutere die Kraftwirkungen beim Fahren durch eine Hohle bzw. über eine Kuppe!
Welche Strategie wendet der geübte Skifahrer in welligem Gelände (z.B. auf der Buckelpiste) an? Warum ist diese Strategie bei der Fahrt durch lange Hohlradien (z.B Fahrt in den Radius eines Schanzenauslaufs) nicht sinnvoll? Was sollte er hier tun (mit Begründung)

Strategie für welliges Gelände

  • KSP wird in vertikaler Richtung immer so verlagert, dass seine  Bahn im Vergleich zum Boden eine geringer Krümmung aufweist
  • durch die Erhöhung des Bahnradius verringert sich die Fliehkraftwirkung bei gleicher Fahrgeschwindigkeit
  • geübte Skiläufer beugt seine Beine über dem Buckel und streckt die Beine in der Hohle

 

Strategie bei langen Hohlradien

  • bei großen Hohlen ist es sinnvoll, den KSP langsam während der Kompressionsphase abzusenken (mit-gehen)
  • infolge der exzentrischen Kontraktion der Beinstrecker können Fliehkräfte größere Kräfte entgegengebracht werden 

 

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80. Beschreibe den Bewegungsablauf von Beinabstoß und Stockeinsatz bei der klassischen Diagonaltechnik und bei der Skatingtechnik (2:1)! Gehe dabei besonders auf die Aspekte der Vortriebsentwicklung ein!

Klassischen Diagonaltechnik

  • Beinantrieb
    • durch vertikale Belastung des Abdruckskis erfolgt eine Verzahnung der Wachszone mit dem Schnee -> Ski rutschfest mit dem Boden verbunden
    • Kombination vonn horizontalen Schub (Standbeindruck) und Impulsübertragung vom Schwungbei auf SKiläufer führt zum Vortieb
  • Armantrieb
    • der Stockeinsatz erfolgt wechselseitig diagonal zum Beinabdruck

 

Skatingtechnik

  • Beinabdruck
    • Abdruck erfolgt von der Innenkante des quer zur Laufrichtung angestellten Abdruckskis
    • durch das Abbremsen des Gleitbeinschwungs erfolgt eine Impulsübertragung vom Gleitbein mit Ski auf den Gesamtkörper
  • Armantrieb
    • Doppelstockeinsatz --> auf jden zweiten Beinstoß mit leicht versetzten Abdruckpunkten oder mit fast parallelem Abruck

 

81.  Bewerte den Bewegungsablauf beim Diagonalschritt und beim Skating (2:1) hinsichtlich der Effektivität des Vortriebs? Wodurch wird die höhere Laufgeschwindigkeit bei der Skatingtechnik bewirkt?

klassische Diagonaltechnik

Vorteil

  • Gleitphase zur Kraftentwicklung
  • Arm und Beindruck erfolgen in Laufrichtung -> KSP-Bahn verläuft auf Idealbahn

Nachteil

  • Durck nach unten --> Rückstoßflächen auf dem Boden 
  • Rückstoßfläche nicht belastbar  --> nur eingeschränkter Vortrieb
  • Abdruck von ruhendem SKi
  • Einzelstockeinsatz doppelt so oft

 

Skatingtechnik

Vorteile

  • Abdruck von der Kante --> belastbare Verbindung --> guter Vortrieb
  • Beinabdruck vom laufenden Ski (in der Gleitphase)
  • Doppelstockeinsatz --> mehr Vortrieb

Nachteil

  • schräge Gleitphase --> 1/3 bis 1/2 in Fahrtrichtung --> große Anteile der Kraftrichtungsvektoren wirken quer zur Laufrichtung --> nicht vortriebswirksam
  • KSP-Bahn verläuft auf Schlangenlinie

 

-> höhere Laufgeschwindigkeit bei der SKatingtechnik durch sehr hohen Abdruckkräfte vom laufenden SKi  und dem zusätzlichen Oberkörpereinsatz

82.  Ein Skifahrer fährt aufrecht mit konstanter Geschwindigkeit im ebenen Gelände.
Skizziere und erläutere den Verlauf der Auflagekraft zwischen Ski und Schnee, wenn der Fahrer zügig in die Hocke geht, eine kurze Zeit in der Hocke fährt und sich anschließend zügig wieder aufrichtet! Bezeichne die Phasen, die für die Einleitung von Richtungsänderungen geeignet sind und begründe dies!

  • Absenken entlastet zunächst den SKi --> Abwärtsbewegung muss aber abgrebremst werden, hier ist die Auflagekraft dann höher als die Gewichtskraft
  • beim hochgehen wird die Aufwärtsbewegungbeschleunigt --> hähere Belastung--> im zeiten Teil nimmt der Beindruck ab um Aufwärtbewegung ausklingen zu lassen
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83.  Zur Funktionsweise von Pflug und Pflugbogen: Erkläre, wie beim Pflug die Geschwindigkeit reguliert werden kann (2) und wie mittels Pflugbogen die Kurvenfahrt gesteuert wird! Durch welche Mechanismen wird die Kurvenfahrt beim Pflugbogen bewirkt (3)?

  • beim Pflug in der Fallllinie wird die Geschwindigkeit durch den SKiwinkel und den Kantwinkel reguliert
  • die Richtung des belasteten Ski-Beines hat beim Flugbogen Priorität --> durch diePflugstellung bestimmt der innere Kantenbogen des belasteten Beines die Drehrichtung --> belastete Bein fährt somit den äußeren Bogen --> nicht belastetet Bein (bogeninnen) ist entlastet und dreht mit
  • um eine Kurve in eine andere RIchtung zu fahren, muss eine Gewichtsverlagerung auf das andere Bein erfolgen
  • unterstützender Mechanismus ist die Hoch-Tief-Bewegung, da in der Hochentlastung der Ski wesentlich leichter dreht
  • ! umso größer der Öffnungswinkel umso kleiner ist v

84. Beschreibe den Bewegungsablauf beim „konservativen“ parallelen Grundschwung (old school) bzw. beim Kurzschwung im steilen Gelände! Erläutere, durch welche Faktoren die Richtungsänderung im Einzelnen unterstützt wird (4)?

  • Öffnungswinkel wird immer weiter reduziert --> parallele Skiführung erreicht --> als Gegenleistung zu dem nun fehlenden Rotationsantrieb müssen andere Wege zur Unterstützung der Rotation her
  • Kurvenunterstützung durch kanten --> infolge der Ski-Taillierung un d der Biegelinie fährt der Ski beim Aufkanten um die Kurve
  • Gegendrehen von Oberkörper und Unterkörper --> aufgrund des Drehimpulserhaltungssatz werden SKi durch das Gegendrehen initial in die neue Richtung gebracht
  • weiterdrehen beim Seitrutschen infolge von Drehmomenten durch dezentrale Kraftwirkung auf den Ski -> Bindung ist in Bezug zu dem Skischwerpunkt nach hinten versetzt

85. Beschreibe die wesentlichen Merkmale der Kurvenfahrt beim sportlichen Carven (Einleitung, Kurvensteuerung, Ausleitung/Übergang)! Erläutere, wie der Kurvenradius
beim Carven beeinflusst werden kann (3)?
 

  • Carving-Ski sind taillierte SKi, die beim Kanten automatische ien Kurve fahren, deren krümmung vom Kantenradius und vom Aufkantwinkel abhängig ist
  • Eckpunkte
    • eindrehen der Knie zum Kurveninnern durch das Aufkanten --> damit wird die Richtungsänderung initialisiert
    • Kurvensteuerung durch Kantwinkel und Biegelinie
    • Einnahme der C-Haltung (Unter- und Oberkörper bilden eine Sichel)
    • durch flache Anstellung des äußeren Unterschenkels ergibt sich ein größerer Aufkantwinkel des Außenbeines --> Kurvensteuerung erfolgt über Außenski
  • Einflussfaktoren
    • Taillenradius der SKi
    • Aufkantwinkel
    • Biegelinie

86. Welche Kräfte wirken auf fliegende Bälle?

Nenne  jeweils Einflussgrößen der verschiedenen Kraftwirkungen und deren Wirkungsrichtung!

1. Luftwiderstand:

  • Fw = 1/2 * A* cw* p* v^2
  • entgegen der Anströmrichtung

2. Magnus-Kräfte --> durch Ballrotationen entsehende Druckunterschiede

  • in Abhängigkeit von der Rotationsebene kann die Magnus-Kraft Auftriebs-, Abtriebseffekte oder seitliche Bewegungen hervorrufen
  • immer senkrecht zur momentanen Störmungsrichtung der Luft

3. Gewichtskraft:

  • Erdanziehungskraft 

87. Erkläre den Magnus-Effekt! Unter welchen Bedingungen wirken Magnuskräfte? Erläutere Ursache und Wirkungsrichtung der Magnuskraft am Beispiel eines Top-Spin!

Zeichne die durch die Magnuskräfte veränderte Flugbahn für ein gegebenes Beispiel (Top-/ Bach-Spin im Tennis oder Effet Fußballstoß)! Zeichne an die Ball Trajektorie zu verschiedenen Positionen die Vektoren der Magnuskräfte ein!

  • Magnuskräfte treten bei rotierenden Bällen während der Flugphase auf
  • infolge der Ballrotation ergeben sich mit Zusammenwirken mit der entgegenkommenden Luftströmung Druckunterschiede am Ball --> Ablenkung von der physikalischen Flugbahn
  • Bedingung: Ball in Rotation & Strömungseffekte durch die Luft

 

Beispiel: Ballrotation nach vorne

  • Strömung von rechts nach links 
  • Vorwärtsrotation des Balles -->Ball reißt Luftpartikel in Drehrichtung mit --> Überdruck oberhalb des Balles & Unterdruck unterhalb des Balles --> unten höhere Strömungsgeschwindigkeit
  • Magnuskraft Fm wirkt senkrecht zur Anströmrichtung
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88. Nenne die wichtigsten biomechanischen Eigenschaften von Tennisschlägern.

  • Größe und Gewicht
  • Massenträgheitsmoment bzgl. der ROtation um den Griffpunkt
  • Kopffläche
  • Härte bzw. Resonanzfrequenz des Rahmens
  • Elastizität der Bespannung
  • Härte der Bespannung
  • Dämpfungseigenschaften

89. Der Tennisschläger hat am Kopf vier charakteristische Treffareale. Markiere diese Treffpunkte in einer Schlägerskizze znd erläutere das Wesen dieser Punkte.

COP ( Center of Percussion)

  • Treffpunkt, bei dem nur Drehmomente aber keine Kräfte auf das Griffgelenk wirken

NODE 

  • Schwingungsknoten der ersten Grundschwingung --> kaum Vibration spürbar

Sweetspots = COP und NODE

  • Treffpunkt mit der geringsten Rückwirkung auf den Schlägergriff

Dead Spot:

  • Trefffeld zum Erzielen maximaler Ballgeschwindigkeit

Best Bounce:

  • Trefffeld mit bester Rücksprungwirkung
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90. Der COP gilt als Sweetspot (=Treffpunkt mit geringer Kraftrückwirkung auf die Hand am Griff des Schlägers). Rekonstruiere die Kraftwirkungen auf das Handgelenk, die sich bei unterschiedlichem Treffpunkt des Balls (a.) oberhalb, (b.) im und ( c.) unterhalb des COP am Schägerkopf ergeben anhand einer Sizze mit Erläuterungen.

  • Schwerpunkt von Tennisschläger unterhalb des Schlägerkopfes/ untere Kante des Kopfrahmens

 

a.) 

  • Treffpunkt oberhalb des COP --> Drehpunkt zwiscchen Handgelenk und Schlägerschwerpunkt
  • Zugkräfte auf die Griffhand

b.)

  • Treffpunkt des COP --> Drehpunkt unter den Griff außerhalb des Schlägers
  • Schubkräfte auf das Handgelenk

c.) 

  • Treffpunkt genau im COP --> Drehpunkt mit der Drehachse des Handgelenks identisch 
  • keine Kräfte wirken, sondern nur Drehmomente
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91. Warum ist die Node des Tennisschlägers ein Sweetspot? Erkläre anhand einer Skizze.

  • beim Zusammentreffen von Ball und Schläger treten auch Vibrationskräfte auf
  • erste Grundschwingung hat die niedrigste Frequenz --> große Amplitude --> hinterlässt gößte Kraftwirkung auf den Spieler
  • trifft der Ball auf die Node --> Grundschwingung so gut wie nicht angeregt--> Node= Sweetspots mit geringster Rückwirkung auf den Spieler

92. Begründe die Auswirkungen des Rahmenmaterials auf die Schlägereigenschaften und die Kraftrückwirkung am Griff. Worin unterscheidet sich der Schläger aus Carbon gegebenüber dem aus Aluminium und dem aus Holz?

Holzschläger

  • niedrigster Resonanzfrquenz
  • geringe Dämpfungswerte
  • große Vibrationseffekte auch nahe Sweetspots

Aluminium

  • gute Dämpfungseigenschaften --> rasche Reduktion der Schwingungsamplituden
  • kaum Vibration nahe der Sweetspots

Carbon

  • höchste Resonanzfrequenz -->geringe Maximalamplituden
  • kaum Vibration nahe der Sweetspots
  • hohe Eigenfrequenz --> weniger Energieverluste beim Ballschlagen

93. Skizziere die Rückprallwinkel am Boden für Bälle ohne Spin, mit Top-Spin und mit Back-Spin. (Aufprallwinkel 45°)

.

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94. Zeichne anhand einer Skizze, wie bei schräg zur Ballrichtung geführten Schläger trotz senkrechter Schlägerfläche ein Top-Spin erzeugt werden kann.

.

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95. Rekonstruire die auf den Ball wirkenden Drehmomente bei einem Back-Spin mit gegebener Schlägergeschwindigkeit bei geeignter Schlägerführung schräg zur Ballflugrichtung mit Skizze!

.

96. Welchen EInfluss hat die Schlägerbespannung auf das Rücksprungverhalten von Bällen (Spin, Ballgeschwinidgkeit) im Tennis? Begründe.

  • Schlägerhärte wirkt sich positiv auf das direkte Rücksprungverhalten des Balles aus --> je härter der Schläger --> desto weniger Energie durch Deformation verloren
  • Härte der Bespannung keinen nennenswerten Einfluss auf die Ballrotationsgeschwinidgkeit 
  • für Ballrotation ist Bewegungsrichtung und Neigung des Schlägers ausschlaggebend

97. Beschriebe das Wesen (Technikmerkmale) folgender Tennis-Schläge: Grundschlag, Top-Spin, Splice und Stop. Wie wird der Ballflug durch den Schlägerkontakt jeweils beeinflusst?

Grundschlag

  • aktive BEschleunigung des Schlägerkopfes in Ballkontaktphase --> Schlägerbeschleunigung nur im 1. Teil der Schlagphase
  • Schlägerachse bei Ballkontakt möglichst senkrecht
  • Position vor Schlag einnehmen
  • nahe der Grundlinie
  • Schläger in Schlagphase leicht nach vorn oben geführt
  • Kopfebene senkrecht zur Schlagrichtung

 

Topspin

  • Schläger zügig von unten nach vorn-oben führen
  • Oberschnitt beim Treffen durch Neigung beeinflusst

 

Slice

  • Schlägerführung von oben nach vorn-unten
  • Winkel des Schlägerkopfes offen
  • keine hohen Geschwindigkeiten möglich
  • fliegen lang, schwer zu berechnendes Rücksprumgverhalten

 

Stop

  • geringe Schlägergeschwindigkeit beim Ballkontakt
  • Ball tropft von Schläger ab
  • nutzen großer Dämpfwirkungen eines Schlägers in der Hand

98. Wodurch kommt die sukzessiver Erhöhung der Geschwindigkeit in der Kette Hand-Schlägerkopf-Ball beim Tennisaufschlag bzw. beim Badminton-Smash zustande?

  • gezieltes Nacheinander Beschleunigung von Hüfte, Schulter und Ellegbogen --> im Schlagarm wird hohe exzentrische Muskelspannung aufgebaut --> entläd isch in hoher Beschleunigung des Handgelenks
  • Hauptbeschleunigung des Schlägers: Beschleunigung von Unterarm und Hand ( Stop and Go Prinzip)
  • Geschwindigkeitszuwachs durch drei Effekte
    • Beschleunigung Hand
    • Hebelwirkung des Schlägers
    • Drehmoment im HAndgelenk --> Schläger erhält Drehbeschleunigung --> erheblichen Geschwindigkeitsgewinn des Schlägerkopfs relativ zum Griff
    • (zusätzlich: Impulsübertragung durch relativ hohe Schlägermasse im Vergleich zur Ballmasse --> Ball erhält hohen Geschwindigkeitsanteil)

99. Erläutere Zielstellungen und Wurfstrategie beim Schlagwurd im Handball und in der Leichtathletik.

Handball

Zielstellung:

  • Tor erzielen
  • Zeitminimierung für Wurfaktion --> Gegner sollte nicht reagieren
  • Optimierung der Wurfbahn

Wurfstrategie

  • weniger Bogenspannung
  • Beschleunigungsweg oft verkürzt --> Aktionszeit dafür reduziert
  • Tendenz im Beschleunigungsverlauf anders
  • maximale Startbeschleunigung --> geringe Wurfverzögerung
  • Teil des Potentials für Abwurfgeschwindigkeit oft ungenutzt

 

Leichtathletik --> Speerwurf

Zielstellung

  • maximale Weite --> max. Abwurfgeschwindigkeiten mit opt. Abwurfwinkel und Ausnutzung der verfügbaren aerodynamischen Eigenschaften des Wurfgerätes

Wurfstrategie

  • Abwurf nahe Abwurflinie
  • Maximierung des Hauptbeschleunigungsweges durch max. Wurfarmstreckung und Körperrücklage in Wurfauslage
  • opt. Anlaufgeschwindigkeit
  • max. Bogenspannung und Torsionsspannung in 1. teil der Abwurfphase
  • sukzessive Beschleunigung Hüfte, Schulter, Ellenbogen und Hand mit Gerät

100. Skizziere die Bahn des KSP beim Auftakt und Absprung zum Volleyball-Angriffsschlag. Markiere den Stützbehinn, den unteren Umkehrpunkt und das Stützende und zeiche dort jeweils die Vektoren fpr die horzontale und vertikale KSP-Geschwindigkeit ein.

...

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101. Skizziere den Verlauf der vertikalen Bodenraktionskraft (mit Umkehrpunkt und Gewichtskraft) Erläutere zwei Möglichkeiten zur Berechnung der Abfluggeschwindigkeit auf der Basis der Bodenreaktionskräfte (Gleichungen). Welche Zusatzinformation ist jeweils notwendig?  Woher kann man diese erhalten?

Berechnung der Abfluggeschwindigkeit

 

  • Kraft-Zeit-Verlauf --> Integration -> Geschwindigkeitsänderung im betrachteten Zeitabschnitt
  • ^Vz= 1/m * Integral von (Fz-Fg)*dt ABER --> Angriffschlag nicht aus ruhenden Starposition

1. Möglichkeit

  • Integration von Stützbeginn bis zum Abflug und addieren der Anfangsgeschwindigkeit
  • Vz-ab = 1/m * Integral von t-auf bis t-ab (Fz-Fg)*dt+ Vz-auf
  • man benötigt die Aufsatzgeschwindigkeit

2. Möglichkeit

  • Integrieren des Zeitabschnitt vom unteren Umkehrounkt bis zum Abflug --> entspricht reinen Beschleunigungskraftstoß
  •  Vz-ab = 1/m * Integral von t-umkehr bis t-ab (Fz-Fg)*dt
  • benötigt Information über Zeitpunkt der unteren Bewegungsumkehr 

102. Erläutere die wirkenden biomechanischen Prinzipien während der Schlagphase beim Volleyball-Angriffsschlag. Wie kann der Spieler eine hohe Balllgeschwindigkeit erreichen?

  • Überstreckung des Körpers in der Ausholphase --> Bogenspannung
  • entgegengerichtete Rotation von Oberkörper mit Shlagarm und Unterkörper
  • durch Klappmesserbewegung kann Geschwindigkeit der Schlaghand erhöht werden
  • Impulsübertragung von Hand auf Ball in kurzer Zeit --> starker Impuls

103. Nenne die wesentlichen Technikmerkmale verschiedener Aufschlagtechniken. Welche biomechanischen Besonderheiten treten beim Ballflug jeweils auf ( Ballgeschwindigkeit, Flugbahn)?

Aufschlag von unten

  • Ball fliegt von tiefster Position ab --> steiler Landewinkel
  • großes Spektrum von Abfluggeschwindigkeit und Abflugwinkel
  • Anfängertechnik

Tennisaufschlag

  • höhere Abflugposition
  • größere v möglich
  • Abflugwinkel immernoch nach oben gerichtet
  • Vorwärtsdrall durch Abklappen der Schlaghand

Flatteraufschlag

  • Abflughöhe gleich wie beim Tennisaufschlag
  • Ball zentral mit  hoher v getroffen
  • HAndgelenk ist fixiert --> Ball kriegt keine Rotation
  • durch fehlenden Drall --> Instabile Flugkurve
  • Flatterverstärkt steigt mit zunehmender v

Sprungaufschlag

  • hoher Abflugpunkt
  • Startposition über Netzkante --> Abfluwinkel nach unten
  • sehr hohe v möglich
  • mit Vorärtsrotation
  • technisch anspruchsvoll

104. Unter welchen formalen Bedingungen ist ein Basketballkorbwurf erfolgreich? Erläutere Vor- und Nachteile einer flachen bzw. steilen Flugkurve beim Freiwurd. Begründe warum fpr eine gegeben Abwurfposition ein Korberfolg nur für einen sehr kleinen Bereich des Abwurfwinkels wahrscheinlich ist.

  • Ball muss durch die in seine Abflugrichtung projizierte Ringebene passen

 

Flache Flugkurve

  • Vorteil: geringe Abwurfgeschwindigkeit notwendig
  • Nachteil: kleiner Abwurfwinkel --> kleiner Auftreffwinkel; geringer Spielraum

Steile Flugkurve:

  • Vorteil: höhere Trefferwahrscheinlichkeit; weniger Präzison durch Spielraum
  • Nachteil: höhere Abwurfgeschwindigket nötig

 

  • in der Praxis ist der genutzte Olatz bei einem Wurf ziemlich klein
  • bei hohen Abwurfgeschwindigkeiten für hohe Abwurfwinkel und hohe FLukurven meisten fehlende Präzision
  • gewisse Fehlertoleranzen einräumen, um Trefferwahrscheinlichkeit zu gewährleisten

105. Beschreibe zwei Verfahren zur Analyse von Indivualleistungen in den Sportspielen.

1. Spielbeobachtung /Life-Scouting/ Videoanalyse

  • zählen gewonnener Zweikämpfem erzielte Punkte, Anzahl Ballkontakte, Fehlpässe
  • feststellabr durch Methoden der Spielbeobachtung und Spielbewertung --> synchron zum Spiel oder per Videoanalyse

 

2. Erfassen von Laufwegen, Aufenthalts- und Aktionsräumen

  • früher mit Videoaufzeichnung
  • heute druch Koordinatenordnung über Sateliten oder GPS mit Hilfe 200 g schwerem Gerät an Spieler