Klausurlösung Entscheidungsrechnungen SS19.pdf

Exams
Uploaded by Jan Bicker 106524 at 2020-01-08
Description:

Hier meine abgetippte Lösung der ersten beiden Aufgaben. Aufgabe 3 versuche ich nachzureichen.

 +5
218
24
Download
Wie kommen wir auf die 8ME?
Das ist Menge von Produkt 1 für einen Gewinn von 40 €. Diese 40 € habe ich willkürlich gewählt, du könntest das auch für einen anderen Gewinn, meinetwegen 100 € berechnen: 100 / 5 = 20 ME Produkt 1 100 / 8 = 12,5 ME Produkt 2
Wäre hier nicht eher ZE korrekt?
Auch hier: "jein". Wenn man davon ausgeht, dass die Schlupfvariablen verschiedene Maschinen darstellen sollen, und diese Maschinen nur eine begrenzte Laufzeit zur Verfügung haben, dann wäre ZE korrekt. Es kann aber auch sein, dass die Schlupfvariablen Rohstoffe darstellen sollen (Holz, Eisen, Gold etc.), dann wäre ME natürlich besser. Weil man es nicht so genau weiß, habe ich es mit "ME" einfach ein bisschen allgemein gehalten.
Bezieht es sich hier nicht auf die Aggregate A und B statt x4 und x5 oder ist es egal was man schreibt?
Jein. Man hat in der Aufgabenstellung keine Angaben dazu, ob es sich bei "x3" bis "x5" um Maschinen, Aggregate oder sonst etwas handelt. Deswegen habe ich hier allgemein von "Ressourcen" gesprochen. Es kann ja auch sein, dass es gar keine Maschinen sind, sondern Rohstoffe o.Ä. Abgesehen davon würde "Aggregat A" durch die Schlupfvariable "x3" gekennzeichnet sein, und "Aggregat B" durch "x4".
Okay alles klar danke!
Müssten die beiden Koordinatenachsen nicht gleich lang sein?
Nein, warum sollte das nötig sein?
Der DB wird doch in GE angeben oder?
View 1 more comment
Ich habe dir eher zu danken, für die Hilfe die du uns allen bietest 😂
:D nichts zu danken, immer gerne!
Kann man nach der Herleitung nicht einfach alles in die xopt Formel für die optimale losgröße einsetzen? Und hat einer das Ergebnis dazu? Bei mir kommt 277,13 raus
View 1 more comment
Ok super! Danke dir vielmals
Solange in der Aufgabe nicht nach der optimalen Losgröße verlangt ist, müssen wir diese nicht berechnen oder?
ich verstehe die Aufgabenstellung nicht ganz. Wir sollen das A Modell herleiten aber es wird doch durch die relevanten Kosten hergeleitet, sollen aber danach erst die Funktongleihcung der entscheidungsrelevanten Kosten formulieren ? Die brauchen wir doch schon direkt am Anfang, oder verwechsle ich da etwas?
Nein, bei der Herleitung des A-Modells werden nur die allgemeinen Formeln der Kostenfunktionen benannt, erst beim K-Modell werden diese Formeln "mit Werten gefüllt", die sich eben konkret aus der Aufgabenstellung ergeben.
Kann jemand genauer das mit dem Schattenpreis erklären?
View 2 more comments
Kleine Frage, denn leider wird es mir auch durch die Aufzeichnung der Vorlesung nicht klar: sinkt die Nutzung der Kapazitäten x4 und x5 um jeweils 0,5h und 2,5h wenn man 1h von x3 mehr nutzt oder wenn man 1h von x3 weniger nutzt? Ich hoffe meine Frage ist verständlich
Wenn 1 ME weniger von Ressource 3 verbraucht würde, würden gleichzeitig 0,5 ME weniger von Ressource 4 und 2,5 ME weniger von Ressource 5 verbraucht werden.
Wie kommt man auf 0ME von Produkt 2? Irgendwie finde ich diese Tabelle voll komisch
View 4 more comments
Ah alles klar. Ja genau, als in der ersten Spalte stehen immer die Produkte, die im optimalen Produktionsprogramm enthalten sind, sowie die Betriebsmittel die freie Kapazitäten ("Slack") haben.
Okay, perfekt! Danke für deine Hilfe!!!
1 ME mehr oder weniger nun?
Was meinst du genau? Wenn 1 ME weniger von Ressource 3 verbraucht würde, würden gleichzeitig 0,5 ME von Ressource 4 und 2,5 ME von Ressource 5 verbraucht werden.
muss das echt so genau sein? In der Aufgabe steht ja "beschreiben sie KURZ" :D
Du hast natürlich recht, ich habe das hier aus Verständnisgründen sehr detailliert geschrieben, so ausführlich muss es nicht sein. In einer anderen Lösung zu dieser Klausur ist das Vorgehen deutlich flotter beschrieben.
warum sollte das denn ins Programm aufgenommen werden wenn es um 7 Einheiten höher wäre? Dann wäre der DB doch 0 und somit immernoch nicht relevant oder?
Sollte man diese Formeln in der Klausur tatsächlich "beschreiben" oder genügt es an dieser Stelle, einfach die zwei Formeln hinzuschreiben?
Ich glaube hier in dieser Aufgabe war das durchführen der notwendigen und hinreichenden Bedingungen gefragt, um so auf die Andler-Formel (A-Modell) zu kommen. Dann die optimale Losgröße ausrechnen (K-Modell) und anschließend die beiden Funktionen aufstellen. Ich denke dass es so ausführlich nicht in der Klausur machbar gewesen wäre...
Jan, hast du zufälligerweise noch die Lösungen für Aufgabe 3? Alle anderen Lösungen sind so verwirrend und nicht vollständig. Würde meine Lösungen gerne vergleichen
View 1 more comment
Schade aber auch 😕
Schreib mal deine Ergebnisse, dann kann man vergleichen:)
Könnte ich normalerweise nicht für die optimale Lösung für Max in der zielfunktion einen beliebigen Wert (100) einsetzen und hätte dann für x1 20 und für x2 12,5 raus? Oder kann man das hier nicht verwenden?
View 1 more comment
Gut zu wissen, das war mir vorher nicht klar. Vielen vielen Dank 😊
Du kannst deine Iso-Gewinnlinie dann aber soweit nach innen oder außen verschieben, bis sie den letzten zulässigen Punkt tangiert. Dann kommst du auch auf dein optimalen Mengen.
Wie interpretiert man diese Werte?
View 4 more comments
Nein, das ist falsch: Im Skript sind diese Zellen die du meinst NICHT die Überschneidung von Produkt zu Produkt, sondern eben von Maschine zu Produkt, siehe auch das Bild. Die entsprechenden Werte wurden hier im Dokument interpretiert. https://imgur.com/D8zCYfW Hier in meinem zweiten Bild (https://imgur.com/6QSJluF) sind die Werte markiert, die den Werten im Dokument entsprechen, die der Fragesteller meinte. Dieser werden auch im Skript nicht interpretiert.
Ja direkt interpretiert werden die Werte im Skript nicht, aber du kannst die in der ersten Gleichung zur Berechnung des Deckungsbeitrages wiederfinden, da werden die so wie ich das verstehe von den Produktionssummen der Produkte abgezogen also weniger gefertigt, aber mag sein dass ich das falsch verstehe.
Sind das keine Opportunitätskosten? Also die Höhe der Gewinneinbuße, wenn Schlupfvariable 3 in die Lösung mit aufgenommen wird?
View 4 more comments
Ja, da hast du vollkommen recht, in der von dir verlinkten Klausurlösung habe ich mich falsch ausgedrückt, danke für den Hinweis! Als Eselsbrücke also zum merken: Werte in der z-Zeile des Ergebnistableaus für Schlupfvariablen-> Schattenpreise Werte in der z-Zeile des Ergebnistableaus für "Produkt"-Variablen -> Opportunitätskosten
Danke dir. Jetzt ist die Verwirrung beseitigt.
@Jan, bin etwas verwirrt. Zählt die aller erste Spalte nicht als Spalte? Hätte in der Klausur die rote schon als 3. Spalte gezählt :/
View 3 more comments
Danke, dir. Man hätte anhand der Aufgabenstellung aus der Klausur auch leicht die falschen Spalten wählen können. Aber du leistest hier echt eine spitzen Arbeit
Gerne. Danke für das Lob! Ach jetzt sehe ich erst was du meinst: es war ja gar nicht mein Fehler, sondern die Aufgabenstellung ist so schwammig formuliert. Ja das ist in der Tat kurios.
Fehlt nicht bei den 0,4 die Einheit, sonst kürzt sich ja nicht die Einheit "Woche" heraus. Also (0,4*1/Woche)*25 Wochen dann kommt man im Endeffekt auch auf ME
Ja, da hast du Recht, es müsste eigentlich "0,4%/Woche" heißen. Danke für den Hinweis!
Wird das in der Klausur auch so ausführlich mit Erklärung erwartet oder reicht es, wenn man nur die Formeln dahin schreibt ?
Das ist eine berechtigte Frage. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Prof. Seidenber bei solchen Sachen tatsächlich sehr pingelig ist und da sehr viel Wert auf eine korrekte Herleitung legt. GANZ so ausführlich wie hier im Dokument muss es sicherlich nicht sein, allerdings würde es keinesfalls reichen nur die Formeln hinzuschreiben.
No area was marked for this question
Hat jemand die Lösung von Aufgabe 3?
Warum führt in Spalte 2 die Aufnahme von 1 ME von Prdodukt 2 zu einem Verzicht auf GE des DB und nicht wie in Spalte 3 der Verzicht zu einem Sinken des DB? Also warum ist es genau andersrum?
Weil Spalte 2 das Produkt 2 betrachtet und dieses Produkt ja eben nicht im optimalen Produktionsprogramm enthalten ist. Wenn man nun doch genau 1 ME von Produkt 2 zum Produktionsprogramm hinzufügen würde, dann müsste man auf 7 GE Deckungsbeitrag verzichten, eben weil das Produkt 2 eigentlich keinen Platz im OPP hat. In Spalte 3 hingegen wird die Restriktion 1 betrachtet und hier ist es natürlich so, dass wenn wir mehr von dieser Ressource zur Verfügung haben, wir auch mehr Einheiten von Produkt 1 produzieren könnten und somit unser DB steigen würde.
Danke!
Erstmal danke für die Lösung, nur ich hab hier 4,67, bin mir nun unsicher. Nur mit x2=4,8 passt auch die NB A nicht mehr
Ja, hier hast du vollkommen recht, 4,67 wäre präziser. Ich habe es hier einfach mal "nach Augenmaß" gemacht, also aus der Grafik abgelesen, deswegen habe ich so Pi mal Daumen 4,8 geschätzt. Aber wie gesagt, deine Lösung ist präziser, danke für den Hinweis!