Begriff (Begabung)
keine reale, physikalische Existenz (menschliches Konstrukt)
sichtbar durch Leistungsexzellenz
bezeichnet spezielle Leistungsvoraussetzungen
dient als Selektionsbegriff/Heterogenitätsmerkmal
nicht gleich Intelligenz
domänenspezifisch
nicht autokatalytisch (benötigt individuelle Begleitung)
Missbrauch der Begabung
Rationalisierung der Ungleichheit --> Polygenismus, Rassentheorie
Morton: hierarch. Ordnung nach Hirngröße
Agassiz: Bildung nach angeborenen Fähigkeiten
Galton: Begabung ist messbar, erblich, wertvoller, steigerbar (Selektion) --> Euthanasie, Eugenik
Binet (1857-1911)
Intelligenzmessung zur Unterstützung von Förderbedürftigen
Intelligenzalter: DS kogn. Leistung zur Lösung einer Aufgabe
IQ (Stern)
Missbraucht für Nachweis der Intelligenz der weißen Rasse
Murray (*1943), Herrnstein (1930-1994)
IQ bestimmt soziale Schicht
soziale Probleme durch geringen IQ von Akteuren (USA)
ethnische Gruppen unterscheiden sich im IQ
hoher IQ mehr Kinder
Leistungsexzellenz (Voraussetzungen)
Motivation, Selbstvertrauen, günstiges Lernumfeld
frühes Einstiegsalter
spielerischer Zugang und systematisches Lernen
deliberate Praxis (10000h)
angepasste, begünstigende Lernumgebung
Was sind die Leistungsvoraussetzungen?
genetisch
schulisches Lernen
Unterrichtsqualität
Stadelmann
Lernen heißt Anregung zum Selbsttun
Was ist Leistung?
mehrdimensionales, entwicklungsbezogenes Konstrukt
bezogen auf Schule, Persönlichkeitsentwicklung, geseelschaftliche Verantwortung
Begabungsmodell
Potential (Explorieren)
Kompetenz (Profilentwicklung)
Expertise/Leistungsexzellenz (Spezialisierung)
Voraussetzungen Begabung/Expertise
Übung & Intelligenz
Stimulation
Begabungsförderung
Instruktion (schulisches Lernen)
Persönlichkeitsmerkmale
Voraussetzungen von Hochbegabungsmodellen
Leistungsexzellenz erklären (Anhaltspunkt für Lehrkraft)
Einbezug von individuellem Potenzial, Stimulation, dingliche und soziale Umwelt, non-kognitive Persönlichkeitsmerkmale
Hochbegabunsmodelle
IQ-basiertes (Begabung = Intelligenz)
Three Ring Conception of Giftedness (Renzulli) --> Begabung = herausragende Leistung/Fähigkeiten + Kreativität + Motivation
Triadisches Interdependenzmodell (Mönks) --> 3 Rings + Rahmen (Familie, Schule, Freunde)
DMGT 2.0-Modell (Gagne)
Münchener Hochbegabungsmodell (Heller)
Allgemeine Konvergenz von Hochbegabungsmodellen
multifaktoriell
Begabung als Potential-Stimulationszyklus
Maßnahmen der schulischen Begabungsförderung
Stimulation des individuellen Potentials
Ermöglichung des Lernens als In-mir-selbst-tun
Gestaltung herausfrodernder Lernprozesse
Weckung und Aufrechterhaltung von Motivation & Interesse
Aufbau und Stabilisierung leistungsförderlicher non-kognitiver Personenmerkmale, Einstellungen, Werte, Haltungen
Störungen der Begabunsgentwicklung
Passungsprobleme mit der Umwelt
leistungsbezogen, intrapersonal, interpersonal
Prinzipien der schulischen Begabungsförderung
Akzeleration (Tempo erhöhen)
Enrichment (Ergänzung durch inhaltliche oder did.-methodische Lernangebote)
separierend, integrativ/inklusiv
separierende Akzeleration
Spezialklassen
Spezialschulen
Springen im Klassenverband
inklusive Akzeleration
Vorzeitige Einschulung
Überspringen
Frühstudium
Drehtür
separierendes Enrichment
Sommerprogramme
Pullout-Programme
SuS-Akademien
Arbeitsgemeinschaften
inklusives Enrichment
individuelle Förderplanung
Drehtür
Wettbewerbe
Kuhl (*1947)
Persönlichkeits-System-Interaktionstheorie (PSI)
Erklärung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Individuen
9 Persönlichkeitstypen
Makrosysteme des PSI
Intentionsgedächtnis (rat. Denken)
Intuituve Verhaltenssteuerung (spontanes Handeln)
Extensionsgedächtnis (Fühlen)
Objekterkennungssystem (Unstimmigkeiten entdecken)
Systemebenen des PSI
Quellen der Motivation:
Gewohnheitsbildung
Temperament
Anreizmotivation
Stressbewältigung
emotionale Leistungsmotivation
kognitive LM
selbstgesteuerte LM
PEP
Personalisierte Entwicklungsplanung
Evaluation, Diagnostik, Förderung
Wie sozial-emotional fördern?
Stabilisierung des Selbstbilds durch Erfolgserlebnisse
Regulation der Emotionen
Aufbau von Selbstvertrauen