Modell
Vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit oder eines Ausschnitts dieser Wirklichkeit.
Wirtschaften
Treffen ökonomischer Entscheidungen;
Disponieren über knappe Güter (zur Bedürfnisbefriedigung)
Maximalprinzip
bei gegebenem Input den Output maximieren
Minimalprinzip
bei gegebenem Output den Input minimieren
generelles Extremalprinzip
Optimierung (Minimierung oder Maximierung) einer verdichteten Größe aus Input und Output
Liquidität
Liquidität ist die Fähigkeit, den fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Unternehmung
Eine Unternehmung ist eine „auf Dauer angelegte kooperative Veranstaltung von Individuen mit nicht notwendigerweise identischen Interessen zur Sicherung von … möglichen Vorteilen gemeinsamen und koordinierten Verhaltens“
Induktionsschluss
Aus einem besonderen Sachverhalt bzw. Satz auf einem allgemeinen Sachverhalt bzw. Satz geschlossen wird
Deduktionsschluss
Aus einem allgemeinen Sachverhalt bzw. Satz auf einem besonderen
Sachverhalt bzw. Satz geschlossen wird
Planung
Substitution von Zufall durch Irrtum
Planung
Alle Maßnahmen und Überlegungen, durch die es möglich wird, aus einer Anzahl von Alternativen zur Lösung eines Problems die im Hinblick auf ein Ziel günstigste Alternative herauszufinden
Sequenzielle Planung
Die Teilpläne eines Gesamtplans werden nacheinander geplant: TP1 TP2 TP3 TP4 TP5; Keine Interdependenzen zwischen den Teilplänen, d.h. Abhängigkeiten der Teilpläne höchstens in eine Richtung
Simultane Planung
Alle Teilpläne eines Gesamtplans werden gleichzeitig geplant. Wenn Interdependenzen vorliegen, ist die simultane Planung zu empfehlen, um zum optimalen Ergebnis zu gelangen.
Fehler 1. Art
Jemand wird nicht zu einer Gruppe (nicht infiziert) hinzugezählt, obwohl er dazugehört.
Fehler 2. Art
Jemand wird zu einer Gruppe (nicht infiziert) hinzugezählt, obwohl er nicht dazugehört.
Absatz
bezeichnet betrieblichen Funktionsbereich;
bezeichnet auch die verkaufte Menge (Umsatz ist Menge mal Preis).
Marketing Klassische Definition
Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten. Durch eine dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse sollen die Unternehmensziele […] verwirklicht werden
Marketing Moderne Definition
Marketing ist die bewusst marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens oder marktorientiertes Entscheidungsverhalten in der Unternehmung
Marketing-Mix
• Kommunikationspolitik
• Preis- und Konditionenpolitik
• Distributionspolitik
• Produktpolitik
Kommunikationspolitik
Die Kommunikationspolitik umfasst „die systematische Planung, Ausgestaltung, Abstimmung und Kontrolle aller Kommunikationsmaßnahmen des Unternehmens“, um bei den relevanten Zielgruppen eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
Preis- und Konditionenpolitik
Die Preis- und Konditionenpolitik umfasst „alle Vereinbarungen über das Entgelt des Leistungsangebotes, über mögliche Rabatte und darüber hinausgehende Lieferungs-, Zahlungs- und Kreditierungsbedingungen sowie die Preisdurchsetzung am Markt“.
Distributionspolitik
Die Distributionspolitik beinhaltet alle „Entscheidungen und Handlungen, welche die Verteilung (engl.: distribution) von materiellen und/oder immateriellen Leistungen vom Hersteller zum Endkäufer“ betreffen
Produktpolitik
Die Produktpolitik beinhaltet die Gesamtheit aller Entscheidungen, „die sich auf die Gestaltung der vom Unternehmen im Absatzmarkt anzubietenden Leistungen beziehen“.
Preis-Absatz-Funktion
Die Preis-Absatz-Funktion gibt an, welche Mengen (x) eines Produktes bei jeweils verschieden hohen Preisforderungen (p) in einer Periode abgesetzt werden können
Preisdifferenzierung
Für identische Produkte werden unterschiedlich hohe Preise gefordert.
Bedingte Wahrscheinlichkeiten
Die Wahrscheinlichkeit, dass A eintritt unter der Bedingung / Voraussetzung, dass B eingetreten ist, nennt sich bedingte Wahrscheinlichkeit P(A|B).
Güter
Waren und Dienstleistungen
Güter-Produktion
Kombination von Gütern und deren Transformation in andere Güter.
Produktionsfaktoren
In der Produktion eingesetzte Güter
Produkte
Die Ergebnisse der Güter-Produktion
Aktivität y
Eine Kombination von Faktoreinsatzmengen r, zusammen mit einer bestimmten Kombination von daraus hergestellten Ausbringungsmengen x
Technologiemenge
Die Menge aller Aktivitäten, über die ein Betrieb verfügt
Produktionsfunktion
Die funktionale Beziehung zwischen Faktoreinsatzmengen und maximalen Ausbringungsmengen wird durch die Produktionsfunktion beschrieben: x=φ(r ,r ,...,r )
Kosten
Unter Kosten versteht man (…) den Wert aller für die Erstellung der betrieblichen Leistungen verbrauchten Güter und Dienstleistungen
Kosten
Summe der Einsatzmengen ri mal deren Preisen qi : r1 q1 + r2 q2 + ... + rn qn
Mengengerüst
Verzehr von Gütern und Dienstleistungen bzw. Einsatz von Produktionsfaktoren.
Kostenfunktion
Zu jeder Ausbringungsmenge x gibt es (mindestens) eine Minimalkostenkombination, die zu den Minimalkosten K führt, also K = K(x)
Durchschnittskosten
DK x = K(x) x
• relevant für Beurteilung der Wirtschaftlichkeit insgesamt
Grenzkosten
GK x = K′(x)
• relevant für Entscheidungen über Mengenvariation
Perfekte Information
Beide Kooperationspartner besitzen alle relevanten Informationen und können die zukünftige Entwicklung mit Sicherheit voraussagen.
Symmetrische Information
Beide Kooperationspartner können die unsichere zukünftige Entwicklung gleich gut abschätzen.
Asymmetrische Information
Ein Kooperationspartner weiß (systematisch) besser als der andere über die unsichere zukünftige Entwicklung Bescheid.
Menschenbild X
• Durchschnittsmensch hat eine angeborene Abneigung gegen Arbeit.
• Um ihn zu einem positiven Beitrag zur Erreichung der Organisationsziele zu bewegen, muss er gezwungen, gelenkt und kontrolliert werden.
• Er möchte geführt werden; vermeidet Verantwortungsübernahme; hat ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis
Menschenbild Y
• Durchschnittsmensch hat keine angeborene Abneigung gegen Arbeit.
• Wenn er sich mit den Organisationszielen identifiziert, unterwirft er sich der Selbstkontrolle. Externe Kontrollen sind unnötig.
• Wichtigste Anreize sind das Streben nach Anerkennung und Selbstverwirklichung.
• Er sucht (unter geeigneten Bedingungen) eigene Verantwortung.
• Die zur Problemlösung erforderlichen Veranlagungen sind weit verbreitet.
• Die intellektuellen Fähigkeiten des Durchschnittsmenschen werden in industriellen Organisationen nur z.T. genutzt.
Stelle
Eine Stelle ist die kleinste aufbauorganisatorische Einheit. Sie entsteht durch die dauerhafte Zuordnung von Aufgaben auf eine oder mehrere Personen
Kongruenzprinzip
Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung sollen „übereinstimmen“.
Ausführungsstellen
Stellen ohne Leitungskompetenzen.
Leitungsstellen
Stellen mit Fremdentscheidungs-, Weisungs- und Kontrollkompetenzen.
Stabsstellen
spezialisierte Leitungshilfsstellen mit fachspezifischen Aufgaben und ohne Fremdentscheidungs- und Weisungskompetenzen.
Dienstleistungsstellen
nehmen Unterstützungsaufgaben für mehrere Leitungsstellen wahr.
Naive Gesellschaft
• Kapitalgeber erhalten proportionalen Anteil am Gewinn bzw. Verlust der Gesellschaft
• keine Information der Kapitalgeber über Details der Geschäftstätigkeit
• kein Recht auf Mitwirkung bei der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft nach außen
• kein Recht auf Kündigung des Gesellschaftsvertrages
Idealtypische Personengesellschaft
Einräumung umfassender Rechte für die kapitalgebenden Gesellschafter
Instrumente:
• weitgehende Informationsrechte
• Recht auf Mitwirkung an der Geschäftsführung und Vertretungsmacht
• Recht, die Gesellschaft zu kündigen
Idealtypische Kapitalgesellschaft
Reduktion des Informationsbedarfs und des Koordinationsaufwands; Schutzmaßnahmen als Kompensation für nicht umfassend beseitigbare Informationsprobleme
Instrumente:
• Delegation der Geschäftsführung an professionelles Management • institutionalisiertes Kontrollsystem
• Haftungsbeschränkung
Unternehmergesellschaft
Potentielle Gründer haben evtl. wenig Kapital • Unternehmensgründung soll nicht an Kapitalmangel scheitern
Volkswirtschaftliches Rechnungswesen
• Gesamtsystem verschiedener statistischer Teilrechnungen, • quantitative Beschreibung des wirtschaftlichen Geschehens einer Volkswirtschaft für einen zurückliegenden und daher abgeschlossenen Zeitraum,
• Voraussetzung für eine solche Beschreibung ist die Verwendung eines geeigneten begrifflichen Rahmens zur statistischen Erhebung und Gliederung der Daten (rechtliche Vorgaben nötig!),
• hier behandelter Ausschnitt: Volkswirtschaftliches Produktionskonto zur Quantifizierung der Wertschöpfung einer Volkswirtschaft.
Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen
• umfasst verschiedene Rechenwerke zur Erfassung und Überwachung aller im Unternehmen auftretenden Geld- und Leistungsströme,
• bezieht sich vor allem auf den Prozess der betrieblichen Leistungserstellung (Produktion) und Leistungsverwertung (Absatz),
• Erfassung erfolgt mengen- und wertmäßig,
• einzelne Rechenwerke unterscheiden sich hinsichtlich ihres Zwecks,
• Rechen- und Wertgrößen für denselben Sachverhalt können sich deshalb in den einzelnen Rechenwerken unterscheiden.
Auszahlungen
Abfluss von Zahlungsmitteln
Ausgaben
Verminderung des Geldvermögens (Zahlungsmittelbestand + Forderungen - Verbindlichkeiten)
Aufwand
aus den Ausgaben abgeleiteter periodisierter Werteverzehr
Kosten
bewerteter Verbrauch von Gütern und Leistungen für die betriebliche Leistungserstellung
Steuer
Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlichrechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.
Steuerobjekt (Steuergegenstand)
Tatbestand, an den die Steuerpflicht anknüpft („was wird besteuert“).
Bemessungsgrundlage: B
Mengen- oder Wertgröße, die den Umfang des Steuerobjekts quantifiziert („wie viel ist zu versteuern“)
Steuertarif: S = T(B)
Funktion (oder andere Darstellung), die jeder Ausprägung der Bemessungsgrundlage die zugehörige Steuerschuld zuordnet („wie hoch ist die zu zahlende Steuer“).
Durchschnittssteuersatz: T(B) / B
Der Durchschnittssteuersatz ist derjenige Steuersatz, mit dem die Bemessungsgrundlage im Durchschnitt belastet wird.
Grenzsteuersatz: T´(B)
Der Grenzsteuersatz ist derjenige Steuersatz, mit dem die jeweils letzte marginale Einheit der Bemessungsgrundlage belastet wird.
Tauschringe
Koordinationsmechanismus des Geldes wird ersetzt durch Informations- und Verrechnungssystem.
Probleme:
• Vertrauen,
• Informationskosten, Transaktionskosten,
• Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage.