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Arbeitsbedingungen der Vergangenheit

Geprägt durch externe Faktoren wie Lärm, Staub, Gase, Gifte oder schwere, einseitige Tätigkeiten

Erkenntnisse aus Hawthorne-Studien

  • eine „effiziente Organisation und Führung ohne Beachtung der sogenannten sozialen Dimension bzw. informaler Phänomene sind nicht zu erzielen
  • Arbeitsleistung ist nicht nur eine Funktion objektiver physikalischer Arbeitsbedingungen, sondern hängt davon ab, wie Arbeiter ihre Arbeit, ihre Mitarbeiter und Vorgesetzten wahrnehmen und sich selbst behandelt fühlen
  • Führte zu einem neuen Paradigma, in welchem der Arbeiter nicht mehr nur als Individuum, sondern als Mitglied eines komplexen und sozialen Systems verstanden wurde

Wodurch Stresszunahme?

  • Zunahme dialogischer Arbeitsanteile
  • Fluide Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit


Faktoren die zu Stress führen

  • äußere Umstände wie Lärm, Termindruck oder Konflikte 
  • innere Umstände wie Überforderung oder Unzufriedenheit

2 Formen von Stress

  • Distress: Reaktionsmuster „eines Organismus auf Stimulusereignisse, die dessen Gleichgewicht stören und dessen Fähigkeiten, die Einflüsse zu bewältigen, stark beanspruchen oder übersteigen“, beschreiben.


  • Eustress: Positiver Stress führt zu erhöhter Aufmerksamkeit und fördert die Leistungsfähigkeit eines Menschen, ohne diesem zu schaden.


Konzept Rohmert und Rutenfranz zu Stress

  • Stress entsteht aus Komponenten Belastung und Beanspruchung
  • Menschen werden durch Belastungen aufgrund individueller Persönlichkeitseigenschaften unterschiedlich in Anspruch genommen
  • Belastung (stress) bezieht sich auf Faktoren außerhalb des Körpers (physikalisch, chemisch definierbar wie Lärm, Staub, Temperatur) oder auf psychosoziale Faktoren (Mobbing, Zeitdruck) oder innere Belastungen (physischer Natur wie z.B. Muskalatur)
  • Je nach Persönlichkeitsstruktur führt Belastung zu Beanspruchung (strain) -> unterschiedliche Leistungsfähigkeit
  • Wirkungen Beanspruchungen -> somatisch-physiologische Erregungen (Blutdruck, Puls) oder Reaktionstendenzen wie Ermüdungen, Monotonie, Veränderungen der Befindlichkeit und Gesundheit (z.B. Burnout)


Work-Life-Balance

  • das Bedürfnis nach einem Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben gewinnt immer mehr an Bedeutung
  • Gleichgewicht zwischen Belastungen/Anforderungen und den eigenen Ressourcen herstellen ist wichtig
  • Eigene Ressourcen = Fertig- und Fähigkeiten, die die Möglichkeit bieten, erwünschte Aktivitäten und Energien zu verstärken und einen ROI zu erzielen
  • Belastungen/Anforderungen wie auch Ressourcen hängen voneinander ab:

1) Ressourcen werden zur Bewältigung der Belastungen/Anforderungen benötigt

2) Belastungen/Anforderungen hingegen werden benötigt, um Ressourcen aufzubauen.

Themenfeld Arbeitssicherheit

Umfasst grob alle Gefahren und Gefährdungen, die einem in der Arbeitswelt begegnen können. Dies beinhaltet:

  • die Vermeidung von Unfällen durch Aufklärung und Schulung von Mitarbeitern sowie
  • die Planung und Reali­sie­rung von Maßnahmen zur Gefahrenminimierung 


Ausgangslage Arbeitssicherheit

die Identifizierung gefährlicher Situationen, in denen es zu Unfällen kommen kann.


Diese betreffen externe physikalische und chemische Rahmenbedingungen (z. B. die Handhabung von Chemikalien oder das Bedienen von Maschinen)


sowie psychische Bedingungen des Individuums beim Ausführen einer Arbeitstätigkeit 


Psychologische Arbeitssicherheit

widmet sich psychische Bedingungen des Individuums beim Ausführen einer Arbeitstätigkeit und untersucht, warum Menschen in bestimmten Situationen sicherheitsgemäß arbeiten und in anderen sicherheitswidrig handeln 


Ansätze psychologische Arbeitssicherheit

  • Die Personalauswahl bietet eine Möglichkeit, die Unfallhäufigkeit zu mindern
  • Die zielgerichtete Qualifizierung von Mitarbeitern durch Schulungen
  • Die Analyse von Unfallursachen in 4 Phasen:

1) Gefahren ermitteln und analysieren

2) Arbeitsschutzziele ableiten und definieren

3) Maßnahmen und Instrumente planen und einsetzen

4) Evaluation der eingesetzten Maßnahmen