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Endosymbiose
  • ein Bakterium umschließt ein anderes
  • das umschlossene Bakterium lebt im anderen weiter
  • beide profitieren voneinander
  • die inneren Bakterien werden an die nächste Generation weitergegeben
Endosymbiontenhypothese
  • Mitochondrien und Chloroplasten stammen von frei-lebenden Bakterien ab, die von frühen eukaryotischen Zellen durch Endosymbiose aufgenommen wurden (zuerst Mitochondrien und später nur bei Pflanzen Chloroplasten)
  • erstmals verfasst von Konstantin Mereschkowski 1905
  • verbessert und begründet durch Lynn Margulis 1967
Gemeinsamkeiten von Prokaryoten und Mitochondrien/Chloroplasten
  • ca. gleiche Größe (1-10 mikro m)
  • keine Kernhülle
  • Chromosomen einzeln, in Ringform und ohne Nukleosomen
  • kein Golgiapparat, kein ER, keine Lysosomen, keine Peroxisomen
  • relativ kleine Ribosomen
  • keine Mikrotubuli, keine Intermediärfilamente und keine Mikrofilamente
Basisstruktur von Mitochondrien
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Basisstruktur von Chloroplasten
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Wie könnten Mitochondrien entstanden sein?
  • ursprünglich aerob (veratmen Sauerstoff), Gram-negative (mit bestimmter Membran) Bakterien mit Doppelmembran
  • wurden vor ca. 1,5 Billonen Jahren durch Endosymbiose in eine einfache eukaryotische Zelle aufgenommen
Belege der Endosymbiontenhypothese
    • Mitochondrien und Chloroplasten sind in ihrer Größe und Morphologie ähnlich wie Bakterienzell
  • haben eigene DNA, meist ringförmig
  • Vermehren sich durch Teilung (fission)
  • bedeckt von Doppelmembranen
  • die innere Membran ähnelt in ihrer.chemischen Zusammensetzung einer Bakterienmembran
  • molekulare Ähnlichkeit mit Bakterien (kein Nukleus, histonfreie ringförmige DNA, 70S Ribosomen, Gene größtenteils ohne Introns (=nicht codierende DNA-Abschnitte), Sensitivität gegenüber antibakterielle Antibiotika)
  • genetische Ähnlichkeit von Mitochondrien, Chloroplasten und Bakterien
Warum ist Gentransfer vom Endosymbionten zum Eukaryoten gut?
  • besserer Schutz der DNA (z.B. vor oxidativen Schäden)
  • Benutzung der DNA-Reperatur-Mechanismen der eukaryotischen Zellen
  • bessere Erhaltung der DNA (weniger schädliche Mutationen bei der sexuellen Rekombination)
  • koordinierte Genregulation mit anderen nuklearen Genen)