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Was ist ein Fehler?

  • Nichterfüllung einer festgelegten Anforderung
  • Abweichung zwischen Istergebnis und erwartetem Ergebnis
  • Das Produkt ist entsprechend den Anforderungen fehlerhaft

Was ist ein Mangel?

  • Anforderung / berechtigte Erwartung nicht angemessen erfüllt
  • Nichtkonformität bzgl. beabsichtigtem oder festgelegtem Gebrauch
  • Das Produkt erfüllt nicht des erwateten Zweck

Fehlerwirkung (failure)

1. Ein Ereignis in welchem eine Komponente oder ein System eine geforderte Funktion nicht im spezifizierten Rahmen ausführt. [ISO 24765, Glossar 3.2]

  1. 2. Wirkung eines Fehlerzustands, die nach »außen« sichtbar auftritt.
  2. 3. Abweichung zwischen erwartetem Ergebnis und Istergebnis.
  3. 4. Abweichung eines Systems von der erwarteten Lieferung/Leistung.

Fehlerzustand (defect)

  1. 1. Eine Unzulänglichkeit oder ein Mangel in einem Arbeitsergebnis, sodass es seine Anforderungen oder Spezifikationen nicht erfüllt [Glossar V3.2]
  2. 2. Inkorrektes Teilprogramm
    1.      • inkorrekte Anweisung
    2.      • Inkorrekte Datendefinition
  3. 3. Zustand eines Programms, der ggf. (z.B. hohe Last) eine geforderte Funktion beeinträchtigt oder zu Fehlerwirkung führt

Fehlhandlung (error)

  1. 1. Die menschliche Handlung, die zu einem falschen Ergebnis führt. [IEEE 610, Glossar 3.2]
  2. 2. Die menschliche Handlung
  3.      • Entwickler: führt zu Fehlerzustand in der Software
  4.      • Anwenders: Fehlbedienung mit unerwünschtem Ergebnis
  5. 3. Unwissentlich, versehentlich oder absichtlich ausgeführte Handlung oder Unterlassung, die ggf. zu einer Beeinträchtigung der Softwarefunktion führt

Definition des Testens

Der Prozess, der aus allen Aktivitäten des Lebenszyklus besteht (sowohl statisch als auch dynamisch), die sich mit

  • der Planung,
  • Vorbereitung,
  • Durchführung und
  • Bewertung

eines Softwareprodukts und dazugehöriger Arbeitsergebnisse befassen.

Ziele des Testens

Sicherstellen, dass

  • die Produkte allen festgelegten Anforderungen genügen,
  • ihren Zweck erfüllen und 
  • etwaige Fehlerzustände finden.

Was ist unter Validierung zu verstehen?

  • Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen für einen spezifischen beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind. [ISO 9000, Glossar 3.2]
  • Haben wir das richtige System realisiert?
  • Bsp Defibrilator: Ist der Defibrilator mit den gegebenen Anforderungen in der Lage ein Herz wieder zum Schlagen zu bekommen?

Was ist unter Verifizierung zu verstehen?

  • Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind. [ISO 9000, Glossar 3.2]
  • Haben wir das System richtig realisiert?
  • Bsp Defibrilator: Liegt die vorgegebene Spannung über den vorgegebenen Zeitraum an, entsprechend den Anforderungen vorgegeben?

Was ist Softwarequalität?

  • Gesamtheit der Funktionalitäten und Merkmale eines Softwareprodukts, die sich auf dessen Eignung beziehen, festgelegte oder vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen. [Glossar 3.2]
  • Qualitätsmerkmale beziehen sich auf Anforderungen
    • Funktionale Anforderungen (Fachlichkeit, Funktionen, Schnittstellen, ...)
    • Nicht-Funktionale Anforderungen (Qualitäts- und Realisierungsanforderungen, Projektspezifische Anforderungen, ...)

Was sind die 8 Produkt-Qualitätsmerkmale nach ISO 25010?

  • Funktionalität
  • Zuverlässigkeit
  • Gebrauchstauglichkeit
  • (Informations-) Sicherheit
  • Kompatibilität
  • Übertragbarkeit
  • Änderbarkeit
  • Performanz / Effizienz

Welche Merkmale lassen sich der Funktionalität zuordnen?

  • Genauigkeit
  • Angemessenheit
  • Vollständigkeit

Welche Merkmale lassen sich der Zuverlässigkeit zuordnen?

  • Reife
  • Fehlertoleranz
  • Wiederherstellbarkeit
  • Verfügbarkeit

Welche Merkmale lassen sich der Gebrauchstauglichkeit zuordnen?

  • Verständlichkeit
  • Erlernbarkeit
  • Bedienbarkeit
  • Attraktivität

Welche Merkmale lassen sich der (Informations-) Sicherheit zuordnen?

  • Vertraulichkeit
  • Integrität
  • Authenzität

Welche Merkmale lassen sich der Kompatibilität zuordnen?

  • Co-Existenz
  • Interoperabilität

Welche Merkmale lassen sich der Übertragbarkeit zuordnen?

  • Anpassbarkeit
  • Installierbarkeit
  • Austauschbarkeit

Welche Merkmale lassen sich der Änderbarkeit zuordnen?

  • Modularität
  • Analysierbarkeit
  • Modifizierbarkeit
  • Stabilität
  • Testbarkeit

Welche Merkmale lassen sich der Performanz/Effizienz zuordnen?

  • Zeitverhalten
  • Verbrauchsverhalten
  • Kapazität

Wie wird Angemessenheit definiert?

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts für spezifizierte Aufgaben und Zielsetzungen der Benutzer einen geeigneten Satz Funktionen zu liefern. [Glossar 3.2]

Wie wird Genauigkeit defniert?

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, die richtigen oder vereinbarten Ergebnisse oder Wirkungen mit dem benötigten Grad an Genauigkeit zu liefern. [Glossar 3.2]

Wie wird Funktionalität definiert?

Vorhandensein von Funktionen, die festgelegte Anforderungen erfüllen

Wie wird Verständlichkeit definiert?

Merkmale von Software, die sich auf den Aufwand für den Benutzer beziehen, das Konzept und die Anwendung zu verstehen.

Wie wird Elernbarkeit definiert?

Merkmale von Software, die sich auf den Aufwand für den Benutzer beziehen, die Anwendung zu erlernen.

Wie wird Bedienbarkeit definiert?

Merkmale von Software, die sich auf den Aufwand für den Benutzer beziehen, der bei der Bedienung und Ablaufsteuerung entsteht.

Wie wird Gebrauchstauglichkeit definiert?

Der Grad, zu dem ein System genutzt werden kann (nach [Glossar 3.2])

  • durch bestimmte Benutzer,
  • in einem bestimmten Nutzungskontext,
  • um festgelegte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.