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Welche grundlegenden Funktionen erfüllt Gesundheitskommunikation?

  • Informationsdarbietung über gesundheitsrelevante Inhalte auf verschiedenen Kanälen
  • dadurch angestoßene Veränderung gesundheitsbezogener Wahrnehmungen, Einstellungen und Überzeugungen
  • die damit direkt oder indirekt resultierende Veränderung des Verhaltens

Welche Klassen von Anbietenden von Gesundheitsinformationen unterscheiden Loss & Nagel (2009)?

  • staatliche & halbstaatliche Institutionen
  • private Stiftungen & Vereine
  • pharmazeutische Industrie
  • Print- und sontige Medien

In Bezug auf die Kommunikation gesundheitlicher Risiken: Durch welche Basisfaktoren können Charakteristika von Gefahrenquellen beschrieben werden?

  • Schrecklichkeit der Gefahr
  • Unbekanntheit der Gefahr

Was ist eine häufig genutzte Methode um gesundheitliche Risiken zu kommunizieren?

Furchtappelle

Was muss bei Furchtappellen beachtet werden, damit keine Abwehrprozesse daraus resultieren?

Dass ebenfalls eine umsetzbare Handlungsalternative zum Risikoverhalten präsentiert wird.

Welche Schritte unterscheidet Nöcker (2016) bei der Kampagnen-Entwicklung?

  1. Bestimmung der epidemiologischen Ausgangssituation
  2. Herleitung der Ziele der Kampagne
  3. Zielgruppenanalyse
  4. Rückgriff auf theoretische Modelle zur Problementstehung
  5. Rückgriff auf theoretische Modelle zur Verhaltensänderung/Interventionsplanung
  6. Planung der Maßnahmen zur Durchführung & Implementierung
  7. Evaluation der Maßnahmen

Was ist das grundlegende Problem bei der Gesundheitskommunikation im Internet?

Seriösität von Quellen ist nicht immer nachvollziehbar.

Wie wird diesem Problem entgegengewirkt?

Zum Beispiel durch das HON-Label ("Health on the Net"-Label)

  • Markierung für Gesundheitsinformationen, die internationalen Qualitätsstandards genügen

Welche Informations- und Aktivitätsebenen können bei der Gesundheitskommunikation im Internet unterschieden werden?

  • Ebene der Information
    • Rezipient kann Informationen nur abrufen
  • Ebene der Interaktion
    • Rezipient kann mit Themen interagieren, bspw. durch Selbsttests
  • Ebene der Vernetzung
    • Rezipient kann mit anderen Rezipienten kommunizieren
    • Beispiel: professionelle Gesundheitsberatung

Wie kann Gesundheitsberatung nach Formalisierungsgrad klassifiziert werden?

  • informelle Beratung
    • Alltag, Nachbarschaft, Ratschläge, Familie, ...
  • halbformalisierte Beratung
    • Beratung zu Fachfragen durch Professionen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens
    • Beispiel: Fachbroschüren
  • formalisierte (professionelle) Beratung
    • zusätzliche Beratungskompetenz & Fachexpertise

Was sind die allgemeinen zentralen Ziele einer Gesundheitsberatung?

  • Wissen & Handlungsoptionen vermitteln
  • Selbstbestimmung & Partizipationsmöglichkeiten stärken
  • Ungleichheit in Bezug auf Gesundheitsrisiken reduzieren

Was braucht eine Gesundheitsberatung im Allgemeinen?

  • ausgewogene Informationen
  • verschiedene Dienstleistungen von Leistungserbringern
  • Orientierungshilfen bei deren Qualitätsbeurteilung

Inwiefern kann sich eine Beratung in Abhängigkeit von der Zielgruppe unterscheiden?

Bei gesunden Menschen

  • Erhöhung der allg. Motivation zur Beschäftigung mit Gesundheitsthemen, Beschwerden, Risikofaktoren, ...

 

Bei akut kranken Menschen

  • schnelle & vollständige Genesung und die Vermeidung von Rückfällen & Begleitschäden

 

Bei chronisch kranken Menschen

  • Vernetzung mit anderen Betroffenen
  • Stärkung der Beziehung zur beratenden Person

Welche Ansätze haben sich in psychologischen/psychosozialen Beratungen qualifiziert und bewährt?

  • klientenzentriert
  • systemisch
  • biographisch
  • verhaltensorientiert
  • lebensweltorientiert
  • ressourcenorientiert