Was passierte im Jahre 1918 bis auf wenige Ausnahmen?
In den meisten Ländern führte dies dazu, dass diese zu demokratischen Republiken geformt wurden. Russland war eine ausnahme davon, da sich 1922 die Sowjetunion bildete.
Was passierte nach dem rund 2 jährigen Verfassungsprovisorium in Österreich?
Die Konstituierende Nationalversammlunf beschloss das Bundes-Verfassungsgesetz vom 1.10.1920 welches vom demokratischen, republikanischen, bundestaatlichen und rechtsstaatlichem Prinzip geileitet war.
Was bewirkte die Verfassungsnovelle 1925?
Dass das bundesstaatliche Prinzip besser ausgeprägt wurde
Was bewirkte die Verfassungsnovelle 1929?
Es wurde von der gewaltenverbindenden Form der parlamentarischen Demokratie abgegangen. Damit erfolgte die Aufwertung des Bundespräsidenten auf Kosten des arlaments und Österreich wandelte sich zu einer gemisch parlamentarisch präsidentiellen Demokratie.
Wieso wurde sich gegen den Parlamentismus radikal ausgesprochen?
Aufgrund der nicht erfüllung des Wunsches für einen starken Mann und die Angst vor einer kommunistischen Machtübernahme.
Was waren fachistische Züge und ab wann fing man an diesen Begriff für Bewegugen dieser Natur zu verwenden?
Nach der machtübernahme Mussolinis in Italien 1922. Faschistische Merkmale waren Antimarxismus, Antidemokratismus, extremer Nationalismus, Führerkult, Massenbewegung,Ablehnung von Grund und Menschenrechten, bejahung des Einsatzes von Gewalt um politische Ziele zu erreichen, Rassismus und Antisemitismus und totalitäre Bestrebungen. Es gibt jedoch keinen eindeutigen Begriff für faschismus da jedes System anders war und unterschiedlich ausgeprägt.
Welches autoritäre System erreichte jedoch 1933 sogar demokratisch den Weg an die Spitze des Deutschen Reichs?
Adolf Hitler mit seiner Partei, der NSDAP. Er verwandelte die ganze Weimarer Republik in eine totalitäre Diktatur.
Was löste die Machterlangung Hitlers 1933 in Österreich aus?
Das gesamte parlamentarische demokratische system wurde abgeschafft und es wurde ebenfalls ein autoritäres System errichtet, welches als ständestaatlich oder aus austrofaschistisch bezeichnet wurde/wird.
Wann und warum wurde Österreich von Hitler okkupiert?
In 1938 , da sich Österreich den imperialistischen Bestrebungen Hitlers nicht militärisch entgegensetzen wollte.
Was bewirkte das Ende des zweiten Weltkrieges?
Zur beendigung fast aller faschistischen Diktaturen Europas (außer Spanien unter Franco)
Was führte 1949 zur Teilung Deutschlands?
Die Rivalität zwischen Ostblock und NATO
Wann endete das Kommunistische Regime ?
1989 (Wende, Ende Teilung Deutschlands + Eiserner Vorhang)
Wann erklärte Österreich seine Unabhänigigkeit?
Am 27 April 1945 , da wurde es auch wieder nach dem B-VG von 1920/29 eingerichtet.
Was war der "Sonderweg" Österreichs nach dem Beschluss seiner Unabhängigkeit?
Da Österreich noch immer von 4 Allierten Mächten besetzt war, wurde 1955 der Staatsvertrag von Wien - Belvedere aufgesetzt der den Abzug der Truppen aus Österreich vereinbarte und die immerwährende Neutralität Österreichs.
Was wurde im Staatsrecht nach dem diktatorischen Regime nachgfragt?
Eine wehrhafte Demokratie welche sich wirksam gegen antidemokratische Bewegungen schützen solle
Was entwickelte das deutsche Bundesverfassungsgericht und der österreichische VfGH im sinne der wehrhaften Demokratie?
Da das Verständnis vom Rechtsstaat vertrieft werden sollte und nun nicht nur formale Kriterien sondern auch inhaltliche aufweisen sollte, beschlossen dies zwei Parteien in ihrer Rechtssprechung ein paar grundlegende Prinzipien wie:
Vertrauensschutz in bestehenden Rechtspositionen
Gebot der Verhältnismäßigkeit bei Eingriffen in subj. Rechte
Sachlichkeitsgebot
Was waren friedenssichernde Organisationen?
1919 - Völkerbund, nicht erfolgreich
1945 - UNO,
1952 - Montanunion, 6 Staaten
1993 - Bildung der Europäischen Union (Beitritt Österreich 1995)
Zu welchem Ergebnis führte die Auflösung der Monarchie nach dem kaiserlichen Manifest vom 16.10.1918 für die beiden Staaten?
Österreich: Zerfiel zur Gänze, es enstand Deutschösterreich als neuer Staat , Restliche Gebiete wurden an andere Länder angeschlossen
Ungarn: blieb als Staat bestehen, wurde aber durch Gebietsabtretungen deutlich reduziert
Welche beiden verfassungsrechtlich relevanten Akte führten das Ende der Monarchie herbei und führte dazu das sie normativ nun nicht mehr bestand?
1. Karl I eklärte am 11. November 1918 auf jeglichen Anteil der Staatsgeschäfte zu verzichten, erließ seine Minister und ernannte auch keine neuen mehr , er hätte jedoch als konstitutioneller Monarch die Gegenzeichnung seiner Minister benötigt (rechtlichen Folgen nie geklärt)
2. Am Vormittag des 12. November 1918 verzichtete das Abgeorndeten Haus auf seine Volksvertretung , jedoch nicht durch einen formellen Auflösungsbeschluss da dieser in der Verfassung nicht zulässig gewesen wäre (Herrenhaus bereits aufgelöst seit der Gründung Deutschösterreichs)
Wie sah die seltsame Situation aus als der neue Staat Deutschösterreich gegründet wurde?
Es existierten zwei Wochen lang zwei Staaten nebeneinander mit teils gleichem Staatsgebiet und Staatsvolk.
Von wem ging die VF-rechtliche Gestaltung DEÖS aus?
Von den der Politischen Parteien des Abgeordnetenhauses im Reichsrat. Gemeinsam mit der Provisorischen Nationalversammlung (Abgeordnete der deutschen Wahlkreise ) stellten sie das erste parlament des neuen staates zusammen. Die mitglieder waren in der letzten Reichsratswahl von 1911 gewählt worden.
Wann erfolgte die Konstituierung der provisorischen Nationalversammlung und was beinhaltete dies?
Am 21. Oktober 1918 aufgrund des usamerikanischen 14 Punktesystemes. Sie provNV zählte nun 210 Mitglieder von denen ein 20 köpfiger Vollzugsausschus gewählt wurde welcher unter der Leitung der Sozialdemokraten, Christlichsozialen unf Großdeutschen stand. Dieser wurde später als Staatsrat bezeichnet.
Was war die Aufgabe des staatsrat?
Er war beauftragt die NV Anträge über die Verfassung des neuen Staates zu unterbreiten.
Was beschloss die ProvNV nach der Gründung der Tschechoslowakei?
Sie beschlossen, dass die Gründung des Staates nun rasch vollzogen werden soll und die Staatsgründung formell zu vollziehen um dem Staat Legalität zu verleihen und ihm die notwendigen Organe zuzuteilen.
Was machte der Name Deutschösterreich an sich klar?
Dass nun ein Staat entstanden war, welcher aber noch keine vollständige Verfassung enthielt
Wie war die Ausübung der Staatsgewalt einstweilen festgelegt?
Staatsregierung : Staatssekretäre denen Staatsämter zugeteilt wurden
(Dieses Gebilde nannte man ein extremparlamentarisches Regierungssystem mit ausgeprägter Gewaltenverbindung)
Was folgte auf die Durchführung der Staatsgründung?
Der Ausbau und die Ergänzung der verfassungsgrundlagen.
Dinge wie:
wurden in Verfassungsgesetzen noch näher bestimmt
Offen gebliebene Verfassungsfragen wurden durch die Generalklausel beantwortet.
Was bedeutete die Diskontinuität im Bezug auf Staats und Regierungsform?
Im Staatsgründungsbeschluss wurde weder von Monarchie oder Republik und auch nicht von demokratie gesprochen. Jedoch enthielt er Formulierungen die auf eine demokratische Republik hinwiesen.
Wer wurde als Staatsoberhaupt berufen?
Das Präsidium des Staatsrats
Wann erfolgte die Proklamation Deutschösterreichs als Republik?
Nach dem das Deutsche Reich die Republik ausgerufen hatte, folgte am 12. November 1918 ein Anschluss an die Verzichtserklärung des Kaisers womit die republikanische Staatsform festgelegt wurde. Man entschied sich somit gänzlich gegen die Monarchie und gegen eine Räterepublik (Sowjet-Russland).
Was passierte bei der Proklamation?
Es kam durch "Rote Garden" zu Tumulten welche auch Todesopfer forderten. Der 12. November wurde zum Staatsfeiertag der Republik deklariert.
Warum war deutschösterreich als neutral anzusehen?
Da Deutschösterreich im Krieg noch nicht als staat existiert hatte, und somit nicht als Kriegspartei agieren konnte.
Was wurde außerdem noch von der Monarchie übernommen?
Verwaltungs und Gerichtsorganisation
Teile des Verfassungsrechhts (Grundrechte)
Von welcher beziehung Deutschösterreich zu anderen Ländern ging der Staatsgründungsbeschluss aus?
Dass Deutschösterreich ein dezentralisierter Einheitsstaat sein sollte. Dies war jedoch auf zwei Länderkonforenzen im Oktober 1918 mehr oder weniger unter Einvernehmen von Ländervertretung und Vertretern der ProvNV bereits beschlossen worden.
Was vollzog sich am 26. Oktober vor dem Staatsbegründungsbeschluss?
Die Konstituierung der neues Landesgewalten durch die EInrichtung von provisorischen Länderversammlungen.
Was wurde mit dem Verfassungsgesetz deer Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern präzisiert?
Das Verhältnis der Länder zueinander bzw. zum Zentralstaat das grundsätzlich schon in einem dezentralisierten Einheitsstaat feststand
Wer war der täger der Landesgewalt und der Gesetzgebung?
Die provNV welche einen Auschuss, den Landesrat anstelle des bisherigen Landesausschuss als Träger der Landes-Selbsverwaltung ernannte. Die provNV wählte außerdem eine neue Landesregierung. Damit wurde die bisherige Doppelgleisigkeit zwischen Hoheits und Landes Selbsterwaltung beseitigt. Sie bestand fortan nur noch als die Landesverwaltung selbst doppelgleisig organisiert wurde (Landesrat Träger von Selbstverwaltung und Landesregierung Träger der Staatlichen Hoheitsverwaltung)
Was war die Verfassungsgrundlage?
Die rezepierten Landesordnungen von 1861
Erkläre die Theorie der zentralistischen Staatsgründung und die bundesstaatliche Theorie!
1. DEÖS trat zunächst als zentralistischer Einheitsstaat und delegierte erst mit dem Gesetz betreffend der Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern einen Teil seiner aufgaben
2. DEÖS war aufgrund einer Verinbarung der Länder gegründet worden die infolge der DZV 1867 und der prag. Sanktion selbständig über ihr Schicksal entscheiden konnten
Beide widersprechen dem tatsächlichen Ablauf der Staatsgründung.
Wie entwickelte sich die Gemeindeverfassung?
Sie blieb gem. des Staatsgründungsbeschlusses und auf basis des Reichsgemeindegesetz 1862 organisiert. Wurde aber im Dezember 1918 modifiziert
Wie kam das rechtsstaatliche Prinzip zum Ausdruck?
In den Grundrechten. Außerdem wurde es mit der Schaffung eines VfGH im Jänner 1919 und durch die Rezeption des VwGH im Februar 1919 wesentlich verstärkt. 1920 wurde der VfGH zu einem Organ umfassender Verfassungskontrolle und der Gesetzes und Verordnungsprüfung.
Was war das Staatsgebiet von DEÖS?
Das geschossene deutsche Siedlungsgebiet der Monarchie. Am 22. November erfolgte die formelle Fixierung des Staatsgebietes betreffend des Umfanges und Grenzen des Staates. Zwischen den Kronländern der Monarchie und denen DEÖS eine formelle Diskontinuität. Die Einteilung erfolgte hauptsächlich nach ethnisch-sprachlichen Kriterien.
Auf wie viel des Staatsgebietes beschränkte sich die Staatsgewalt?
Faktisch auf bloß drei fünftel aufgrund von militärischer Besetzung durch andere Staaten.
Was bestimmte das Gesetz über die Staats und Regierungsform noch?
Ein Bekenntnis, dass DEÖS ein Bestandteil der Deutschen Republik bildet, womit eine staatsrechtliche Verbindung beider staaten als politisches Programm festgelegt wurde. Dadurch gab es auch ein wechselseitiges Wahlrecht zu den jeweiligenNationalversammlungen.
Wie und wann erfolgte die Wahl zur KonstNV?
Nach festlegung des neuen Wahlrechts am 16. Februar 1919. Es wurde aufgrund des allgemeinen, gleichen direkten und geheimen Proportionalwahlrechts für alle über 20 Jährigen Staatsbürger unter Einschluss der Frauen gewählt. (Zur gleichen Zeit auch Landtage und Gemeindevertretungen gewählt)
Wann trat die KonstNV zusammen ?
Am 12. März 1919 unter feierlichem Protest gegen die Verhinderung der Wahlen im besetzten Staatsgebiet. Somit erklärte sie sich als Parlament und legitimierte für das von DEÖS beanspruchte Staatsgebiet, Gesetzte zu geben. In ihrer Hauptaufgabe dem Staat eine Verfassung zu geben blieb sie zunächst inaktiv, bestätigte edoch die Verfassungsordnung und machte sie dadurch konstituiv.
Wodurch wurde das Verhältnis von Legislative und Exekutive verändert?
Am 14. März 1919 durch eine Modifizierung der Verfassungsordnung der KonstNV durch das gesetz über die Volksvertretung und dem Gesetz über die Staatsregierung
Was wurde bei der Staatsregierung konzentriert?
Die Regierungs und Vollzugsgewalt. Sie vereinigte die Kompetenzen vo Staatsrat und Staatsregierung so wie teils auch des Staatratsdirektoriums. Ein Teil davon ging auf den Präsidenten der KonstNV zu. (Lockerung der Gewaltenverbindung)
Welchen einfluss auf die Gesetzgebung hatte die Staatsregierung jedoch?
Sie hatte ein Initiativrecht und ein suspensives Veto
Was erfolgte mit den Gesetzen über Volksvertretung und Staatsregierung?
Eune Neuordnung der Stellung der Länder , es traten Landtage an stelle der provLV ein (jedoch Beschränkung der autonomie)
Wie wurde das republikanische Prinzip ausgebaut?
Mit dem Gesetz über die Landesverweisung der Habsburger, das auch zu einer Vermögenskonfiskation führte (Habsburgergesetz) + Ein gesetz über alle Vorrechte des Adels
Bis wo hin war die Funktionsperiode der KonstNV beschränkt?
Bis Mitte Oktober 1920 sollte sie eine definitive Verfassung erlassen.Jedoch benahm sich die KonstNV eher passiv gegebüber diesem Vorhaben, da sie das Ergebnis mit den Allierten abwarten wollten. Diese Haltung provozierte separistische Tendenzen in Ländern wie Vorarlberg und Tirol.
Was war der Vertrag von Saint Germain?
Er war einer von 5 Verträgen welche die Allierten mit dem Deutschein Reich (Versailles), Österreich (St Germain) , Ungarn (Trianon) , Bulgarien (Neuilly) und dem Osmanischen Reich (Sevres) 1919/20 schlossen.
Wie erfolgte der Vertrag von StG ?
Mitte Mai 1919 wurde Deutschösterreich verpflichtet eine Delegation zu entsenden. Die allierten hatten zu dieser Zeit schon einen Vertragsentwurf vorbereitet. Die Delegation von DEÖS wurde nicht als gleichwertiger Vertragspartner angesehen und die allierten wollten daher keine Verhandlungen führen und legten ein Dikar vor. Somit konnten nicht wirklich deutschösterreichische Forderungen durchgesetzt werden.
Wann erfolgte die Übergabe des Vertrags?
Am 2. Septemer 1919 an den Staatskanzler Dr. Karl Renner in Verbindung mit einem Ultimatum: Der Vertrag sollte innerhalb einer Woche angenommen werden, oder es würden Kriegshandlungen folgen.
Wann und durch wen wurde der Vertrag genehmigt?
Die KonstNV verhandelte über die Annahme und er wurde gegen die Stimmen der GdVP genehmigt. Er wurde am 9. September in Paris unterzeichnet und trat am 16. Juli 1920 in Kraft.
Was war Vertragsinhalt des Vertrages von Saint Germain?
Die allierten sahen diesen als Friedensvertrag. Er fixierte die Staatsggrenzen, weswegen auf Böhmen, Mähern und Schlesien verzichtet werden mussten. Jedoch wurde das Burgenland als ein Teil Österreichs anerkannt. Auch auf das italienische Trentino musste Österreich verzichten sowie die Untersteiermark.
Außerdem wurden zugunsten der slowenischen und kroatischen Bevölkerung Minderheitenschhutzbestimmungen festgelegt.Es war ihnen eine angemessene Erleichterung beim Gebrauch der eigenen Sprache vor gericht eingeräumt, trotz deutsch als Staatssprache.
Österreich musste sich außerdem zur Unabhängigkeit verpflichten, mit dem insbesonderen Anschlussverbot an das Deutsche Reich. Jedoch wurde kein absolutes Anschlussverbot vereinbart, weil es mit der Zustimmung des Völkerbundes auch wieder aufgehoben werden hätte können.
Welche beiden fiktionen auf dr DEÖS aufgebaut war zerstörte der Vertrag von St. Germain?
1. Nicht als Rechtsnachfolger der Österreichischen Monarchie zu gelten
2. Einen Teil des Deutschen Reiches zu bilden
Somit wurde am 21.10.1919 das Gesetz über die Staats und Regierungsform in diesen beiden Punkten verändert. Hier wurde nun die "Republik Österreich" statt deutschösterreich erwähnt und der Teil mit "Bestandteil des Deutschen Reiches" gestrichen.
Wie wurden die Vorbereitungen der definitiven Verfassung getroffen?
Durch die Vorarbeiten der Staatsregierung. In der Staatskanzlei bestand seit November 1918 ein eigener Verfassungsdienst in der Verfassungskonzepte erarbeitete welche von der SdAP und der GdVP Zustimmung fanden. Nur die CSP zeigte eine uneinheitliche Haltung.
Wen beauftragte Renner mit der Ausarbeitung eines Verfassungsentwurf?
Hans Kelsen, welcher über den Sommer 1919 mehrere Konzepte entwickelte.
Wann und zwischem wem wurden konkrete Verfassungsverhandlungen aufgenommen?
Im Herbst 1919 zwischen CSP und SdAP.
Welcher Weg war für die Verhandlungen geplant?
Zuerst machte die Bundesregierung einen Verfassungsentwurf in den anschließend die Länder eingebunden wurden und schließlich die Beschlussfassung der KonstNV. Für die koordinierung wurde ein Verfassungsminister verantwortlich (Michael Mayr von der CSP).
Was entstand durch Michael Mayr?
Auf der Grundlage der Entwwürfe Kelsens entstand der Privatentwurf Mayr über den auf zwei Länderkonforenzen verhandelt wurde mit Politikern der Länder wo bereits eine weitgehende Übereinstimmung erzielt wurde.
Was war das Ergebnis der Verhandlungen in den zwei Länderkonforenzen in Salzburg und Linz im Februar 1920?
Der sog. Linzer Entwurf welcher im Juli 1920 durch die KonstNV in verhandlung genommen wurde und zu diesem Zweck ein Verfassungsauschuss eigesetz wurde. Auch die Parteien brachten verfassungsentwürfe ein.
Welche Verfassungsentwürfe wurden in die weiteren Verhandlungen aufgenommen?
Der Linzer Entwurf unter Unterstützung der CSP und der Entwurf der SdAP. Aufgrund dass dieser Entwurf ebenfalls durch kelsen inspiriert war waren die parteien sich weitgehend einig.
Was waren die Punkte in denen sich CSP und SdAP uneinig waren?
Die Ländervertretung und die Frage der politischen legitimation des künftigen Staatsoberhauptes.
Auch wenn diese Punkte einen Kompromiss fanden, was waren weitere Streitpunkte?
Wann wurde der Entwurd als stimmig beschlossen?
Am 1. Oktober 1920 und als B-VG bezeichnet
Wie wurde mit den noch bestehenden Uneinigkeiten umgegangen?
Sie wurden einstweilen mit dem Verfassungsübergangsgesetz geregelt
Wie wurden die Grundrechte in das B-VG eingebracht?
Sie wurden ein fixer Bestandteil des B-VG samt den Modifikationen von 1918/19
Wann trat das B-VG und das VÜG in Kraft?
Am 10. November 1920 und ein zweites mal im BGB kundgemacht
Wie zeigte sich das Regierungssystem nach der Inkraftsetzung des B-VG?
extrem parlamentarisch und gewaltenverbindend
Welche Funktionen hatte der Nationalrat?
Er war träger der Bundesgesetzgebung. Außerdem waren die Abgeordneten des NR auch erheblich an dessen Wahhl und Absetzung des BP in der Bundesversammlung beteiligt. Es stand ihm der Oberbefehl über das Bundesheer zu. Außerdem hatte er gemeinsam mit dem Bundesrat die Wahl der Richter des VfGH und des VwGH vorzunehmen. Zusätzlich hatte er auch erhebnlichen Einfluss auf die Exekutive.
Welche vier Prinzipien schloss das B-VG ein?
Das demokratische, das republikanische und das liberalrechtsstaatliche Verfassungsprinzip welche aus der bisherigen Verfassungsordnung 1918/19 übernommen wurden. Zusätzlich kam 1920 noch das bundesstaatliche Prinzip hinzu.
Wie verhielt sich das demokratische Prinzip?
Es war außerordentlich stark ausgeprägt. Die Organe des Bundes und der Länder gingen aus gleichen, allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen nach dem Grundsatz der Verhältniswahlen vor. Die organe wiesen ebenfalls eine indirekt demokratische legimitation auf. Sogar Volksabstimmungen waren bei Gesamtänderungen der Bundesverfassung durchzuführen. Auch die Rechtssprechung durch geschworenengerichte und die Schöffengerichtsbarkeit zählen hier dazu.
Wie verhielt sich das republikanischeh Prinzip?
Es drückte sich nur scheinbar stark aus. Die Position des BP war defacto schwach.
Wie verhielt sich das liberal-rechtsstaatliche Prinzip?
Es wurde aus der bisherigen Verfassungsordnund übernommen und ausgebaut. Die ausgiebige Kontrolle über Gesetzes und Verfassungswidrigkeiten war ein weltweit einzigartiges Modell und wurde spielgeben für andere.
Wie verhielt sich das Bundesstaatliche Prinzip?
Es war nur schwach ausgeprägt und wurde von starker Bundesgewalt überlagert. Die Länder waren in ihrer souveränität sehr eingeschränkt und wurden vom Bund dominiert.
Was waren zwei markante Novellierungen des B-VG bis 1933?
Was passierte ab März 1933?
Das demokratisch rechtsstaatliche Regierungssystem wurde schrittweise abgebaut und durch ein autoritäres Regime ersetzt, welches im April 1934 in der Verfassung für Österreich verankert wurde.
Werlche verpfichtung stellte der Vertrag von Trianon an Ungarn?
Das Burgenland bis zum 28. August 1921 an Österreich zu übergeben. Dies scheiterte aber wegen eines bewaffneten Widerstandes , wurde aber durch das Venediger Protokoll trotzdem durchgeführt. Ab 1. Jänner 1922 war es ein gleichberechtigtes Bundesland.
Was passierte noch am 1. Jänner 1922?
Die Trrennung von Wien und Niederösterreich in zwei Seperate Bundesländer
Welche wichtigen Ereignisse versuchten die wirtschaftlich schwierige Nachkriegszeit zu erleichtern?
Die Finanzverfassunf 1922 (finanzielle Beziehung zwischen Bund und Ländern)
Genfer Anleihe 1922 : Finanzierung der Saninerung mit speziellem Kontrollorgan dem außerordentlichen Kabinettsrat der dies überprüfen solle (bis Jahresende 1924 befristet)
Was änderte sich mit der Verfassungsnovelle 1925?
Die Kompetenzverteilung des B-VG trat in Kraft , danach war das bundesstaatliche Prinzip voll entfaltet
Wie sah die innenpolitische Situation nach 1920 aus?
Sie war stark geprägt von Spannungen zwischen den bügerlichen Regierungen und der SdAp begründet. Sie standen einander mit wachsender Gewaltbereitschaft und paramilitärischen Parteiformationen gegenüber. Zustammenstöße waren keine Seltenheit.
Was war das ziel der SdAP von beginn der Verfassungsverhandlungen?
Sie hatten eine sehr förderalismusfeindliche haltung und wollten Österreich als Einheitsstaat dem deutschen Reich angliedern um ihr politisches ideal der klassenlosen Gesellschaft durchzuführen.
Welcher Schutzbund wurde 1923 gegründet?
Der Republikanische Schutzbund um die Interessen der SdAP zu wahren
Wem trat der Republikanische Schutzbund gegenüber?
Den Heimwehren der bürgerlichen Regierungen (gegründet zum Schutz vor kommunistischen Putschversuchen)
Welche Lager gab es?
Das nationale lager der GdVP und des LB
Das bürgerliche Lager der CSP
Wann erreichten die gewalttätigen Auseinandersetzungen der Lager ihren Peak?
Im Juli 1927 als eine Demonstration der SdAP eskalierte und zum Brand des Justizpalastes führte.
Zu welchen Überlegungen führte der Justizpalastbrand
Es wurde in allen politischen Lagern überlegt die extrem parlamentarische Regierung abzuschwächen weil sie eine exteme politisierung der Gesellschaftsebenen zur Folge hatte. Stattdessen wurde nun eine gewaltenteilende Präsidenschaftspolitik geplat nach Vorbild der Weimarer Republik.
Wann wurde eine entsprechende Verfassungsreform geplant und welches Ziel verfolgte diese?
Sie wurde 1929 vorbereitet und hatte die Stärkung der staatlichen Autorität und die Beseitigung der Vorherrschaft des Parlaments zum Ziel
Wie sah die Verfassungsnovelle 1929 aus?
Sie hatte ein gemischt parlamentarisches System. Sie brachte eine Aufwertung der Kompetenzen des BP, welcher nun die Mitglieder der Bundesregierung entlassen konnte.
Außerdem kam es zur Volkswahl anstelle der Wahl durch Bundesversammlung und sein Amt wurde auf 6 Jahre verlängert. Er war nun auch für das Volk verantwortlich und konnte aufgrund einer Volksabstimmung abgesetzt werden. Mit dieser Aufwertung ging aber auch eine Schwächung des Nationalrats einher.
Wie erfolgte die entpolitisierung der Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts?
Durch die EInführung spezifisch juristischen Fachqualifikationen für die Verfassungsrichter und die Festlegung von politischen Unvereinbarkeiten für Mitglieder des VfGH und des VwGH.
Was folgte auf den Ausbau des Rechtsschutzes?
Zu einem Abbau des Föderalismus.Der Bundesrat sollte als Ländervertretung auch noch durch einen Ständerat ergänzt werden
Wie sah die Verfassungswirklickeit der Novelle 1929 aus?
Sie bildete nur formal eine Änderung des Regierungssystem erwies sich aber in der Praxis als nicht wirksam. Auch die Novellen über die Volkswahl des BP wurden sistiert.
Wann und wieso wurde die bereits vorbereitete Wahl des Bundespräsidenten abgesagt?
Aufgrund eines Putschversuches der heimwehr 1931 in der Steiermark
Was führte warum zu einer schweren Regierungskrise im Sommer 1932?
Aufgrund der Weltwirtschaftskrise wurde eine Vereibarung über die zweite Genfer anleihe getroffen (Lausanner Protokoll). Die GdVP war aus der Koalition ausgeschieden und somit hatte der NR nur noch eine Stimme mehr als die Koalition weswegen jede Abstimmung im Parlament eine Überlebensfrage darstellte. Der NR beschloss im Mai 1932 seine auflösung.
Was Fand am 04. März 1933 statt?
Eine außerordentliche Sitzung des NR. Von dieser gingen Geschäftsordnungsstreitigkeiten aus, auf welche eine Abstimmung folgte in der Karl Renner seine Funktion zurücklegte. Darauf folgte auch die Niederlegung der Ämter des Christlichsozialen Rudolf Ramek und der Großdeutsche Sepp straffner ihre Ämter nieder. Somit war der NR formell arbeitsunfähig geworden.
Zu was führte diese formelle arbeitsunfähigkeit und was bedeutete dies für Österreich?
Dies endete in der sog. Selbstausschaltung des Parlaments welche erlaubte, dass sich das straffe Autoritätsregime ruhig ausbreiten konnte. Jedoch war es eher eine Ausschaltung des Plenums, da der Hauptausschuss am noch am 8.3. aktiv war wie der Bundesrat auch. Es war weniger eine Selbstausschaltung als ein Geschäftsordnungszwischenfall.
Welche Bemühungen wurden nach der Selbstausschaltung getätig?
Man versuchte durch die Opposition eine Reaktivierung des Nationalrats und die unterbrochene Sitzung am 15. März nachzuholen. Dies Gelang durch eine Intervention der Exekutive aufgrund einer "nicht angemeldeten Versammlung" nicht. Am 17. März 1933 wurde nochmals versucht den Nationalrat einzuberufen und Newahlen auszuschreiben und die beseitigung der in der Zwischenzeit egangenen KWEG ordnungen. Jedoch wurde dies als "verfassungsrechtlich belanglos" angesehen da deer Bundesrat allein keine Gesetze erlassen konnte. Durch die Selbstausschaltung war der Bundesrat funktionslos geworden.
Wie wurden nun Gesetze erlassen und was war das Instrument der Maßnahmengebung?
Die Regierung wurde nun durch Verordnungswege gesetzgeberisch tätig und bediente sich dabei dem KWEG von 1917.
Welche Ermächtigung gab das KWEG?
Es räumte der Regierung Befugnis ein, während deer Dauer der durch den Krieg hervorgerufenen außerordentlichen Verhältnisse durch Verordnung, die notwendigen Verfügungen zur Förderung und Wiederaufrichtung des wirtschaftlichen Lebens, zur Abwehr wirtschaftlicher Schädigungen und zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und anderen Bedarfsgegenständen zu treffen.
Wie wurde das KWEG unter Dollfuß genutzt?
Es wurde als Normsetzungsmechanismus ausgetestet, um ohne vorherige parlamentarische Kämpfe sofort dringliche Maßnahmen umzusetzen.
Wie wurde das KWEG von Zeitgenossen anderer politischer Lage gesehen?
Da auch viele Verordnungen somit erlassen wurden, die faktisch nichts mit dem KWEG zutun hatten, wurde die Legalität der Handlung der Regierungen von mehrerern Personen angezweifelt. Es wurde teilweise als Kette von Verfassungsbrüchen gewertet und "Staatsstreich auf Raten" genannt.
Wieso konnte der VfGH bei den KWEG Verordnungen nicht wirklich einschreiten?
Die Überprüfung wurde zwar von der Wiener Landesregierung veranlasst, jedoch machte die Regierung dies durch die Veranlassung des Rückstritts einiger VfGH Mitglieder und mit einer KWEG Verodnung vom Mai 1933 über das Verfassungsgerichtshofgesetz unmöglich. So wurde auch die Lahmlegung des VfGH erreicht.
Wie erfolgte die Ausschaltung der Opposition?
Der Beginn war die Auflösung des Schutzbundes ende März 1933. Entscheiden war das erfolgte Parteiverbot mittels KWEG Verordnung. Nach und nach wurde die KPÖ, die NSDAP und nach dem Schutzbundaufstand im Februar 1934 auch die SdAP verboten und deren Vermögen konfisziert. Jedem Mandataren wurde das Mandat aberkannt. Auch die noch übrigen Parteien lösten sich langsam auf. Am 1. Mai 1934 wurde die sog. Väterländische Front zum alleinigen Träger des Österreichischen Staatsgedanken erklärt mit dem Frontführer, der Bundeskanzler.
Was passierte unmittelbar nach der Selbstausschaltung?
Eine KWEG Verordnung beschränkte die Pressefreiheit
Wie veränderte sich die Justiz?
Die Schwurgerichtsbarkeit wurde eingeschränkt (März 33) und die Todesstrafe wieder eingeführt (November 33)
Welche Bedeutung kam der Verwaltung zu?
Sie diente zur ausschaltung weiterer politischer Gegner. Das Verwaltungsstrafrecht wurde deutlich aufgewertet und viele neue Tatbestände geschaffen. Auch die Rechtsschutzmöglichkeiten wurden wesentlich eingeschränkt.
Was erließ die Regierung am 4. April 1934?
Eine neue Verfassung für den Bundesstaat Österreich. Um dies zu legitimieren erließ die Regierung eine Geschäftsordnung des Nationalrates ergänzende KWEG Verordnung und berief die Forsetzung der am 4. März 1933 Unterbrochenen Sitzung wieder ein.
Was ereignete sich am 30. April 1934?
Das sog. Rumpfparlament beschloss an diesem Tag das Bundesverfassungsgesetz über außerordentliche Maßnahmen im Bereich der Verfassung (Ermächtigungsgesetz) welchem der Bundesrat zustimmte. Das B-VG von 1920 wurde aufgehoben.
Was beschloss das Ermächtigungsgesetz zusätzlich und was waren Mängel des Gesetzes?
Die endgültige auflösung des Nationalrats und Bundesrats.
Der Wohl größte Mangel war die nicht abgehaltene Volksabstimmung wegen der Gesamtänderung der Verfassung. Außerdem hatte der Nationalrat zu Zeiten der Bestimmung ein zu geringes Präsenzquorum. Trotzdem beurkundete Wilhelm Miklas BP das Gesetz.
Wie erfolgten die beiden Erlassungen der neuen Verfassung 1934?
1. Erlassung: Sie war auf Basis des KWEG am 24. April 1934 in From autoritärer Normsetzung durch eine Regierungsverordnung erlassen worden. Dies kann unzweifelhaft als verfassungswidrig bezeichnet werden.
2. Erlassung: Sie war auf Basis des Ermächtigungsgesetzes erlassen worden. Durch die Ermächtigung sollte den autoritären Schritt gegenüber dem Ausland durch parlamentarisches Übereinkommen legitimiert werden andererseits auch innerhalb Österreichs den Anschein einer Rechtskontinuität machen.
Was war am 1. Mai 1934?
Die Kundmachung des Verfassungstextes als "Verfassung 1934" im BGB. Zugleich wurde hier auch die KWEG Verordnung 1934 publiziert.
Welche Charakteristik kam in der neuen Verfassung stark zum Ausdruck?
Die christlich- reigiöse Grundlage wie zum Beispiel dass die oktroyierte Verfassung durch die Regierung erlassen wurde, die sich dabei auf Gott berief.
Wie machte sich das autoritäre Prinzip in der Verfassung bemerkbar?
Anstelle derr demokratischen legitimität der Wahlen, ernannten und entsandten Organe nur noch andere Organe in hierachischen Strukturen. Dies schloss das Volk bei der Kreierung von Regierenden weitgehend aus.Auch in der Gesetzgebung kam dies durch die überragende Gewalt der Exekutive und dem außerordentlichen Gesetzgebungsrecht stark zum Vorschein.
Was war ein weiteres wichtiges Charakteristikum?
Die Berufsstände , welche staatliche Zwangsorganisationen waren mit wichtigen Funktionen im staatlichem Aufbau. Die Mitwirkung des Volkes war nur durch diese Stände möglich.
Wie war das föderalistische Prinzip ausgeprägt in der VF 1934?
Kaum, da es im Gegensatz zum autoritär zentralistischen Staatsaufbau stand.
Wie erfolgte die Gesetzgebung?
Sie erfolgte durch indirekt beschickte und ernannte Organe. Die ordentliche Bundesgesetzgebung erfolgte durch vier Vorberatende Organe. Nur der Bundesregierung allein stand das Recht auf die Gesetzesinitiative zu. Die vorber. Organe erstatteten ein Gutachten über die Vorlage der BRG, wobei die BRG die Organe bestimmte, die die Vorlagen begutachten sollten.
Wie setzten sich der Staatsrat, der Bundeskulturrat, Länderrat und der Bundeswirtschaftsrat zusammen?
Staatsrat: waren unter gegenzeichnung des BK zu ernennen, Bundesbürger die Hinter den Interessen der Regierung standen
Bundeskulturrat: Vertreter der gesetzlich anerkannten Kirche, Schul, Erziehungs und Volksbildungswesen , Wissenschaftler , Künstler
Bundeswirtschaftsrat: berufsständigsche Hauptgruppen
Länderrat: Landeshauptleute, Bürgermeister, Finanzreferenten
Was war der Bundestag?
Er konnte von der Regierung einberufen werden die nicht an die vorberatenden Organe gebunden war zur Gesetzgebung. Er stellte kein Parlament da und die 59 Mitglieder genossen auch keine Immunität und war somit ein Auschuss dr Vorberatenden Organe. Er beschloss entweder die unveränderte Annahme des Gesetzes oder die Anlehnung. Es konnte jedoch keine Veränderung der Vorlage vom Bundestag getroffen werden.
Wer war nach der VF für die Landesgesetzgebung zuständig?
Die im ein-Kammer-System organisierten Landtage dern Mitglieder in der Verfassungsrealität vom Landeshauptmann ernannt wurden. Zu allen Landesgesetzen war die Zustimmung des BK erforderlich.
Was waren die zentralbehörden der Verwaltung nach der VF 1934?
Bundesregierung, Bundesversammlung, BP und Rechnungshof
Was trat an die Stelle des VfGH und des VwGH
Der Bundesgerichtshof, welchem die Gesetzkontrolle zustand
Wie sah es mit den Grundrechten in der Verfassung 1934 aus?
Es war ein Grundrechtskatalog enthalten, jedoch war eine zeitweilige und örtliche Suspension der Grundrecht möglich. Der Grundrechtsschutz wurde generell deutlich reduziert.
Was bewirkte das V-ÜG?
Es sprach dem Kanzler so viel Macht zu, dass eine "Kanzlerdiktatur" möglich wurde
Wie war das Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich?
Sie standen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Deswegen schloss Bundeskanzler Kurt Schuschnigg im Juli 1936 ein Normalisierungs und Freundschaftsabkommen (sog. Juliabkommen) mit dem Deutschen Reich. Hier erkannte das Deutsche Reich dem Österreichischen Bundesstaat die Souveränität an, hob die Tausendmarksperre auf und versprach die Nichteinmischung bei inneren Angelegenheiten Österreichs.
Was war als "deutscher Weg " Österreichs zu bezeichnen?
Aufgrund des Gentlemen Agreements das innenpolitische Zugeständnisse der Österreichischen Regierung beinhaltete, wie die Zusage einer weitreichenden Amnestie und die Aufnahme von zwei Vertrauenspersonen der nazionalsozialistischen Opposition in die Regierung nannte man dies den deutschen Weg.
Was war das Abkommen vom 12. Februar 1938?
Es war das Berchtesgadener Abkomme welches die Österreichische Unabhängigkeit abermals formell bestätigt , jedoch musste der österreichische Kanzler einige Opfer bringen: den Nazionalsozialisten Arthur Seyß-Inquart als innen und sicherheitsminister einstellen, die freie nationalsozialistische Beteiligung mit der Väterländischen Front und eine weitreichende Amnestie für Nazis. Jedoch führte das Abkommen unweigerlich zum Ende des Austrofaschismus und auch zum Ende des eigenständigen österreichischen Staats.