AK
Wieso kann es bei einer Galactosämie auch bei galactosefreier Diät zu Symptomen kommen?
-es wird endogen ebenfalls Galactose gebildet durch den Abbau von Glycoproteinen und Glycolipiden, was sich dann anlagert
AK
Welche Erkrankungen des Kohlenhydratstoffwechsels, Stoffwechsels organischer Säuren, Aminosäurestoffwechsels, Fettstoffwechsels und des Harnstoffzyklus gibt es?
Kohlenhydratstoffwechsel
-Galactosämie
-Glykogenose
-Hereditäre Fructoseintoleranz
Organische Säuren
-Glutarazidurie
-Isovalerianazidurie
-Methylmalonazidurie
-Propionazidurie
Aminosäurestoffwechsel
-Phenylketonurie
-Ahornsirupkrankheit MSUD
-Tyrosinämie
-Homocysteinurie
Fettstoffwechsel
-MCAD Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase-Mangel
-LCHAD
-VLCAD
Harnstoffzyklus
-Citrulinämie
-Ornithin-Transcarbamylase-Mangel OTC
-Carbamylphosphat-Synthase I Mangel CPS1
-Arginosuccinat Lyse Mangel
-Argininämie
AK
Warum sollten bei Störungen des Aminosäurestoffwechsels Katabolien vermieden werden?
-in der Katabolie wird körpereigenes Protein abgebaut wobei die unverträgliche AS freigesetzt wird
Ak
Wie wird PKU medikamentös behandelt?
-bei Restaktivität der PAH Gabe von BH4
->Cofaktor der PAH, kann die Enzymaktivität steigern
->Lockerung der Diät möglich
AK
Muss bei allen genannten Stoffwechselstörungen das Stillen unterbunden und auf industrielle Säuglingsmilchnahrung zurückgegriffen werden?
Nein, bei der heridetären Fructoseintoleranz und bei der PKU kann teilweise weitergestillt werden
AK
Für wie lange wird eine phenylalaninarme Diät bei der PKU empfohlen?
-lebenslang, da hohe PHE-Spiegel zu Aggressivität, Unsicherheit im SOzialkontakt, Ängstlichkeit, Depressionen, KOnzentrationsschwächen führen kann und die Rückkehr zu einer strengen Diät nach einer Lockerung sehr schwer ist
AK
Welche Stoffwechselerkrankungen sind Teil des Neugeborenen Screenings? (3 Beispiele)
-Phenylketonurie
-Mukoviszidose
-Biotinidasemangel
-Ahornsirupkrankheit
-Galaktosämie
-Hypothyreose
-MCAD Mangel
-noch weitere
AK
Welche Voraussetzungen gibt es für ein Massenscreening wie das Neugeborenen Screening?
-ernsthafte Erkrankung
-Ättiologie und Pathogenese verstanden
-frühsymptomatische Manifestation
-ernährungs-medizinische Möglichkeiten einer erfolgreichen Behandlung
-geeignete Test- und Untersuchungsmethoden
Welche allgemeinen Symptome können bei Stoffwechselerkrankungen auftreten?
-Trinkschwäche, Somnolenz
-Muskuläre Hypotonie bis Areflexie
-Erbrechen
-Krampfanfälle, Koma
-Sepsisartige Verschlechterung
-Enzephalopathie
-Hypoglykämie
-Hepatopathie
-Kardiomyopathie/Dysthythmien
Wann wird das Neugeborenenscreening durchgeführt?
in der 36. bis 72. Lebensstunde
Was ist die Galactosämie?
-Umwandlung von Galactose in Glucose ist gestört
-Beteiligte Enzyme: Galaktokinase, GALT, UDP-Galakto-Epimerase
-nach unauffälliger Geburt bereits Verschlechterung in den ersten Lebenstagen
->Trinkschwäche, Gewichtsabnahme mit gleichzeitigem Erbrechen, Lethargie und Krampfanfälle, Hypoglykämie/Energiemangel, Leberfunktionsstörung, hepatische Enzephalopathie
-langfristig Gedeihstörungen, späterer Spracherwerb, eingeschränkter Wortschatz, Intelligenzminderung, geistige Retardierung, schulische Probleme, Gangstörung, gestörte Pubertätsentwicklung, frühzeitige Schädigung der Eierstöcke, häufig Intertilität, Leberzirrhose
-sofortige Umstellung auf galactosefreie Säuglingsnahrung
-auf Calcium- und Porteinversorgung muss besonders geachtet werden
=>lebenslange Galacctosearme und Lactosefreie Diät notwendig
Ist Galactose grundsätzlich schädlich bei Galactosämie?
Beta-Galactose ja
Alpha-Galactose nicht, da sie ezymatisch nicht spaltbar ist und daher nicht freigesetzt wird
Was ist die hereditäre Fructoseintoleranz?
-Defekt der Fructose-1-Phoasphat-Aldolase B
->Anhäufung von Fructose-1-Phoasphat
-Blockade der Glykolyse, Glykogenolyse, Glukoneogenese, reaktive Hypoglykämie
-Patient*innen entwickeln eien Abneigung gegen fructosehaltige Lebensmittel
-konsequente Vermeidung von Fructose
Was sind Glykogenosen?
-Defekt im Aufbau, Umbau und Abbau des Glykogenstoffwechsels
-regelmäßige kohlenhydratberechnete Mahlzeiten anfangs alle 2-3 Stunden, später 3-4 Stunden
->Hauptkohlenhydratquelle sind Polysaccharide
-unter strenger lebenslanger Therapie Senkung des Risikos für Langzeitschäden
Was ist die Phenylketonurie?
-Defekt in der Phenylalaninhydroxylase PAH
->Phe kann nicht abgebaut werden
-wir je nach Restaktivität unterschieden in klassische PKU, milde PKU, milde Hyperphenylananinämie, maternale PKU
-lebenslange Phenylalaninarme Diät
-BH4 Therapie bei Restaktivität der PAH
Welche grundsätzliche Ernährungstherapie wird bei Störungen des Aminosäurestoffwechsels durchgeführt?
-Restriktion der Eiweißzufuhr
-optimale Zufuhr aller anderen AS
-ausgeglichene Energiezufuhr
->Katabolie vermeiden, Anabolie fördern