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Welche zentralen Aufgaben hat die Medienpädagogik?

Erziehen mit Medien (z. B. Medien als Mittel zur Förderung)


Erziehen zu Medien (z. B. Medienkompetenz fördern)


Theoretische Fundierung und praxisnahe Konzepte


Welche Stadien empirischer Medienforschung nennt Früh/Winter (2004)?

1. Wirkungsforschung



2. Nutzungsforschung



3. Rezeptionsforschung



4. Medienaneignungsforschung

Was bedeutet Evidenzbasierung in der Medienpädagogik?

Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse für Praxisentscheidungen


Orientierung an systematisch gesicherter Evidenz

Welche Evaluationsarten gibt es nach Mertens?


1. Evaluation zur Optimierung



2. Evaluation zur Legitimation



3. Evaluation zur Erkenntnisgewinnung



4. Evaluation zur Kontrolle

Nenne drei häufige Fehlerquellen bei Evaluationen.

Unklare Zielsetzung


Mangelnde theoriebasierte Herleitung


Falsche Schlussfolgerungen (z. B. Kausalität vs. Korrelation)


Warum ist die Lerntypen-Theorie problematisch?

Kein wissenschaftlicher Nachweis für bessere Lernergebnisse


Individualisierte Methoden oft nicht wirksamer


Gefahr der Etikettierung

Wie sieht die Hierarchie der Evidenzstufen aus?


1. Meta-Analysen



2. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs)



3. Kontrollierte Studien



4. Beobachtungsstudien



5. Expertenmeinungen / Einzelfälle

Wie bewertet man die Aussage „Apps verbessern Lernen“ evidenzbasiert?

Analyse der Studienlage (RCTs, Metaanalysen?)


Prüfung auf Kausalität


Berücksichtigung konfundierender Variablen

Was spricht gegen die Annahme „visuelle Lerntypen lernen besser mit Bildern“?

Keine empirische Evidenz


Keine signifikanten Lernvorteile


Empfehlungen: Methodenmix & adaptive Strategien

Warum sind bestimmte Aussagen zur Tablet-Nutzung nicht belastbar?

Studie aus Japan: unklarer Evidenzgrad


Aussage eines Experten: niedrigste Evidenzstufe


Anekdotische Evidenz: nicht systematisch belegt


Einzelfallbeobachtung: nicht kausal beweisbar

Was ist für fundierte Entscheidungen im Bildungsbereich notwendig?

Systematische Forschung mit hoher Evidenz


Verzicht auf Einzelmeinungen, Anekdoten und Einzelfälle


Orientierung an Meta-Analysen & RCTs

Was versteht man unter Medienpädagogik?

Wissenschaft & Praxis über Erziehung mit und zu Medien


Ziel: Medienkompetenzförderung


Reflexion über den Einfluss von Medien auf Bildung & Sozialisation

Was unterscheidet „Erziehen zu Medien“ und „Erziehen mit Medien“?

Zu Medien: Förderung von Medienkritik, -nutzung, -gestaltung


Mit Medien: Einsatz von Medien zur Unterstützung von Lernprozessen

Nenne vier verbreitete Lernmythen.


1. Lerntypen-Mythos



2. „Digital Natives“ lernen besser mit Technik



3. Multitasking steigert Effizienz



4. Wissen wird durch Medien automatisch besser gelernt

Was versteht man unter „pädagogischen Fake News“?

Falsche Annahmen oder unbewiesene Behauptungen über Lernen


z. B. „Tablets führen automatisch zu besseren Noten“

Was ist evidenzbasierte Pädagogik?

Pädagogisches Handeln basiert auf wissenschaftlich fundierter Evidenz


Ziel: Wirksamkeit nachweisen, z. B. durch RCTs oder Meta-Analysen

Nenne typische Probleme bei Evaluationen.

Fehlende Vergleichsgruppen


Unklare Zielkriterien


Keine Kontrolle von Störvariablen


Verwechslung von Korrelation und Kausalität

Was ist eine Meta-Analyse?

Zusammenfassung vieler Einzelstudien zu einer übergeordneten Aussage


Höchste Evidenzstufe


Stärker als Einzelstudien

Warum reicht eine Expertenmeinung zur Beurteilung nicht aus?

Gehört zur niedrigsten Evidenzstufe


Kann subjektiv und nicht verallgemeinerbar sein


Muss durch systematische Forschung gestützt werden

Ist die Aussage „Kinder aus bildungsfernen Familien profitieren besonders von Tablets“ evidenzbasiert?

Anekdotische Evidenz


Nicht systematisch belegt


Nur bei gezielter Begleitung sinnvoll

Warum sind Einzelfallbeobachtungen problematisch in der Bildungsforschung?

Keine Kausalität nachweisbar


Zu viele Einflussfaktoren


Nicht verallgemeinerbar

Warum ist evidenzbasierte Praxis in der Pädagogik wichtig?

Fundierte Entscheidungen statt Bauchgefühl


Vermeidung von pädagogischen Mythen und Irrtümern


Grundlage für wirksame Maßnahmen & Konzepte


Höhere Transparenz und Qualitätssicherung

Was versteht man unter anekdotischer Evidenz?

Einzelbeobachtungen oder persönliche Erfahrungen


Nicht systematisch erhoben


Nicht wissenschaftlich belastbar


Gefahr von Fehlschlüssen und Verzerrungen

Warum reicht es nicht, sich auf irgendeine Studie zu beziehen?

Ohne Angaben zu Studiendesign, Stichprobe, Methodik ist die Aussagekraft unklar


Studien müssen nachvollziehbar und übertragbar sein


Gefahr von Scheinevidenz bei schlechter Studienqualität

Warum lässt sich aus besseren Noten nach Tablet-Einführung keine Kausalität ableiten?

Nur Einzelfallbeobachtung


Viele mögliche Einflussfaktoren (z. B. Lehrkraft, Unterrichtsform, Motivation)


Kein Beweis für direkte Wirkung der Tablets

Was ist das Besondere an RCTs in der Bildungsforschung?

RCT (Randomisierte Kontrollstudie)


Teilnehmende werden zufällig Gruppen zugewiesen


Vergleich von Intervention vs. Kontrollgruppe


Ermöglicht Aussagen über Kausalität


Hoher methodischer Standard

Warum ist Medienkritik ein zentrales Ziel der Medienpädagogik?

Förderung der reflektierten Mediennutzung


Schutz vor Manipulation, Fake News, Desinformation


Aufbau von Bewertungskompetenz und Handlungssicherheit

Warum ist der Begriff „Digital Natives“ wissenschaftlich umstritten?

Technikaffinität ≠ Medienkompetenz


Keine evidenzbasierte Bestätigung


Bedarf an gezielter Förderung bleibt bestehen – auch bei „Digital Natives“

Warum fördern Medien nicht automatisch das Lernen?

Wirkung abhängig von Kontext, Ziel, Umsetzung


Medien sind nur Werkzeuge, keine Garanten für Lernerfolg


Didaktik & Begleitung entscheidend

Was umfasst medienkompetentes Handeln?

Zugang, Nutzung, Reflexion, Gestaltung von Medien


Selbstbestimmt & verantwortungsvoll handeln


Kritisch prüfen, ethisch bewerten

Was ist das Ziel von evidenzbasierter Bildungspraxis laut Pfeiffer (2021)?

Bildungsmaßnahmen sollen auf wissenschaftlich gesicherter Evidenz basieren.


Ziel: Wirksamkeit begründet nachweisen


Praxis und Forschung sollen systematisch verbunden werden.

Welche häufigen Fehler nennt Pfeiffer (2021) bei Evaluationen?

Zirkuläre Argumentation (z. B. „Es wirkt, weil es eingesetzt wird“)


Voreilige Verallgemeinerungen


Fehlende Kontrolle von Alternativerklärungen

Welche evidenzkritischen Aussagen werden bei der Tablet-Nutzung gemacht? (Beispiel Kollegin)

Studie ohne Quellenangabe: nicht belastbar


Expertenmeinung: niedrigste Evidenzstufe


Anekdotische Evidenz (Kinder profitieren): nicht systematisch belegt


Einzelfallbeobachtung (Notenverbesserung): keine Kausalität nachweisbar

Fazit zur Bewertung von Aussagen zur Tablet-Nutzung

Aussagen beruhen auf niedriger Evidenz


Für fundierte Entscheidungen braucht es:

➤ Systematische Forschung (z. B. RCTs, Meta-Analysen)

➤ Keine Einzelmeinungen oder unüberprüfte Studien

Warum ist die Aussage „Apps verbessern Lernen“ problematisch?

Häufig ohne differenzierte Wirksamkeitsanalyse


Unklar: Für wen? Unter welchen Bedingungen?


Braucht genaue Prüfung von Studiendesign & Kontext

Was ist mit „Lernmythen“ gemeint?


Falschannahmen über Lernen, die wissenschaftlich nicht haltbar sind


Beispiele:

➤ Lerntypen-Modelle

➤ Digital Natives lernen besser

➤ Multitasking steigert Lernen

Wie wird der Mythos „Digitalisierung verbessert automatisch Bildung“  bewertet?

Kritisch: Digitalisierung ist kein Selbstläufer


Wirksamkeit abhängig von:

➤ Didaktischer Einbettung

➤ Qualifikation der Lehrkräfte

➤ Zielgerichtetem Einsatz

Was bedeutet „systematische Forschung“ im Kontext von Bildungsentscheidungen?

Forschung, die:

➤ klaren Kriterien folgt

➤ replizierbar & überprüfbar ist

➤ Zufallszuteilung, Kontrollgruppen, große Stichproben nutzt


Beispiele: RCTs, Meta-Analysen

Welche Rolle spielt die Kontextabhängigkeit in der Bildungsforschung?

Wirkung von Maßnahmen ist nicht universell


Abhängig von:

➤ Lernumgebung

➤ Zielgruppe

➤ Umsetzung durch Lehrpersonen


Warum reicht es nicht aus, wenn ein Experte sagt: „Selbstständiges Lernen ist besser“?

Expertenmeinung = niedrigste Evidenzstufe


Aussage ohne empirische Studien = nicht verallgemeinerbar

Was ist eine Einzelfallbeobachtung und warum ist sie kritisch?

Beobachtung eines einzelnen Falls oder Ereignisses


Problematisch, weil:

➤ Nicht generalisierbar

➤ Keine Kausalität ableitbar

➤ Viele Störfaktoren nicht kontrolliert

Was bedeutet „nicht kausal beweisbar“ bei Bildungsmaßnahmen?

Eine Maßnahme zeigt mögliche Korrelation, aber:

➤ Kein Nachweis, dass sie direkt wirkt

➤ Ursache-Wirkungs-Beziehung nicht gesichert

➤ Nur mit RCTs nachweisbar

Beispiel für fehlerhafte Schlussfolgerung bei Tablet-Einsatz

„Die Noten wurden besser, also liegt’s am Tablet“ → Fehlschluss


Ohne Vergleichsgruppe & Kontrolle:

➤ Scheinkorrelation möglich

➤ Andere Faktoren könnten verantwortlich sein

Was ist das Risiko bei pauschalen Aussagen zu Lernmethoden?

Pauschalaussagen ignorieren:

➤ Kontext (Lernumfeld, Zielgruppe)

➤ Unterschiedliche Voraussetzungen

➤ Keine wissenschaftliche Differenzierung

Was macht eine Aussage „nicht belastbar“ in der Forschung?

Wenn keine methodischen Angaben gemacht werden


Wenn Studiendesign oder Qualität unklar ist


Wenn keine systematische Überprüfung vorliegt


Was ist der Unterschied zwischen anekdotischer Evidenz und systematischer Forschung?

Anekdotisch: Einzelfälle, subjektiv, zufällig


Systematisch: Geplant, kontrolliert, nachvollziehbar


Nur systematische Forschung liefert verlässliche Ergebnisse

Warum ist evidenzorientiertes Denken wichtig für Lehrkräfte?

Verhindert Entscheidungen auf Basis von:

➤ Mythen

➤ Einzelfällen

➤ Meinungen


Führt zu qualitativ besseren Bildungsentscheidungen

Was untersucht die empirische Medienforschung?

Sie untersucht u.a.:


Medienausstattung in Kinderzimmern, Schulen, Jugendzentren


Nutzungsdauer und -gründe


Wirkungen der Medien

(Quelle: Süss, Lampert, Trültsch-Wijnen, 2018)

Welche Bedeutung hat die empirische Medienforschung für die Gestaltung von Lernangeboten?

Liefert wissenschaftlich fundierte Aussagen zur didaktischen Gestaltung


Gehört zur Erziehungswissenschaft, hat aber interdisziplinäre Bezüge


Findet unter Realbedingungen statt (nicht im Labor)

(Quelle: Kerres, 2018)

Was bedeutet Evidenzbasierung in der Medienpädagogik?

Ziel: „Was funktioniert?“ (Pant, 2014)


Verbindet Grundlagenforschung mit praktischer Anwendung


Unterstützt fundierte Entscheidungen in der pädagogischen Praxis

Was sind die Drei E’s der Evaluationsforschung?

(Pant, 2014; Wortman, 1983)


Efficacy: Wirksamkeit unter kontrollierten Bedingungen


Effectiveness: Wirkung unter Realbedingungen


Efficiency: Kosten-Nutzen-Verhältnis

Was erschwert die Evaluation medienpädagogischer Maßnahmen?

Decade x Findings Interactions: Ergebnisse abhängig vom Erhebungszeitpunkt


Power of Contexts: Wirkungen hängen vom Kontext ab


Ubiquity of Interactions: Viele unkontrollierbare Wechselwirkungen

(Quelle: Pant, 2014; Berliner, 2002)

Was ist das VARK-Modell nach Fleming?

Vier Lerntypen:


1. Visual (sehen)



2. Aural (hören)



3. Read/Write (lesen/schreiben)



4. Kinesthetic (fühlen/bewegen)

(Quelle: Fleming & Mills, 1992; Fleming & Baume, 2006)

Gibt es empirische Belege für Lerntypen im VARK-Modell?

Studien (Pashler et al., 2008) zeigen keinen Zusammenhang zwischen Lerntyp und Lernerfolg


Keine Belege für signifikant bessere Leistungen durch angepasste Lehrmethoden

Wie ist die Hierarchie der Evidenzgrade?

(Quelle: Zapf & Cevirme, 2021)


1. Meta-Analysen



2. Randomisierte kontrollierte Studien



3. Kohortenstudien



4. Fall-Kontrollstudien



5. Fallberichte



6. Expertenmeinungen


Welche Fragen stellt die Medienpädagogik?

Welche Medien nutzen Lernende (Schüler*innen, Studierende usw.)?


Wie oft, wie lange, warum?


Welche Lehrmethoden sind wirksam?


Welche Kompetenzen werden durch Medien gefördert?

Welche Art von Studien gelten als „verlässlich“ in der Medienpädagogik?

Studien mit kontrollierten Bedingungen


Replizierbare Ergebnisse


Validierte Datenerhebung


Bezug zu echten Lernsettings („Realbedingungen“)

Was bedeutet „Power of Contexts“ laut Berliner (2002)?

Pädagogische Maßnahmen wirken nie isoliert


Kontexte wie Klassengröße, Schulform, soziale Herkunft usw. beeinflussen Wirkungen


Evidenz ist also kontextabhängig und nicht immer übertragbar

Was bedeutet „Ubiquity of Interactions“?

In pädagogischen Prozessen existieren unzählige Wechselwirkungen


Diese sind nicht immer kontrollierbar oder sichtbar


Sie erschweren eine eindeutige Kausalitätszuschreibung


Welche Kritik gibt es am Konzept der Lerntypen?

Keine empirischen Belege für Leistungssteigerung durch typgerechten Unterricht


Lerntypen sind eher ein pädagogisches Konstrukt als eine wissenschaftlich valide Theorie


Die Zuordnung zu Lerntypen kann pädagogisch sogar einschränkend wirken

(Quelle: Pashler et al., 2008; Coffield et al., 2004)

Wie werden Lerntypen empirisch überprüft?

Gruppen werden zufällig auf verschiedene Unterrichtsformen verteilt (z. B. visuell vs. haptisch)


Lernerfolg wird im Anschluss getestet


Keine signifikanten Unterschiede je nach Lerntyp festgestellt

Welche Empfehlung ergibt sich aus der Evidenzlage zu Lerntypen?

Statt auf „Lerntypen“ zu setzen, sollten vielfältige Methoden im Unterricht eingesetzt werden


Fokus auf lernförderliche Prinzipien für alle Lernenden


Individualisierung ≠ Typisierung


Was ist eine evidenzbasierte Entscheidung?

Entscheidung, die auf systematisch gesammelter und geprüfter wissenschaftlicher Evidenz beruht


Kombination aus Forschungsergebnissen, professioneller Erfahrung und Kontextbedingungen


Ziel: Effektivität und Effizienz pädagogischer Maßnahmen

Was ist der Unterschied zwischen „Efficacy“ und „Effectiveness“?

Efficacy: Wirkung unter idealen, kontrollierten Bedingungen (Labor)


Effectiveness: Wirkung unter realen Bedingungen (Alltag, Schule)

(Quelle: Pant, 2014; Wortman, 1983)

Warum ist die Medienpädagogik auf empirische Forschung angewiesen?

Medien entwickeln sich rasant weiter


Nutzungsmuster und Wirkungen sind dynamisch


Pädagogik muss auf fundierter Basis entscheiden, nicht auf Annahmen oder Trends


Was versteht man unter dem Begriff „Audience Response Systeme“?

Digitale Abstimmungstools (z. B. Clicker, Apps)


Dienen zur Aktivierung, Lernstandserhebung und Motivation


Evidenzbasierte Wirksamkeit im Sinne der Lernzielorientierung

(Quelle: Zapf & Cevirme, 2021)

Welche Studienformate stehen an oberster Stelle der Evidenzhierarchie?

1. Meta-Analysen



2. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs)



3. Kohortenstudien

→ Sie bieten die höchste Aussagekraft bzgl. Wirksamkeit pädagogischer Interventionen

Warum sind Fallberichte oder Expertenmeinungen evidenzschwächer?

Kein kontrollierter Vergleich


Hohe Subjektivität


Keine Generalisierbarkeit

→ Sie sind eher hypothesengenerierend als beweisführend

Warum ist die Idee der Lerntypen trotzdem weit verbreitet?

Intuitiv nachvollziehbar („das passt zu mir“)


Didaktisch leicht kommunizierbar


Wird in Lehrbüchern und Ausbildungen häufig tradiert

→ Aber: Mythos aus wissenschaftlicher Perspektive (Furey, 2020)

Welche Rolle spielt Kontextabhängigkeit in der evidenzbasierten Medienpädagogik?

Maßnahmen wirken unterschiedlich in verschiedenen Kontexten


Keine universellen „Best Practices“


Forschung muss lokale Bedingungen berücksichtigen („Power of Contexts“)

Was ist der Unterschied zwischen evidenzbasierter und erfahrungsbasierter Pädagogik?

Evidenzbasiert: orientiert sich an systematischer Forschung


Erfahrungsbasiert: beruht auf subjektiver Lehrerfahrung

→ Ziel ist die Kombination beider Ansätze für reflektierte Praxis

Warum ist die Forschung zu Mediennutzung von Kindern relevant?

Kinder wachsen mit digitalen Medien auf


Nutzung beeinflusst soziale, kognitive und emotionale Entwicklung


Medienpädagogik muss auf belastbare Daten zurückgreifen, um Bildungsangebote anzupassen


Welche Kritik äußert Willingham (2015) an Lernstil-Theorien?

Fehlende wissenschaftliche Belege


Vermischung von Lernstil und kognitivem Stil


Fokus sollte auf evidenzbasierten Lernstrategien liegen (z. B. Wiederholung, Testing Effect)

Welche Erkenntnis liefern Pashler et al. (2008) zur Prüfung von Lerntypen?

Lernerfolg ist nicht abhängig von der Übereinstimmung zwischen Lernstil und Methode


Didaktik sollte sich nicht an typischen „Lerntypen“ orientieren


Empfehlung: vielfältige, evidenzbasierte Methoden verwenden

Was ist das Ziel empirischer Medienpädagogik?

Förderung kompetenter Mediennutzung


Entwicklung sinnvoller didaktischer Konzepte


Überprüfung pädagogischer Maßnahmen unter Realbedingungen

→ Fokus auf nachweisbare Wirkungen

Was bedeutet „Evaluation“ in der Medienpädagogik?

Systematische Bewertung medienpädagogischer Maßnahmen


Ziel: Aussagen über Wirksamkeit, Effizienz, Wirkung


Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen

→ Beruht auf den Drei E’s: Efficacy, Effectiveness, Efficiency

Welche Probleme treten bei der Evaluation medienpädagogischer Maßnahmen auf?

Kaum kontrollierte Bedingungen im schulischen Alltag


Heterogene Zielgruppen


Wechselwirkungen zwischen Kontextfaktoren


Schnelllebigkeit digitaler Medien erschwert Langzeitstudien

Was meint „Decade × Findings Interactions“?

Veränderungen in Gesellschaft und Technologie beeinflussen Studienresultate

→ Ergebnisse verlieren mit der Zeit an Gültigkeit (Pant, 2014; Berliner, 2002)

Warum ist die Einteilung in Lerntypen problematisch?

Scheinbare Kategorisierung ist statisch, nicht dynamisch


Lernverhalten hängt von Inhalten, Zielen und Kontexten ab


Risiko: Selbstbegrenzung durch „Typen-Zuweisung“

Welche Alternativen zu Lerntypen-Modellen gibt es?

Kognitive Lerntheorien (z. B. Informationsverarbeitung)


Lernstrategienforschung (z. B. Wiederholung, Elaborierung)


Konstruktivistische Didaktik (aktive Wissenskonstruktion)

Was bedeutet „Evidenz in Realsituationen“?

Forschung wird im Alltag durchgeführt (Schulen, Kitas etc.)


Ziel: praxisnahe Erkenntnisse


Gegensatz zur Laborsituation mit hoher Kontrolle, aber geringem Realitätsbezug

Was sind typische Ziele medienpädagogischer Forschung?

Verbesserung der Medienkompetenz


Optimierung digitaler Lernsettings


Entwicklung didaktischer Empfehlungen


Aufklärung über Medienwirkungen

Was ist der Nutzen evidenzbasierter Bildungspolitik?

Fundierte Entscheidungen bei Lehrplänen, Ausstattung, Methodik


Schutz vor bildungspolitischer Ideologie


Förderung wirksamer Programme mit belegter Wirkung

Warum ist Medienpädagogik interdisziplinär?

Bezieht Erkenntnisse aus: Psychologie, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Informatik


Medienwirkungen sind vielschichtig (kognitiv, sozial, emotional)


Komplexe Fragestellungen erfordern breiten wissenschaftlichen Zugang

Was ist ein häufiges Missverständnis bei Lernstilen?

Irrglaube: Wenn man seinen „Stil“ kennt, lernt man automatisch besser


Tatsächlich: Effektive Lernstrategien helfen allen


Keine empirische Grundlage für typgerechtes Lernen (Pashler et al., 2008)

Warum ist eine rein theoretisch basierte Didaktik nicht ausreichend?

Theorien liefern Hypothesen, aber keine gesicherten Aussagen über Wirksamkeit


Ohne empirische Überprüfung drohen Fehleinschätzungen


Ziel: Theorie + Evidenz = wirksame Praxis

Was ist eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT)?

Teilnehmende werden zufällig in Versuchs- und Kontrollgruppen eingeteilt


Ermöglicht Kausalaussagen über Wirksamkeit


Höchster Evidenzgrad (z. B. im medizinischen und pädagogischen Bereich)

Was ist der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität?

Korrelation: Zwei Phänomene treten gemeinsam auf (z. B. Medienkonsum & Leistung)


Kausalität: Ein Phänomen verursacht das andere


Nur kontrollierte Studien können Kausalzusammenhänge prüfen

Was bedeutet „Meta-Analyse“?

Statistische Zusammenfassung vieler Studien zu einem Thema


Liefert gesamthafte Effektschätzungen


Sehr hoher Evidenzgrad, da große Stichprobenbasis

Was fordert die evidenzbasierte Pädagogik in Bezug auf Innovationen?

Kritische Prüfung neuer Methoden und Tools


Einsatz nur nach wissenschaftlich belegter Wirksamkeit


Keine vorschnelle Übernahme von Trends oder „pädagogischen Moden“

Was ist das Ziel evidenzbasierter Evaluation?

Optimierung von Lernprozessen


Identifikation wirksamer Maßnahmen


Vermeidung von Ressourcenverschwendung

→ Qualitätssicherung in Bildungseinrichtungen

Warum ist pädagogische Evidenz komplexer als medizinische Evidenz?

Mehr Einflussfaktoren (Kontext, Lehrkraft, Schulform, Soziales…)


Geringere Kontrollmöglichkeiten im Feld


Bildung ist langfristig, individuell und kontextuell geprägt