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Wieso stellt der Einfluss des demographischen Wandels eine Belastungsgrenze im Gesundheitssystem dar?

  1. Statistische Entwicklung->durch den demographischen Wandel steigt der Anteil älterer Menschen in der Gesamtbevölkerung
  2. Bedarfslage der Gesundheitsversorgung Älterer->Ältere sind meistens multimorbid und nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig->Wohnortnahe Gesundheits-, Arzneimittel-, und Pflegeversorgung von besonderer Bedeutung
  3. Herausforderungen der Gesundheitsversorgung auf dem Land->zunehmend Leben auf dem Land ältere Menschen, die die Strecke zum Arzt nicht selbstständig zurücklegen können->gleichzeitig ziehen jüngere Menschen wegen Berufsmöglichkeiten in die Stadt + stehen somit nicht mehr als Arbeitskraft zu Verfügung
  4. ohne Ärzte kein Rezept- ohne Rezept keine Apotheken->Apotheken vor Ort schließen, welche auch oft der letzte Ansprechpartner bei gesundheitlichen Fragen waren
  5. Versorgungsdefizite + Folgen->ähnliche Entwicklung in der Pflege

Welche Belastungsgrenzen gibt es im Gesundheitswesen?

  1. Einfluss des demographischen Wandels
  2. ökonomische Belastungen im Gesundheitssystem
  3. Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem

Wieso stellt die ökonimische Leistung im Gesundheitssystem eine Belastungsgrenze dar?

  1. Finanzierung und Ausgaben->kontinuierlich steigende Sozialausgaben liegen mit 25,1% des BIP deutlich über dem OECD-Durchschnitt
  2. steigende Sozialausgaben bei Kostenverteilung statt -vermeidung->Kosten für Pflegebedürftigkeit steigen an
  3. Verteilungsinstrument: Morbi-RSA->Morbiditätsadjustierten Risikostrukturausgleich ist ein Instrument das für mehr Verteilungsgerechtigkeit unter den Krankenkassen sorgen soll

Welche Herausforderungen für die Kostendämpfung bestehen?

  • der geringe Digitalisierungsgrad sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich zeigt, dass bei E-Health-Anwendungen Nachholbedarf besteht
  • Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal im ländlichen Raum
  • insbesondere in der Pflege wird eine Versorgungslücke erwartet
  • Krankenhauslandschaft wird sich durch die Reduktion an Krankenhausbetten und die Verlagerung von Leistungen in den ambulanten Bereich verändern
  • Chance die fragmentierte Struktur der getrennt voneinander agierenden und unterschiedlich vergüteten Leistungssektoren des Gesundheitssystems zu überwinden
  • zudem liegen im Bereich der Krankheitsvermeidung durch Gesundheitsförderung und Prävention erhebliche Potenziale

Welche konkreten Potentiale bestehen?

  1. Verbessertes Kosten-Nutzen-Verhältnis
  2. Entlastungsfaktor: Vernetzung + Kommunikation->Akteure im Gesundheitswesen profitieren von einer besseren Vernetzung + Kommunikation->flexible Planung
  3. Entlastungsfaktor: Digitale Assistenzsysteme->durch Gesundheitsdaten können Doppeluntersuchungen vermieden werden->"Arzneimittelirrtümer"->Entscheidungsunterstützungssysteme für verbesserte Behandlungsqualität->digitale Assistenzsysteme können Patienten mit chronischen Erkrankungen unterstützen
  4. Entlastungsfaktor: Telemedizin->Regionale Versorgungslücken können ausgeglichen werden->aggregierte Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten kann Forschung und interdisziplinäre Gesundheitswissenschaften unterstützen