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Definition Emotionen

Emotionen sind eine spezielle Klasse von Motiven, die uns dabei helfen unsere Aufmerksamkeit auf wichtige Situationen zu richten und darauf zu reagieren sowie anderen unsere Absichten mitzuteilen

5 Hauptkomponenten von Emotionen (mit Beschreibung am Bsp. Prüfungsangst)

1. Kognitive Komp. (Befürchtung des Versagens)

2. Physiologische Komp. (Trockener Mund, Herzrasen)

3.Behaviorale Komp. (Zittern, Stottern)

4.Expressive Komp. (gepresste Stimme, aufgerissene Augen)

5.Subjektive Komp. (hohe Erregung und Anspannung)

Affekte

am intensivsten, am schlechtesten kontrollierbar, kürzeste Dauer, ohne nachzudenken folgt unmittelbare & heftige Reaktion, wird von handelnder Person oft als automatisch wahrgenommen

Stimmung

Gegenpol zu Affekt, geringe Intensität, lange Dauer, meist keine Ursache, erfordert zumeist kein Verhalten, Kognitionen nicht dringend notwendig

Emotion

Zwischen Affekt & Stimmung, erkennbare Ursache, mittlere Intensität und Dauer, komplexe größtenteils automatisch ablaufende Handlungen, zwingend von Kognitionen begleitet, weisen Verhaltenskomponente auf

Gefühle

beruhen auf kombinierter Wahrnehmung körperlicher & geistiger Zustände, während Emotion abläuft

Basisemotionen sind laut Watson

nicht erlernt, biologisch vererbt, gehen mit bestimmten physiologischen Reaktionen einher und sind mit diesen fest verdrahtet / "hardwired"

7 Basisemotionen (Paul Ekman)

Trauer, Zorn, Freude, Ekel, Überraschung, Verachtung, Angst

 

Kulturübergreifend, bilden Basis für Ekmans neurokulturelle Emotionstheorie

8 Basisemotionen im Rad der Emotionen (Robert Plutchik)

Freude, Akzeptanz, Furcht, Überraschung, Trauer, Ekel, Wut, Erwartung

 

(+ im äußeren Rad noch: Liebe, Unterordnung, Ehrfurcht, Missfallen, Reue, Verachtung, Aggressivität, Optimismus)

Evolutionsbiologischer Ansatz Emotionen (Charles Darwin)

Prinzip der "zweckmäßig assoziierten Gewohnheiten"

Ausdrucksverhalten hatte ursprünglich andere, nicht emotionale Funktion; war dafür gedacht eine Handlungsbereitschaft zu signalisieren

Basale Verhaltensmuster (Grundlage für Emotionen nach Merten)

Funktion?

Handlungstendenzen auswählen und initiieren, welche die Bedürfnisse des Organismus berücksichtigen und diese gleichzeitig mit Anforderungen der Umwelt abgleichen & daran anpassen

Funktionen von Emotionen

-adaptive, sich anpassende Funktion auf Verhalten & äußeres Erscheinungsbild

-Selektionsvorteil, Merkmale werden bevorzugt weitervererbt, die Anpassung der Individuen an Umwelt verbessern (Darwin)

-Kommunikative Funktion in Gruppen, das die Handlung anregt & mit den anderen synchronisiert / -Signalfunktion

-mimischer Ausdruck kulturunabhängig & -übergreifend (Darwin)

"Display Rules"

normative Regeln, schreiben vor welcher Ausdruck in welcher Situation ggü. welcher Person gezeigt wird

Behaviorismus (& Emotion)

-Vertreter: Watson und Skinner

-lehnten Introspektion (Selbstbeobachtung) ab, konzentrierten sich ausschließlich auf beobachtbares Verhalten

-Emotionen seien angeborene Reaktionsmuster, die tiefgreifende Veränderung im ganzen Körper bewirken

Zwei-Faktoren-Modell der Angst (Mowrer & Miller)

-bei Konditionierung von Furcht finden Prozesse der klassischen als auch instrumentellen Konditionierung statt

-Furcht wird durch Assoziation eines negativen Ereignisses mit einem neutralen Ereignis klassisch konditioniert

-Anschließendes Flucht- o. Vermeidungsverhalten ist auf instrumentelles Konditionieren zurückzuführen

-Hat zu Entwicklung d. Konfrontationstherapie beigetragen

die 3 klassischen Emotionstheorien

- James-Lange-Theorie der Emotion

-Cannon-Bard-Theorie

-Theorie von Schachter und Singer

James-Lange-Theorie der Emotion

-Psychophysiologisch (Zsmhänge zw. psychischem Geschehen und körperlichen Vorgängen)

-Körperliche Reaktionen wie zittern, weinen sind nicht Wirkung sondern Ursache von Emotionen (bin traurig, weil ich weine)

-körperliche Veränderungen seien für emotionales Erleben nötig

Cannon-Bard-Theorie

-Gehrn vermittelt zwischen Reiz und Reaktion

-emotionaler Reiz hat 2 Effekte: körperliche Erregung, die über das sympathische Nervensystem vermittelt wird & emotionales Erleben, das i.d. Großhirnrinde entwickelt wird

-Bsp: Verliebtheit->Anblick Person auslösender Reiz->zum symphatischen NS ansteigender Herzschlag->zur Großhirnrinde (zelebraler Kortex) Empfindung von Liebe

Theorie von Schachter und Singer

-Erleben basiert auf physiologischer Erregung sowie einer hierzu passenden kognitiven Bewertung

-wenn Individuum für bestimmten Status keine unmittelbare Erklärung hat, wird es aufgrund der ihm aktuell verfügbaren Gedanken etikettieren; kann dazu führen, dass Status in bestimmten Situationen unterschiedlich eingeordnet wird

-hat Person eine passende Erklärung gefunden, kein Anlass weitere alternative Erklärungen zu suchen

-Person wird nur i.d. Ausmaß emotional reagieren, in dem sie den Status der physiologischen Erregung wahrnimmt

Unbewusste Verarbeitung von Emotionen (lt. Myers)

es gibt emotionale Reaktionen, die ohne unsere bewusste Wahrnehmung auftreten (z.B. subliminale Reize; befinden sich unterhalb bewusster Wahrnehmung)

Mere-Exposure-Effekt

allein die wiederholte Darbietung eines Stimulus reicht völlig aus, die Präferenz für diesen Reiz zu erhöhen, auch wenn er nur subliminal wahrgenommen wurde

Strukturmodell des Affekts (nach Feldmann Barret & Russel)

-beschreibt affektive Zustände auf 2 Dimensionen:

-Valenz einer emotionalen Erfahrung als angenehm & unangenehm

-Ausprägung des Aktivierungszustandes zw. aktiviert & deaktiviert

-jeweils gegenüberliegende/gegensätzliche Pole (Circumplex Modell)

 

Circumplex-Modell (Kreisförmige & zweidimensional angeordnetes Diagram), bezogen auf Strukturmodell des Affekts

Erregung, Begeisterung, Vergnügen, Entspannung, Schlaf, Depression, Trübsal, Distress

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"Freezing"

(in Bezug auf Vermeidungsverhalten)

Freeze-Reaktion besteht aus Zustand der Wachsamkeit & geht mit erhöhter Erregung sowie einer Aktionstendenz des Stoppens, Schauens und Hörens einher, die mit Angst assoziiert ist

Bottom-Up-Prozesse

sensorische Info´s werden aus unserer Umgebung in höhere Gehirnzentren weitergeleitet, wo sie verarbeitet & klassifiziert werden

Top-Down-Prozesse

-Wahrnehmungsprozesse, in welchen z.B. unsere früheren Erfahrungen beeinflussen, wie wir etwas wahrnehmen & interpretieren

Implizites Gedächtnis

Unabhängig von einer bewussten Erinnerung und erfolgt mühelos

Explizites Gedächtnis

Fakten und Erfahrungen, die man bewusst weiß und deklarieren kann, der Abruf bedarf einer bewussten Anstrengung

Limbisches System (Bestandteile und Eigenschaften/Aufgaben)

-Hippocampus, Amygdala, Hypothalamus

-wichtige Rolle in Emotionsverarbeitung

-auch an Gedächtnis-& Lernprozessen beteiligt

-vermittelnde Funktion zw. emotionalen Zuständen, Gedächtnisprozessen & motiviertem Verhalten

-für Regulation wichtiger physiologischer Funktionen zuständig wie Körpertemperatur & Blutdruck

Beleg für Bedeutung des limbischen Systems für das emotionale Ausdrucks- und Sozialverhalten (Experiment Entfernung Temporallappen inkl. Amygdala & Hippocampus bei Affen)

Klüver-Bucy-Syndrom

Hippocampus

-größte Struktur des limbischen Systems

-befindet sich in Temporallappen

-Funktion: explizite Gedächtnisinh. verarbeiten & nachhaltig speichern

-Schädigung führt zu Gedächtnisverlust

-Schädigung linker Hippo: verbale Info´s gehen verloren, Erinnerungen an Orte bleiben erhalten (bei rechtem Hippo andersrum)

Amygdala

-befinden sich auf rechter & linker Seite d. Temporallappens Großhirn

-Enthält das Hör- und Sprachzentrum

-Funktion: Ausbildung emotionaler Gedächtnisinhalte; Konditionierung von Furcht; Emotionskontrolle

-Schädigung führt zu verändertem Sozialverhalten

Hypothalamus

-eine der kleinsten Strukturen im Hirn; besteht aus kleinen Neuronenbündeln

-Funktion: Wichtig für Homöostase (inneres Gleichgewicht Körper), reguliert verschiedene physiologische Prozesse wie Körpertemperatur / sexuelle Erregung, reguliert endokrines System

-involviert bei körperlichen Stressreaktionen

Präfrontaler Kortex

-linker PFK hängt mit positiven, freudigen Emotionen zusammen

-rechter PFK hängt mit negativen Emotionen zusammen

-Funktion: Umsetzung v. Emotionen in Handlungspläne, dient dazu die Konsequenzen emotionalen Verhaltens vorherzusehen

-Schädigung orbifrontaler Kortex führt dazu, dass Menschen Konsequenzen emot. Handelns nicht mehr einschätzen können

Lateralisierung

Spezialisierung der beiden Großhirnhälften auf jeweils bestimmte Reize (positive / negative Informationen)

Vegetatives Nervensystem

-auch automatisches NS genannt

-Aufgaben: versorgt innere Organe & ruft Homöostase hervor um eine optimale Arbeit der Organsysteme zu gewährleisten

-beinhaltet Darmnervensystem, sympathische & parasympathische Anteile

Sympathikus

wirkt körperlich aktivierend (überraschende & aversive Emotionen)

Parasympathikus

dient der Körperregeneration (angenehme Emotionen)

Neurotransmitter

+Weg der Informationsübermittlung Nervenzellen (NZ)

-chemische Botenstoffe mit Funktion neuronaler Info-Übermittlung

-NZ nimmt über verzweigte Nervenfasern (Dendriten) Signal auf & sendets durch sein Axon zur axonalen Endigung, wo Neurotransmitter freigesetzt werden, um andere Neuronen zu stimulieren

-manche Axone mit Myelinschicht (aus Fettgewebe) drum zur Beschleunigung Signalübertragung, mit Ranvierschnürringen

-Neuronen erzeugen durch chemische Prozesse Elektrizität

-sobald die v. NZ empfangenen Signale Schwellenwert übersteigen, feuert sie nach "alles o. nichts Gesetz" elektronischen Impuls (Aktionspotenzial) entlang des Axons

-Übertragung v. Nervenimpulsen über Verbindungsstelle (Synapse)

-sobald Aktionspotenzial axonale Endigungen erreicht, wird die Ausschüttung von Neurotransmittern ausgelöst

-diese überqueren Synaptischen Spalt, um von Rezeptoren des postsynaptischen Neurons aufgenommen zu werden

Wirkungsweise Medikamente wie z.B. Prozac (Antidepressiva)

-spezifische Neurotransmitter passen nur zu bestimmten Rezeptoren

-überschüssige Transmitter werden wieder vom Präsynaptischen Neuron aufgenommen

-> Medikament sorgt hier für verlangsamte Synaptische Aktivität beim Abbau von Serotonin

Acetylcholin

Funktion: ermöglicht lernen, Gedächtnis, Muskelbewegungen

Fehlfunktionen: sterben bei Alzheimer ab

Dopamin

Funktion: Einfluss auf Lernen, Aufmerksamkeit, Gefühle

Fehlfunktionen: übermäßige Aktivität v. Dopaminrezeptoren führt vermutlich zu Schizophrenie, zu geringe Aktivität zu eingeschränkter Beweglichkeit (Zittern, Parkinson)

Serotonin

Funktion: beeinflusst Hunger, Stimmung, Schlaf

Fehlfunktionen: ein Mangel ist bei Depression zu finden

Noradrenalin

Funktion: unterstützt Steuerung von Erregung und Wachheit

Fehlfunktionen: Mangel kann gedrückte Stimmung bewirken

Glutamat

Funktion: an Gedächtnisprozessen beteiligt

Fehlfunktionen: Überstimulation kann Migräne & Anfälle verursachen

Endorphine

Neurotransmitter, die eine morphinähnliche Wirkung entfalten

Bei dauerhaftem Drogenkonsum, kanns passieren, dass der Körper keine eigenen Endorphine mehr produziert

GABA

Funktion: wichtiger hemmender Neurotransmitter

Fehlfunktionen: bei Mangel - Anfälle, Zittern, Schlaflosigkeit

Endokrines System

-eng mit zentralem Nervensystem verbunden

-stellt Hormone als chemische Botenstoffe her, gibt diese in Blutbahn

-Hormone beeinflussen unser emotionales Erleben & Verhalten, sorgen für Regulation des Blutzuckerspiegels & beeinflussen unser Wachstum, sowie Ausprägung primärer & sekundärer Geschlechtsmerkmale

Persönlichkeitstyp Extraversion

Geselligkeit, Aktivität, Impulsivität, Sorglosigkeit, Sensation Seeking

Empfindet positive Gefühle in Gesellschaft, braucht höheres Maß an Stimulation von außen als ein Introvert

Optimaler Hedonic Tone =

optimales Wohlbefinden

Sensation Seeking

Bedürfnis nach Erlebnissen und Abenteuern

Impulsivität

können ihr Verhalten nur unzureichend kontrollieren, handeln und reden meist unüberlegt

Funktional impulsiv

vs

Dysfunktional impulsiv

-Wechselt sehr schnell von einem Reiz zum anderen, jedoch meist in Situationen, in denen dies angemessen und erforderlich ist

vs

-nicht in Situationen, in denen es angemessen ist, meist eine Verhaltensstörung

Zusammenhang zwischen Extra- / Introversion

-Introvertierte brauchen weniger Stimulation um positiven Gefühlszustand zu erreichen

Beide:

-zu wenig Stimulation: negativ

-Indifferenzschwelle: neutral

-zunehmende Stimuli: positiv (optimales Erregungsniveau)

-noch mehr Stimuli: wieder negativ

Negative Affektivität

Veranlagung, häufig einen Zustand des negativen Angespanntseins

zu erleben; gekennzeichnet durch Angst, Nervosität, Gereiztheit, Betrübtheit, Traurigkeit, Depression

Erlernte Hilflosigkeit

durch (negative) Lernerfahrung entsteht der Eindruck, keine Kontrolle über das eigene Leben zu haben

Angst & Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal

-kognitive Komponente der Besorgnis & emotionale Komponente der Wahrnehmung autonomer Erregung, mangelndes Selbstvertrauen

-Neigung, in vielen Situationen angstauslösende Hinweisreize zu erkennen; nicht alle Situationen gleich angstauslösend

-Bereichsspezifische Ängstlichk. ggü. bestimmten Situationstypen -> körperlich bedrohlich (med. Eingriff) o. Selbstwertgefühl

Typ-A-Persönlichkeit

-ehrgeizig, gehetzt, ungeduldig

-neigt zu Wut & Aggressionen

-erhöhtes Herzinfarktrisiko

Typ-B-Persönlichkeit

Gelassen & entspannt

Typ-D-Persönlichkeit (distressed personality)

-unterdrücken von Gefühlen in sozialen Beziehungen

-hohe negative Affektivität

-dispositionelle Neigung, mit Aggression zu reagieren (Ärger als emotionale Grundlage für Aggression)

-Unterscheidung in Tendenz Ärger offen zu zeigen, zu unterdrücken oder gegen sich selbst zu richten

Emotionsregulation

-Prozess, mit dem wir beeinflussen können, welche Emotionen wir haben und wann sie auftreten

Gründe unsere Emotionen zu regulieren

a. möchten guten Eindruck hinterlassen (impression managements)

b. prosoziale Ziele, wollen Gefühle anderer nicht verletzen

c. möchten das Verhalten anderer beeinflussen

3 zentrale Aspekte der Emotionsregulation nach Gross

-Steigerung, Verminderung & Aufrechterhaltung positiver wie negativer Emotionen

-Kann bewusst und unbewusst geschehen

-Ist an sich weder positiv noch negativ

Strategien (2) der Emotionsregulation nach Gross

-Antezedenz fokossiert

-Reaktionsfokussiert

Antezedenz fokussierte Strategie der Emotionsregulation

setzen zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Emotionsregulationsprozesses an den Ursachen bzw Auslösern der Emotion an

Reaktionsfokussierte Strategien d. Emotionsregulation

setzen zu einem späten Zeitpunkt des Emotionsregulationsprozesses an und sind auf deren Unterdrückung ausgerichtet

Zsmhang zwischen positiver Neubewertung & Resilienz

Definition psychologische Resilienz

"die Fähigkeit, sich von kritischen Lebensereignissen relativ leicht zu erholen, flexibel auf die wechselnden Anforderungen einer stressinduzierenden Situation zu reagieren & sich trotz widriger Lebensumstände positiv zu entwickeln"

-Personen sehen oft in Stresssituationen auch positive Aspekte

-posit. Neubewertung d. Situation dient als Mediator

Klassifizierungsschema affektregulierender Strategien

(in was wird unterschieden?)

Unterscheidung in verhaltensbezogene & kognitive Strategien, ausgerichtet auf Aktivität & Problemlösung (-> Engagement) oder Rückzug & Ablenkung (-> Diversion)

Diversion: Disengagement (Rückzug)

-kognitiv: vermeiden übers Problem nachzudenken

-Verhaltensbezogen: problematische Situation meiden

Diversion: Distraction (Ablenkung)

- Spaß o. Entspannung suchen: (kognitiv) über etwas angenehmes nachdenken; (verhaltensbezogen) etwas angenehmes tun

- Umverteilung von Ressourcen: (kognitiv) über etwas nachdenken, das Aufmerksamkeit fordert; (verhaltensbezogen) eine herausfordernde Aktivität ausüben

(bzgl affektregulierende Strategien:) Engagement

-kognitiv: Neubewertung, über Problemlösung nachdenken

-verhaltensbezogen: seinen Gefühlen freien Lauf lassen; Hilfe & Unterstützung suchen; handeln um Problem zu lösen

Wirkung von Emotionen auf das Denken

-Emotionen beeinflussen Wahrnehmung von uns selbst & anderen

-Trauer verlangsamt Denken & fördert negative Gedanken

-Freude-> positive Gedanken & verbessert Kreativität & Denkleistung

-Wahrnehmung kann verzerrt sein, da wir verstärkt das wahrnehmen, was stimmungskongruent ist, während stimmungsinkongruente Info´s ausgeblendet werden

Semantische Netzwerktheorie von Bower

-jede Emotion entspricht speziellem Knoten innerhalb Gedächtnisses (inkl. dazugehörigem Netzwerk aus Ausdrucksverhalten, persönl. Bewertung & Erinnerungen an Begebenheiten)

-uns gelingt der Abruf von Info´s aus dem Gedächtnis leichter, wenn Umstände ähnlich wie die, unter denen diese eingespeichert wurden

-wechselseitige Aktivierung der Knoten (können sich gegenseitig unterdrücken oder ggf. vermischen)

Semantische Netzwerke

Modelle zur Beschreibung, wie Info im Langzeitgedächtnis gespeichert & abgerufen wird

Einfluss auf Entscheidungs- und Planungsverhalten (Verlust durch Verletzung des Frontallappens, Phineas Gage)

vorher ausgeglichen & umsichtig; später launenhaft, respektlos, ungeduldig; konnte Emotionen nicht mehr kontrollieren, Pläne für Zukunft machen & traf selbstschädigende Entscheidungen

Gesundheitseffekte Emotionen (kognitive Mechanismen der Symptomwahrnehmung)

-traurige Menschen nehmen mehr körperliche Symptome wahr als glückliche

-ihre Wahrnehmung liegt mehr auf ihnen selbst, als auf ihrer Umwelt

-denken sie seien unfähig sich so zu verhalten, dass Krankheit erträglich wird / Symptome vermindert werden können

-glauben sie seien anfälliger für zukünft. Krankheiten

Stress & Gesundheit: Die Stressreaktion

-durch starke emotionale Reaktionen sowie Schmerzen wird die Ausschüttung v. Adrenalin gesteigert, was zu bestimmten körperlichen Veränderungen führt (zB schnellere Blutgerinnung)

-phylogenetischer Nutzen: Zsmhang zw. Wut & Kampfinstinkt, Angst & Fluchtinstinkt

 

um den Körper auf Flucht oder Kampf vorzubereiten, wird folgendermaßen über 2 Systeme vermittelt..

-Sympathikus-Nebennierenmark-Achse: als akute Reaktion auf Stress, Signalübertragung erfolgt sehr schnell über elektrische Impulse, durch bestimmte Reize wird Ausschüttung v. Adrenalin gesteigert

-Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse: wird bei langanhaltenden Belastungen aktiviert; Hormonabgaben ins Blut bei Signalübertragung; erheblich langsamer als akute Stressreaktion

Stress als allgemeine physiologische Anpassungsreaktion laut Selye: Generelles Anpassungssyndrom (3 Stadien)

a. Alarmreaktion (kurz anfänglicher Schock)

b. Widerstandsphase (Kräfte zu Bewältigung werden mobilisiert)

c. Erschöpfungsstadium (Widerstandskraft sinkt, Krankheitsanfälligkeit steigt)

Physiologische Prozesse, die der körperlichen Aktivierung & Bereitstellung von Energie dienen (->vorbereitung auf Fight or Flight)

-Aktivierung & Durchblutung des Hirns

-Erweiterung der Bronchien (beschleunigter Atem)

-erhöhte Muskelspannung (Reflexe verbessert)

-Schwitzen

-kurzfristig erhöhte Schmerztoleranz

Gesundheitsschädliche Wirkung der körperlichen Stressreaktion

(4 relevante Aspekte)

a. Fett-& Zuckerreserven können zu Gefäßverengungen sowie Gefäßverschluss führen

b. Körper kann nicht mehr in ursprl. Ruhezustand, kaum noch erholen

c. durch erhöhte Ausschüttung von Cortisol wird Gedächtnisleistung geschwächt & Infektionsanfälligkeit erhöht

d. Rauchen, ungesunde Ernährung & Alkohol wird zwar als Bewältigungsversuch eingesetzt, führt aber zu Erhöhung des Erkrankungsrisikos sowie verringerter Belastbarkeit

Transaktionales Stressmodell nach Lazarus

-Menschen empfinden Stress unterschiedlich stark

-Erweiterung Selye´s Ansicht um: persönliche kognitive Bewertung (cognitive appraisal) der Stresssituation & Strategien, die zur Bewältigung verfügbar sind (coping Strategien)

1.primäre Bewertung Situation als positiv, irrelevant o. stressbezogen

2.sekundäre Bewertung als Analyse der verfügbaren Ressourcen

3.Neubewertung der Situation bzw. Belastung

Coping Strategien

-Maßnahmen um Stress zu reduzieren

-Problemzentrierte: setzen direkt am Problem & deren Veränderung an, aktive Auseinandersetzung mit Stressor

-Emotionsbezogene: direkte Veränderung des Stressors nicht möglich; Entspannung, Ablenkung

Entwicklung von Emotionen: Freude

-hat positive Wirkunng, führt dazu Tätigkeiten fortführen zu wollen

-Neugeborene: reflexhaft, nicht auf bestimmte Personen bezogen

-Danach, bevorzugt auf vertraute Personen beschränkt

-Erlangen Verständnis zwischen Handlungsn und Konsequenzen

Entwicklung von Emotionen: Angst

-Bedrohung oder Gefahr

-Neugeborene: schwer von anderen negativen Gefühlen zu unterscheiden

-Danach: Angst vor Fremden, Entwicklung Trennungsangst

-Imaginäres Vorstellungsvermögen entwickelt sich & sorgt dafür, dass Kinder bspw nachts Angst vor Monster unterm Bett haben

Entwicklung von Emotionen: Ärger

-empfindet man, wenn man gehindert wird sein Ziel zu erreichen

-Kinder empfinden Wut z.B. wenn Eltern unaufgefordert Hilfe leisten

-später kommt noch sprachlicher Ausdruck von Ärger hinzu

Entwicklung Emotionen von Kindern/Neugeborenen allgemein

-angeborenes emotionales Ausdrucksverhalten, unreif/ungerichtet

-Angewiesen auf Unterstützung Eltern bei Emotionsregulation

-ab 2.Monat kann Kind Emotionen in wenig belastbaren Situationen schon selbst regulieren & sich selbst beruhigen (zB Blick abwenden)

-Vorläuferemotionen (Distress, Wohlbehagen, Interesse, Schreck, Ekel) entwickeln sich durch interpersonalen Regulationsprozess zu voll funktionsfähigen&motivdienlichen Emotionen

-Kleinkind/Vorschulalter entwickeln mit Elternhilfe Fähigkeit d. Selbstregulierung, Ausdrucksfähigk, verfeinern, Motiven entsprechend zu handeln (intrapersonaler R-Prozess)

Bindungstheorie nach John Bowlbys

Bindungssystem Kind darauf ausgerichtet Nähe & Sicherheit durch Bezugsperson zu garantieren, indem Bindungsverhaltensweisen eingesetzt werden, um Fürsorgeverhalten von Eltern zu aktivieren

Unterschied Bindungsverhalten und Bindung

Bindungsverh.= Verhaltensweisen Kind, um Nähe der Bezugsperson zu sichern; entwickelt sich sehr früh; bezieht sich nicht direkt auf bestimmte Person

Bindung = emotionales Band zw. Kind & Bezugsperson; entwickelt sich durch zunehmende Vertrautheit in Interaktion

Auswirkungen unsicherer Bindung im Kindesalter

-Stressverarbeitungssystem kann nicht ausreifen

-anfälliger für physische & psychosoziale Belastungen & psychische Krankheiten

Auswirkungen sicherer Bindung im Kindesalter

-ausgeprägtes Erkundungsverhalten

-in Schule weniger ängstlich, beliebter, größere Neigung sich Unterstützung zu suchen

-wichtiger Schutzfaktor ggü. psychiatrischen Störungen

-kann sich auf Bezugsperson verlassen & dadurch Gefühle besser regulieren

Oxytozin

-Bindungshormon (Kuschelhormon)

-durch Freisetzung kann Stress reduziert werden

-Zeitpunkt der Stressreaktion wird verzögert, Stärke & Dauer beeinflusst

Tend - and - befriend -  Reaktion

-um Stress zu reduzieren

-infolge von Katastrophen steigt die Hilfsbereitschaft (tend) und man schließt sich verstärkt mit anderen zusammen (befriend)

-Alternative zu fight or flight Reaktion